Montag, 18. August 2025

Ab in den Wald! Warum sich Artenvielfalt draußen besser lernt – Ein Praxisbeispiel für ganzheitliches Lernen

Ab in den Wald! 

Warum sich Artenvielfalt draußen besser lernt – Ein Praxisbeispiel für ganzheitliches Lernen

Stellt euch vor, Lernen fühlt sich nicht wie Pauken an, sondern wie ein Abenteuer – mit frischer Luft, raschelnden Blättern und dem Duft von feuchtem Moos. Genau das ermöglicht die Waldpädagogik: Sie verwandelt den Wald in ein lebendiges Klassenzimmer, wo Schüler*innen nicht nur Fakten über Artenvielfalt lernen, sondern sie mit allen Sinnen erleben.

Denn wer Bäume nur aus Büchern kennt, vergisst sie schnell. Wer aber ihre Rinde ertastet, Tiere im Totholz entdeckt oder selbst Müll im Wald sammelt, entwickelt eine tiefe Verbindung zur Natur und damit den Wunsch, sie zu schützen. In diesem Blog zeigen wir euch, warum Waldpädagogik so viel mehr ist als ein Ausflug und wie ganzheitliches Lernen mit Kopf, Herz und Hand ermöglich werden kann.

Lass euch inspirieren, den Bildungsraum Wald zu entdecken – für nachhaltige Begeisterung bei euren Schüler*innen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch Team Waldpädagogik :)

https://drive.google.com/file/d/1k6I_ighVxv43QW-HND7JvtmlbcjY1DlO/view

17 Kommentare:

  1. Hallo Team Waldpädagogik,

    Mir gefällt euer ganzheitliche Ansatz der Waldpädagogik richtig gut! Die Art, wie ihr theoretisches Wissen mit praktischen Naturerfahrungen verbindet, ist absolut vorbildlich. Besonders die Station zum Müllsammeln finde ich pädagogisch wertvoll, da den Schüler*innen nicht nur ökologische Zusammenhänge aufgezeigt werden, sondern ihnen auch das Gefühl gegeben wird, selbst aktiv etwas bewirken zu können. Die klare Strukturierung der Stationen mit konkreten Lernzielen und Materiallisten macht es für andere Lehrkräfte leicht, das Konzept zu übernehmen. Auch die Verknüpfung mit dem Bildungsplan ist sehr gelungen und zeigt den ernsthaften Bildungscharakter hinter dem Projekt.
    Allerdings würde mich interessieren, wie ihr mit praktischen Herausforderungen umgeht: Wie viel Vorbereitungszeit benötigt man für so einen Projekttag? Gibt es bestimmte Waldgebiete, die sich besonders eignen, oder kann man das Konzept in jedem Waldstück umsetzen? Wie handhabt ihr die Aufsichtspflicht bei solchen Aktivitäten bzw. würdet ihr mit zusätzlichen Begleitpersonen arbeiten?
    Zuletzt finde ich das Konzept absolut nachahmenswert und werde es sicherlich in meinem eigenen Unterricht ausprobieren!

    Liebe Grüße Anni

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    1. Liebe Anni,

      Danke für dein positives Feedback zu unserem Waldpädagogik-Konzept! Deine Begeisterung für den ganzheitlichen Ansatz des Lernens mit Kopf, Herz und Hand bestätigt uns in unserer Arbeit. Genau diese Verbindung von kognitivem Lernen, emotionalen Erfahrungen und praktischem Handeln macht für uns den besonderen Wert der Waldpädagogik aus. Für den Einstieg würde ich empfehlen, mit nur einer oder zwei Stationen zu beginnen, etwa mit dem "Baum-Detektiv" kombiniert mit der Station zu den Stockwerken des Waldes. Dafür benötigst du lediglich einfache Materialien und grob geschätzt etwa zwei Stunden Vorbereitungszeit.
      Wir haben mit Absicht unser Konzept so flexibel gestaltet, dass es in fast jedem Waldstück umsetzbar ist. Besonders praktisch sind natürlich schulnahe Waldgebiete, aber selbst in städtischen Parks oder auf dem Schulgelände lassen sich viele Stationen anpassen. Wichtig ist uns vor allem, dass die SuS die Natur unmittelbar erleben können. Für die Vorbereitung ist ein vorheriger Besuch des Geländes hilfreich, um mögliche Gefahrenstellen zu erkennen und besonders interessante Lernorte zu identifizieren. Die Abstimmung mit dem örtlichen Forstamt klärt rechtliche Fragen und öffnet oft Türen zu zusätzlicher Unterstützung und/oder Material. Für den Anfang kann es hilfreich sein, mit kleineren Gruppen oder der Unterstützung durch Eltern oder mit anderen Lehrkräften zu arbeiten.
      Wir würden uns freuen, wenn du unser Konzept ausprobierst 😊

      Mit herzlichen Grüßen
      Luis

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    2. Hallo Anni,
      vielen Dank für deine wertschätzende Rückmeldung. Es freut uns sehr, dass dir unser Konzept so gut gefällt! Deine Fragen greifen genau die praktischen Punkte auf, die wir auch bei der Ausarbeitung bedacht haben.
      1. Vorbereitungszeit
      Die Stationen sind bewusst so aufgebaut, dass sie klare Lernziele, Abläufe und Materiallisten enthalten. Dadurch lässt sich der Projekttag mit überschaubarem Vorlauf planen. Am meisten Zeit nimmt am Anfang das Bereitstellen der Materialien (z. B. Bestimmungshilfen, Klemmbretter, Handschuhe, Müllgreifer) und die Auswahl eines passenden Waldstücks in Anspruch. Beim ersten Mal empfehle ich, ein bis zwei Stunden für Materialorganisation und Anpassung der Arbeitsblätter einzuplanen – mit etwas Erfahrung geht das dann deutlich schneller.
      2. Geeignete Waldgebiete
      Das Konzept ist flexibel einsetzbar. Grundsätzlich lassen sich die Stationen in fast jedem Waldstück umsetzen. Besonders geeignet sind Wälder mit einer gewissen Strukturvielfalt (Baum- und Strauchschicht, Krautschicht), möglichst in Schulnähe liegen.
      3. Aufsichtspflicht und Begleitpersonen
      Die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen ist bei solchen Praxisnahen Umsetzungen natürlich enorm wichtig. Deshalb empfehlen wir, kleine, heterogene Gruppen zu bilden, klare Regeln für den Aufenthalt im Wald abzusprechen und stets ein Erste-Hilfe-Set sowie ein Handy dabeizuhaben. Gerade bei aktiven Stationen wie dem Müllsammeln ist es sinnvoll, zusätzliche erwachsene Begleitpersonen einzubeziehen, um die Aufsichtspflicht gut zu gewährleisten.


      Das Projekt ist so konzipiert, dass es praxisnah und übertragbar bleibt. Das gilt auch für Lehrkräfte, die es zum ersten Mal ausprobieren. Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Schüler und Schülerinnen nicht nur fachliches Wissen mitnehmen, sondern im Wald auch Eigenständigkeit erfahren: Sie erleben, dass ihr eigenes Handeln einen Unterschied macht. Genau dieses Gefühl halten wir für einen der größten Werte der Waldpädagogik.

      Ich hoffe, dass dir die Antworten ein bisschen weiterhelfen.

      Viel Spaß bei der Umsetzung der Stationen!

      Liebe Grüße
      Jona

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    3. Liebe Anni,
      herzlichen Dank für dein tolles Feedback! Schön, dass du die Struktur und den Bildungsplanbezug unseres Beitrags so schätzt. Deine Fragen greifen sehr praktische Punkte auf, auf die wir gerne eingehen. Zur Vorbereitungszeit: Vieles hängt vom eigenen Anspruch ab. Wenn man die Materialien im Vorfeld zentral lagert und Arbeitsblätter mehrfach nutzt, reduziert sich der Aufwand enorm. Spannend ist auch, Vorbereitungen gemeinsam mit der Klasse zu erledigen – z. B. Steckbriefe vorbereiten oder Infoplakate gestalten. Dadurch wird der Lernprozess bereits vor dem eigentlichen Waldtag angestoßen, wie wir es im Blogbeitrag betont haben. Bei den Waldgebieten kommt es weniger auf „den perfekten Ort“ an, sondern eher darauf, was man sichtbar machen möchte. Ein strukturreicher Mischwald bietet natürlich viele Anknüpfungspunkte, aber auch kleine Waldstücke oder Grünflächen können für Staunen sorgen, wenn man die Sinne der Schüler*innen bewusst lenkt. Im Beitrag haben wir gezeigt, dass jede Station auf ganz unterschiedliche Umgebungen anpassbar ist. Was die Aufsicht betrifft, spielt neben Begleitpersonen auch die klare Rollenverteilung innerhalb der Gruppen eine große Rolle: Wenn Schüler*innen feste Aufgaben wie „Materialwächter“ oder „Zeitbeauftragte“ übernehmen, erhöht das nicht nur die Sicherheit, sondern auch ihre Eigenverantwortung. Ich finde es toll, dass du das Konzept ausprobieren möchtest – vielleicht kannst du uns ja irgendwann von deinen Erfahrungen berichten!
      Liebe Grüße, Anna Lena

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    4. Liebe Anni,
      Danke für dein Feedback. Es ist schön zu hören, dass dich unser Ansatz anspricht. Wie du erwähnt hast war es unser Ziel ein Konzept zu entwickeln, das praxisnah übertragbar und flexibel ist. Außerdem sind deine Fragen wichtige Punkte für die Planung eines gelungenen Waldtages. Besonders ist neben der von dir angesprochenen Vorbereitung und Aufsicht vor allem zwei Dinge: Das Programm sollte flexibel gestaltet werden. Im Wald läuft nicht immer alles nach Plan und spontane Beobachtungen wie Tierbegegnungen oder ungewöhnliche Pflanzen sind oft die aufregendsten Lernerfahrungen. Außerdem ist es hilfreich die Schüler*innen schon in die Vorbereitung bzw. Planung einzubeziehen, denn wenn sie Materialien mitorganisieren oder Fragen zur Reflexion vorbereiten sollen, gehen sie motivierter in den Waldtag. Wie Vorbereitungszeit nötig ist hängt vom Umfang ab. Für einen umfangreichen Stationslauf sind mindestens 3 bis 4 Stunden sehr wahrscheinlich (Material vorbereiten, Arbeitsblätter erstellen und das passende Waldstück auswählen). Kleinere Einheiten lassen sich aber auch relativ spontan gut integrieren. Bei der Wahl des Geländes reicht auch schon ein kleines Waldstück in der Nähe der Schule, solange vielfältige Strukturen vorhanden sind, wie z.B. verschiedene Baumarten, Totholz oder einen Laubboden. Das Gebiet sollte aber wenn möglich vorher selbst besichtigt werden. Was die Aufsicht angeht, kleinere Gruppen, klare Regeln helfen der Sicherheit, auch zusätzliche Begleitpersonen können da hilfreich sein. Außerdem bietet sich so die Gelegenheit, um mehr auf individuelle Fragen einzugehen, was sich besonders bei größeren Klassen lohnt.
      Liebe Grüße,
      Daniel Eckert.

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    5. Hallo und vielen Dank für dein Feedback liebe Anni. Es freut uns sehr, dass dir die Verbindung von Theorie und Praxis sowie besonders die Müllsammel-Station so positiv aufgefallen ist. Gerade diese liegt uns auch sehr am Herzen, da durch eine solche Aufgabe erst die Tragweite der Umweltschmutzung bewusst wird, ist es doch immer wieder überraschend, wie viel Müll man finden, wenn man darauf achtet. Zu deinen Fragen: Der Umfang der Vorbereitungen eines Projekttages hängt stark von den Rahmenbedingungen ab (wie nah ist der Wald, wie sind die Naturschutzrichtlinien, welche Aufgaben wollen realisiert werden,…). Am besten sollte das Waldstück vorher einmal besucht werden um Mobilitäts/ Risikofaktoren und Chancen/ Möglichkeiten einschätzen zu können. Es ist außerdem hilfreich, sich mit dem zuständigen Forstamt/.. auszustauschen. Insgesamt ist das Projekt zwar mit einem Aufwand verbunden, der sich aber lohnt, da zukünftige Wiederholungen mit anderen Klassen schon deutlich leichter umsetzbar sind.
      Besonders praktisch sind schulnahe Wälder, insbesondere Mischwälder, allerdings funktioniert das Konzept in verschiedensten Waldgebieten und wir sind der Meinung, dass selbst ein städtischer Park mit vielen Bäumen viele Möglichkeiten bietet (falls die alternative ist, es nicht durchzuführen).
      Hinsichtlich der Aufsichtspflicht empfiehlt es sich, in Kleingruppen zu arbeiten, klare Regeln abzusprechen und je nach Klassengröße eventuell weitere Kolleg*innen oder Eltern einzubeziehen. Ich hoffe, damit sind die Fragen geklärt. Vielen Dank und jetzt…Ab in den Wald!

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  3. Hallo und danke für den schönen Einblick in die Waldpädagogik! Ich freue mich, an dieser Stelle mehr über ein Thema erfahren zu haben, das weder in meiner Schülerlaufbahn noch in anderen Modulen des Studiums viel thematisiert wurde. Gerade diese Tatsache macht einen solchen Beitrag umgemein wertvoll, weil eben nicht nur die ohnehin viel besprochenen Themen wichtig sind, sondern auch häufig unterrepräsentierte Themen wie die Waldpädagogik.

    Eine große Stärke eures Beitrags ist meiner Meinung nach die Anknüpfung an das Seminar. Entgegen der sonstigen Unterrepräsentation waren die Themen BNE und Umweltbildung im Seminar ja viel besser vertreten und ich halte euren Blogbeitrag für eine passende Ergänzung zu den Themen des Seminars. Besonders mit BNE beschäftigt ihr euch ja sehr deutlich. In diesem Zusammenhang möchte ich auch ansprechen, dass eure praktischen Umsetzungen auch durch ihre interessefördernden Komponenten überzeugen: Kompetenzerleben, Autonomieerleben und soziale Eingebundenheit. Auch hier besteht also eine Anknüpfung zum Seminar.

    Besonders im Kopf geblieben ist mir die Metapher des Waldes, der Kopf, Herz und Hand anspricht. Der Herz-Teil des Metapher gefällt mir für die Beschreibung der Waldpädagogik besonders. Dass der Kopf Teil eines jeden Lernprozesses ist, wird wohl kaum bestritten werden und auch die praktische Handlungskomponente der Hand wird durch die Kompetenzorientierung seit der Bildungsplanreform stärker in den Vordergrund gerückt. Einzig das Herz scheint auf den ersten Blick ein wenig abzufallen. Das emotionale Erfahren des Waldes, aber auch der gesamten Biologie wirkt normalerweise eher wie eine Randnotiz, durch die Metapher wird aber deutlich, dass es eine viel grundlegendere Bedeutung trägt. Hier wäre eine Frage an euch: Denkt ihr, dass das metaphorische Herz auch in anderen biologischen Themenbereichen ein explizit berücksichtigter Teil der Lehre sein sollte? Wie sollte eine Umsetzung dann ggf. aussehen?

    Abschließend war es mir noch wichtig, auf eure sechste Station einzugehen. Diese erfüllt Kopf, Herz und Hand nicht nur besonders gut, sondern ist für mich auch eine Aufgabe, die niemals in einem rein theoretischen Unterricht umgesetzt werden könnte. Auch die anderen Stationen profitieren natürlich davon, in der Natur durchgeführt zu werden, aber die Station zum Müllsammeln macht tatsächlich den Weg zum Ziel. Nur indem das Ausmaß der Umweltverschmutzung durch den Menschen erlebt wird, kann dieses wirklich begriffen werden. Wird ein solches Projekt in einem größeren, schulübergreifenden Rahmen eingesetzt, kann die Station vielleicht sogar noch um einen regelmäßigen Zwischenstand ergänzt werden, an dem die SuS merken, welche positiven Auswirkungen ihre Handlungen haben können.

    Nochmal vielen Dank für den tieferen Einblick in die praktische Umsetzung der Waldpädagogik :)

    Liebe Grüße
    Daniel

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    1. Hallo Daniel,
      vielen Dank für deine wertschätzende Rückmeldung! Es freut mich sehr, dass wir dir mit der Waldpädagogik ein eher selten behandeltes Thema näherbringen konnten. Genau dieser Perspektivwechsel war uns ein wichtiges Anliegen.
      Deine Gedanken zum „Herz“ in der Metapher greifen einen zentralen Punkt auf: Während Wissen (Kopf) und Handeln (Hand) meist selbstverständlich im Vordergrund stehen, wird die emotionale Dimension häufig vernachlässigt. Wir sind überzeugt, dass das „Herz“ auch in anderen biologischen Themenfeldern bewusst berücksichtigt werden sollte, da Gefühle und persönliche Erfahrungen Inhalte nachhaltig verankern. Eine Umsetzung könnte etwa über Naturerlebnisse, gezielte Reflexionsphasen oder das Aufgreifen eigener Emotionen der SuS erfolgen – so wird eine Brücke zwischen Wissen und Handeln geschaffen.
      Besonders freut mich, dass dir die sechste Station so im Gedächtnis geblieben ist. Ich finde auch sie zeigt, wie Kopf, Herz und Hand auf einzigartige Weise zusammenwirken: Nur durch das unmittelbare Erleben von Müll im Wald wird die Dimension des Problems greifbar. Deine Idee, solche Projekte schulübergreifend oder regelmäßig durchzuführen, finden ich sehr bereichernd da so die positiven Auswirkungen eigenen Handelns direkt sichtbar gemacht werden und die Motivation zur Nachhaltigkeit steigt.
      Nochmals vielen Dank für deine intensive Auseinandersetzung! Es ist schön zu sehen, dass unsere Gedanken so aufgenommen wurden.
      Liebe Grüße
      Luis

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    2. Anna Lena Pantelidis24. August 2025 um 04:18

      Lieber Daniel,
      herzlichen Dank für dein ausführliches Feedback! Besonders freut uns dein Hinweis auf die Verbindung zum Seminar. Während BNE und Umweltbildung im Seminar thematisch bereits gut verankert waren, haben wir mit der Waldpädagogik ein Feld gewählt, das diese Ansätze praktisch und erfahrungsorientiert sichtbar macht. So wird das, was im Seminar theoretisch diskutiert wurde, mit Leben gefüllt. Deine Frage zum „Herz“ ist spannend. Ich glaube, dass gerade biologische Themen, die abstrakt oder schwer greifbar sind, davon profitieren können. Zum Beispiel beim Thema Zellbiologie: Wenn SuS nicht nur Fakten lernen, sondern durch Mikroskopieren einen „Wow-Moment“ erleben, wird das emotionale Element spürbar. Auch Themen wie Klimawandel oder Artensterben lassen sich über emotionale Zugänge stärken: zb durch eine „Lebensgeschichte“ eines Tieres oder durch einen Perspektivwechsel (Erfahrungen aus Sicht eines Lebewesens). Damit wird deutlich, dass das „Herz“ nicht nur in der Waldpädagogik Platz hat, sondern als Querschnittsperspektive für die Biologielehre insgesamt wertvoll ist. Wie auch Luis bereits angemerkt hat, finde ich deine Idee, die sechste Station schulübergreifend umzusetzen, sehr spannend. Ergänzend ließe sich daraus sogar ein kleiner Wettbewerb zwischen Klassen entwickeln, der die Motivation zum Müll sammeln zusätzlich steigert. Regelmäßige Zwischenstände, wie etwa Ausstellungen der Funde oder kurze Präsentationen machen den SuS sichtbar, welche positiven Effekte ihr Handeln hat. Diese Rückmeldung verstärkt die Motivation ebenfalls und verdeutlicht langfristig den Wert nachhaltigen Handelns. Für mich ist das ein ideales Beispiel, wie BNE praktisch und gemeinschaftlich gelebt werden kann. Vielen Dank für diesen Impuls!
      Liebe Grüße,
      Anna Lena

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    3. Lieber Daniel,
      Was deine Überzeugungen zum „Herz“ in der „Herz-Kopf-Hand“-Metapher angeht, bin ich mir sicher, dass das emotionale Erleben nicht nur im Kontext Waldpädagogik, sondern auch in vielen anderen Bereichen der Biologie eine größere Rolle spielen kann. Ob bei der Faszination für mikroskopische Strukturen (z.B. Untersuchung von Pflanzen/Tierzellen unter dem Mikroskop) oder Tierverhalten. Es bieten sich in mehreren Bereichen der Biologie Möglichkeiten die Gefühle der Schüler bewusst einzubeziehen bzw. diese zum Staunen anzuregen. Damit löst sich der Biologieunterricht weg von reinem und stumpfem Faktenwissen und hin zu einem Fach, das Kopf und Herz gleichermaßen anspricht.
      Deine Idee die Müllsammelstation langfristig und/oder schulübergreifend durchzuführen, klingt interessant und bereichernd, da die Kinder so die Wirkung ihres Handelns vor Augen geführt bekommen und die eigene Selbstwirksamkeit was das Thema Umwelt angeht erleben können, was ein Umweltbewusstes Handeln auch außerhalb von der Schule anregen kann.
      Liebe Grüße,
      Daniel Eckert.

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    4. Hallo Daniel,
      so geht es mir auch: das Thema kam mir nur noch aus dem Kindergarten bekannt vor, dabei sind wir überzeugt, dass unser Konzept auch in höheren Klassenstufen umgesetzt werden und in keiner Schullaufbahn fehlen sollte!
      Wie du sagst ist dies grade im Kontext BNE unabdingbar. Du hebst vor allem Station 6 hervor, auch hier teilen wir die Meinung voll und ganz. Unser Konzept ist darauf ausgelegt, kennen und lieben zu lernen, was geschützt werden soll. Der wichtigste Schritt hierfür ist das Erkennen der problematischen Situation. Und ja, dies funktioniert besonders gut mit einer Müllzange in der Hand. Schöner Gedanke deinerseits, diese Aktion auszuweiten.
      Vielen Dank für dein tolles Feedback, wir sehen uns im Wald ;)

      Liebe Grüße
      Laurin

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  4. Hallo zusammen,
    Ich hatte viel Spaß beim Lesen eures Blogbeitrags. Ihr habt ein sehr wichtiges Thema aufgegriffen und sehr praxisnah erläutert, wie und warum der Wald ein so besonderer Lernort sein kann. Die Gestaltung eures Beitrags war ebenfalls sehr gelungen und hat super zum Thema gespasst.
    Durch eure sechs beispielhaften Stationen hat man als angehende Lehrkraft eine erste Idee bekommen, wie viel Unterschiedliches der Wald als Lernmöglichkeit bietet, und wie man bestmöglich alle Sinne ansprechen kann. Dadurch, dass ihr auch zuerst Lernen mit Kopf, Herz und Hand und die Waldpädagogik als BNE erklärt habt, waren die Stationen und auch die folgenden Vertiefungen super zu verstehen.
    Die zusätzlichen Hilfen für Lehrkräfte halte ich ebenfalls für sehr gewinnbringend, da eine solche Exkursion stark von der Umsetzung und Vorbereitung abhängt. Gerade der Punkt mit den wenigen aber klaren Regeln ist sehr wichtig, da man oft dazu neigt, möglichst alles regeln zu wollen und die Kinder sich dann aber schnell nicht mehr alle Regeln merken können.
    Die explizite Einordnung jeder Station zu Aspekten im Bildungsplan war auch sehr hilfreich, da einige bestimmt voreingenommen denken, so eine Waldexkursion ist nur Spiel und Spaß, und man mit einer solchen Einordnung nochmal super belegen kann warum das ganze auch einen Mehrwert für den Bildungsweg der Schüler*innen hat.
    Bei der didaktischen und waldpädagogischen Analyse der Stationen war spannend zu sehen, welche Kompetenzen der Schüler*innen durch den Wald gefördert und geschult werden.
    Mich hätte eventuell noch interessiert, ob es in diesem Themenfeld auch außerschulische Partner gibt, wie z.B. Förster*innen, die gemeinsame Projekte anbieten. Das könnte Lehrkräfte bei der Planung entlasten und zusätzlich wertvolle Expertise in die Exkursion einbringen.
    Insgesamt war euer Beitrag aber sehr interessant und sicherlich für viele hilfreich!
    Ich freue mich darauf, ähnliche Ideen auch einmal selbst im Unterricht umzusetzen.
    Liebe Grüße Leona

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    1. Hallo Leona,
      vielen Dank für dein positives und sehr ausführliches Feedback! Uns freut es sehr zu hören, dass du dir gut vorstellen kannst, einige dieser Stationen auch in deinem Unterricht einzubauen und dass der Aufbau unseres Blogbeitrags für dich schlüssig und nachvollziehbar war. Unser Ziel war es, einen Einblick zu geben, wie viel mehr Waldpädagogik sein kann, welchen Mehrwert sie liefert und gleichzeitig Motivation zu schaffen, auch einmal selbst das Klassenzimmer zu verlassen und das Lernen ganzheitlich zu gestalten. Schön zu sehen, dass unsere Message angekommen ist!

      Mit deiner Stellungnahme zu den Regeln sprichst du ebenfalls ein sehr wichtiges Thema an. Als angehende Lehrkraft tendiert man oft dazu, alles kontrollieren und regulieren zu wollen. Gerade solche Exkursionen bieten jedoch die Möglichkeit, den Lernenden Raum zu geben, Inhalte selbst zu begreifen und wahrzunehmen. Dafür ist es wichtig, manchmal einen Schritt zurückzutreten und den Lernprozess zu beobachten und nur dann einzugreifen, wenn es unbedingt nötig ist. Gleichzeitig sollte natürlich alles sicher und mit möglichst großem Lernerfolg ablaufen. Regeln sind dafür unabdingbar.

      Uns war es außerdem wichtig, deutlich zu machen, wie gut sich eine solche Einheit auch mit dem Bildungsplan vereinbaren lässt. Schön, dass wir dein Interesse wecken konnten! Tatsächlich gibt es einige Möglichkeiten, mit außerschulischen Partnern zu kooperieren. Hier ein paar Beispiele:

      • Waldbox: Ein gemeinsames Angebot von ForstBW (Staatsforst BW) und der Landesforstverwaltung. Förster*innen kommen mit einem PKW-Anhänger, der Themenvielfalt von Tieren über Klima bis hin zu Waldarbeit und „wilder Küche“ bietet, in einen schulnahen Wald. Der Fokus liegt auf dem Erleben – und das Ganze ist sogar kostenlos für Schulen.

      👉🏼 https://waldbox.forstbw.de/

      • Schutzgemeinschaft Deutscher Wald: Sie bietet ein vielfältiges Programm von der Grundschule bis zur Oberstufe, z. B. eine Projektwoche WeltWeitWald mit anschließendem Nachhaltigkeitswettbewerb oder eine mediengestützte Waldrallye zum Thema Alarmstufe Grün.

      👉🏼 https://www.sdw-bw.de/in-den-wald/programme-fuer-schulen/fuer-weiterfuehrende-schulen

      • Mobiles Waldlabor: Ein geländegängiger Wagen, ausgestattet mit Becherlupen, Kompassen, Pinzetten und Bestimmungshilfen, ermöglicht inklusives Forschen im Wald. Rollstuhlfahrende und Kinder mit Sinneswahrnehmungsstörungen können gleichermaßen teilnehmen. Entwickelt in Kooperation mit der impuls Tischlerei Hamburg, die auch berufliche Wiedereingliederung unterstützt.
      👉🏼https://naturparke.de/verbandsaktivitaeten/mobiles-waldlabor/

      Das sind nur einige Beispiele für tolle Kooperationspartner mit vielfältigen Angeboten. Wir hoffen, diese Infos sind hilfreich und motivieren dich noch mehr, den Wald als Lernort zu nutzen. 🌲✨

      Liebe Grüße
      Lucy

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    2. Hallo Leona,

      vielen Dank für dein positives und ausführliches Feedback! Uns freut es sehr, dass du dir vorstellen kannst, einige der Stationen auch in deinem Unterricht einzubauen und dass der Aufbau unseres Beitrags für dich nachvollziehbar war. Unser Ziel war es, zu zeigen, wie viel mehr Waldpädagogik sein kann, welchen Mehrwert sie liefert und gleichzeitig Motivation zu schaffen, auch einmal selbst das Klassenzimmer zu verlassen und Lernen ganzheitlich zu gestalten. Schön, dass unsere Message angekommen ist!

      Mit deiner Anmerkung zu den Regeln sprichst du ein wichtiges Thema an. Als angehende Lehrkraft tendiert man oft dazu, alles kontrollieren zu wollen. Gerade bei Exkursionen ist es jedoch wichtig, den Lernenden Raum zu geben, Inhalte selbst zu begreifen und zu erleben. Manchmal genügt es, einen Schritt zurückzutreten, den Lernprozess zu beobachten und nur einzugreifen, wenn es wirklich nötig ist. Gleichzeitig sollte natürlich alles sicher und mit möglichst großem Lernerfolg ablaufen dafür sind klare, wenige Regeln unabdingbar.

      Liebe Grüße
      Lucy

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    3. Hallo Leona,

      schön, dass wir dein Interesse an der Vereinbarkeit von Waldpädagogik und Bildungsplan wecken konnten! Tatsächlich gibt es spannende Möglichkeiten, mit außerschulischen Partnern zusammenzuarbeiten, die Lehrkräfte bei Planung und Umsetzung unterstützen.
      • Waldbox: Angebot von ForstBW und Landesforstverwaltung. Förster*innen bringen mit einem PKW-Anhänger viele Materialien zu Tieren, Klima oder Waldarbeit mit. Fokus: Erleben – für Schulen sogar kostenlos.
      👉 https://waldbox.forstbw.de/
      • Schutzgemeinschaft Deutscher Wald: Vielfältige Programme von Grundschule bis Oberstufe, z. B. WeltWeitWald-Projektwoche oder eine mediengestützte Waldrallye Alarmstufe Grün.
      👉 https://www.sdw-bw.de/in-den-wald/programme-fuer-schulen/fuer-weiterfuehrende-schulen
      • Mobiles Waldlabor: Ein geländegängiger Wagen mit Lupen, Kompassen und Bestimmungshilfen, der inklusives Forschen im Wald ermöglicht. Ideal auch für Rollstuhlfahrende und Kinder mit Sinneswahrnehmungsstörungen.
      👉https://naturparke.de/verbandsaktivitaeten/mobiles-waldlabor/

      Vielleicht motivieren dich diese Angebote noch mehr, den Wald als Lernort zu nutzen. 🌲✨

      Liebe Grüße
      Lucy

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    4. Hallo Leona,

      vielen Dank für dein ausführliches und positives Feedback. Das bedeutet uns wirklich viel! Es freut mich besonders zu hören, dass du dir gut vorstellen kannst, die Stationen auch selbst einmal im Unterricht einzusetzen. Genau das war unser Ziel: aufzeigen, wie viel mehr Waldpädagogik sein kann und dass eine Exkursion in den Wald eben nicht „nur Spiel und Spaß“ ist, sondern durch die klare Anbindung an den Bildungsplan echten Mehrwert für den Lernprozess bietet.
      Wie du ansprichst, ist das Thema Regeln dabei ein entscheidender Punkt. Da stimme ich Lucy voll und ganz zu: Wir Lehrkräfte neigen oft dazu, möglichst viel im Voraus regulieren zu wollen. Doch gerade im Wald ist es wichtig, den Schüler*innen auch Freiräume zu lassen und den Lernprozess beobachtend zu begleiten. Wenige, aber klare Regeln sorgen für Sicherheit – und gleichzeitig bleibt Raum für Entdeckungen mit allen Sinnen.
      Sehr spannend finde ich auch deine Frage zu außerschulischen Partnern. Lucy hat dir ja schon einige tolle Beispiele wie die Waldbox, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald oder das mobile Waldlabor genannt. Aus meiner Sicht sind solche Kooperationen ein großer Gewinn: Sie entlasten Lehrkräfte bei der Organisation, bringen zusätzliches Fachwissen in die Exkursion ein und machen den Lerntag noch abwechslungsreicher. Gleichzeitig erfahren die Schüler und Schülerinnen, dass der Wald auch außerhalb der Schule als wichtiger Bildungsraum wahrgenommen wird – das stärkt die Relevanz der Inhalte.
      Es freut mich sehr, dass unser Beitrag für dich inspirierend war und dich dazu motiviert, ähnliche Ideen selbst umzusetzen. Genau dafür haben wir das Konzept erstellt – um Lust zu machen, den Wald als lebendigen Lernort zu nutzen. :)

      Liebe Grüße
      Jona

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