Dienstag, 15. Juli 2025

Geschmacksache?! Alltagsvorstellungen zum Geschmackssinn als didaktische Chance

Liebe Leserinnen und Leser,

unter dem nachfolgenden Link könnt ihr unseren Blogbeitrag zum Thema „Geschmacksache?! Alltagsvorstellungen zum Geschmackssinn als didaktische Chance“ lesen und in die Welt der Geschmackssinne im schulischen Kontext eintauchen. 


Hier der Link zum Beitrag: 

https://drive.google.com/file/d/10bsT2sAYm5pNtAHV40xdq4AGDdtVABYL/view?usp=sharing 


Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und freuen uns über eure Rückmeldung und weitere Anregungen zum Thema! 

 

Lilli und Theresa

13 Kommentare:

  1. Kommentar zum Blogbeitrag „Geschmackssache“

    Besonders gelungen finde ich, dass ihr euren Beitrag mit einer kognitiven Dissonanz startet, die vielen Schüler*innen vertraut ist, nämlich der Vorstellung, dass man ausschließlich mit der Zunge schmeckt. Genau solche Alltagsvorstellungen sind wertvolle Anknüpfungspunkte im Biologieunterricht, und ich finde es sehr gelungen, wie ihr diese aufgreift und didaktisch nutzt, um einen konzeptuellen Konflikt herzustellen. Dass ihr diesen Einstieg wählt, hat mich als Lesende sofort abgeholt. Eure klare Zielsetzung zu Beginn des Beitrags schafft Orientierung und zeigt, dass ihr euch bewusst mit eurer Intention und der Rolle eures Projekts im Rahmen des inklusiven Biologieunterrichts auseinandergesetzt habt. Das macht den Text nicht nur fachlich überzeugend, sondern auch methodisch reflektiert.
    Ein besonderer Pluspunkt ist für mich, dass ihr euch intensiv mit den Methoden beschäftigt habt. Ihr stellt nicht einfach nur Inhalte dar, sondern denkt immer gleich mit: Wie kann ich das unterrichten? Wie kann ich differenzieren? Gerade im inklusiven Setting ist das zentral und ihr zeigt das mit vielen konkreten Ideen. Großartig finde ich zum Beispiel, dass ihr das Zeigen eines Videos mit einem klaren Arbeitsauftrag verbindet. Oft wird das im Unterricht zu schnell als „Füllmaterial“ genutzt, bei euch hat es aber eine funktionale, durchdachte Rolle im Lernprozess.
    Sehr gelungen ist auch der Wechsel zwischen den Schülervorstellungen und den wissenschaftlich korrekten Erklärungen. Dadurch bleibt euer Text nah an der Lernrealität, ohne an Fachlichkeit zu verlieren. Ich finde es toll, wie ihr das in den einzelnen Abschnitten durchhaltet, zum Beispiel beim Thema Geschmack und Geruch oder beim Einfluss von Konsistenz und Temperatur.
    Die klare Struktur, euer verständlicher Sprachstil und die Praxisnähe machen den Beitrag sehr angenehm zu lesen. Man merkt, dass ihr euch nicht nur mit Inhalten, sondern auch mit didaktischen Prinzipien wie der Differenzierung, Anschaulichkeit und Aktivierung beschäftigt habt. Auch der Einsatz verschiedener Sinne wird bei euch nicht nur erwähnt, sondern tatsächlich didaktisch genutzt, das ist im Kontext von Inklusion besonders wichtig.
    Eine Frage, die mir beim Lesen kam: Hattet ihr die Möglichkeit euer Projekt in einer Klasse zu erproben oder ist es bisher theoretisch geplant? Ich fände es spannend zu erfahren, wie Schüler*innen auf die Aufgaben reagiert haben, besonders diejenigen mit Unterstützungsbedarf. Gab es vielleicht Rückmeldungen, die euch überrascht oder besonders berührt haben?
    Kommentiert von: Weber

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    1. Vielen Dank für deine differenzierte Rückmeldung, das hat mich beim Lesen wirklich sehr gefreut! Besonders schön finde ich, dass du den Einstieg über die kognitive Dissonanz als gelungenen Zugang empfindest. Gerade dieser Bruch mit den bekannten Vorstellungen „Man schmeckt nur mit der Zunge“ war für uns der Ausgangspunkt, um Alltagswissen produktiv im Unterricht aufzugreifen und weiterzuentwickeln.
      Deine Anmerkung zur Funktion des Videos hat mich besonders angesprochen. Uns war wichtig, dass Audiovisuelle Medien nicht beiläufig eingebunden werden, sondern zielgerichtet und lernwirksam. Schön, dass diese Gedanken bei dir angekommen ist. Auch deine Wahrnehmung der didaktischen Elemente wie Differenzierung, Aktivierung und Anschaulichkeit freut mich sehr.
      Zu deiner Frage: Leider konnten wir das Projekt bisher nicht praktisch erproben, es ist noch auf theoretischer Ebene konzipiert. Aber genau das wäre ein nächster spannender Schritt. Rückmeldungen aus der Praxis besonders von Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf, wären unglaublich wertvoll. Vielleicht ergibt sich ja im kommenden Semester eine Möglichkeit dazu.

      Liebe Grüße
      Lilli

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  2. Hallo ihr beiden,
    euer Blogbeitrag ist echt schön geworden. Neben dem optischen Reiz finde ich auch das Thema sehr ansprechend. Man merkt das ihr euch tiefgehend mit dem Thema befasst habt.
    Inhaltlich kann ich euch vollkommen zustimmen, ich finde Alltagsvorstellungen als Grundlage für Unterricht spannend und damit lässt sich wirklich gut als Lerngrundlage benutzen! Und der Geschmackssinn spielt bei Alltagsvorstellungen eine besondere Rolle, da er für alle Schüler*innen sehr präsent im Alltag ist. Durch die klare Strukturierung und den interessanten Aufbau hat der Blogbeitrag Interesse geweckt und war einfach zu lesen.
    Dr. Nasch ist super süß und stellt auch gute Denkanregungen. Ich hätte mich gefreut, wenn Dr. Nasch noch häufiger aufgetreten wäre und mehr „Überlegungsaufgaben“ gestellt hätte.
    Am besten hat mir euer Teil zur Erarbeitung von Alltagsvorstellungen gefallen. Die Mischung aus Alltagsbezug und Theorie hat perfekt gestimmt, und ich werde die Methoden sicher in der Schulpraxis anwenden :)
    Die praktische Umsetzung mit den Versuchen fand ich auch super spannend und sie regt auf jeden Fall dazu an, selbst mit Schüler*innen tätig zu werden. Diesen Teil hättet ihr jedoch auch zu Kapitel 2 (also zur entsprechenden Theorie) schreiben können, dann hättet ihr auch manche Sachen nur einmal erklären müssen. ;)
    Ich persönlich hätte mich gefreut, wenn ihr noch ein paar weitere Beispiele gefunden hättet, mit denen man die Alltagsvorstellungen der Schüler*innen ins Schwanken bringen könnte.
    LG Mareike

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    1. Liebe Mareike,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar, ich habe mich sehr darüber gefreut!

      Es freut mich besonders, dass dir sowohl die Struktur als auch die Kombination aus Alltagsnähe und Theorie gefallen hat. Unser Ziel war nämlich, angehenden Lehrkräften mehr ins Thema der Alltagsvorstellungen eintauchen zu lassen und ihnen Ideen zu geben, wie Schüler*innen über alltägliche Erfahrungen wie den Geschmackssinn an naturwissenschaftliches Denken herangeführt werden können.

      Was zusätzliche Beispiele zur Unterrichtspraxis angeht: Da war tatsächlich aus Platzgründen leider nicht mehr viel Spielraum. Zudem war uns wichtig, bei diesem Thema mit konkreten Experimenten zu arbeiten, weil beim Geschmackssinn das eigene Erleben besonders wirksam ist, um Schüler*innen die Grenzen ihrer bisherigen Alltagsvorstellungen aufzeigen zu können. Trotzdem ließen sich weitere Versuche ergänzen, zum Beispiel mit Bonbons, die alle rot sind, jedoch verschiedene Geschmacksrichtungen verkörpern. Die Schüler*innen könnten dann versuchen, herauszufinden, nach welchem Lebensmittel die Bonbons schmecken und es später mit der Verpackung des Bonbons vergleichen. Dieses Experiment thematisiert eine weitere Vorstellung von Kindern, welche nicht beinhaltet, dass unsere Wahrnehmung beim Essen nicht nur durch den Geschmackssinn, sondern auch den Sehsinn beeinflusst wird.

      Liebe Grüße
      Theresa

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  3. Hallo ihr Lieben!

    Euer Blogbeitrag hat mich wirklich begeistert , sowohl inhaltlich als auch gestalterisch. Besonders gelungen finde ich euren Zugang zu Alltagsvorstellungen im Biologieunterricht. Ihr schafft es, die komplexen fachlichen Inhalte mit den Erfahrungen der Schüler*innen zu verbinden und das auf eine sehr kreative, lebensnahe und liebevoll durchdachte Art und Weise.

    Der Aufbau eures Beitrags ist super strukturiert, und man merkt, dass ihr euch intensiv mit der didaktischen Rekonstruktion auseinandergesetzt habt. Eure Verknüpfung von Theorie, Methoden und Unterrichtspraxis hat mich sehr überzeugt.
    Super finde ich, wie ihr Alltagsvorstellungen zum Geschmackssinn aufgreift. Der Zimt-Zucker-Versuch und die Idee mit den Gummibärchen zeigen, wie gezielt ihr kognitive Konflikte auslöst, ohne die Schüler*innen dabei "bloßzustellen". Die Gestaltung eurer Materialien ist einfach super: klar, kreativ, motivierend und mit tollen Impulsen, die sofort Lust auf die Umsetzung machen.

    Ein echtes Highlight ist für mich eure Figur „Dr. Nasch“. Sie gibt dem Beitrag einen mega sympathischen Rahmen und hilft, die Fragen zu fokussieren. Ich hätte mir sogar gewünscht, dass sie noch häufiger auftritt oder weitere Denkanstöße gibt, das hätte dem Text noch mehr Lebendigkeit verliehen.

    Für mich als angehende Lehrkraft wurde durch euren Beitrag besonders verdeutlich, wie wichtig es ist, an die Alltagsvorstellungen der Schüler*innen anzuknüpfen, um Lernprozesse wirklich nachhaltig und verstehensorientiert zu gestalten. Vielen Dank dafür!

    Vielen Dank für diesen ideenreichen und wunderbar gestalteten Beitrag!

    Noch eine kurze Frage zum Schluss: Gab es beim Erarbeiten eures Beitrags noch andere Alltagsvorstellungen, die ihr spannend fandet, aber am Ende nicht mit aufgenommen habt? Welche Themen haltet ihr ebenfalls für so lebensnah und gut anschlussfähig wie den Geschmackssinn?

    Liebe Grüße
    Annika 🌿

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    1. Liebe Annika,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich über deine äußerst positive Rückmeldung!

      Dass dir die Experimente und deren didaktische Einbindung aufgefallen sind, freut mich besonders. Uns war wichtig, dass euch sowohl eine Idee für einen kontinuierlichen, als auch einen diskontinuierlichen Konzeptwechsel gegeben wird. Schließlich sind beides Möglichkeiten, die umgesetzt werden können und verschiedene Vor- und Nachteile haben. Wir wollten außerdem in den Unterrichtsbeispielen erreichen, dass Schüler*innen beobachten, vergleichen und hinterfragen können.

      Deine Frage zu alternativen Themen greift genau unsere erste Idee auf. Wir hatten ursprünglich geplant, mit Alltagsvorstellungen über „Superkräfte“ von Tieren zu arbeiten. Beispielsweise sollte die Frage „Woher wissen Vögel, wo sie über den Winter hinfliegen müssen?“ und „Wie können Chamäleons ihre Farbe wechseln?“ thematisiert werden. Leider wurde uns dabei schnell klar, dass ein Erleben dieser biologischen Vorgänge für Schüler*innen kaum möglich sein wird. Da Experimente mit Tieren im Schulkontext ausgeschlossen sind und die zugrundeliegenden Vorgänge kaum über Beobachtung in der freien Natur erfolgen können (zumal es bei uns keine Chamäleons gibt), könnte man solche Vorstellungen nur über Texte oder Filme usw. bearbeiten. Unser Wunsch war jedoch mehr Handlungsorientierung, weshalb wir dann das Thema Geschmackssinn beschlossen.

      Liebe Grüße
      Theresa

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  6. Euer Beitrag greift eine Alltagsvorstellung auf, die viele Schüler*innen vermutlich kennen: „Man schmeckt nur mit der Zunge.“ Dass ihr genau dort ansetzt, finde ich super! So entsteht ein klarer roter Faden durch den Text, der das Vorwissen der Lernenden ernst nimmt und gleichzeitig zum Umdenken anregt. Besonders gut erklärt ihr dabei den biologischen Hintergrund, also wie Geruchs- und Geschmackssinn zusammenarbeiten – das ist gut strukturiert und fachlich fundiert.

    Was mir besonders gut gefallen hat: Ihr verknüpft das Thema sinnvoll mit dem Bereich Humanbiologie, bleibt aber trotzdem nah an der Erfahrungswelt der Schüler*innen. Die Frage, warum man zum Beispiel Zimt und Zucker nicht gleichzeitig klar herausschmeckt, ist ein schönes Beispiel dafür, wie biologische Phänomene für Lernende greifbar und spannend werden.

    Spannend fand ich auch eure Ausführungen in Kapitel 4.1 zur Bedeutung von Alltagsvorstellungen im Biologieunterricht. Dabei kam mir die Frage:
    Wie lässt sich erkennen, ob eine Alltagsvorstellung tatsächlich transformiert wurde – und nicht nur kurzfristig durch die Unterrichtssituation überdeckt?
    Gerade im inklusiven Unterricht scheint mir das eine besondere Herausforderung.

    Außerdem habe ich mich gefragt:
    Welche Rolle könnten visuelle oder körpernahe Methoden (wie Sprechblasen, Skizzen oder kleine Rollenspiele) spielen, um Vorstellungen zum Geschmackssinn auch bei jüngeren oder sprachlich eingeschränkten Lernenden sichtbar zu machen?

    Ich bin auch gespannt, ob Mädchen und Jungen unterschiedlich stark Interesse an biologischen Themen wie diesem zeigen.

    Ach ja, und mir kam noch die Idee, einen Teil des SRF-Videos, auf das ihr Bezug nehmt, direkt im Unterricht einzusetzen. Die gezeigten Experimente regen zum Mitmachen an – gerade, weil sie viele Sinne ansprechen. Genau darin liegt auch die Stärke eures Themas: Es bietet vielfältige Gelegenheiten für nachhaltiges, erfahrungsbezogenes Lernen. Vielleicht sogar ein Anlass, über Geschmacksprägung, Ernährung oder kulturelle Unterschiede ins Gespräch zu kommen.

    Liebe Grüße
    Lilly

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    1. Hallo Lilly,
      danke für deinen ausführlichen und durchdachten Kommentar, das hat mich wirklich gefreut zu lesen. Du sprichst viele Punkte an, die wir im Beitrag bewusst setzen wollten. Zum Beispiel der Einstieg über die bekannte Alltagsvorstellung, dass man nur mit der Zunge schmeckt. Toll, dass dieser „Anker“ bei dir genauso gewirkt hat, als roter Faden und Denkanstoß.

      Besonders spannend finde ich auch deine Frage zu Transformation von Alltagsvorstellungen. Wann ist etwas wirklich im Denken angekommen und nicht nur kurzfristig „überlagert“? Genau das beschäftigt mich auch. In der Literatur wird ja oft betont, dass nachhaltige Veränderungen daran erkennbar sind, ob Lernenden neue Begriffe und Modelle in anderen Kontexten anwenden können. Gerade im inklusiven Setting ist das natürlich besonders herausfordernd, daher sind wiederholende Zugänge und alternative Ausdrucksformen wie zum Beispiel Zeichnungen oder Methoden mit Bewegungen etc. aus meiner Sicht sehr hilfreich.

      Dein Vorschlag mit Skizzen und Sprechblasen gefällt mir wirklich sehr. Vielleicht könnte man daraus sogar so etwas wie ein Geschmack Tagebuch entwickeln. Auf diese Weise könnten auch jüngere oder sprachliche eingeschränkte Lernenden ihre Eindrücke festhalten und teilen. Das macht die individuellen Wahrnehmungen sichtbar und gibt allen die Möglichkeit, sich kreativ einzubringen.

      Vielen liebe Grüße Lilli

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  7. Hallo ihr Beiden,
    euer Blogbeitrag ist wirklich schön geworden. Das Design ist sehr ansprechend und motiviert am Anfang so richtig dazu euren Beitrag zu lesen. Auch Dr. Nash ist hier sehr schön eingesetzt, der immer wieder Nachfragen stellt und so beim Lesen die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema fördert.

    Besonders gefällt mir auch, dass ihr drei bekannte Alltagsvorstellungen aufgegriffen habt und diese im Anschluss auch gleich fachlich gut und anschaulich korrigiert habt. Habt ihr bei der Auswahl der Alltagsvorstellungen an eure eigene Schulzeit gedacht oder habt ihr diese in Praktika bereits beobachten können? Wenn ja, um welche Altersgruppe und Schulart hat es sich gehandelt? Glaubt ihr, dass sich manche Alltagsvorstellungen mit den Jahren von alleine aufheben oder müssen diese aktiv im Unterricht verändert werden? Einige Erwachsene gehen ja davon aus, dass man nur mit der Zunge schmeckt.

    Schön finde ich auch, dass ihr andere fachdidaktische Aspekte wie die Förderung von Interesse angeschnitten habt. Das passt sehr gut als Ergänzung eures Hauptthemas. Auch die möglichen Methoden zur Umsetzung wie z.B. die Kartenabfrage finde ich sehr hilfreich.
    Abschließend hätte ich noch eine Frage zu den verschiedenen Konzeptwechseln. Ihr habt geschrieben, dass beim kontinuierlichen Konzeptwechsel die Alltagsvorstellung und die neue fachliche Vorstellung koexistiert. Ist diese Art von Konzeptwechsel dann fehleranfälliger, da zwei Vorstellungen konkurrieren oder kommen die SuS damit gut zurecht wann sie das fachlich korrekte Konzept anwenden sollen?

    Liebe Grüße
    Lisa

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  8. Hallo zusammen,

    euer Blogbeitrag ist euch sehr gelungen, sowohl inhaltlich als auch strukturiert.

    Besonders hat mir die klare Zielsetzung am Anfang des Beitrags gefallen, da man sofort wusste, worauf euer Beitrag sich fokussiert. Besonders das nachvollziehbare Beispiel „Man schmeckt nur mit der Zunge“ war für mich als Leserin sehr anschaulich und hat mich auch zum Nachdenken angeregt. Ich finde es super, wie ihr Alltagsvorstellungen auffasst und daran inhaltlich, sowie didaktisch anknüpft. Der Bezug zwischen den Schülervorstellungen und den wissenschaftlichen Erklärungen ist sehr treffend.

    Eure gewählten Alltagsvorstellungen kann man gut nachvollziehen so auch zum Beispiel die Aussage „Erkältet schmeckt alles gleich“. Gerade in Kapitel 2.2, als ihr den Vergleich mit dem Zimt und Zucker erwähnt habt und dass man bei einer Erkältung nur den Zucker schmecken würde, da dachte ich mir, dass es schön wäre, so ein Experiment auch zusammen in der Klasse zu gestalten. Umso schöner war es dann genau dieses Experiment in eurem Kapitel 4.2.1 didaktische methodisch ausgebaut wiederzufinden. Da merkt man richtig, dass ihr euch gut auseinandergesetzt habt, um die Alltagsvorstellungen im Unterricht aufzugreifen und wie man diese dann didaktische methodisch umsetzen kann.

    Dr. Nash ist eine schöne Abwechslung in euren Beitrag und bringt so beim Lesen eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema. Was mir etwas gefehlt hat, waren Grafiken zu den biologischen Prozessen, als ihr erklärt habt, wie genau der Riechvorgang oder das Schmecken funktioniert und wie diese zusammenhängen. Mit ein paar Grafiken wäre die Beschreibung vielleicht noch verständlicher gewesen.

    Da ihr ja besonders auf die Sekundarstufe 1 anknüpft, würde mich interessieren, ob ihr auch Ideen habt, wie man das Thema oder auch diese Alltagsvorstellungen an einem inklusiven Setting umsetzen kann. Ist euch beim Bearbeiten vielleicht eine Idee gekommen oder habt ihr dazu etwas gefunden? Weil vor allem dort gibt es häufig Alltagsvorstellungen, an die man als Lehrkraft anknüpfen sollte und so, wie ihr in eurem Beitrag erwähnt habt, als Lerngrundlage und Motivation für die Kinder nutzen sollte.

    Liebe Grüße
    Roberta

    P.S. um auf Seite 8 noch Dr.Nash Frage zu beantworten: Mir waren alle Aussagen zum Schmecken bekannt :)

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  9. Hallo ihr beiden,

    zuerst einmal vielen Dank für den wirklich schön gestalteten Blogbeitrag! Ich fand eure Gestaltung echt sehr ansprechend durch gedeckte Töne, die aber trotzdem ein wenig Farbe reingebracht haben. Ich habe euren Blogbeitrag insgesamt mit großem Interesse gelesen, denn ich finde das Thema nicht nur fachlich spannend, sondern auch super relevant für den Unterrichtsalltag. Besonders gut hat mir gefallen, wie ihr typische Alltagsvorstellungen der Schüler*innen aufgreift und Schritt für Schritt zeigt, wie man sie im Unterricht didaktisch nutzen kann, statt sie direkt zu „korrigieren“. Das finde ich einen sehr wertvollen Ansatz, weil er den Lernenden viel mehr Raum für eigenes Denken lässt.
    Die Auswahl der Beispiele ist euch richtig gut gelungen. Beim Lesen musste ich mehrfach schmunzeln, weil ich ähnliche Aussagen („Man schmeckt doch nur mit der Zunge!“) auch schon in der Vergangenheit gehört habe oder aus dem Alltag kenne. Dass ihr genau solche Sätze nehmt und sie mit fachlichen Erklärungen und konkreten Unterrichtsideen verknüpft, macht den Beitrag sehr zugänglich und lebendig. Das Zimt-Zucker-Experiment ist dabei echt ein Highlight. Es ist einfach, aber mit starkem Aha-Effekt. Auch die theoretischen Hintergründe, z. B. zur Bedeutung von Konzeptwechseln oder zur Rolle von Emotion und Interesse beim Lernen, fand ich sehr nachvollziehbar dargestellt. Ihr schafft es, komplexe Gedanken verständlich zu formulieren, ohne dabei zu oberflächlich zu werden und das ist gar nicht so einfach wie ich finde.
    Die Figur „Dr. Nasch“ bringt eine schöne Leichtigkeit rein und passt gut zum Medium „Blogbeitrag“. Ich hätte mir vielleicht noch ein, zwei zusätzliche kleine „Challenges“ von ihm gewünscht, um das Ganze noch etwas interaktiver zu gestalten. Ein Quiz wäre vielleicht eine Möglichkeit. Sonst wirklich eine gute Idee!
    Zum Schluss würde mich noch interessieren: Wie würdet ihr mit Schüler*innen umgehen, die an ihren Alltagsvorstellungen sehr festhalten (auch nach einem Experiment)? Habt ihr Ideen, wie man damit pädagogisch umgehen kann, ohne Druck auszuüben? Ich fand es gut, dass ihr bei Kapitel 3.5 darauf eingeht, dass man den Schüler*innen die Alltagsvorstellungen nicht komplett abspricht, sondern darauf aufbaut. Schlussendlich muss man allerdings den richtigen Weg finden, um von diesen auf die „korrekten“ Hintergründe zu kommen.
    Vielen Dank euch für diesen durchdachten und praxisnahen Beitrag! Ich nehme auf jeden Fall einiges für mich mit.

    Liebe Grüße
    Lena :)

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