Freitag, 23. Juli 2021

Der Böse Wolf -Tatsache, oder doch nur ein Mythos?


 Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Jahrzehnten hat das Thema Umweltbildung in den Bildungsplänen der Schulen in Baden Württemberg immer mehr an Bedeutung zugewonnen. Insbesondere das Thema "Wolf" war durch die Wiederbesiedelung der Wölfe in vielen Lebensräumen Europas in den letzten Jahren stark präsent.

In unserem Blogbeitrag "Der Böse Wolf- Tatsache, oder doch nur ein Mythos?" gehen wir auf den Wolf und seine ökologische Bedeutung ein.

Wir hoffen, dass wir euer Interesse wecken konnten und freuen uns auf eure zahlreichen Kommentare.

Viel Spaß beim Lesen!

Anna Graf, Anna Katharina Müller, Hannah Göttle, Jule Ackermann, Nathalie Remde, Tina Reichle 

 

Zum Beitrag kommt ihr hier.

Oder ihr kopiert diesen Link:

https://drive.google.com/file/d/1fbdYmu7VjGdQf-30WlnK5rnht2amheF8/view?usp=sharing

 

 

25 Kommentare:

  1. Hallo liebes „Wölfe-Team“,
    vor dem Lesen eures Beitrags beschränkte sich mein Wissen über den Wolf auf einzelne Informationen. Über die Medien habe ich sowohl von positiven Aspekten (Wolf als „Gesundheitspolizist“), als auch von Gefahren gehört (Reißen von Nutztieren). Wie die Thematik aber ganzheitlich bewertet werden sollte, wusste ich nicht. Aus diesem Grund hat mich euer Blogbeitrag sehr angesprochen.
    Eure unterrichtlichen Ideen finde ich sehr inspirierend. Es werden vor allem kognitive (z.B. Wissen zu Lebensraum) und affektive Lernziele (z.B. durch Perspektivwechsel) angesprochen. Ergänzend könnte vielleicht noch eine Zeichnung des Wolfs als psychomotorischen Lernziel aufgenommen werden oder fallen euch noch andere Ideen ein?
    Auch die vier Kompetenzbereiche der KMK werden abgedeckt: Die SuS erhalten fundiertes Fachwissen, die Erkenntnisgewinnung erfolgt beispielsweise über den Vergleich von Graphen, die Kommunikation wird durch den Austausch mit Mitschülern, Passanten oder dem Jäger geschult und die Bewertungskomponente wird z.B. durch die Reflexionsaufgabe zur persönlichen Einstellung gegenüber dem Wolf erfüllt.
    In Bezug auf meinen zukünftigen Unterricht könnte ich mir deshalb eine Übernahme einiger Elemente aus euren Ausführungen gut vorstellen. Den abschließenden Ausflug in den Wildpark finde ich besonders spannend. Dabei kann nämlich auch die weiterführende Frage „Wie ist die Haltung von Wölfen in Tierparks zu bewerten?“ diskutiert werden.
    Zum Thema die „bösen Seiten des Wolfs“ haben sich mir einige Fragen aufgetan. Gibt es Statistiken, wie viele Nutztiere bereits gerissen wurde und welche Kosten dies verursacht?
    Zudem hatte ich vor dem Lesen eures Beitrags keine Angst vor einem Wolfsangriff. Das liegt sicher auch daran, dass meines Wissens in BW nur einzelne Wölfe leben und die Mehrzahl der Rudel nördlicher lebt. Könnten sich die Wölfe denn tatsächlich in ganz Deutschland ausbreiten? Gibt es außerdem Statistiken zu Wolfsangriffen auf den Menschen? Wie sieht das in Ländern mit höheren Rudelzahlen aus (auch im Vergleich zu Hund- oder Fuchsangriffen)?
    Durch euren Beitrag habe ich erfahren, dass die Wahrscheinlichkeit auf einen Wolf zu treffen, in Zukunft steigt, was bei mir im ersten Moment Unbehagen ausgelöst hat (das liegt aber nicht am direkt am Wolf, habe auch leichte Angst vor Hunden;)). Eure Ausführungen und Verhaltens-Tipps haben mir die Angst aber wieder genommen.
    Alles in allem habe ich durch euren Blogbeitrag einen umfassenden Blick auf die Thematik „Wolf“ erhalten. Besonders die Auswirkungen auf die ökologische Vielfalt im Yellowstone Nationalpark haben mich sehr beeindruckt. Diese Erkenntnisse haben mich darin bestärkt, dass die Zunahme der Wolfsrudel grundsätzlich positiv zu bewerten ist, es aber in Bezug auf die Herausforderungen noch einiger Entwicklungen bedarf, zum Beispiel bessere Schutzmaßnahmen für Nutztiere.
    Liebe Grüße
    Johanna Lutze

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    1. Liebe Johanna,
      herzlichen Dank für Dein positives Feedback.
      Du greifst in deinem Kommentar zunächst die Lernziele auf. Neben den von uns eingebrachten kognitiven und affektiven Lernzielen finde ich die Idee, auch psychomotorische Lernziele, z.B. durch das Zeichnen von Wölfen, aufzunehmen sehr gut. Ergänzend könnte man so auch die Körpersprache des Wolfs bearbeiten: Denkbar wäre eine Beobachtungsaufgabe beim Besuch eines Wolfsparks (Themenabschnitt 6). Die Schülerinnen und Schüler beobachten die Wölfe gezielt hinsichtlich Schwanzhaltung, Gesicht/ Maul, Körperhaltung und halten dies in einfachen Skizzen fest. Im Unterrichtsgespräch könnte so die Körpersprache des Wolfes thematisiert werden.
      Auch die Idee die Haltung von Wölfen in Tierparks zu bewerten könnte eine weiteres erweiterndes Element im Zuge des Tierparkbesuchs sein.
      Deine Frage, ob es Daten zu den gerissenen Nutztieren gibt, ist wichtig hinsichtlich der oft sehr kritischen Haltung gegenüber dem Wolf. Unter diese Internetadresse gibt es Statistiken:
      https://dbb-wolf.de/wolfsmanagement/herdenschutz/schadensstatistik
      Wichtig erscheint mir hier aber eine Diskussion der Ergebnisse, da die Risse von Nutztieren natürlich durch Präventionsmaßnahmen der Nutztierhalter stark minimiert werden können. Wie bewertest Du die Statistik?
      Nun zu deiner Frage, ob Wolfsangriffe auf den Menschen erfasst wurden: Es gab 2018 eine schriftliche Dokumentation im deutschen Bundestag, die umfassendes Datenmaterial zu diesen Fragestellungen liefert. Siehe link:
      https://www.bundestag.de/resource/blob/563294/83068d6297590248dd89375affd358c4/WD-8-041-18-pdf-data.pdf
      Ich freue mich über weitere Kommentare und Diskussionen!
      Anna Katharina Müller

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  2. Hallo liebes Wolf-Team,

    danke für euren informativen Beitrag.
    Ich finde solche Beiträge sehr hilfreich, um ein besseres Verständnis für den Kreislauf in der Natur darzustellen. Es ist ja nicht unbedingt offensichtlich, dass der Wolf eine direkte Auswirkung auf die Biodiversität hat und genau mit solchen Beiträgen muss man die Schüller*innen darauf hinweisen.
    Meint ihr, dass das Thema Kreislauf in der Natur, ausreichend in der Schule behandelt wird, oder gibt es dabei noch Luft nach oben?
    Das Bienenaussterben ist ja so ein ähnliches Thema, oder das Abschwächen des Golfstroms. Ich finde, dass bei Themen bezüglich der Biodiversität zu wenig von den langfristigen Folgen gesprochen wird. Man müsste viel mehr mit den Bildern vergleichen. Wie die Natur davor aussah und wie sie danach aussieht, das habt ihr ja aus sehr schön dargestellt. Wir reden ja in der Regel von einem Zeitraum von 20 Jahren oder länger und dem Menschen selbst fällt es denke ich schwer eine Änderung in seiner Umgebung in so einem langen Zeitraum wirklich wahrzunehmen. Genau deswegen reicht es nicht zu sagen, dass das Insektensterben schlimm ist oder dass der Wolf hilfreich ist für die Gestaltung einer gesunden Biodiversität. Es muss viel mehr darauf hingewiesen werden, was das für unser tägliches Leben bedeutet, nur wenn der Mensch durch die Folgen aus seiner Komfortzone kommt, wird er in der Regel auch reagieren.
    Wie sieht ihr das?

    Danke und viele Grüße
    Sanja Domazet

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    1. Hallo Sanja,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich habe herausgelesen, dass du der Meinung bist, das Thema „Kreisläufe in der Natur“ wird in der Schule nicht ausreichend behandelt.
      Einerseits stimmt es, dass vor allem der Einfluss von bestimmten Arten, wie z.B. dem Wolf, auf Ökosysteme und die Biodiversität in der Schule eher selten, bis gar nicht unterrichtet wird. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass die Forschungen zu dieser Thematik noch laufen und es nicht sehr viele Daten dazu gibt. Die Lehrkräfte können in dieser Thematik also wenig fundiertes Wissen vermitteln. In dieser Hinsicht gibt es also noch deutlich Luft nach oben.
      Andererseits ist das Thema Biodiversität im Bildungsplan verankert. Damit geht einher, dass die Schüler*innen den Kreislauf eines Ökosystems und alle Faktoren, die Einfluss auf dieses haben kennenlernen sollen. Sie lernen die verschiedenen Kreisläufe in der Natur also durchaus im Unterricht kennen. (vgl. Bildungsplan BW)
      Du sprichst auch davon, dass bei Themen bezüglich der Biodiversität zu wenig von den langfristigen Folgen gesprochen wird. Aus gesamtgesellschaftlicher Sicht würde ich dir da zustimmen. Die Menschen unserer Gesellschaft müssen viel mehr und schneller aus ihrer Komfortzone herauskommen und auch die Politik muss mehr dafür tun. Jedoch finde ich, dass das Schulwesen durch die „Aufklärung der Jugend“ einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leistet, denn auch die Verantwortung des Menschen zur Erhaltung der Biodiversität und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung soll den Schüler*innen laut Bildungsplan nahegebracht werden.
      Liebe Grüße Tina Reichle

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  3. Hallo liebes „Wölfe-Team“,

    vielen Dank für Euren informativen Blogbeitrag, die Thematik hat mich sehr angesprochen, da sich in meiner Gegend auch ein Wolf wieder angesiedelt hat. Zunächst einmal bin ich im Vorfeld mit nur beschränktem und nicht fundiertem Wissen über den Wolf an das Lesen eures Blogbeitrages herangegangen.

    Ich finde es sehr gut, dass ihr euer Thema sowohl in Bezug des Bildungsplans für die Klassenstufen 5/6, aber auch für die Klassen 7/8/9 ausgelegt habt. Eure Unterrichtsbeispiele finde ich sehr gut und anschaulich ausgewählt, dadurch werden die Schülerinnen und Schüler vor allem für kognitive Lernprozessen angeregt. Desweitern finde ich den Übergang in das Fach Deutsch, durch die Bedeutung des Wolfes in Märchen gut gelungen. Gibt es noch andere Fächer, in dem man die Themenstellung „Wolf“ übertragen könnte?

    Mich hat besonders der Unterpunkt der „Besiedlung des Wolfes in Deutschland“ angesprochen, da wie oben genannt ebenfalls ein Wolf in unsere Region zurückgekehrt ist. Dies hat in der Bevölkerung, wie auch in eurem Beitrag erwähnt, zu verschiedenen Meinungen geführt. Einige wollen den Wolf wieder loswerden, da eventuell Nutztiere getötet werden und es zu finanziellen Schäden führen kann. Andere wollen den Wolf schützen und befürworten die Integration des Wolfes in Deutschland. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass vor allem ältere Menschen gegen den Wolf sind. Gibt es hierfür Studien oder Belege?
    Meint Ihr durch eine offenere Aufklärung in der Gesellschaft über den Wolf (sowohl über die Gefahren aber auch den Nutzen des Tieres), kann eine Toleranz und Akzeptanz geschaffen werden? Wäre es eventuell hilfreich generelle Verhaltenstipps bei einer Begegnung des Wolfes an die Bevölkerung weiterzugeben, um die Ängste zu nehmen?

    Liebe Grüße
    Rebecca Noe

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    1. Liebe Rebecca,

      vielen Dank für deine positive Rückmeldung zu unserem Blogbeitrag. Die meisten Wölfe kommen aus Polen oder Tschechien, sie überqueren dort auf der Suche nach einem neuen Revier die Grenze, weswegen man sie hauptsächlich im nord-östlichen Bereich Deutschlands findet. Hier in Baden-Württemberg findet man sehr selten einen Wolf. Ich kann mir also sehr gut vorstellen, dass die Bewohner in deiner Region etwas beunruhigt sind. Man hört zwar immer davon, dass die Wölfe wieder zurück nach Deutschland kommen, wenn es einen aber dann mal selbst betrifft, kommt dann doch oftmals Unbehagen auf. Dies liegt, wie du bereits aufgeführt hast, meist an der ungenügenden Aufklärung. Ich habe leider keine exakte Studie dazu gefunden, aber laut einer Umfrage in Hannover (https://www.nwzonline.de/wirtschaft/weser-ems/hannover-vor-allem-aeltere-menschen-besorgt-auf-dem-land-hat-jeder-vierte-angst-vor-dem-wolf_a_50,3,1762855849.html) und Hamburg (https://www.nordkurier.de/aus-aller-welt/juengere-menschen-freuen-sich-mehr-ueber-woelfe-als-aeltere-0741658312.html) aus den Jahren 2018/20 sind es die Älteren, die den Wölfen skeptisch gegenüberstehen. Das größte Problem ist meist immer noch die Angst vor dem Tier. Diese ist allerdings völlig unbegründet, denn seit dem Jahr 2000 gab es keine Situation mehr in ganz Deutschland, in der die Wölfe aggressives Verhalten gegenüber dem Menschen zeigten. Ich bin also wie du davon überzeugt, dass man durch weitere Aufklärungsarbeit und auch Verhaltenstipps Akzeptanz für das Raubtier schaffen kann. Der im Umweltministerium für Naturschutz zuständige Karl-Heinz-Lieber betonte auch bereits 2018 in einem Interview (https://um.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/interview/pid/der-wolf-kommt-aufklaerung-schon-im-kindergarten/), wie wichtig die Aufklärung bereits im Kindergarten und der Grundschule ist, damit der Wolf als ein Teil unseres Ökosystems wieder normalisiert wird. Dieser Aussage können wir mit unserem Blogbeitrag natürlich nur zustimmen :)

      Liebe Grüße
      Anna Graf

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  4. Liebes Blogger-Team,
    vielen Dank für euren aufschlussreichen Blog-Beitrag. Viele eurer Ideen, lassen sich meiner Meinung nach auch außerhalb einer Themenwoche gut im Unterricht aufgreifen.
    Ich denke es ist eine gute Idee, wenn man im Zuge des Themas „Märchen“ im Deutschunterricht auch das Thema Wolf im Sachunterricht aufgreift, vorausgesetzt dieser kommt auch in den behandelten Märchen vor. Voraussetzung dafür ist, eine gute Kommunikation mit dem Deutschlehrer der Klasse, welche sich durchaus schwierig gestalten kann. In diesem Zusammenhang kann den SchülerInnen der Unterschied zwischen Märchen und Wirklichkeit schön deutlich gemacht werden und sie können dazu angeregt werden, Dinge zu hinterfragen und sie nicht einfach nur zu glauben. Das ist gerade auch in Diskussionen über Klima und Umweltfragen von Bedeutung. Kennen die SchülerInnen sowohl die Seite der weitverbreiteten Märchen und Mythen als auch die wissenschaftliche Sicht sind sie besser dazu in der Lage mit anderen über diese Themen zu diskutieren, eigene Vorstellungen zu hinterfragen und nötiger Weise zu überdenken. Dieser fächerverbindende Unterricht hat darüber hinaus den Vorteil, dass das Wissen der SchülerInnen besser vernetzt wird und sie Zusammenhänge über Fächergrenzen hinaus erkennen. Gerade auch der Perspektivwechsel, welcher damit vollzogen werden muss, ist ein wichtiges Ziel der Umweltbildung. (http://www.guteunterrichtspraxis-nw.org/schriften_LS/112%20Faecherverbindend%20und%20faecheruebergreifend_F.pdf) Zudem denke ich, dass das Thema Wolf so einen größeren Bezug zur Lebenswelt der Kinder bekommt, da wir hier in Baden-Württemberg noch nicht so sehr mit dem Thema „Wildlebende Wölfe“ konfrontiert sind wie in anderen Bundesländern. Die Märchen hingegen kennt fast jedes Kind. Interessant wären in diesem Zusammenhang auch die Vorstellungen von Kindern aus einem anderen Kulturkreis. Unterschieden sich diese von den eigenen? Und falls ja warum? Auch hier könnte der Perspektivwechsel geübt werden.
    Natürlich muss aber auch bedacht werden, dass fächerübergreifend zu abreiten mit einigen Schwierigkeiten verbunden sein kann. Zum Beispiel sollten thematische Dopplungen (genau der gleiche Inhalt) vermieden werden, da sich die Kinder sonst schnell langweilen könnten. Dafür wiederum ist wie oben angedeutet eine enge Absprache mit dem Kollegen nötig, außer man ist zufällig selbst der Deutschlehrer der Klasse.

    Viele Grüße
    Rebekka Bögel

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    1. Liebe Rebekka,

      vielen Dank für dein positives Feedback zu unserem Blogbeitrag.
      Zu deiner Frage, ob sich Vorstellungen in Bezug auf Märchen aus anderen Ländern unterscheiden, kann ich anfügen, dass Märchen in allen Kulturkreisen verbreitet sind und es trotz unterschiedlicher Versionen Gemeinsamkeiten gibt. Das Märchen Rotkäppchen, obwohl bei uns bekannt unter den Gebrüdern Grimm, hat seine Ursprünge bei einem französischen Schriftsteller. Überlieferungen gingen über Ländergrenzen hinweg, was sich auch in Übersetzungen in vielerlei Sprachen widerspiegelt. Festzustellen ist, dass bei all dieser Vielfalt der Wolf als Bösewicht allen gemein ist und sich dieses Bild verankert hat.
      Daher sprichst du einen wichtigen Punk an, sowohl den Standpunkt der Märchen als auch den der Wissenschaft zu betrachten. Der Perspektivwechsel stellt den zentralen Ausgangspunkt dar, um in Verbindung mit neuen Erkenntnissen, bereits Bestehendes zu vergleichen und ggf. zu verändern. Mitunter findet dadurch ein Einschluss prozessbezogener Kompetenzen statt (Kommunikation, Bewertung).
      Wichtig aber ist die Wissensbasis, auf welchem die neuen Erkenntnisse fundieren. Oft haben wir es bei Skeptikern gegenüber dem Wolf mit Unwissen und veralteten Haltungen zu tun. So aber kann nachhaltig ein positives Bild gegenüber dem Wolf geschaffen werden.
      Auch wie du erwähnt hast, ist eine fächerübergreifende Behandlung sinnvoll und ermöglicht die Chance, durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik, fundiertes Wissen über verschieden Zugänge zu erwerben. Zusätzlich erhalten die SuS durch die Betrachtung von Märchen Anknüpfung an ihre Lebenswelt.

      Liebe Grüße, Hannah Göttle

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  5. Liebes Wolf-Team,

    vielen Dank für euren überaus interessanten und lehrreichen Blogbeitrag. bereits in meiner Kindheit haben mich Wölfe sehr interessiert, weshalb ich sehr erfreut über euren Beitrag zu diesem Thema war.
    ich finde euer Blog ist sehr informativ und strukturell gut gegliedert. Auch eure didaktischen Überlegungen für den Unterricht finde ich sehr gelungen und kann die Gestaltung der passenden Unterrichtseinheiten sehr erleichtern.
    Die Frage, ob das Modell der Wiederansiedlung der Wölfe in Europa ebenfalls geeignet ist, würde ich auf jeden Fall mit "Ja" beantworten. Wie wir in dem Blogbeitrag gelernt haben, sind Raubtiere, wie der Wolf, wichtig für unser Ökosystem und die Aufrechterhaltung eines biologischen Gleichgewichts. Ähnlich wie im Yellowstone NP haben auch wir in Deutschland eine Überpopulation von Rehen und Wildschweinen, welche durch die Wölfe wieder in das richtige Gleichgewicht gebracht werden könnte. Ich verstehe, dass manche Menschen Angst vor diesen Tieren haben oder dass Bauern um ihr Vieh fürchten, aber einem Tier, das unter Artenschutz steht, sollte man meiner Meinung nach die Möglichkeit geben, sich in der freien Wildbahn erneut anzusiedeln und fortzupflanzen. Wie steht ihr dazu?
    Ich denke in vieler Hinsicht ist die Angst vor Wölfen und auch anderen Raubtieren unbegründet. Dies hängt meines Erachtens oft mit Unwissenheit zusammen. Natürlich würde auch ich einem Wolf nicht wie einem bei Menschen aufgewachsenen Hund entgegen treten. Dies wäre auch unvernünftig, da es sich beim Wolf immer noch um ein wildes Tier handelt, allerdings denke ich, dass die Angst auch Seiten der Tiere oft größer ist. Trotzdem sollte man den Tieren mit dem nötigen Respekt gegenübertreten.

    Um wieder genauer auf euren Blogbeitrag zurückzukommen, wollte ich noch auf das Thema der Märchenbehandlung in dem von euch präsentierten Unterrichtsentwurf eingehen. Ich finde diesen Bezug sehr gut da man hier das Fach Biologie super mit dem Fach Deutsch kombinieren und somit einen fächerübergreifenden Zusammenhang herstellen kann. Des Weiteren kann so bereits in niedrigeren Klassenstufen das negative Bild des Wolfes zum Teil aus dem Weg geschafft werden, denn der Wolf ist im Grunde ein sehr faszinierendes Tier, das dem Menschen und der Umwelt bereits viel Positives ermöglicht hat.
    Denkt ihr es wäre erneut möglich, dass Menschen und Wölfe gegenseitig von einander profitieren und in einer mehr oder weniger harmonischen Koexistenz leben?

    Nochmals vielen Dank für euren tollen Beitrag. Ich hoffe ihr habt nun einigen Leuten die Angst vor diesen prachtvollen Geschöpfen genommen und die Wiederansiedlung der Wölfe ein kleines Stück vorangetrieben.

    Liebe Grüße
    Lennard Kaube

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    1. Lieber Lennard,
      Danke für Deinen Kommentar zu unserem Blogbeitrag!
      Deine Meinung, dass die Ergebnisse im Yellowstone NP eine gutes Modell für Europa sind teilen wir natürlich.:) Wie Du richtig anführst, haben wir in Deutschland eben nur andere Tiergruppen mit einer Überpopulation wie vor allem Schwarzwild, aber auch Rotwild, letztere Gruppe schädigt vor allem Jungtriebe. Dies hat weitgehende Folgen für die Vielfalt der Bäume und deren Verjüngung im Wald. Auch gibt es Probleme mit den hohen Schwarzwildbeständen vor allem durch Verkehrsunfälle, aber auch durch Schäden an landwirtschaftlichen Nutzflächen.
      Die Regulierung der Bestände läuft durch den Beschuss durch Jäger.
      Dass das ökologische Gleichgewicht mangels einheimischer Räuber eine wesentliche Ursache für die Überpopulation der Wildbestände wird selten öffentlich diskutiert. Deshalb sind die Untersuchungen aus dem Yellowstone NP auch so wichtig in dieser Diskussion.
      Die fächerübergreifende Behandlung des Wolfs beim Thema „Märchen“ im Fach Deutsch neben dem Wolf in der Biologie lässt sich unserer Meinung nach gut realisieren. Es ist nicht einmal notwendig beide Themen gleichzeitig zu behandeln. Vielmehr kann das Vorwissen zu Märchen allgemein und den klassischen Märchen wie „Rotkäppchen“ gut eingebunden werden in das biologische Thema „Wolf“.
      Zuletzt will ich noch auf Deine Frage, ob die Koexistenz von Wolf und Mensch möglich ist. Eine sehr gute und differenzierte Dokumentation für Interessierte findet man unter:
      https://www.ardmediathek.de/video/doku-und-reportage/der-wolf-ist-zurueck/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMzAwMzc/
      Wie findest Du die Doku?
      Ich freue mich über weitere Inputs!
      Herzliche Grüße
      Anna Katharina Müller

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  6. Liebes Blogger-Team,

    vielen Dank für euren sehr informativen und aufschlussreichen Beitrag. Mich hat das Thema, nachdem ich die Überschrift gelesen habe, sehr angesprochen, weil ich selbst kein Experte in der Thematik „der Wolf in Deutschland“ bin. Jedoch vor einigen Wochen ein Gespräch mit einem Schäfer hatte, welcher der Meinung ist, dass einige seiner Schafe von einem Wolf gerissen wurden. Das hat mich im ersten Moment etwas schockiert, weil mir durchaus bewusst war, dass es immer wieder heißt „der Wolf kommt in Deutschland zurück“, was auch in Dokumentationen verdeutlicht wird. (Eine mögliche Dokumentation: https://www.ardmediathek.de/video/doku-und-reportage/der-wolf-ist-zurueck/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMzAwMzc/ (27.07.2021)) Jedoch habe ich gedacht, dass er noch nicht im Norden Baden-Württembergs zu finden ist. Deshalb mache ich mir schon länger Gedanken, ob der Wolf in Deutschland eine Bedrohung darstellt oder einen wichtigen Beitrag für das Ökosystem und das ökologische Gleichgewicht leistet?
    Durch euren Beitrag ist mir klar geworden, dass es vermutlich keine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt, sondern dass es darauf ankommt aus welcher Sichtweise man das Thema betrachtet, als Bauer oder Naturschützer. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Wolf einen Beitrag für das Gleichgewicht des Ökosystems leisten kann. Außerdem bin ich bei meinen Recherchen darauf gestoßen, dass der Wald durch die Rückkehr des Wolfes nicht gefährlicher wird, denn statistisch gesehen geht derzeit vom Wildschwein eine größere Gefahr aus als vom Wolf. (Quelle: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/15812.html#schutz (27.07.2021)) Außerdem bin ich der Meinung, dass der Wolf zum jetzigen Zeitpunkt nicht bejagt werden sollte. Die Entnahme eines Wolfes aufgrund von Krankheit erachte ich durchaus als sinnvoll. Zudem bin ich der Überzeugung, dass falls es in einem Gebiet zur Überbevölkerung kommen sollte, das Bejagen des Wolfes erlaubt sein sollte, so wie bei den anderen Wildtieren im Wald auch. Wie steht ihr dazu? Habt ihr eine andere Meinung?
    Zu euerer Frage zum Thema Märchen habe ich mir auch Gedanken gemacht. Ich selbst bin ein großer Märchenfan. Deshalb finde ich es gut, fächerübergreifend vorzugehen, weil ich denke, dass dadurch bei manchen Schülerinnen und Schülern die Motivation und die Bedeutsamkeit für den BNT-Unterricht aber auch für den Deutschunterricht gesteigert werden kann. Dafür ist logischerweise eine Absprache mit den Kollegen nötig.
    Abschließend möchte ich festhalten, dass ich die Idee, den Blogbeitrag wie eine Themenwoche aufzubauen, sehr gelungen und durch die klare Strukturierung ansprechend zu lesen fand. Ich denke, dass das Thema Wolf in der 5. oder 6. Klasse im Fach BNT unter der Unterrichteinheit der Wirbeltiere (Säugetiere) auf alle Fälle aufgegriffen werden sollte. Der Ausflug in den Tierpark könnte mit dem Wandertag am Ende des Schuljahres kombiniert werden.

    Liebe Grüße
    Svea Bundschuh

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    1. Liebe Svea,

      vielen Dank erst einmal für dein positives Feedback!
      Zur Verbreitung des Wolfes in Baden-Württemberg nennt der NABU 11 Tiere, die seit 2015 im hiesigen Bundesland nachgewiesen werden konnten. 2 davon sind im Schwarzwald sesshaft (vgl. https://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/index.html).
      Dein Verständnis für Naturschützer und Bauern erkenne ich an, spreche mich aus der Warte BNE aber ganz klar für den Wolf aus. Durch unsere großen Wildbestände erfolgt zunehmend auch die Fortpflanzung schwacher Tiere. Des Weiteren verläuft dies zu Ungunsten von Baumsämlingen, die von den Tieren abgefressen werden und eine natürliche Waldentwicklung kann somit nicht stattfinden.
      Nun noch zu deinen Ansätzen über den Abschuss von kranken Wölfen und bei Überbevölkerung: Eine Überbevölkerung kann ausgeschlossen werden, da die Jungtiere im Erwachsenenalter losziehen und eine eigene Familie gründen. Dabei wird für deren Familie ein neues Territorium abgesteckt (vgl. https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-10/deutschland-wiederansiedelung-wolf?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com).
      Der Abschuss von kranken Tieren bedarf einer definitorischen Bestimmung, welches Tier in diese Kategorie fällt und welches nicht. Es benötigt klare Regeln und die Hinzuziehung eines Wolfsexperten. Hier sind einige Kriterien, die dabei beachtet werden sollten: https://www.landundforst.de/niedersachsen/duerfen-jaeger-kranke-woelfe-toeten-564325. Auch sollte in den Blick genommen werden, um welches Rudelmitglied es sich handelt. Beim Abschuss von älteren Tieren konnte bereits beobachtet werden, dass im Nachhinein das Beutespektrum geändert wurde, zulasten unserer Haustiere (vgl. Wohlleben. Das geheime Netzwerk der Natur 2017). Wie siehst du dies unter diesem neuen Gesichtspunkt?

      Liebe Grüße, Hannah Göttle

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  7. Liebes Blogger-Team,
    erst einmal ein großes Lob. Der Blogbeitrag ist sehr übersichtlich gestaltet und gut strukturiert. Auch das Thema ist sehr spannend und natürlich auch aktuell. ich finde es gut, dass ihr in eurem Beitrag sowohl wissenswertes vermittelt, aber auch gleiche eine konkrete Themenwoche an die Hand gebt, welche im Unterricht umgesetzt werden kann.
    Ich habe einiges aus dem Artikel gelernt und fande ihn wirklich interessant.
    Gut fande ich zudem, dass ihr eingebracht habt, wie man sich einem Wolf gegenüber Verhalten soll. Ich hätte zwar sicherlich immernoch großen Respekt,sollte ich einem Wolf begegnen aber es hilft zu wissen, wie man sich in solch einer Situation verhalten sollte.
    Was meine Einstellung zum Wolf angeht, denke ich, dass ich wie schon geschrieben großen Respekt vor diesen Tieren habe, sie aber nicht per se für böse halte.
    Märchen wir Rotkäppchen kennt sicherlich jeder, aber das es in anderen Kulturen der Wolf deutlich positiver dargestellt wird ist interessant zu wissen.Wisst ihr ob dadurch auch die Haltung der Menschen gegenüber dem Wolf eine andere ist? Stehen sie diesem positiver gegenüber?
    Was die Frage angeht, ob das Thema "Wolf" im Sachunterricht aufgegriffen werden soll denke ich, dass dies in sofern Sinn machen würde das negative Bild des Wolfes zu neutralisieren. Wenn im Deutschunterricht aufgrund der Märchenbetrachtung nur der Eindruck eines bösen Wolf vermittelt wird, sollte dieser Eindruck im Sachunterricht korregiert werden, um keine falschen Vorstellungen entstehen zu lassen.
    Denn dass der Wolf ein wichtiges Mitglied vieler Ökosysteme ist habt ihr ja sehr gut beschrieben.
    Zu eurer Frage: ich denke nicht, dass das Töten von Problemwölfen legitimiert werden sollte. So ist die Definition dessen was ein Problemwolf ist vermutlich recht unterschiedlich auslegbar. Damit wären wir dann wieder an dem Punkt, dass Wölfe verstärkt getötet werden und so der Bestand zurückgeht.
    Was meine Haltung zum Wolf angeht hat sich diese zwar durch den Artikel nicht großartig verändert, doch hat er mir nocheinmal vor Auge geführt, wie wichtig es ist den Wolf in unserem Ökosystem zu haben. Vielen Dank dafür!
    Lg Anna-Lena

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    1. Hallo Anna-Lena,
      vielen Dank für deine gute Rückmeldung! Wir freuen uns, dass du dich in unserem Blogbeitrag zurechtgefunden hast. Deine Ansicht zu der Begegnung mit einem Wolf kann ich gut verstehen. Ich denke, dass es auch weiterhin wichtig bleibt, Respekt vor diesem Tier zu haben.
      Zu deiner Frage, ob es Verhaltensunterschiede in anderen Ländern/Kulturen gegenüber dem Wolf gibt: Dies ist wirklich sehr unterschiedlich. Obwohl der Wolf in Europa einen offiziellen Schutzstatus hat, wird er in vielen Ländern trotzdem gejagt. In den Skandinavischen Ländern, wie zum Beispiel Norwegen, Finnland und Schweden werden jährlich etwa hundert Wölfe gejagt und getötet. Dies passiert in der Jagdsaison, die nicht illegal ist. Alle Länder verfolgen hierbei verschiede Modelle, haben aber dasselbe Ziel: den Bestand klein halten. In Spanien konnte man beobachten, dass obwohl dort viele Wölfe angesiedelt sind, sich der Bestand nicht vergrößert. Dies kommt daher, weil Hirten lieber zur Selbsthilfe greifen, als auf den Staat zu warten. In Italien gibt es ein intensives Monitoring und die Politik spricht sich positiv für die Wölfe aus und möchte nicht, dass diese getötet werden, trotz den Konflikten mit Viehaltern und Naturschützern. Ob das positive Verhalten der Italiener jedoch durch die positive Wolfsfigur in deren Märchen (Romulus und Remus) kommt, kann ich dir nicht beantworten.
      Welchen Ansatz würdet ihr befürworten? Eher die Wölfe schützen und sich weiter vermehren lassen oder den Bestand beibehalten, sodass es zu keiner unkontrollierten Zunahme kommt?
      Liebe Grüße,
      Nathalie Remde
      (Vgl. May, H., Der Störenfried, So geht Europa mit dem Wolf um, NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. (Hrsg.) Berlin
      Letzter Zugriff 29.07.21: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/26294.html)

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  8. Liebes „Wölfe-Team“,

    mit eurem Blogbeitrag sprecht ihr ein sehr aktuelles und in der Gesellschaft kontrovers diskutiertes Thema an. Der Aufbau und die Strukturierung der einzelnen Themenbereiche in Form einer Themenwoche hat mir dabei sehr gut gefallen!
    Aufgrund eurer informativen Vermittlung der Inhalte konnte Ich persönlich viele neue Erkenntnisse gewinnen. So fiel mir die Positionierung meiner Einstellung zum Thema Wolf und dessen Wiederbesiedelung vor dem Lesen dieses Beitrags aufgrund fehlenden Fachwissens recht schwer. Die von euch dargestellten Auswirkungen der An- bzw. Abwesenheit des Wolfes im Yellowstone Nationalpark haben mich so sehr beeindruckt, dass ich mich nach dem Lesen eures Beitrags ganz klar für die Wiederbesiedelung des Wolfes aussprechen kann. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Wolfes für das ökologische Gleichgeweicht und die damit einhergehenden positiven Folgen hinsichtlich der Artenvielfalt, ist das Töten sogenannter „Problemwölfe“ aus meinen Augen nicht legitim. Grundsätzlich denke ich, dass der Mensch ohnehin schon zu viel in die Natur eingreift und wir diese vielmehr sich selbst überlassen sollten. Wie steht ihr dazu? Allerdings denke ich auch, dass die Wiederansiedelung des Wolfes im Yellowstone Nationalpark nicht ohne weiteres auf Europa übertragen werden kann. Um die Bauern und ihre Tiere zu schützen bedarf es, wie von euch angesprochen, entsprechende Schutzmaßnahmen, die aus meiner Sicht politisch fest verankert sein sollten. Zudem ist es wichtig, die Gesellschaft bezüglich des richtigen Verhaltens bei einer Begegnung mit dem Wolf aufzuklären. Schule kann hier einen wertvollen Beitrag leisten und grundsätzlich negative Einstellung gegenüber dem Tier abbauen.
    Die fächerübergreifende Thematisierung im Fach Deutsch halte ich für sinnvoll. Nicht nur, weil Märchen an der Lebenswelt der SuS ansetzen, sondern auch weil die SuS das Thema auf diese Weise über unterschiedliche Zugänge behandeln, somit festigen und neue Sichtweisen und Denkansätze entwickeln.

    Es hat Spaß gemacht, euren Beitrag zu lesen und ich nehme neben der vielen neuen Informationen einige Anregungen für meinen künftigen Deutsch- und Biologieunterricht mit!

    Viele Grüße

    Tamara Göttler

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    1. Hallo Tamara,
      vielen Dank für dein Feedback zu unserem Blogbeitrag. Es freut uns, dass du neue Erkenntnisse dazugewinnen konntest. Ich stimme dir zu, dass der Mensch zu stark in die Natur eingreift. Unvorstellbar der Gedanke, wie die Welt aussehen würde, wenn der Mensch nicht in die Natur eingreifen würde. Es wäre nichts bebaut, gäbe weite Wälder und Wiesen sowie eine große Artenvielfalt. Jedoch ist die Realität eine ganz andere: viele große Flächen werden bebaut, Straßen gezogen und Industriegebiete errichtet. Dadurch werden Lebensräume verändert oder sogar zerstört. Das hat einen großen Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt, aber auch auf uns Menschen. (Vgl. Einflüsse des Menschen auf seine Umwelt und Naturschutz, sofatutor.com, Letzter Zugriff 02.08.2021 https://www.sofatutor.com/biologie/oekologie/der-mensch-in-seiner-umwelt-und-nachhaltigkeit/einfluesse-des-menschen-auf-seine-umwelt-und-naturschutz)
      7,674 Milliarden (2019) Menschen leben auf der Erde, was die Folge hat, dass der Bedarf an Nahrung und Anbaufläche steigt. Der Verlust von Nährstoffen im Boden, was durch die Erhöhung der Bodenerosion eintritt, wird versucht mit Kunstdünger auszugleichen. Das hat Auswirkungen auf den globalen Stickstoff-, Phosphat- und Kaliumkreislauf. Was diese Auswirkungen bewirken, bleibt jedoch noch rätselhaft. Bei dem Naturdünger lassen sich allerdings schon Folgen erkennen: Grundwasserverschmutzung durch Nitrat und Phosphor, das zu einer Gefährdung des sauberen Trinkwassers führt. Das sollte nur ein Eingriff von vielen darstellen. Jedoch wird schnell klar, dass Menschen lernen sollten, gut mit ihrer Umwelt umzugehen. Ein kleiner Schritt könnte hierbei die Wiederbesiedelung des Wolfes sein. (Vgl. Azert, J./ Bohnwagner, L., Ökologie- Einfluss des Menschen auf Ökosysteme und den Planeten, letzte Aktualisierung 05.2020, letzter Zugriff 02.08.2021 https://abitur-wissen.org/index.php/biologie/oekologie/234-oekologie-einfluss-des-menschen)
      Liebe Grüße, Nathalie Remde

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  9. Liebes Bloggerteam,

    vielen Dank für diesen interessanten und informativen Beitrag.
    Ich musste feststellen, dass ich bislang viel zu wenig über Wölfe wusste. Beispielsweise war mir nicht klar, dass es gar kein Alpha Tier gibt, sondern die Rudel kleine Familienverbände sind.
    Sehr gut hat mir auch gefallen, wie ihr euren Blogpost aufbereitet habt. Eine Themenwoche zu gestalten, ermöglicht es den Schüler:innen aus vielen verschiedenen Sichtweisen etwas über Wölfe zu erfahren. Auch der Bezug zu dem Fach Deutsch ist meiner Meinung nach sinnvoll. Insgesamt denke ich, es wäre gut in der Schule Themen öfters fachübergreifend zu behandeln. Durch ein Wiederaufgreifen eines Themas in verschiedenen Fächern, fällt es den Schüler:innen vielleicht leichter, sich das gelernte zu merken. Was meint ihr dazu?
    Während dem Lesen habe ich versucht mir zu euren Fragen ein paar Gedanken zu machen.
    Der Grund für die monogamen Lebensweise von Wölfen, könnte vielleicht sein, dass Wölfe so das Überleben ihrer Nachkommen sichern zu können.
    Würden Wölfe ihre Partnerin direkt nach der Paarung verlassen, könnte es sein, dass die Jungtiere von einem anderen Männchen getötet werden, damit dieses sich mit dem Weibchen vermehren kann (wie bei Bären). Mich würde interessieren, ob ihr genaueres dazu wisst?
    Bereits bevor ich euren Beitrag gelesen habe, war ich der Meinung, dass eine Wiederansiedelung von Vorteil wäre. Mit eurem anschaulichen Beispiel über den Yellowstone Park, kann ich aber auf jeden Fall ohne Zweifel sagen, dass es sogar sehr wichtig ist, Wölfen auch bei uns wieder einen Lebensraum zu bieten.
    Ich denke, der letzte Thementag zum Yellowstone Nationalpark, ist unglaublich wichtig, damit die Schüler:innen wirklich verstehen, dass in der Natur alles zusammenhängt, und der Verlust einer Spezies, Auswirkungen auf alle anderen Lebewesen hat.
    Vielleicht könnte man hier auch noch auf heimische Probleme eingehen, wie zum Beispiel das Insektensterben und die Folgen davon?

    Viele Grüße
    Malena

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    1. Liebe Malena,
      vielen Dank für dein positives Feedback. Durch die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ist er als Thema in der Gesellschaft präsent, dennoch beschäftigt man sich zu wenig mit dem Tier an sich. Das hat zur Folge, wie du auch festgestellt hast, dass einige Menschen viel zu wenig über den Wolf und seine Lebensweise wissen. Daher rührt auch meist die verbreitete Angst. Durch die Unwissenheit verbreiten sich die alteingesessenen Mythen über den Wolf leichter, die zum Großteil von den Märchen stammen. Daher bietet es sich an, diese Thematik fächerübergreifend zu behandeln. Wie du bin ich auch der Meinung, dass fächerübergreifender Unterricht viel öfters in den Schulen Einsatz finden sollte. Die Schüler*innen können verschiedene Ansätze und Sichtweisen einer Thematik besser erschließen und gleichzeitig Erkenntnisse aus anderen Fächern miteinbringen. Im naturwissenschaftlichen fächerübergreifenden Unterricht wird zudem das Methodenbewusstsein geschult (Widmer Märki I. und Labudde P. (2012) Ziele, Kompetenzen und Beurteilung im fächerübergreifenden naturwissenschaftlichen Unterricht. Von TriOS. 7. Jahrgang, Heft 2/2012. Interdisziplinarität. LIT Verlag Münster).
      Den Schüler*innen muss deutlich vor Augen geführt werden, was das Aussterben einer Spezies bewirkt. Du hast da schon das Thema Insektensterben angesprochen, was sich sehr gut eignen würde. Ein anderer Ansatz könnte auch das Aussterben der Eisbären darstellen. Diese Thematik könnte dann auch wiederum mit der Klimaproblematik und deren gravierenden Folgen in Verbindung gebracht werden und eignet sich auch für eine fächerübergreifende Unterrichtseinheit, zum Beispiel in den Fächern Biologie und Erdkunde.
      Liebe Grüße Anna

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  10. Hallo liebes Blogger-Team,

    ihr begegnet mit eurem Thema einem sehr aktuellen Diskurs, durch die Rückkehr des Wolfes nach Europa. Aufgrund der vielen Fabeln und Märchen, in denen der Wolf als „böses Tier“ dargestellt wird, kursieren in unserer Gesellschaft viele unwissenschaftliche Alltagstheorien um den Wolf, die durch subjektive Erfahrungen einzelner Fälle bekräftigt werden. Dabei wird jeder nicht sofort ersichtlicher Nutzen des Wolfes außen vorgelassen und missachtet. Ich finde es sehr schön, dass ihr euch mit eurem Blogbeitrag der Aufgabe angenommen habt das bestehende Halbwissen der Gesellschaft etwas auszubauen durch fundierte Erkenntnisse über die Tierart des Wolfes.
    Es ist schön, dass ihr durch eure Einleitung die Leserinnen und Leser zunächst einmal mit Basiswissen auf eine gemeinsame Wissens-Stufe hebt, dies bildet einen guten Grundstein für den nachfolgenden Beitrag. Insgesamt gefällt mir die Strukturierung mit einer Themenwoche zum Wolf gut, dies ermöglicht dem Leser einen Überblick. Auch die von euch grün hinterlegten didaktischen Kommentare leiten einen direkten Übertrag des Kontextes auf eine Unterrichtssituation ein. Besonders gefallen habe ich an den häufigen Fragen innerhalb des Beitrags gefunden, diese führen zu einer direkten Reflexion des Gelesenen und regen das Weiterdenken an. Im Bezug auf die von euch gestellte Frage, weshalb sich Wölfe monogam verpaaren, denke ich das kommt daher, dass die Wölfe nach der Partnersuche ein gemeinsames Territorium beanspruchen, um dort zu Jagen und ihre Jungen aufzuziehen. Ich möchte euch für den informativen Text über das Verhalten des Wolfes danken, da ich denke er hat mir durchaus geholfen mich sicherer zu fühlen, falls ich einem Wolf begegnen sollte. Außerdem finde ich es gut, dass ihr zu Beginn eines Kapitels in der kleinen Einleitung Ziele des folgenden Textes aufgreift.
    Eure Frage, wie meine Einstellung zum Wolf ist kann ich recht neutral beantworten. Ich sehe den Wolf also nicht als böse an oder ähnliches, eher finde ich die Tiere, um die sich so viele Mythen tummeln, interessant und etwas faszinierend. Ihr habt außerdem die Frage gestellt, im Bezug auf die Biodiversität, wie stark ich mich in meinem Alltag mit dem Thema befasse. Und leider muss ich eingestehen, dass das Thema Biodiversität in meinem Alltag präsenter sein könnte. Doch ich beachte beispielsweise immer Teile meines Beetes mit einer gemischten Blumenwiese zu besähen, um die Insektenvielfalt zu unterstützen und habe im Garten Wildbienenhäuser stehen. Habt ihr vielleicht noch weitere Tipps, wie man die Biodiversität noch besser in den Alltag einbauen könnte? Zu der Frage, ob Problemwölfe schossen werden sollten möchte ich mich klar dagegen positionieren, da Wölfe eine große Bedeutung für das Gleichgewicht des Ökosystems ausweisen und sie lediglich bei Futtermangel in ihrem Territorium auf Weiden zurückgreifen. In denke im Bezug hierauf, dass andere Lösungen gefunden werden können, wie beispielsweise die Nahrungsquelle des Wolfes im Territorium zu erweitern oder, dass mehr Schutzvorrichtungen der Weiden angebracht werden könnten. Man könnte auch das Revier des Wolfes durch Zäune von den umliegenden Höfen abgrenzen.

    Insgesamt möchte ich euch mitteilen, dass ihr mein Bild vom Wolf durch euren Beitrag deutlich positiveren konntet. Ich denke das schlechte Bild des Wolfes entsteht häufig durch Unwissenheit und Halbwissen. Dies bedarf in unserer Gesellschaft an deutlich mehr Aufklärung und möglicherweise wird das Thema Wolf, durch die Rückkehr nach Europa, tiefer im Bildungsplan verankert. Ich möchte euch abschließend zu diesem äußerst informativen, umfassenden und gelungenen Beitrag gratulieren. Ich habe ihn gerne gelesen und mich als Leserin angesprochen und eingebunden gefühlt.

    Freundliche Grüße
    Rosalie Nannt

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    1. Liebe Rosalie,
      vielen Dank für deinen sehr positiven Kommentar.
      Du sprichst an, ob wir weitere Tipps haben, um die Biodiversität noch besser in den Alltag einbauen zu können. Als erstes muss ich sagen, dass du durch die Wildbienenhäuser und die gemischte Blumenwiese in deinem Garten schon einmal einen sehr wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leistest.
      Weil es in „freier Natur“ immer weniger Plätze und Flächen gibt, die vom Menschen „unberührt“ sind, haben viele Insekten, keinen Platz zum Nisten und Unterschlüpfen, daher sind gerade Bienen- bzw. Wildbienenhäuser ein gutes Mittel zur Wahl, wenn man einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten möchte.
      Ein weiterer einfach zu leistender Beitrag zum Erhalt der Biodiversität wäre z.B. das Laub, das im eigenen Garten anfällt, nicht wegzuräumen. Wenn man aus dem Laub mehrere Haufen im Garten stehen lässt, können dort Igel und auch Insekten einen sicheren Unterschlupf finden. Im Sommer kann man den Insekten und Vögeln eine Schale Wasser nach draußen stellen, um ihnen die Suche danach zu erleichtern.
      Wie bereits erwähnt, ist auch das Anlegen einer Wildblumenwiese sehr wertvoll. Dabei sollte man aber darauf achten, vor allem heimische Kräuter und Blumen anzupflanzen. Außerdem wäre es von Vorteil, wenn diese Blumen nektarreiche Blüten haben, damit die Bienen etc. genug davon finden können. Solch eine Wildblumenwiese ist nicht nur für die Insekten Gold wert. Schnecken und Insekten leben in dieser Wiese und sind Nahrung für Vögel. Außerdem wird durch sie die Bodenqualität verbessert.
      Ein weiterer Tipp wäre, die Biologische Landwirtschaft zu unterstützen, denn diese verzichtet auf Chemikalien und Pestizide, welche Unkraut vernichten sollen, aber leider auch Insekten töten.
      Liebe Grüße Tina Reichle
      Quelle: https://gorilla.green/biodiversitaet-artenvielfalt-erhalten-erhoehen/

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  11. Liebes Wolf-Team,

    euer Blogbeitrag ist sehr interessant und informativ gestaltet. Ich habe mich für euren Blogbeitrag entschieden, da ich zuerst die Überschrift gelesen habe und es mein Interesse geweckt hat. Ich wollte wissen, was es mit dem „bösen Wolf“ auf sich hat. Außerdem erinnere ich mich, dass letztes Jahr ein Wolf hier in Baden-Württemberg gesichtet wurde und einige Tiere mitgerissen hat. Ich wusste auch nicht genau, wie gefährlich er für uns Menschen ist. Oder ob das alles einfach übertrieben wird?

    Durch euren Beitrag weiß ich jetzt, wie ich mich bei der Begegnung mit einem Wolf verhalten muss. Vorher wäre ich – um ehrlich zu sein - einfach weggerannt, da ich mich mit dem Thema nicht wirklich befasst habe. Jetzt fühle ich mich auf jeden Fall sicherer.

    Schon im Kindergarten werden einem Geschichten und Märchen über den “bösen Wolf“ erzählt. In „Rotkäppchen“, „Der Wolf und die sieben Geißlein“ wird der Wolf immer schlecht dargestellt, so dass sich dieser Gedanke fest eingeprägt. Als Kind hatte ich den Wolf zum Beispiel auch für sehr böse und gefährlich gehalten. Mittlerweile denke ich anders darüber.
    Ich finde es auch wichtig, dass den SchülerInnen mit der Themenwoche verschiedene Perspektiven auf den Wolf aufgezeigt werden.

    Das Thema sollte auf jeden Fall im Deutschunterricht und auch im Sachunterricht aufgegriffen werden. Die SchülerInnen können dadurch über den Wolf viel Wissen aneignen. Sie werden die Bedeutung des Wolfes im Ökosystem kennenlernen und wissen, wie wichtig seine Rolle für ein Gleichgewicht ist.

    Meiner Meinung nach ist es falsch, Wölfe zu töten. Es kann und soll niemals legitimiert werden ein Tier zu töten, nur weil es für uns Menschen ein Problem darstellt. Tiere haben genauso das Recht zu leben wie wir Menschen. Bauern sollte genügend Schutzmaßnahmen einsetzen, hohe und sichere Zäune bauen. Das Töten von Wölfen sollte aber nicht der Ausweg des Problems sein.

    Wie ihr in eurem Blogbeitrag anhand des Yellow National Park gezeigt habt, ist der Wolf wichtig für die Aufrechterhaltung eines ökonomischen Gleichgewichtes. Da der Wolf an der Spitze der Nahrungskette steht, frisst er Tiere wie Rehe, Wildschweine und Hirsche und verhindert dadurch eine Überpopulation von beispielsweise Rehen. Die Artenvielfalt ist somit geschützt und das ökologische Gleichgewicht auch.

    Zu eurer Frage am Ende des Blogbeitrags kann ich folgendes sagen.
    Ich werde die vielen Informationen auf jeden Fall für die Zukunft mitnehmen und im Unterricht einsetzen. Mir war unklar, was für eine positive Wirkung der Wolf auf unser Ökosystem hat und welche Rolle der Wolf dabei spielt. Ich weiß jetzt mehr über seine Lebensweise. Die Angst vor dem Wolf kommt vermutlich davon, dass man zu wenig Wissen über die Raubtiere hat. Die Aufklärung könnte dann über Lehrpersonen erfolgen.

    Meine Frage wäre, ob das Wolfsmanagement, das die Bundesländer für die Bauern zur Verfügung stellen ausreicht, wenn die Wiederbesiedlung von Wölfen in Deutschland erfolgt?

    Liebe Grüße Samira Amin

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  12. Liebe Samira,

    vielen Dank für deine positive Rückmeldung zu unserem Blogbeitrag. Bevor ich mich näher mit dem Wolf befasst habe, ging es mir sehr ähnlich wie dir. Mein Bild über den Wolf war durch die zahlreichen Geschichten ebenfalls durchaus mit Vorureilen belastet und auch ich hätte mich bei einer Begegnung mit dem Tier wahrscheinlich sofort für das Wegrennen entschieden. Um diesen Vorurteilen entgegenzuwirken, find ich es ebenfalls sehr wichtig, auch im Unterricht fächerübergreifend über den Wolf, seine Bedeutung für das Ökosystem, seine Lebensweise und seine Rolle in den Märchen zu sprechen.

    Um auf deine Frage bezüglich des effektiven Wolfsmanagement der Bundesländer zurückzukommen lässt sich zunächst sagen, dass die Meinungen der Beteiligten diesbezüglich stark voneinander abweichen. Einige Landwirte befürchten durch die steigende Population der Wölfe in Deutschland eine immer größere Gefahr für ihre Tiere, weshalb Konflikte häufiger werden. Um Lösungen und Möglichkeiten für diese Problem zu finden, wurde Anfang 2021 das "Bundeszentrum Weidetiere und Wolf" in Eberswalde gegründet. Dies soll zum Schutz beider, dem Wolf und den Nutztieren beitragen. Hierfür erstellt das Zentrum eine jährliche, länderübergreifende Übersicht der angewandten Herdenschutzmaßnahmen und der dabei noch stattgefundenen Übergriffen. Dementsprechend soll dann die Optimierung der Schutzmaßnahmen erfolgen. Ob diese Maßnahmen jedoch für die Landwirte ausreichen, wird wahrscheinlich erst die Zeit zeigen. Falls du mehr über das "Bundeszentrum für Weidetiere und Wolf", sowie die Schutzmaßnahmen und Gesetze erfahren möchtest, dann schau doch gerne auf der Website der Bundesregierung vorbei: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/zentrum-weidetiere-woelfe-1884514

    Liebe Grüße
    Jule Ackermann

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  13. Liebes Blogger-Team,

    Da in meinem Bekanntenkreis bei einem Geburtstag erst letzten über das Auftreten des Wolfes in Deutschland diskutiert wurde, war für mich gleich klar, diesen Blogbeitrag muss ich lesen! Bei dieser Diskussion waren die Meinungen nämlich grundlegend unterschiedlich. Auf der einen Seite standen die Landwirte, welche eine große Gefahr in der Wiederbesiedlung des Wolfes für ihre Nutztiere fürchten, wie auch ihr in eurem Beitrag erwähnt. Auf der anderen Seite gab es den Jäger, wessen Revier mein Heimatsdorf umzingelt. Er stand dem Thema nicht kritisch gegenüber. Gleich zu Beginn sagte er, dass wir in unsere Region und nicht unbedingt fürchten müssten, da der Lebensraum der Wölfe vor allem im Nord-Osten Deutschlands ist, wovon Baden-Württemberg nicht betroffen sei. Auch sah er in der Wiederankunft der Wolfes Chancen für die Biodiversität des Landes. Und zum Schluss gab es dann noch eine Gruppe von nichtsahnenden, in welcher auch ich miteingriffen war.

    Ich finde euren Blogbeitrag super gestaltet! Der immer wieder auftauchende Wolfi, der einem Fragen stellt sowie der grüne Kasten mit didaktischen Ideen für den Unterricht verleiht dem Beitrag eine sehr gute übersichtliche Struktur. Außerdem finde ich die von euch gestaltete Themenwoche spitze, da diese den aktiven Gang in die Natur, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, Tipps
    bei Begegnungen mit dem Wolf und vieles mehr beinhaltet. Das Thema eures Blogbeitrages, welches ihr übriges super aktuelle zum derzeitigen Diskurs über die Rückkehr des Wolfes gewählt habt, beinhaltet auch alle vier Kompetenzbereich sowie auch die kognitive und affirmativen Lehrziele. Zudem gibt er nicht nur die Möglichkeit dieses Thema in den Klassenstufen 5 und 6 zu behandeln, sondern auch im Zuge der Blockeinheit Ökologie in den Klassenstufen 7,8 und 9 zu behandeln.

    Die negative Grundeinstellung, die viele Menschen dem Wolf gegenüber haben, spiegelt sich bei mir nicht wider. Der Wolf ist für mich ein vielfältiges – sogar etwas mythisches Tier, welches nur leider von zahlreichen Mythen belegt ist. Obwohl ich sagen muss, dass ich als großer Fan der Gebrüder Grimm Märchen, welche jahrelang als Rotkäppchen den Kinderfasching besuchte, früher eine Riesenangst vor Wölfen hatte.
    Wie steht ihr zu dem „bösen“ Wolf? Seht ihr ihn als Tatsache an oder eher als ein Mythos vergangener Jahre?

    Zuletzt möchte ich noch auf die Frage eingehen, ob das Töten von Problem-Wölfen legitim ist. Für mich ist dies absolut nicht legitim. Meiner Meinung nach greift der Mensch eh schon zu viel in die Natur ein und dann sehe ich es nicht als richtig, ein Tier zu jagen, welches kaum vertreten ist in einem Land und dabei noch so eine wichtige Rolle für das ökologische Gleichgewicht hat.

    Um noch einmal auf die Diskussion zu Beginn meines Kommentares zurückzukommen, fühle ich mich nachdem Lesen dieses Blogbeitrag bereit, um mich beim nächsten Gespräch über den Wolf aktiv zu äußern und werde mich dann nicht mehr zu der Gruppe der nichtahnenden zählen!

    Liebe Grüße
    Pia :)

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  14. Hallo liebe Pia,

    vielen Dank für dein positives Feedback. Ich finde eure Diskussion total interessant. Sie spiegelt die Realität in Deutschland wider. Da gibt es zum einen die Landwirte, welche angst um ihre Tiere haben. Dies finde ich zwar teilweise verständlich, jedoch hängt die Angst meiner Meinung nach auch zum großen Teil mit zu wenig fachlicher Aufklärung über den Wolf zusammen. Es gibt ja durchaus effiziente Maßnahmen, um die Tiere der Landwirte zu schützen und damit meine ich selbstverständlich nicht das Töten von Wölfen. Beispielsweise sollten Landwirte wissen, dass Wölfe bei Gelegenheit eher unter den Zäunen durchschlüpfen, als darüber zu springen. Auf der Website des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sind einige Tipps für solche Schutzmaßnahmen aufgelistet. Falls du mehr Informationen darüber haben möchtest, dann schau doch gerne auf der Website vorbei: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/naturschutz/biologische-vielfalt/artenschutz/wolf/hinweise-nutztierhalter/

    Wie du schon erwähnt hast, stehen Jäger dem Wolf eher positiv gegenüber. Sie haben meist das gesunde Gleichgewicht aller Tiere im Blick, zu welchem der Wolf einen beachtlichen Teil beiträgt. Und dann gibt es natürlich noch die Außenstehenden, die leider nur wenig über den Wolf wissen, weshalb ich Unterrichtseinheiten über den Wolf sehr wichtig finde.

    Je mehr wir uns mit dem Wolf beschäftigt haben, desto deutlicher wurde uns, wie vielfältig das Tier ist und was für positive Auswirkungen die Rücksiedlung der Wölfe auf unser Ökosystem haben kann. Deshalb sehen wir den "bösen Wölf" klar als Mythos, dessen Figur aus Märchen stammt.

    Liebe Grüße
    Jule Ackermann

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  15. Hallo zusammen,

    Euer Blogbeitrag hat wirklich ein ganz starkes Lob verdient. Er ist sehr ansprechend, informativ und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Gelungen finde ich vor allem eure didaktischen Anregungen zwischendurch.
    Besonders angesprochen hat mich euer Beitrag aber, weil das Thema vom „bösen“ Wolf ein Thema ist, mit dem ich mich schon seit Jahren auseinandersetze. Ich finde es sehr schade mit wie vielen tiefsitzende Vorurteilen der Wolf zu kämpfen hat. In den Zeitungen findet man immer wieder reißerische Artikel mit Bildern von Zähne-fletschenden Wölfen, die dem eigentlich scheuen Tier zwar nicht gerecht werden, aber immer große Beachtung in der Bevölkerung erleben. Artikel, die andererseits von den positiven und nützlichen Effekten der Wiederansiedelung des Wolfs in Deutschland berichten, finden viel weniger Aufmerksamkeit.
    Ich habe schon viel darüber nachgedacht, wie man dieses negative Bild vom Wolf in der Öffentlichkeit am besten bekämpfen kann. Deswegen und auch, weil ich selbst in der Schule gerne mehr über Wölfe erfahren hätte, finde ich eure Idee, eine Projektwoche zu diesem Thema zu gestalten, super. Denn der beste Weg, das Wolfs-image zu verbessern ist Aufklärung und Aufklärung funktioniert besonders gut in Schulen.
    Eine Behandlung des Wolfes im Sachunterricht erachte ich deshalb auch als sehr sinnvoll. Denn im Deutschunterricht kann nicht wirklich auf das eigentliche Tier eingegangen werden. Hier wird nur die Darstellung des Wolfes in der Literatur behandelt und die ist überwiegend negativ.

    Im Rahmen eines Praktikums im Wolfsbüro in der Lausitz habe ich aus erster Hand die Probleme mit Nutztierrissen durch Wölfe erfahren. Vor allem über den Fall eines sogenannten Problemwolfs habe ich im Nachhinein lange nachgedacht. Dieser hat gelernt die „wolfssicheren“ Zäune zu überwinden und die dahinter gehaltenen Nutztiere zu töten. Einige haben daraufhin gefordert zumindest diesen einen Wolf zu erschießen, bevor er sein Verhalten an andere Wölfe weitergibt. Meine erste Reaktion war, diesen Vorschlag zu verurteilen, aber im Endeffekt hat dieser eine Wolf sämtliche Nutztierhalter in der Gegend noch mehr gegen alle Wölfe aufgehetzt und einen riesigen Schaden verurteilt, sodass ich heute sagen würde, dass es zumindest eine berechtigte Überlegung ist „Problemwölfe“ gezielt abzuschießen. Sowieso angesichts der Tatsache, dass auch Wölfe ab einem genügend großen Bestand wahrscheinlich wieder legal bejagt werden dürfen. Wie steht ihr dazu?

    Ich selbst habe nicht nur keine Angst vor Wölfen, sondern hoffe sogar einmal einen in freier Wildbahn zu sehen. Leider ist mir das bis jetzt aber noch nie gelungen.

    Zum Schluss möchte ich allerdings noch meine Bedenken zum letzten Teil eurer Projektwoche anmerken: ich weiß nicht, wie sinnvoll ein Besuch in einem Wolfsgehege ist. Denn das Verhalten von Tieren in Gefangenschaft ist selten noch wirklich „natürlich“, sondern fast immer verfälscht. Es ist oft nicht vergleichbar mit dem ihrer Artgenossen in freier Wildbahn. Habt ihr euch dazu auch schon Gedanken gemacht bzw. wie steht ihr dazu?

    Ich freue mich auf eure Antwort.

    Viele Grüße
    Lisa Heinzelmann

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