Donnerstag, 6. August 2026

Moore und Torf - Klimaschutz, Ökologie und nachhaltige Bildung

 Hallo zusammen,

 Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim lesen unseres Blogbeitrags über Moore und Torf.

In dem Blog geht es darum warum Moore trotz ihrer kleinen Fläche eine so wichtige Rolle im Klimaschutz spielen und wie man das für den Biologieunterricht benutzen kann.

Wir freuen uns auf eure Kommentare und Meinungen zu unserem Blog!

Hier geht es zu dem Blogbeitrag: Moore und Torf - Blog

Und hier findet ihr die dazugehörigen Arbeitsblätter: Moore und Torf - Arbeitsblätter

 

Liebe  Grüße

Julian, Eileen, Esmeray, Felicitas, Johanna & Nils 

17 Kommentare:

  1. Liebs Autor*innenteam,

    vielen Dank für dieses spannende Thema zu Mooren und Torf! Obwohl dieses Thema im Bildungsplan verortet ist und ich es im Unterricht bereits oberflächlich behandelt habe, war mir nicht bewusst, welche Auswirkungen Moore auf das Klima haben.

    Ich fand es sehr spannend zu lesen, wie genau ihr diese Unterrichtsstunde aufgebaut und wieso ihr eure Methoden und Medien gewählt habt. Das lässt noch einmal einen besseren Blick in eure Überlegungen zu und ermöglicht allen Leser*innen ein besseres Verständnis. Der Einstieg über die enaktive Methode mit der Erde und der Erarbeitung der Fragestellung ist ein sehr gelungener Weg, um das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu wecken.

    Vor allem von der Gruppenarbeit bin ich begeistert. Die vier Themen finde ich gut gewählt, und durch das Ergänzen der fehlenden Informationen während der Präsentationen festigen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen noch einmal.

    Auch finde ich es sehr wichtig, dass ihr das Thema Differenzierung und Kompetenzförderung angesprochen habt. Auch wenn man an einem Gymnasium ein hohes Niveau voraussetzt, finde ich es dennoch wichtig zu differenzieren. Hier sind die Hilfekarten und die Zusatzaufgabe für schnelle Schülerinnen und Schüler eine gelungene Lösung, um alle von ihrem individuellen Stand abzuholen und mitzunehmen. Auch hier ist die Gruppenarbeit förderlich, da dadurch gemeinsames Kommunizieren und Helfen entsteht.

    Ich finde, bei diesem Thema würde sich auch ein Ausflug anbieten (abgesehen von Zeit und Geld). In Süddeutschland, genauer gesagt in Bad Wurzach, befindet sich das größte zusammenhängende und noch intakte Hochmoor Mitteleuropas. Das gesamte Moor ist ein Naturschutzgebiet, das über Wege begehbar und vor allem erlebbar ist.
    Das Naturschutzzentrum Bad Wurzach bietet ideale Voraussetzungen für Projekttage, Exkursionen und fächerübergreifenden Unterricht. Man kann geführte Exkursionen durch das Moor machen und dabei verschiedene Experimente durchführen. Das Ried ist aber auch für die Öffentlichkeit durch barrierefreie Lehrpfade und spannende Aussichtspunkte zugänglich. Das Naturschutzzentrum selbst verfügt über eine interaktive Ausstellung, und es gibt außerdem eine Bahn (das sogenannte Torfbähnle), mit der man eine historische Fahrt durch das Ried unternehmen und so einen Einblick in die industrielle Geschichte des Torfabbaus im Wurzacher Ried erhalten kann.

    Zum Abschluss habe ich noch eine Frage: Da Moore so viel Kohlenstoff speichern, könnte man das Thema auch mit anderen Fächern wie Politik verbinden? Wäre es vielleicht eine Idee, ein kleines Projekt zu starten und das Thema Moore und Torf noch vertiefter zu behandeln? Vielleicht könnte man dabei erarbeiten, wie man Moore noch besser schützen und nutzen könnte, um den anthropogenen Klimawandel zu verlangsamen?

    Liebe Grüße,
    Else

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    1. Liebe Else,
      danke für dein Feedback und die vielen Gedanken dazu.
      Dass dir der Einstieg gefallen hat, finden wir gut — genau den Zugang wollten wir. Schön auch, dass dir die Gruppenarbeit und die Differenzierung so zusagen, Hilfekarten und Zusatzaufgaben sind für uns einfach inzwischen dazugehörig.
      Der Tipp mit Bad Wurzach ist gut mitgedacht, den kannten wir in der Form noch nicht. Die Möglichkeiten dort — Exkursionen, Torfbähnle, Ausstellung zu machen vor allem für kleinere Kinder — klingt wirklich ideal, gerade auch für fächerübergreifenden Unterricht.
      Zu deiner Frage nach Politik: Ja, absolut. Manche Schulen gestalten ja schon sehr konsequent fächerübergreifenden Unterricht, und genau da sehen wir die Zukunft. Ein kleines Projekt, in dem Schüler*innen erarbeiten, wie Moorflächen besser geschützt werden können, um den Klimawandel zu verlangsamen — is genau unsere Vorstellung gewesen. Die politische und gesellschaftliche Dimension gehört zum Moor- und Torfschutz einfach dazu, und das Bewusstsein dafür wächst glücklicherweise immer mehr. Das sehen wir auf jeden Fall als realistische Perspektive für die kommenden Jahre.
      Danke nochmal für deine Anregungen :)
      Liebe Grüße,
      Johanna

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    2. Liebe Else,
      Herzlichen Dank für deinen detaillierten Kommentar und die neuen Ideen und Anregungen zu unserem Blogbeitrag. Ich finde einen Gedanken, den du hattest besondern spannend und zwar, die Idee, dass man das Thema Moore und Torf noch weiter führen kann und es über mehrer Unterrichtsstunden zu einem großen Projekt entwickeln kann. Durch das behandeln von den ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen, bei dem Thema Moorschutz, könnte man meiner Meinung nach, hier auch viele aktuellen Thematiken eingehen, die vielen Personen nicht wirklich bewusst sind, da sie sich normalerweise nicht it dieser Art von Thematik auseinandersetzen.
      Eine Idee, die mir dazu kommt, wäre, dass man die Schüler/Innen selber Projekte entwickeln lässt, die zum Schutz der Moore dienen. Im Anschluss prüft man diese Ideen auf ihre Wirksamkeit und Umsetzbarkeit. Überlegungen, die damit vielleicht genauer betrachet werden können sind dann sowas wie: Was kann jeder einzelne durch das Konsumverhalten verändern? Welche Verantwortung tragen Landwirtschaft und Unternehmen und an welchen Stellen sind politische Maßnahmen notwendig?
      Man könnte hierraus dann auch eine Art „Konferenz“ machen. Am Schluss bekommen die Schüler/Innen jeweils eine Rolle zugeteilt (z.B. eine Rolle aus der Landwirtschaft; Naturschutz oder Politik…). Ziel der Schüler/Innen ist es dann eine gemeinsame Lösung zu finden, mit dem jeder Einverstanden ist. Hierdurch kann dann auch nochmal das Thema aufgegriffen werden, dass es viele verschiedene Bereiche gibt, mit verschiedenen Interessen, die alle bei der Lösung berücksichtig werden sollten und profitieren sollten.

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    3. Liebe Else,
      Herzlichen Dank für deinen detaillierten Kommentar und die neuen Ideen und Anregungen zu unserem Blogbeitrag. Ich finde einen Gedanken, den du hattest besondern spannend und zwar, die Idee, dass man das Thema Moore und Torf noch weiter führen kann und es über mehrer Unterrichtsstunden zu einem großen Projekt entwickeln kann. Durch das behandeln von den ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen, bei dem Thema Moorschutz, könnte man meiner Meinung nach, hier auch viele aktuellen Thematiken eingehen, die vielen Personen nicht wirklich bewusst sind, da sie sich normalerweise nicht it dieser Art von Thematik auseinandersetzen.
      Eine Idee, die mir dazu kommt, wäre, dass man die Schüler/Innen selber Projekte entwickeln lässt, die zum Schutz der Moore dienen. Im Anschluss prüft man diese Ideen auf ihre Wirksamkeit und Umsetzbarkeit. Überlegungen, die damit vielleicht genauer betrachet werden können sind dann sowas wie: Was kann jeder einzelne durch das Konsumverhalten verändern? Welche Verantwortung tragen Landwirtschaft und Unternehmen und an welchen Stellen sind politische Maßnahmen notwendig?
      Man könnte hierraus dann auch eine Art „Konferenz“ machen. Am Schluss bekommen die Schüler/Innen jeweils eine Rolle zugeteilt (z.B. eine Rolle aus der Landwirtschaft; Naturschutz oder Politik…). Ziel der Schüler/Innen ist es dann eine gemeinsame Lösung zu finden, mit dem jeder Einverstanden ist. Hierdurch kann dann auch nochmal das Thema aufgegriffen werden, dass es viele verschiedene Bereiche gibt, mit verschiedenen Interessen, die alle bei der Lösung berücksichtig werden sollten und profitieren sollten.
      Liebe Grüße,
      Eileen

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  2. Liebes Autor*innenteam,

    erstmal vielen Dank für diesen ausführlichen Blogbeitrag. Mir war zwar bewusst, dass Moore wichtig sind, aber dass sie trotz ihrer kleinen Fläche von nur drei Prozent weltweit so gigantische Mengen Kohlenstoff speichern, hat mich beim Lesen doch nochmal beeindruckt. Besonders spannend fand ich die Darstellung der CO2-Problematik. Dass Moore in Deutschland für fast 2,8 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, sobald sie entwässert werden, macht die Dringlichkeit des Themas für den Biologieunterricht greifbar. Ihr habt hier eine super fachliche Grundlage geschaffen, um zu verstehen, warum die Wiedervernässung nicht nur Naturromantik ist, sondern knallharter Klimaschutz. Ich finde es gut, wie ihr herausgearbeitet habt, dass Moore eigentlich Dauer-Kohlenstoffsenken sein könnten, wenn wir sie nicht als Nutzpflanzenstandorte missbrauchen würden. Das liefert eine starke Argumentationshilfe für die Schule!

    Was mir didaktisch besonders gut gefallen hat, ist der rote Faden der Problemorientierung. Der Einstieg mit den zwei Säcken Blumenerde, einmal mit und einmal ohne Torf, ist eine geniale Idee, um die Schüler direkt in ihrer Lebenswelt abzuholen. Jeder kennt Blumenerde, aber kaum jemand weiß, dass man damit quasi ein Stück Moor im Einkaufswagen hat. Ihr nutzt hier die didaktische Reduktion genau an der richtigen Stelle. Anstatt die SuS mit komplizierter Hydrologie zu langweilen, konzentriert ihr euch auf die drei Kernfunktionen Kohlenstoffspeicher, Biodiversität und Wasserhaushalt. Das reicht völlig aus, um den Zielkonflikt zwischen Wirtschaftlichkeit und Ökologie zu verstehen. So wird die im Bildungsplan geforderte Bewertungskompetenz nicht nur trocken abgehandelt, sondern an einem echten Alltagsbeispiel geübt, was ich für den Biologieunterricht am Gymnasium sehr wertvoll finde.

    Auch der Fokus auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung kommt super rüber. Es ist klasse, wie ihr die Brücke zu den globalen Nachhaltigkeitszielen schlagt, besonders zum Klimaschutz und zu nachhaltigem Konsum. Das macht den Schülern klar, dass ihre Entscheidung im Baumarkt tatsächlich globale Auswirkungen hat. Dass ihr am Ende noch ein Experiment zur Wasserspeicherfähigkeit eingebaut habt, rundet die Sache perfekt ab. So sehen sie schwarz auf weiß, dass torffreie Erde eigentlich genauso gut funktioniert und der Abbau ökologisch gesehen gar nicht nötig wäre. Auch eure Ideen zur Differenzierung mit den Hilfekarten finde ich super wichtig, gerade an heterogenen Schulen, um alle mitzunehmen. Das sorgt dafür, dass niemand abgehängt wird, wenn es um so komplexe Themen wie die Torfbildung geht.

    Alles in allem ein richtig runder Entwurf, der zeigt, wie man komplexe globale Krisen in greifbare Unterrichtsszenarien übersetzt. Das motiviert mich total, solche Themen später im eigenen Unterricht auch so anzugehen, weil man hier wirklich die Handlungskompetenz der jungen Leute stärken kann. Danke für die Inspiration!

    Liebe Grüße,
    Luca

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    1. Hallo Luca,
      auch für uns war es noch einmal beeindruckend zu sehen, wie groß der Einfluss von Mooren auf unser Leben und insbesondere auf unser Klima tatsächlich ist. Die Problematik der Austrocknung von Mooren für den kommerziellen Nutzen ist gerade jetzt wieder besonders relevant, wenn man beispielsweise auf die Wald- und Moorbrände in Belgien (17.08.2026) schaut. Umso wichtiger ist es, bereits früh auf die Funktion und Relevanz von Mooren hinzuweisen und für dieses Thema zu sensibilisieren.

      Für uns ist die Differenzierung inzwischen ein fester Bestandteil bei der Entwicklung von Unterrichtskonzepten. Ich bin ganz deiner Meinung, dass dadurch die Möglichkeit geschaffen wird, alle SchülerInnen thematisch mitzunehmen und ihnen eine aktive Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen. Gerade bei komplexen Themen wie dem Klimaschutz kann es schnell passieren, dass einzelne Schülerinnen und Schüler den Anschluss verlieren.

      Auch den Punkt zur Lebensweltorientierung finden wir besonders wichtig. Durch das Beispiel mit der Blumenerde erfahren SchülerInnen, dass ihr eigenes Handeln Auswirkungen auf Umwelt und Klima haben kann. Wir freuen uns sehr, dass unser Unterrichtsentwurf dich inspiriert und dir gefallen hat.
      Liebe Grüße
      Nils

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    2. Lieber Luca,
      danke für deinen detaillierten Kommentar und deine neuen Gedanken und Ideen zu unserem Blogbweitrag. Unserer Gruppe ging es ziemlich ähnlich wie dir, als wir beim Beareiten des Blogbeitrages nochmals gemerkt haben, was für eine große Bedeutung die Moore als Kohlenstoffspeicher haben. Hierdurch ist uns auch die relevanz für den Biologieunterricht und den Klimaschutz deutlich geworden.
      Besondern schön ist, dass du nochmals so auf unseren roten faden eingegangen bist und diesen nochmals hervorgehaben hast. Die Blumenerden, welche wir für unseren Einstieg gewählt haben, soll ganz bewusst einen Altagsbezug hervorbringen und uns zu der Leitfrage für die Stunde bringen. Die Schüler/Innen sollen in der Stunde die zentralen Zusammenhänge verstehen können, und dabei die Leitfrage nicht aus den Augen verlieren, durch zu viele fachliche Details.
      Die Gedanken, die du hattest, zum Experiment am Ende der Stunde, sind ebenfalls super wichtig. Mithilfe des Experimentes, sollen die inhaltlichen Theman der Stunde nochmals verdeutlicht werden und auch nochmals mit unserer Leitfrage verbunden werden. Eine Idee zur Erweiterung wäre, verschiedene torffreie Alternativen miteinander zu vergeleichen, wodurch die Schüler/Innen dann selbstständig untersuchen könnten, ob die Alternativen auch geeignet wären und ob es weitere Kriterien gibt, die neben der Wasserspeicherung für eine nachhaltige Kaufentscheidung berücksichtig werden sollten.
      Danke für dein positives Feedback und deine Gedanken!
      Liebe Grüße,
      Eileen

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    3. Hey Luca,
      Danke für dein nettes und ausführliches Feedback. Mir ging es ähnlich wie dir. Je mehr man sich mit diesem Thema beschäftigt, desto mehr merkt man, wie wenig man eigentlich darüber wusste und wie wichtig die Thematik ist. Wie du sagst, ist das Fachwissen superwichtig, um biologische Zusammenhänge zu verstehen und die Thematik auf andere Bereiche anwenden zu können, gerade weil Nachhaltigkeit, Klimaschutz und der Erhalt von Ökosystemen von großer globaler Bedeutung sind. Gerade für die Schule kann man so wichtige Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) abdecken und Schülerinnen und Schüler fördern, damit sie ökologische Zusammenhänge verstehen.
      Danke, dass du sagst, dass wir das Thema nicht trocken abarbeiten. Gerade bei einem so relevanten und alltagsnahen Thema hat man viele Möglichkeiten, dies spannend für Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Man kann beispielsweise Experimente, Exkursionen, Projektarbeiten einsetzen und so Schülerinnen und Schüler ganz anders greifen und Interesse wecken, ganz ohne auf monotonen Frontalunterricht zurückzugreifen. Auch innerhalb einer Unterrichtsstunde lässt sich durch Scaffolding, beispielsweise in Form von Hilfekarten viel bewegen. Dadurch können die Schülerinnen und Schüler individuell nach eigenem Leistungsstand unterstützt werden, sodass alle selbstständig zum selben Lernziel kommen.
      Liebe Grüße,
      Felicitas

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    4. Hallo Luca,

      vielen Dank für deine ausführlichen Kommentare zu unserem Beitrag. Für uns war es auch extrem spannend zu sehen was für großen Einfluss Moore auf unseren Alltag haben, da dies den meisten gar nicht so bewusst ist. Es freut mich sehr, dass für dich besonders die Verbindung zwischen der Beobachtung von Mooren und dem Biologieunterricht deutlich geworden ist, gerade dieser Alltagsbezug war uns wichtig, bei der Planung bei Themen wie Klimaschutz oder Nachhaltigkeit für Schüler und Schülerinnen sehr schnell groß und abstrakt wirken können. Der Einstieg mit der Blumenerde sollte genau dadurch zeigen, dass Morde Torfabbau nicht nur weit entfernt Probleme sind, sondern auch in alltäglichen Entscheidungen der SuS aufkommen können.
      Auch bedanke ich mich für den Punkt zur Differenzierung. Ich bin der Meinung, dass gerade bei komplexen Themen Hilfskarten oder unterschiedlich starke Unterstützungen dabei helfen können, Schüler und Schüler mitzunehmen und zum Selbstständigkeit zu fördern.

      Esmeray

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  3. Liebe Autor*innen,

    euer Beitrag zum Thema „Moore und Torf“ ist insgesamt inhaltlich umfangreich, klar gegliedert und zeigt sehr gut, warum Moore sowohl für den Biologieunterricht als auch für Klima- und Naturschutz relevant sind. Besonders positiv fällt auf, dass ihr das Thema nicht nur fachwissenschaftlich betrachtet, sondern konsequent mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler verbindet. Die Verknüpfung von Klimaschutz, Biodiversität, wirtschaftlichen Interessen und dem eigenen Konsumverhalten macht deutlich, dass es bei der Thematik nicht nur um biologisches Wissen, sondern auch um gesellschaftliche Entscheidungen geht.
    Gestalterisch ist vor allem die Titelseite gelungen. Die Farbgebung in Grün-, Blau- und Naturtönen passt sehr gut zum Thema und das Moorfoto stellt sofort einen inhaltlichen Bezug her. Für einen Blogbeitrag wirken die folgenden Seiten allerdings teilweise noch recht stark wie eine klassische wissenschaftliche Hausarbeit. Es gibt viele längere Textblöcke und nur wenige visuelle Unterbrechungen. Hier könnten zusätzliche Bilder, kleine Infografiken, hervorgehobene Fakten, kurze Informationskästen oder Fragen an die Leser*innen den Beitrag auflockern und ihn stärker wie einen tatsächlichen Blogbeitrag wirken lassen.
    Inhaltlich ist besonders der Unterrichtseinstieg über torfhaltige und torffreie Blumenerde überzeugend. Er schafft einen konkreten Lebensweltbezug und führt sinnvoll zur Problemfrage: „Sollte Torf weiterhin für Blumenerde verwendet werden, obwohl dadurch Moore zerstört und CO₂ freigesetzt werden?“.
    Auch die Kombination aus Gruppenarbeit, Präsentation und Experiment ist abwechslungsreich und ermöglicht den Lernenden, selbst aktiv zu werden. Positiv ist außerdem, dass ihr nicht nur Fachkompetenz berücksichtigt, sondern auch Kommunikations-, Kooperations-, Erkenntnisgewinnungs- und Bewertungskompetenz einbezieht.
    Was noch fehlt bzw. genauer ausgearbeitet werden könnte, ist vor allem die konkrete Planung der Unterrichtseinheit. Es wird zwar beschrieben, was die Schülerinnen und Schüler machen sollen, jedoch fehlen klar formulierte Lernziele beziehungsweise Kompetenzerwartungen nach dem Muster „Die Schülerinnen und Schüler können …“. Auch eine konkrete Angabe der vorgesehenen Klassenstufe sowie ein übersichtlicher Stundenverlaufsplan mit Zeit, Unterrichtsphase, Sozialform und Material würde die praktische Umsetzbarkeit besser nachvollziehbar machen. Beim Bildungsplan wird zwar erläutert, dass das Thema an Ökologie und BNE anknüpft, konkrete Kompetenzformulierungen oder Bildungsplanstellen könnten diese Einordnung jedoch noch stärker belegen. Der Abschnitt zur Leistungsbewertung ist ausführlich, konkrete Bewertungskriterien oder beispielsweise ein kleiner Bewertungsbogen für Gruppenarbeit, Präsentation oder Experiment fehlen jedoch noch.
    Auch beim Experiment wäre eine genauere Ausarbeitung hilfreich. Die Durchführung wird grundsätzlich beschrieben, allerdings könnten konkrete Mengenangaben, Gefäßgrößen, Beobachtungszeiten und eine genaue Auswertungsmethode ergänzt werden. Zudem wird bereits vorweggenommen, dass torffreie Blumenerde eine vergleichbare Wasserspeicherfähigkeit besitzt. Für einen naturwissenschaftlichen Unterricht wäre es schlüssiger, das Ergebnis zunächst offen zu lassen und anschließend anhand der tatsächlichen Beobachtungen auszuwerten.
    Verbesserungsbedarf besteht außerdem bei der sprachlichen und formalen Überarbeitung. An einigen Stellen gibt es Wiederholungen, insbesondere bei der Bedeutung der Moore als Kohlenstoffspeicher und beim Zusammenhang mit BNE.

    Liebe Grüße
    Estelle

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    1. Liebe Estelle,
      danke für dein Feedback und die vielen konkreten Punkte. Du hast dir echt viel Zeit genommen, den Beitrag durchzugehen, und das merkt man an der Kritik. Dass der Beitrag teils noch, wie eine Hausarbeit wirkt, können wir nachvollziehen. Die Textblöcke sind tatsächlich lang, und visuelle Unterbrechungen fehlen an einigen Stellen. Da hast du recht, dass ein Blogbeitrag anders funktionieren muss als eine wissenschaftliche Arbeit. Deine Idee mit Informationskästen und Leser*innenfragen ist ein guter Ansatzpunkt dafür. Beim Unterrichtsverlaufsplan hast du einen Punkt angesprochen, der uns selbst auch schon aufgefallen ist. Eine konkrete Planung mit Zeit, Phase, Sozialform und Material fehlt, genauso wie klar formulierte Lernziele. Das ist uns wohl durch die Lappen gegangen. Auch beim Experiment ist die Beschreibung noch zu vage, wenn Mengenangaben und eine saubere Auswertungsmethode wichtig wären. Dein Einwand, dass wir das Ergebnis vorwegnehmen, statt es offen zu lassen, ist ein Punkt, den wir konkret so wollten, da es keine komplett alleingestellte Forschung sein soll, sondern auch Kindergerecht.
      Dass du positiv den Einstieg über die Blumenerde und die Kompetenzbereiche hervorhebst, nehmen wir gern auf. Die Verbindung zur Lebenswelt der Schüler*innen war uns beim Entwurf wichtig, und schön, dass das bei dir ankommt.
      Danke für die ehrliche und detaillierte Kritik, das gibt uns eine gute Grundlage, um den Beitrag nochmal zu überdenken.
      Liebe Grüße,
      Johanna

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    2. Liebe Estelle,

      vielen Dank für dein ausführliches Feedback und die konkreten Verbesserungsvorschläge.

      Besonders deinen Hinweis zur fehlenden Klassenstufe und zu den Kompetenzerwartungen finde ich wichtig. Wir haben den Beitrag grundsätzlich für das Gymnasium in Baden-Württemberg geplant und das Thema im Bereich Ökologie sowie in der Leitperspektive BNE verortet. Rückblickend hätten wir aber genauer festlegen sollen, für welche Klassenstufe die Einheit gedacht ist und die Lernziele konkret formulieren sollen. Dadurch wäre dann auch die Verbindung zum Bildungsplan deutlich nachvollziehbar geworden.

      Auch deinen Punkt zur Leistungsbewertung können wir gut nachvollziehen. Wir beschreiben zwar, welche Leistungen während der Gruppenarbeit, Präsentation und Experiment beobachtet werden können, konkrete Kriterien fehlen aber. Ein kurzer Bewertungsbogen mit Punkten wie fachliche Richtigkeit, Begründung der eigenen Position, Mitarbeit und Präsentation wäre hier eine Sinnvolle Ergänzung.

      Den Hinweis auf Wiederholungen nehmen wir ebenfalls mit. Gerade die Bedeutung der Moore als Kohlenstoffspeicher und der BNE-Bezug taucht an mehreren Stellen sehr ähnlich auf. Hier könnten wir die Texte kürzen und einzelne Aspekte gezielt bündeln. Das würde den Beitrag vermutlich übersichtlicher machen und durch Hinzufügen von einigen Bildern und Grafiken stärker an das Format eines Blogs anpassen.

      Vielen Dank für deine Zeit.

      Liebe Grüße
      Julian

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  4. Hallo ihr Lieben,
    zuerst finde ich es super, dass ihr euch mit so einem Thema auseinandergesetzt habt, welches viele nicht auf dem Schirm haben, obwohl es ein wichtiges Thema ist. Das habt ihr auch sehr gut in eurem Blogbeitrag klar gemacht. Ihr habt schön verdeutlicht, warum Moore und Torf so wichtig für unsere Umwelt sind. Dazu habt ihr aber noch viel besser gezeigt, warum dieses Thema so gut für den Unterricht zu nutzen ist. Mich hat die Kompetenzorientiertheit und allgemein euer Unterrichtsplan sehr gut gefallen.
    Mir hat sich dabei die Frage gestellt, ob das Experiment nicht vielleicht auch zu Beginn der Stunde spannend wäre, um bei den SuS direkt einen Konflikt zu erzielen. Was würdet ihr dazu sagen? Oder eher, warum habt ihr euch für das Experiment zum Schluss entschieden?
    Dass euer Thema ein sehr wertvolles und interdisziplinäres Thema ist, wurde ja super beschrieben. Nur hätte ich mir da vielleicht etwas mehr zu der Theorie gewünscht bzw. zur biologischen Theorie, einfach nur, da ich selbst auch wenig Vorwissen zu dem Thema habe.
    Mich beschäftigt noch, ob es Wege gäbe den Torfwachstum zu beschleunigen oder allgemein ob man die Regeneration von Mooren irgendwie unterstützen kann?
    Abgesehen davon finde ich euer Kapitel zur Reduktion des Themas gut gewählt, da der Beitrag mir so als zukünftige Lehrkraft sehr entgegen kommt. Genauso wie die erstellten Arbeitsblätter, die meines Erachtens sehr ordentlich und gut lösbar für die SuS wären.
    Abschließend würde mich interessieren, ob ihr einen Ausflug mit einer Moorwanderung für die Klasse sinnvoll betrachten würdet oder nicht?
    Liebe Grüße
    Isabel

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    1. Liebe Isabel,

      vielen Dank für dein ausführliches Feedback und deine Fragen.

      Die Idee, das Experiment bereits zum Einstieg einzusetzen, finden wir grundsätzlich spannend. Wir haben uns jedoch bewusst für das Ende entschieden, weil die Schüler*innen zunächst verstehen sollen, warum Torf ökologisch problematisch ist und welche Funktionen Moore erfüllen. Das Experiment dient dann als Anwendung des erarbeiteten Wissens und führt zurück zur Leitfrage. Als motivierender Einstieg wäre es aber ebenfalls denkbar, wenn die Ergebnisse zunächst offenbleiben.

      Deinen Wunsch nach biologischer Theorie können wir nachvollziehen. Wir haben hier bewusst reduziert, damit der Beitrag nicht zu umfangreich wird. Gerade Torfbildung, Wasserhaushalt und die Anpassungen typischer Moorpflanzen könnte man aber noch vertiefen.

      Das Torfwachstum kann man nur sehr begrenzt beschleunigen. Entscheidend für die Regeneration geschädigter Moore ist vor allem die Wiedervernässung. Dadurch wird die Zersetzung des vorhandenen Torfs gebremst und es können sich wieder torfbildende Pflanzen ansiedeln. Der Wiederaufbau bleibt trotzdem ein sehr langsamer Prozess.

      Eine Moorwanderung würden wir grundsätzlich als sehr sinnvoll ansehen, da das Ökosystem dadurch greifbarer wird. Die Umsetzung hängt jedoch von der Nähe eines Moores, der verfügbaren Zeit sowie der möglichen Fahrt- und Führungskosten ab. Bei einem gut erreichbaren Moor wäre eine Exkursion für uns eine gute Ergänzung oder ein Abschluss der Einheit.

      Liebe Grüße
      Julian

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    2. Hey Isabel,
      Super, dass du erwähnst, dass das Thema Moore und Torf viele nicht auf dem Schirm haben. Es war uns wichtig ein Thema zu nehmen, wozu wir einen guten Alltagsbezug ziehen können, gerade mit dem Beispiel Moore in Bad Wurzach aus einem vorherigen Kommentar. Daran sehen wir wie nah wir eigentlich an diesem Thema sind, aber viele leider nicht viel Ahnung haben.
      Bezüglich des Experiments war es uns wie Julian bereits erwähnt hat wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler zu diesem Zeitpunkt über Wissen zu Torf verfügen, um zu vermeiden, dass unwissende Schülerinnen und Schüler nicht von dem Experiment profitieren können. Dennoch sehe ich Potential das Experiment als Einstieg für eine darauffolgende Stunde zu verwenden, wenn man es als Einstieg nutzen möchte. So kann man die Schülerinnen und Schüler kognitiv aktivieren und vorhandenes Wissen abrufen.
      Danke für dein Feedback zu dem Fachwissen Part unserer Arbeit, sowie zur Reduktion und den Arbeitsblättern. Unser Ziel war es so gut wie möglich auf die Umsetzung einzugehen.
      Bezüglich einer Moorwanderung, dies empfinde ich als sehr sinnvoll und bereichernd für die Schülerinnen und Schüler. Als Schülerin war ich selbst in der Grundschule auf so einer Wanderung, deshalb denke ich, dass dies eine tolle und lehrreiche Erfahrung wäre, gerade für Schülerinnen und Schüler einer 7. Klasse beispielsweise, so könnte man Interesse wecken und Abwechslung in den Biologie Unterricht bringen.
      Liebe Grüße,
      Felicitas

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    3. Hallo Isabel,
      es freut uns sehr, dass dir unser Beitrag so gut gefallen hat. Bei der Themenauswahl haben wir uns bewusst für ein Thema entschieden, das in der Öffentlichkeit und auch im schulischen Kontext häufig noch wenig Beachtung findet. Umso mehr freut es uns, dass wir mit unserem Beitrag Interesse und Aufmerksamkeit für die Bedeutung der Moore wecken konnten.
      Wir können gut nachvollziehen, dass du dir an einigen Stellen noch etwas mehr fachliche Grundlagen gewünscht hättest. Wir haben uns jedoch bewusst dafür entschieden, den theoretischen Teil etwas zu reduzieren, damit der Beitrag nicht zu umfangreich wird und der Fokus weiterhin auf der unterrichtlichen Umsetzung liegt.
      Für den Erhalt und die Förderung von Mooren ist vor allem deren Renaturierung beziehungsweise Wiedervernässung von großer Bedeutung. Damit verbunden ist allerdings auch die Einschränkung beziehungsweise Beendigung einer intensiven kommerziellen Nutzung. Wie im Beitrag beschrieben, können auch bereits alltägliche Entscheidungen, beispielsweise der Kauf torffreier Blumenerde, einen kleinen Beitrag zum Moorschutz leisten.
      Wenn es sich organisatorisch anbietet, ist eine Moorwanderung oder Exkursion natürlich eine besonders spannende und sinnvolle Ergänzung zum Unterricht. Sinnvoll wäre es dabei, die Exkursion gemeinsam mit einer lokalen fachkundigen Person zu organisieren, um auch das inhaltliche Potenzial einer solchen Exkursion bestmöglich auszuschöpfen.
      Liebe Grüße
      Nils

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    4. Hallo Isabel,

      Vielen Dank für deinen Kommentar zu unserem Blog Eintrag und besonders für deine Frage zum Experiment die Überlegung, das Experiment bereits zu Beginn der Stunde einzusetzen, finde ich grundsätzlich sehr spannend. Wir haben uns allerdings bewusst dafür entschieden ist eher am Ende einzuplanen und zwar wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler zunächst eine fachliche Grundlage zum Thema morgen und deren Bedeutung bekommen. Dadurch können Sie die Beobachtungen aus dem Experiment später besser einordnen und mit den davon Unterricht erarbeiteten Wissen verknüpfen. Zu Beginn wäre möglicherweise eine starker Überraschungseffekt, gleichzeitig wäre die Gefahr größer gewesen, dass es zunächst nur das Experiment selbst im Mittelpunkt steht und der fachliche Zusammenhang weniger deutlich wird oder im Vordergrund steht. eine Frage nach Mondwanderung finde ich sehr interessant. Ich könnte mir das sehr gut als Ergänzung vorstellen, weil die Schüler und Schüler das System dann nicht nur theoretisch kennen lernt, sondern direkt vor Ort wahrnehmen können. Gerade nach einer vorherigen Behandlung im Unterricht wäre das aus meiner Sicht besonders sinnvoll, da sie gezielte Beobachtungen und Zusammenhänge besser erkennen können und sich im bewusst sind, dass ihr erlernt nicht nur abstrakt ist, sondern auch im Alltag angewendet werden kann.

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