Herzlich Willkommen zu unserem Blogbeitrag über den Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht!
Die Tierwelt spielt natürlich eine essenzielle Rolle in der Biologie! Deswegen haben wir uns überlegt, inwiefern man lebende Tiere verantwortungsbewusst und zeitgemäß im Unterricht einsetzen kann. Dabei sind wir auf pädagogische Ziele und Chancen eingegangen und welche Kompetenzen durch diverse fachdidaktische Methoden/Projekte, wie Insektenhotels oder den Schulgarten erreicht werden können.
Außerdem beschäftigt sich der Blogbeitrag mit wichtigen gesellschaftlichen Themen, die bei dem Einsatz von lebendigen Tieren im Schulkontext diskutiert werden müssen. Dabei geht es um den Tierschutz mit seinen rechtlichen Grundlagen, den ethischen Fragen bezüglich des Tierwohls oder der artgerechten Haltung und welche Tiere überhaupt geeignet für einen Einsatz sind. Dennoch werden nicht nur aktuelle Themen behandelt, sondern es soll auch ein Blick in die Zukunft gerichtet werden bezüglich positiven Auswirkungen auf das Ökosystem, aber auch potenziellen Gefährdungen für die Umwelt die beachtet werden müssen.
Abschließend soll ein konkreter Unterrichtsentwurf alle angesprochenen Aspekte miteinander vereinen und beispielhaft darstellen, um einen gelungen Einsatz unter Berücksichtigung des Tierwohls zu erreichen!
Ich hoffe euch interessiert das Thema genau so wie uns!
Dann geht es hier zu unserem Blogbeitrag:
https://drive.google.com/file/d/1mu5ZX9WgexSiVvfq3OhFSfbENh9Gg5em/view?usp=sharing
Uns würden eure Rückmeldungen zu diesem durchaus sensiblem Thema sehr interessieren.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen :)
Annika, Sonja, Ferdinand, Levin
Hallo ihr Lieben!
AntwortenLöschenEuer Blogbeitrag hat mir richtig gut gefallen! Man merkt total, dass ihr euch intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habt und dabei nicht nur die Vorteile aufzeigt, sondern auch kritisch über mögliche Probleme und Grenzen nachdenkt ( beispielsweise die Positiv- und Negativbeispiele). Das finde ich super wichtig, weil es eben nicht selbstverständlich ist bzw. sein sollte , Tiere einfach so in den Unterricht einzubringen!
Inhaltlich fand ich vor allem die Verbindung von pädagogischen Zielen, Kompetenzen und ethischen Fragen sehr gelungen. Mir ist aufgefallen, dass ihr immer wieder aufzeigt, dass Tiere nicht nur als „Anschauungsobjekte“ dienen, sondern dass es eigentlich um viel mehr geht.
Richtig gut fand ich, wie schon genannt, eure Beispiele. Das Negativbeispiel mit dem Frosch hat mir gezeigt, wie leicht man etwas falsch machen kann, wenn man nicht an die ökologischen Zusammenhänge denkt. Das war für mich echt ein Aha-Moment, weil ich ehrlich gesagt vorher gar nicht so sehr daran gedacht hätte, was entnommene Tiere im Ökosystem ausmachen können. Im Gegensatz dazu hat mir das Positivbeispiel mit den Mehlwürmern gezeigt, wie man es besser machen kann: keine Gefährdung der Wildbestände und trotzdem Erkenntnisse für die unsere Schüler*innen. Diese Gegenüberstellung war für mich ein echtes Highlight eures Blogs, weil man dadurch die Unterschiede so klar erkennt.
Den Unterrichtsentwurf fand ich ebenfalls sehr spannend. Die klare Gliederung in verschiedene Phasen hat mir gezeigt, wie vielseitig man so eine Unterrichtsstunde gestalten kann. Ich finde es toll, dass ihr nicht nur auf den fachlichen Aspekt (z. B. Anatomie und ökologische Bedeutung) eingeht, sondern auch auf die pädagogischen Ziele wie Eigenständigkeit, kritisches Denken und den respektvollen Umgang mit Tieren durch die Schüler*innen.
Wenn ich mir überlegen müsste, welches Tier ich persönlich gerne näher kennenlernen würde, dann wären es ganz klar die Ameise. Im Alltag werden sie ja oft übersehen oder als lästig empfunden, wenn sie z. B. über den Picknickplatz laufen oder sich in der Küche verirren. Dabei sind Ameisen unglaublich spannende Tiere. Ich finde es gerade interessant, dieses Tier mit beispielsweise den Schüler*innen besser kennenzulernen, das man sonst kaum beachtet.
Und zum Schluss noch eine Frage an euch: Wie steht ihr zum Einsatz digitaler Medien beim Arbeiten mit lebenden Tieren? Wäre eine Kombination aus echter Tierbegegnung und digitalen Hilfsmitteln wie Kameras oder Apps vielleicht die ideale Ergänzung?
Ich hab sehr viele Impulse mitgenommen!!
Liebe Grüße
Annika 🌱
Hallo liebe Annika!
LöschenVielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und deine tollen Worte über unseren Blog. Ich finde es besonders schön, dass dich unsere Gegenüberstellung von dem Positiv- und Negativbeispiel so angesprochen hat, denn genau das war unser Ziel. Wir wollten die Chancen und Risiken transparent machen und dabei gleichzeitig Denkanstöße geben. Die Idee, Ameisen in den Unterricht einzubeziehen, gefällt mir persönlich sehr gut, denn ich denke es handelt sich bei Ameisen um sehr eindrucksvolle Tiere, welche im ersten Moment sehr unscheinbar wirken. Sie bieten faszinierende Eindrücke in soziale Strukturen untereinander, ökologische Zusammenhänge und Kooperation.
Um zu deiner Frage zu kommen, ich denke digitale Medien können durchaus als positive und spannende Ergänzung eingebaut werden. Zum Beispiel durch die Kamera können Lernprozesse und das erforschen der Tiere erleichtert werden. Man kann sie damit deutlich besser beobachten ohne sie dabei zu stören. Zum Beispiel können Zeitrafferaufnahmen erstellt werden und weitere Informationen gesammelt werden. Allerdings ist wichtig zu sagen, dass diese digitalen Medien nur als Zusatz und nicht als Ersatz der realen Begegnungen dienen soll, außer die Tierart, wie zum Beispiel der Grasfrosch, lassen es nicht anders zu. Denn durch den Einsatz von lebenden Tieren können, wie bereits im Blog erwähnt, tolle Lerneffekte erzielt werden.
Danke, dass du uns deine inspirierenden Gedanken zu unserem Blog mitgeteilt hast.
Ganz liebe Grüße ✨
Annika:)
Hallo ihr vier!
AntwortenLöschenIch finde, ihr habt einen tollen und sehr spannenden Blogbeitrag verfasst. Man merkt total, dass ihr euch gründlich mit dem Thema „lebende Tiere im Unterricht“ auseinandergesetzt habt.
Zuallererst möchte ich hervorheben, dass euer Beitrag optisch sehr ansprechend gestaltet ist. Er ist übersichtlich aufgebaut, was das Lesen angenehm macht. Außerdem habt ihr an den richtigen Stellen Bilder eingesetzt, die das Gesagte nochmals unterstreichen. Besonders gut gefallen hat mir auch euer „Regen-Rudi“. Durch seine Zwischenfragen wurde man immer wieder zum Nachdenken angeregt, was den Blogbeitrag interaktiv und lebendiger gemacht hat.
Euer ausgewähltes Thema finde ich sehr spannend. Ich finde es super wichtig, dass Kinder einen verantwortungsbewussten und respektvollen Umgang mit Tieren erlernen. Dies kann gefördert werden, wenn Schüler*innen im Unterricht in Kontakt mit (lebenden) Tieren treten. Dennoch ist es entscheidend, dass die Tiere artgerecht eingesetzt und behandelt werden.
Daher finde ich es richtig gut, dass ihr so deutlich herausgearbeitet habt, dass Tiere kein Spielzeug sind und dementsprechend artgerecht behandelt werden müssen. Toll finde ich auch, dass ihr das Tierschutzgesetz einbezogen habt – so werden wichtige Regeln im Umgang mit Tieren klar hervorgehoben. Ebenso positiv ist mir aufgefallen, dass ihr auch ethische Fragen thematisiert habt. Das macht nochmals deutlich, wie wichtig es ist, sich im Voraus umfassend zu informieren, wenn man Tiere im Unterricht einsetzt.
Besonders gefallen hat mir eure Idee, dass nicht nur die Lehrkraft, sondern auch die Schüler*innen sich bereits im Vorfeld mit den Bedürfnissen der Tiere auseinandersetzen. Dadurch werden die Kinder aktiv einbezogen und lernen schon vorher, wie man mit dem Tier respektvoll umgehen sollte.
Auch euer Positiv- und Negativbeispiel hebt sehr gut den Unterschied zwischen einem gelungenen + artgerechten und einem nicht gelungenen Einsatz von Tieren im Unterricht hervor. Mit eurer Unterrichtsskizze gebt ihr den Leser*innen zudem eine konkrete Umsetzungsmöglichkeit an die Hand. Meiner Meinung nach stellt die Skizze einen passenden und runden Abschluss eures Blogbeitrags dar.
Zum Schluss hätte ich noch eine Frage: Ihr habt eure Unterrichtsskizze am Beispiel der Sek I geschrieben. Wäre der Einsatz von lebenden Tieren auch in einem SBBZ denkbar? Und wenn ja, müsste man als Lehrkraft dabei auf zusätzliche Aspekte besonders achten?
Alles in allem habt ihr einen großartigen Beitrag verfasst, der die Vorteile, aber auch mögliche Risiken des Einsatzes von lebenden Tieren im Unterricht klar und verständlich thematisiert. Ich habe den Beitrag sehr gerne gelesen.
LG
Sana :)
Liebe Sana,
LöschenVielen Dank für deinen Kommentar und es freut uns sehr, dass unsere Idee mit dem „Regen-Rudi“ und unsere Gestaltungsweise so gut bei dir ankommen!
Es ist schön zu hören, dass du erkannt hast, dass es uns nicht nur, um das erlernte Fachwissen durch lebendige Tiere im Unterricht geht, sondern vor allem um den artgerechten Umgang und den Respekt vor wertvollen Lebewesen. Außerdem war es uns sehr wichtig Grenzen und Richtlinien aufzuzeigen, um das Tierwohl zu beschützen.
Kinder sollten nicht nur in Bezug auf Tiere lernen ihnen mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein zu begegnen, sondern diese Fähigkeiten auch als Vorbereitung für das spätere Leben in unserer Gesellschaft erlernen!
Den von dir angesprochenen Punkt über die aktive Vorbereitung der ganzen Klasse empfinde ich als essenziell. Somit lernen die Kinder nicht nur wie man artgerecht mit den Bedürfnissen der Tiere umgeht und welche gesetzlichen Richtlinien es gibt, sondern entwickeln auch den Mut und die Sicherheit, um mit einem guten Gewissen den lebenden Tieren entgegenzutreten.
Im Bezug auf deine Frage bin ich der Meinung, dass ein Einsatz in einem SBBZ auf jeden Fall denkbar ist. In meinem FSJ habe ich erlebt, dass dies die Kinder durch eine emotionale Verbundenheit enorm motiviert hat etwas über die Tiere zu lernen. Dabei muss die Lehrkraft die einzelnen Schritte sehr gut vorbereiten und den Kindern ausführlich veranschaulichen auf was sie achten müssen.
Liebe Grüße :)
Levin
Hallo zusammen,
AntwortenLöschenich fand euren Beitrag super gelungen und auch sehr gut strukturiert. Besonders gelungen ist die klare Verbindung zwischen den pädagogischen Zielen, den rechtlichen Rahmenbedingungen und den Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Tieren erwerben können. Dadurch wird deutlich, dass der Einsatz von Tieren im Unterricht nicht nur eine nette Ergänzung ist, sondern ein bewusst geplantes, verantwortungsvolles didaktisches Mittel.
Das Positivbeispiel mit den Mehlwürmern hat mir besonders gut gefallen. Es zeigt, dass Beobachtung, Dokumentation und Reflexion in einer Lernumgebung möglich sind, ohne die Tiere unnötig zu belasten. Ebenso gelungen ist euch der Regenwurm-Unterrichtsentwurf, welcher ausführlich strukturiert ist. Durch die Stationsarbeit können die Kinder naturwissenschaftliche Fragestellungen erarbeiten und gleichzeitig Verantwortung im Umgang mit Lebewesen übernehmen.
Sehr wichtig fand ich auch das Negativbeispiel mit den Grasfröschen. Hier wird anschaulich gemacht, dass ein wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn nicht automatisch den Eingriff in den Lebensraum oder die Gefährdung einer Art rechtfertigt. Der Hinweis auf den Populationsschutz und die rechtlichen Grenzen ist ein starker Denkanstoß für den späteren schulischen Alltag. Das auch die Zeit an denen man die Tiere aus ihrem natürlichen Habitat entnimmt eine sehr große Rolle im Ökosystem spielt fand ich spannend da ich das zuvor nicht wusste. Dies zeigt das man als Lehrkraft bewusst und informiert an die Sache rangehen muss.
Insgesamt ist euer Beitrag aber sehr gelungen, weil er sowohl die Chancen als auch die Grenzen des Einsatzes von Tieren im Unterricht deutlich macht und viele wertvolle Anregungen für uns angehende Lehrkräfte enthält.
Eine Frage habe ich noch: Wie steht ihr zu der im Beitrag genannten Idee, Mehlwürmer im Schulgarten freizulassen. Haltet ihr es für sinnvoller, einen geschlossenen Verbleib sicherzustellen, um mögliche ökologische Unklarheiten zu vermeiden?
Liebe Grüße
Larissa
Hallo Annika,
Löschendanke für dein Feedback!
Deine Einwände sind durchaus berechtigt. Unter idealen Bedingungen legt ein einzelnes Weibchen zwischen 200 und 600 Eiern. Sollten solche Bedingungen im Schulgarten oder in unmittelbarer Nähe, z. B. in einem Komposthaufen, gegeben sein, könnte innerhalb weniger Monate eine Mehlkäferpopulation entstehen, die heimische Arten wie Asseln oder Springschwänze verdrängt.
Bei einer geringen Anzahl von ausgesetzten Käfern – etwa 10 oder weniger, wie sie im Unterricht benötigt werden – ist das Risiko eher gering. Um eine Vermehrung komplett zu vermeiden, können Männchen und Weibchen in getrennten Boxen gehalten werden. So lassen sich die Tiere bis zu 3–4 Monate beobachten, ohne dass Nachwuchs entsteht.
Eine häufig genutzte Methode, Mehlkäfer am Ende der Unterrichtseinheit zu entsorgen, ist das Einfrieren. Alternativ könnten die Tiere an andere Tiere wie Vögel verfüttert werden. Beides wollten wir allerdings vermeiden, um die Schüler nicht zu belasten. Das „Freilassen“ im Schulgarten wäre für die Schüler vermutlich die emotional einfachste Lösung, sollte aber mit Bewusstsein für mögliche ökologische Folgen erfolgen.
-F
Hallo zusammen,
AntwortenLöschenvielen Dank für euren übersichtlichen und spannenden Blogbeitrag! Euer Thema liegt mir persönlich sehr am Herzen, denn ich finde es unglaublich wichtig, lebende Tiere in den Unterricht einzubinden. Ich erinnere mich noch gut daran, wie sehr ich mich als Schüler immer gefreut habe, wenn echte Tiere im Biologieunterricht gezeigt wurde - leider war das aber viel zu selten der Fall. Umso mehr beeindruckt mich, wie klar ihr die ethischen Grenzen des Tier-Einsatzes im Unterricht herausarbeitet. Ihr macht deutlich, dass der Erkenntnisgewinn niemals auf Kosten des Tierwohls gehen darf. Die Formulierung „Erkenntnisgewinn ≠ Tierleid“ bringt das hervorragend auf den Punkt. Ebenso wichtig finde ich, dass ihr betont, dass Tiere nicht einfach „verbraucht“ werden dürfen, sondern Respekt, eine artgerechte Haltung und einen verantwortungsvollen Umgang verdienen.
Das Negativbeispiel „Grasfrosch“ ist mir dabei besonders eindrücklich aufgefallen. Es zeigt wie schnell pädagogische Ziele ins Gegenteil kippen können, wenn ökologische Zusammenhänge und Tierschutz missachtet werden. Das Positivbeispiel „Mehlwurm“ beweist dagegen, dass es sehr wohl möglich ist, Lernprozesse mit Tieren zu gestalten, ohne dabei ethische Grenzen zu überschreiten. Diese Gegenüberstellung hat mir klar gemacht, dass der Einsatz lebender Tiere nur dann vertretbar ist, wenn er pädagogisch sinnvoll, rechtlich abgesichert und ökologisch verantwortbar ist.
Darüber hinaus hätte ich es noch spannend gefunden, wenn ihr die emotionale Dimension noch etwas stärker einbezogen hättet. Kinder begegnen Tieren ja nicht nur kognitiv, sondern auch mit unterschiedlichen Gefühlen wie Ekel, Faszination oder Empathie. Wenn Lehrkräfte diese Emotionen gezielt aufgreifen, kann meiner Meinung nach das Verständnis für Tierwohl und Verantwortung für die Tiere und die Umwelt noch tiefer verankert werden. Mich würde besonders interessieren, welche konkreten Methoden für den Unterricht passend sind, um die emotionale Seite der Begegnung mit Tieren stärker zu fördern. Wie können Lehrkräfte Gefühle wie Faszination, Ekel oder Empathie gezielt aufgreifen, um das Verständnis für Tierwohl und Verantwortung noch stärker zu verankern?
Zusammenfassend stimme ich euch aber voll zu. Der Einsatz lebender Tiere kann eine enorme Bereicherung sein, aber nur, wenn die klar gezogenen ethischen Grenzen eingehalten werden und das Tierwohl ständig berücksichtigt wird. Ich denke dann können wir es schaffen, dass Biologieunterricht nicht nur lehrreich und anschaulich, sondern auch zukunftsorientiert und verantwortungsvoll ist.
Liebe Grüße
Leonie
Liebe Leonie,
LöschenErstmal vielen Dank für deinen Kommentar und deine lobenden Worte über unseren Blog!
Es hat mich besonders gefreut, dass du am Anfang deine persönlichen Erfahrungen zu unserem Thema beschrieben hast. Auch ich hatte sehr gute Erfahrungen in der Vergangenheit mit lebenden Tieren im Unterricht, weshalb ich sehr motiviert war bei dem Blogbeitrag mitzuwirken, um im zukünftigen Lehrerberuf den Kindern ähnliche emotionale Erfahrungen zu ermöglichen.
Uns war es sehr wichtig zu betonen, dass durch den Einsatz von lebendigen Tieren nicht nur Fachwissen vermittelt wird, sondern wie du erwähnt hast auch ethische Aspekte wie Respekt oder Verantwortung fokussiert werden. Damit soll den Schülern ein ganzheitlicher Zugang zu den Tieren mit ihren individuellen Bedürfnissen wie bei dem Positivbeispiel ermöglicht werden. Die von dir angesprochene emotionale Dimension war bei dem Erarbeiten des Blogbeitrags immer wieder in Diskussion und hätte auch meiner Meinung nach auf jeden Fall einen Platz verdient. Zu deiner spannenden Frage wie Lehrkräfte die Gefühlslagen aufgreifen können, wird in dem Tierschutzabschnitt kurz erwähnt, dass die Lehrkraft im Vorfeld einen geschützten Raum etablieren könnte, indem Gefühle (Faszination, Ekel, Angst) akzeptiert und besprochen werden, damit die Schüler Sicherheit und Mut für den Umgang mit dem Tier und dessen Tierwohl entwickeln.
Liebe Grüße :)
Levin
Hallo ihr vier!
AntwortenLöschenEuer Blogbeitragsthema hat mich sofort angesprochen und ich war sehr gespannt diesen zu lesen. Direkt positiv aufgefallen ist mir eure Gliederung. Auf den ersten Blick hatte diese alle wichtigen Themenbereiche abgedeckt und ist optimal angeordnet, was sich bei näherer Auseinandersetzung mit eurem Blog für mich auch bestätigt hat. Der Aufbau, sowie die Gestaltung erscheint mir klar strukturiert und optisch sehr stilvoll. Man merkt, dass ihr euch vielfältig und differenziert mit diesem wirklich wichtigen Thema beschäftigt habt und dass ihr euch viele Gedanken zu den einzelnen Themenbereichen gemacht habt. Durch die Einführung in euer gewähltes Thema habt ihr bereits aufgezeigt, weshalb man sich mit dem Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht beschäftigen sollte. Auch euer Blogguide Regen-Rudi hat mich direkt zu Beginn zum Schmunzeln gebracht und wurde meiner Meinung nach sehr sinnvoll eingesetzt und hat beim Lesen zum Nachdenken angeregt.
Die Auseinandersetzung mit dem Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht, spielt vermutlich früher oder später in jedem Alltag einer Lehrkraft eine Rolle. Ich stimme euch zu, dass es durchaus wichtig ist, den Schüler*innen einige Tiere in der Realität vorzustellen, um ihnen eine natürliche Beobachtung, ein reelles Lernen und tiefergreifendes Verständnis ermöglichen zu können. Von essenzieller Bedeutung ist dabei aber, wie von euch genannt, die artgerechte Haltung und das Wohlergehen der Tiere. Ihr habt mir eurem Blogbeitrag wichtige Hinweise und einige tolle Beispiele dafür gegeben, wie so ein Unterricht aussehen könnte, beziehungsweise welche Tiere dafür geeignet wären. Euer Beitrag bietet eine breite Auswahl an methodischen Zugängen, wie Stationenarbeit, Beobachtungsprotokolle, Bauprojekte (Insektenhotel) oder auch Langzeitbeobachtungen. Besonders gefallen haben mir dabei das Positiv- und Negativbeispiel, da mir zuvor persönlich, insbesondere am Beispiel des Grasfrosches, das ganze Ausmaß der negativen Konsequenzen nicht gänzlich bewusst war. Durch die klare Ablehnung von kritischen Praktiken wird eindeutig aufgezeigt, wie man es nicht machen sollte.
Zwei Fragen, die mir beim Lesen in den Kopf gekommen sind, würde ich gerne noch mit euch teilen. Wie würde man denn insbesondere die Haltung über mehrere Wochen organisieren, also in Bezug auf Pflege, Fütterung und Ferien und wie würdet ihr es handhaben, wenn Schüler*innen Angst oder Ekel gegenüber zum Beispiel Schnecken oder Regenwürmer empfinden. Gäbe es dann alternative Aufgaben oder ist dies für alle Schüler*innen gleichermaßen verpflichtend? Als kleinen Ergänzungsvorschlag/ -wunsch fände ich es hier sehr hilfreich, mögliche Tipps zum Umgang mit Herausforderungen wie beispielsweise Ekel oder auch Tiersterben an die Hand zu bekommen.
Vielen Dank für euren tollen Blogbeitrag!
Ganz liebe Grüße
Carmen 😊
Hallo liebe Carmen!
LöschenVielen Dank für deine lieben Worte, ich hab mich sehr über das positive Feedback gefreut! Schön, dass dir unsere Gliederung und auch unser kleiner Regen-Rudi gefallen haben.😊
Zu deinen Fragen: Für eine Haltung über mehrere Wochen hinweg, benötigt es eine gute und klare Organisation. Wichtig sind besonders deutliche Absprachen im Kollegium und gegebenenfalls auch mit den Eltern. Zum Teil arbeiten Schulen mit einem fest vorgelegten „Tierdienst“ in den Klassen, um die Arbeit aufzuteilen oder suchen sich für die Ferien Unterstützung. Zudem, sollte man zu Beginn prüfen, welche Tiere für solch eine Haltung, welche über einen längeren Zeitraum andauert, überhaupt geeignet sind und welche besser für eine kurze Dauer eingesetzt werden sollten.
Zum Thema Ekel und Angst, finde ich es super wichtig, dies ernst zu nehmen und keinen Schüler oder Schülerin zu etwas zu zwingen. Sie können auch gut durch Beobachtungsprotokolle, Zeichnungen oder Fotos aktiv teilnehmen ohne direkten Kontakt zu den Tieren haben zu müssen. Außerdem hilft oftmals eine langsame Annäherung, die Angst und den Enkel weniger werden zu lassen. Jedoch sollte es niemals verpflichtend sein, denn dies kann das komplette Gegenteil des eigentlich Lernziels auslösen.
Deine Anregung, Tipps zum Umgang mit Herausforderungen wie Eckel oder Tiersterben zu ergänzen, ist ein super! Das nehmen wir auf jeden Fall für das nächste Mal mit.
Vielen Dank für deine wertvollen Anregungen und liebe Grüße,
deine Annika:)
Liebe Annika und Sonja, lieber Ferdinand und Levin,
AntwortenLöscheneuer Blogbeitrag zum Einsatz lebendiger Tiere im Unterricht hat mir sehr gut gefallen. Besonders schön fand ich, dass ihr eine gute Balance zwischen allgemeinen Informationen und konkreten Praxisbeispielen geschaffen habt. Dadurch war der Text sehr abwechslungsreich und gleichzeitig inhaltlich klar nachvollziehbar, was aus meiner Sicht stark zum allgemeinen Verständnis beigetragen hat.
Besonders spannend fand ich eure Hinweise zur Entnahme einzelner Individuen aus ihrem natürlichen Lebensraum. Mir war nicht bewusst, dass selbst eine nur kurzzeitige oder geringfügige Entnahme so weitreichende Auswirkungen auf den ökologischen Kreislauf haben kann. Das zeigt sehr eindrücklich, wie sensibel und verantwortungsbewusst man bei diesem Thema vorgehen muss. Eure anschließende Darstellung von Tierarten, die sich besonders gut für den Unterricht eignen, war in diesem Zusammenhang sehr hilfreich. Ihr habt nicht nur mögliche Tiere aufgezählt, sondern diese auch gleich mit konkreten Unterrichtsansätzen und Ideen verbunden.
Vor allem die von euch dargestellten Positiv- und Negativbeispiele haben mir richtig gut gefallen. Diese haben die möglichen Konsequenzen beim Einsatz bestimmter Tiere im Unterricht sehr anschaulich gemacht. Dadurch konnte ich nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken besser einordnen. Toll war außerdem, dass ihr zuvor die nötigen Hintergrundinformationen und rechtlichen Vorgaben geklärt habt, sodass diese bei den Beispielen selber direkt ersichtlich geworden sind.
Euer Unterrichtsentwurf am Ende hat das Ganze dann wunderbar abgerundet, indem die vorherigen Inhalte anhand eines spezifischen Beispiels noch einmal auf den Punkt gebracht wurden. Gleichzeitig wurden damit direkte Inspirationen für eine konkrete Unterrichtsstunde geliefert.
Während des Lesens hat sich mir eine Frage gestellt, die ihr in eurem Beitrag bereits angeschnitten habt aber vielleicht noch konkreter beantworten könnt. Wie kann man mit Schülerinnen und Schülern umgehen, die Angst vor den Tieren haben oder sich aus anderen Gründen nicht mit ihnen beschäftigen möchten? Wäre es in diesem Fall sinnvoll, sie langsam und schrittweise an die Tiere heranzuführen, eventuell durch eine behutsame Konfrontation und folgende positive Erfahrungen? Oder könnte ein solcher Ansatz eher kontraproduktiv wirken und die Abneigung noch verstärken?
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr dazu eure Einschätzung oder vielleicht sogar eigene Erfahrungen teilt.
Liebe Grüße
Paula :)
Liebe Paula,
Löschenvielen Dank für dein ausführliches Feedback!
Bei der Arbeit mit Käfern oder Mehlwürmern ist Ekel oft unvermeidbar – besonders bei jüngeren Schülerinnen und Schülern.
Du hattest nach Erfahrungen gefragt: Meine kleine Schwester hat große Angst vor Spinnen, aber wenn ich eine in ein Glas sperre, fühlt sie sich nicht mehr gezwungen, panisch davonzurennen. Es empfiehlt sich stark, vor allem wenn Mehlkäfer primär beobachtet werden sollen, ein besonders ausbruchssicheres Gehege zu errichten.
Körperliche Distanz ist wichtig. Niemand soll gezwungen werden die Tiere anzufassen, oder sogar aus zu großer Nähe zu betrachten. Eine gewisse Distanz kann den Schülern ein Gefühl von Sicherheit geben, ein Näherkommen und genaueres Betrachten zu erzwingen erhöht Abscheu und ist Kontraproduktiv.
Positive Erfahrungen mit Mehlkäfern zu haben ist schwierig, aber ein Einsatz von Eiern statt Larven zu Beginn der Einheit führt immerhin behutsam an das Thema heran.
Die Schüler sind natürlich neugierig was daraus schlüpfen könnte, und Neugier ist ein eher positives Gefühl. So lassen sich auch ängstlichere Kinder überzeugen sich die Tiere zumindest einmal anzuschauen.
Und wenn all das nicht hilft… Karikaturen von Mehlkäfern mit Glubschaugen könnten hilfreich sein.
Liebe Grüße
-F
Hallo ihr 4,
AntwortenLöscheneuer Beitrag hat mir richtig gut gefallen! Besonders gelungen finde ich, dass ihr nicht nur die Vorteile vom Einsatz lebender Tiere im Unterricht zeigt, sondern auch ganz klar auf die Probleme und Grenzen eingeht. Gerade die ethischen Fragen und die rechtlichen Hinweise machen das Ganze praxisnah und man merkt sofort, dass ihr euch gewissenhaft mit dem Thema befasst habt.
Das Beispiel mit dem Grasfrosch fand ich sehr eindrücklich, es wird sofort klar, wie schnell man durch falsches Vorgehen Schaden anrichten kann. Im Gegensatz dazu zeigt das Mehlwurm-Beispiel total gut, wie man es besser machen kann indem man einfach, machbar und mit einer klaren Botschaft für die Schüler*innen arbeitet.
Auch euer Regenwurm-Unterrichtsentwurf ist super. Durch die Mischung aus Beobachten, Experiment und Reflexion entsteht ein Unterricht, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Spaß macht und gleichzeitig Bewusstsein für Tiere schafft. Genau so stelle ich mir lebendigen und verantwortungsvollen Biologieunterricht vor.
Alles in allem echt ein runder Beitrag der praxisnah, kritisch und trotzdem motivierend geschrieben ist. Man bekommt direkt Lust, sowas selbst auszuprobieren.
Viele Grüße Joscha
Hallo ihr Vier,
AntwortenLöschenzuerst möchte ich euch sagen, dass ihr ein super interessantes Thema ausgewählt habt und die Gestaltung euch wirklich gelungen ist! Schon das Vorwort eures Blogbeitrags hat mich gefesselt, da dass Thema im Lehrerdasein eine sehr große Rolle spielt. Zudem macht es nachvollziehbar, warum der Einsatz von lebenden Tieren einen besonderen Mehrwert im Biologieunterricht bietet. Ihr zeigt anschaulich, wie Motivation, Erkenntnisgewinnung und kritisches Denken durch Tierbegegnungen gefördert werden können.
Insgesamt überzeugt euer Blogbeitrag durch eine klare Struktur und die gelungene Verbindung von fachlichen, ethischen und didaktischen Aspekten. Besonders positiv finde ich, dass ihr nicht nur die Chancen des Einsatzes lebender Tiere im Unterricht aufzeigt, sondern auch Risiken, rechtliche Rahmenbedingungen und ethische Fragen mit einbezieht. Sehr spannend war für mich der Hinweis auf die rechtlichen Voraussetzungen, mit denen man sich als Lehrkraft unbedingt auseinandersetzen muss.
Eure Beispiele mit dem Negativbeispiel Grasfrosch und dem Positivbeispiel Mehlwurm haben mir besonders gut gefallen. Sie verbinden die zuvor erläuterten theoretischen Überlegungen mit der Praxis und machen das Thema dadurch sehr anschaulich. Gerade diesen Kontrast regt dazu an, über den eigenen Unterricht kritisch nachzudenken und zeigt eindrücklich, worauf es in der Planung ankommt.
Der ausgearbeitete Unterrichtsentwurf zum Regenwurm ist praxisnah und bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Input, eigenständiger Beobachtung, Experimenten und Reflexion. Besonders wertvoll finde ich, dass ihr die Schüler*innen für Verantwortung und Empathie im Umgang mit Tieren sensibilisiert. So geht es weit über die reine Wissensvermittlung hinaus. Der Biologieunterricht wird hier zu einem Raum für die Weiterbildung von Werten.
Beim Lesen habe ich mich gefragt, welche Rolle die Digitalisierung in eurem Fallbeispiel sein könnte. Könnten Alternativen wie Videos und/oder VR-Modellen eure Meinung nach einem echten Ersatz darstellen oder sind sie kein Vergleich zur direkten Begegnung mit lebenden Tieren?
Ganz liebe Grüße
Pia
Hallo liebe Pia,
Löschenvielen Dank für dein wertschätzendes und ausführliches Feedback! Es freut mich sehr, dass dich unser Beitrag fesseln konnte und du die Struktur sowie die Verbindung von fachlichen, ethischen und didaktischen Aspekten als gelungen empfindest. Besonders schön ist, dass dir unsere Beispiele mit dem Grasfrosch und dem Mehlwurm so gut gefallen haben und den Blick für unterschiedliche Perspektiven geöffnet haben.
Deine Anmerkungen zur Praxistauglichkeit des Unterrichtsentwurfs zum Regenwurm und zur Sensibilisierung der SuS im Umgang mit Tieren gefällt mir sehr. Es freut mich, dass du die Mischung aus Beobachtung, Experiment und Reflexion als abwechslungsreich und wertvoll ansiehst. Gerade die Förderung von Empathie und Verantwortung sehen wir als zentralen Bildungsaspekt, der über die reine Wissensvermittlung hinausgeht.
Zu deiner Frage zur Rolle der Digitalisierung, wir sehen in Videos und VR-Modellen tatsächlich eine große Chance, Lernprozesse zu unterstützen, vor allem dort, wo der direkte Einsatz von Tieren aus organisatorischen, rechtlichen oder ethischen Gründen nicht möglich ist. Solche Medien können helfen, komplexe Abläufe anschaulich zu machen oder Einblicke in Lebensräume zu geben, die im Klassenzimmer nicht darstellbar sind. Dennoch sind wir überzeugt, dass diese digitalen Alternativen nicht die gleichen Erfahrungen wie die direkte Begegnung mit einem Lebewesen bieten können. Gerade das Beobachten, Fühlen und Verantwortungsübernehmen im Umgang mit Tieren fördert auf einer emotionalen Ebene Motivation, Empathie und auch kritisches Nachdenken. Dinge, die ein Bildschirm nur eingeschränkt transportieren kann. Aus unserer Sicht sollte es daher kein „Entweder-oder“ sein, sondern vielmehr ein „Sowohl-als-auch“: digitale Medien als wertvolle Ergänzung, die lebendige Begegnung aber auch wo möglich, als zentrales Element.
Nochmals vielen Dank für deine tollen Anmerkungen und herzliche Grüße
Sonja
Liebe Sonja und Annika, lieber Levin und Ferdinand,
AntwortenLöschenwow, was für ein toller Blogbeitrag! Nicht nur, dass ihr ein interessantes und für unseren späteren Lehrerberuf praktisch anwendbares Thema gewählt habt, auch eure Gestaltung und Aufarbeitung des Blogs finde ich durchweg gelungen. Der Text lässt sich sehr flüssig lesen und die verwendete Sprache ist verständlich, angemessen und sehr gut formuliert. Das Thema habt ihr sehr gut aufgearbeitet und schließlich wieder in einer geeigneten Weise für den Blog komprimiert. Dies zeugt von einer guten thematischen Auseinandersetzung. Auch die vielschichtige und gut aufeinander aufbauende Betrachtung von lebenden Tieren im Unterricht hat mich beeindruckt.
Gerade das erste Kapitel (pädagogische Ziele und Chancen; Kompetenzen; Erkenntnisgewinnung) hat mir nochmal deutlich den großen Mehrwert einer sinnvollen und gut überdachten Einbindung lebender Tiere im Unterricht gezeigt. Auch wenn es als Lehrkraft womöglich mehr Aufwand bedeutet, ist es diesen durchaus wert. Gerade die Förderung des wissenschaftlichen Arbeitens ist von großer Bedeutung, da heutzutage dieses immer weniger an Schulen richtig beigebracht wird.
Zudem finde ich es sehr wichtig, dass ihr den Aspekt des Tierschutz’ angesprochen habt. Toll ist ebenfalls die Tabelle auf Seite 11, welche einen kurzen Überblick über mögliche Tiere und deren didaktischen Mehrwert gibt. Gerade den Teichmolch finde ich sehr spannend und würde ich gerne nochmal mehr unter die Lupe nehmen.
Auch euer negativ-Beispiel ist Gold wert. Es hat mir stark verdeutlicht, auf was zu achten ist und wie man mit seinem eigenen Verhalten als Lehrkraft das Denken und die Einstellungen der Schülerinnen und Schüler (SuS) zur Natur und ihrer Bedeutung beeinflussen kann.
Spannend fände ich noch zu wissen, ob es Studien dazu gibt, ob bestimmte Tiere besser bei den SuS ankommen als andere.
Beim Lesen eures Artikels habe ich mich gefragt, warum in der Realität die Einbindung von lebenden Tieren in den Unterricht – soweit ich es mitbekomme – so selten geschieht. Nicht nur, dass lebende Tiere durch die erweckte Neugier oftmals einen besonderen Lerneffekt mit sich bringen, die Übertragung von Verantwortung fördert einige Fähigkeiten bei SuS und kann ihnen die Chance geben, zudem einen neuen Bezug zu sich selbst herzustellen. Dies ist gerade in Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren von großer Bedeutung.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass der Einsatz von lebenden Tieren im Biologieunterricht eine geeignete Grundlage für fächerübergreifenden Unterricht bildet. Die ethischen und moralischen Fragen lassen sich beispielsweise gut im Religions- und Ethikunterricht behandeln, die Kinder können Texte in Deutsch über ihre Beobachtungen schreiben oder „Gedankenprotokolle“ als auch Beschreibungen über ihr Tier verfassen und im Fach Geographie ließe sich die unbelebte natürliche Umgebung der Tiere thematisieren.
Wie ihr wahrscheinlich merkt, bin ich ein großer Fan von eurem Thema.
Liebe Grüße
Sofia
Hallo liebe Sofia,
Löschenvielen Dank für dein so ausführliches Feedback! Es freut mich sehr, dass dir sowohl die Sprache und Struktur unseres Blogs als auch die fachliche Aufbereitung gefallen haben. Besonders schön ist, dass du den Mehrwert der lebenden Tiere im Unterricht, gerade in Bezug auf Motivation, Erkenntnisgewinn und die Förderung wissenschaftlichen Arbeitens, so deutlich hervorhebst. Genau das war uns in der Ausarbeitung besonders wichtig.
Du sprichst die Frage an, warum in der Realität die Einbindung lebender Tiere im Unterricht eher selten vorkommt. Tatsächlich liegt das häufig an organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die es Lehrkräften erschwert, lebende Tiere über einen längeren Zeitraum in den Unterricht einzubeziehen. Hinzu kommt der zusätzliche Zeitaufwand für Haltung und Pflege. Dennoch sehen wir großes Potenzial, zumindest punktuell Begegnungen mit Tieren zu ermöglichen, sei es durch kurzzeitige Projekte, Exkursionen oder Kooperationen mit Einrichtungen, die Tiere ohnehin betreuen. So kann der Zugang erleichtert werden, ohne dass die gesamte Verantwortung bei den Lehrkräften liegt.
Auch deine Neugier, ob es Studien zur Akzeptanz bestimmter Tiere gibt, ist sehr berechtigt. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass Tiere wie Regenwürmer oder Insekten von vielen Schülerinnen zunächst mit Ekel verbunden werden, während Säugetiere wie Kaninchen, … deutlich positiver wahrgenommen werden. Gerade deshalb sehen wir den didaktischen Wert auch in der bewussten Auseinandersetzung mit „unbeliebten“ Tieren. Hier können Schülerinnen lernen, Vorurteile zu hinterfragen, Empathie zu entwickeln und die Bedeutung jedes Lebewesens im Ökosystem zu erkennen.
Besonders spannend finden ich auch deinen Gedanken zur fächerübergreifenden Arbeit. Du hast vollkommen recht, Themen wie Verantwortung, Moral und Naturverständnis lassen sich hervorragend in Fächern wie Religion/Ethik einbetten. Gleichzeitig bietet der Deutschunterricht Möglichkeiten, Beobachtungen in Form von Protokollen oder Gedankentagebüchern zu reflektieren, und auch Geographie kann die Lebensräume und ökologischen Zusammenhänge stärker in den Blick nehmen. Genau durch diese Verknüpfungen kann ein noch tieferes Verständnis entstehen, das über die Biologie hinausgeht.
Vielen Dank für deine Ausführliche Rückmeldung zu unserem Blogbeitrag
Ganz liebe Grüße Sonja
Hallo zusammen 😊,
AntwortenLöschenvielen Dank für euren so spannenden Blog zum Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht.
Der Beitrag zeichnet sich durch eine klare Struktur und schöne Gestaltung aus. Positiv hervorzuheben ist zudem die Betonung der unterschiedlichen Kompetenzen und pädagogischen Ziele.
Sehr gut gefallen hat mir die Betrachtung der ethischen und rechtlichen Perspektive. Durch die Inklusion verschiedener Gesetzeslagen und Vorstellungen, wie beispielsweise dem Speziesismus, ergibt sich eine differenzierte Darstellung. Ich habe mir hierbei überlegt, ob diese Diskussion nicht auch durch einen interdisziplinären Ansatz in Kooperation mit dem Fach Ethik behandelt werden könnte.
Die Liste von geeigneten Tieren im Unterricht erlaubt angehenden Lehrkräften einen ersten guten Überblick. Vor allem das Negativ- und das Positivbeispiel verdeutlichen, wie man die davor behandelte Theorie bei der Gestaltung seines Unterrichts miteinbeziehen sollte.
Besonders wertvoll war für mich das praxisnahe Beispiel in Form eines Unterrichtsentwurfs. Hier wurde ausführlich aufgezeigt, wie ein ethisch korrekter Einsatz möglich ist. Gleichzeitig werden wichtige Kompetenzen wie beispielsweise die des wissenschaftlichen Arbeitens durch Beobachten und Protokollieren eintrainiert. An dieser Stelle hätte ich mir die Bereitstellung des angesprochenen Arbeitsblatts (S. 16) gewünscht. Damit hätten die Lesenden den Unterrichtsvorgang noch besser nachvollziehen können.
Im Nachgang stellt sich mir die Frage, in welchem Maß die Schülerperspektive bei der Unterrichtsgestaltung berücksichtigt werden sollte. Relevant finde ich dabei den Umgang mit Lernenden, die Ängste, Ekel, Scham oder sogar Phobien gegenüber bestimmten Tieren aufweisen. Wie kann man als Lehrkraft sensibel darauf reagieren und gleichzeitig Wege finden, Hemmschwellen abzubauen? Denkbar wäre für mich beispielsweise eine Kombination des Arbeitens mit Lebewesen mit dem Einsatz von interaktiven 3D-Modellen. Gerade für Schüler*innen, die solche Berührungsängste mitbringen, könnte dies eine sinnvolle Ergänzung sein. Mich würden eure Gedanken dazu interessieren.
Als kleiner Optimierungsvorschlag würde ich eine abschließende Schlussbemerkung in Form eines Fazits empfehlen, die den gesamten Blog noch einmal aufgreift und abrundet.
Insgesamt hat mir der Beitrag gezeigt, dass die Verwendung von lebenden Tieren im Unterricht ein großes pädagogisches Potenzial aufweist. Es steigert die Motivation, ist ein Türöffner für biologische Erkenntnisprozesse und fördert gleichzeitig die Empathie und das Verantwortungsbewusstsein der Schüler*innen. Dieses Potenzial kann allerdings nur durch eine ausreichende rechtlich-ethische Reflexion entfaltet werden. Ohne dies besteht die Gefahr, dass Tiere als Werkzeuge und nicht als Mitgeschöpfe angesehen werden.
Vielen Dank also für euren so wichtigen Beitrag!
Liebe Grüße
Emily 😊
Hallo zusammen,
AntwortenLöschenVielen Dank für diesen tollen Blogbeitrag, der sehr interessant zu lesen und wirklich schön gestaltet ist. Ich finde das Thema sehr spannend und die Umsetzung ist euch richtig gut gelungen.
Am Anfang erläutert ihr, warum der Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht sinnvoll sein kann und auf welche Weisen Schüler*innen davon profitieren können. Diesen Einstieg finde ich toll, da es nochmal bewusst macht, wie viele Vorteile es mit sich bringen kann, Tiere im Unterricht einzubinden, wenn es gut umgesetzt ist. Ihr macht wirklich sehr deutlich, wie viele Chancen das mit sich bringt und welche Kompetenzen von Schüler*innen dadurch erworben werden können.
Eure Ausführung zu geeigneten didaktischen Methoden war für mich besonders interessant zu lesen. Die Idee, Tiere direkt in der Natur zu beobachten, finde ich sehr gut. Bei dem Thema Tiere im Unterricht denkt man schnell an Tiere im Klassenzimmer und kann dabei leicht vergessen, mit den Schüler*innen Tiere draußen in ihrem natürlichen Lebensraum zu entdecken. Ein wirklich guter Gedanke, der mir sicherlich im Kopf bleiben wird.
Eines meiner Highlights eures Blogbeitrags ist der Abschnitt zum Thema ethische Fragen. Mithilfe der Grafik und den Denkanstößen gelingt es euch richtig gut, auf den Punkt zu bringen wo Probleme sind oder sein könnten, wenn lebende Tiere im Unterricht eingesetzt werden. Die darauf folgende Erläuterung zum Tierschutz macht dann nochmal konkreter, welche rechtlichen Vorgaben zu beachten sind. Hier empfinde ich es als einen besonders wertvollen Gedanken, sich gemeinsam mit Schüler*innen auf den Einsatz von lebenden Tieren vorzubereiten. Davon profitieren nämlich sowohl die Schüler*innen als auch die Lehrkraft und alle wissen Bescheid, worauf man achten muss.
Zum Schluss stellt ihr durch eure beiden Beispiele und den Unterrichtsentwurf einen guten Bezug zur Praxis her. Dabei wird sehr deutlich, auch durch das Negativbeispiel Grasfrosch, was gute Ideen sind und was man auf keinen Fall tun sollte. Durch diese konkreten Beispiele und Umsetzungsmöglichkeiten wird das Thema nochmal greifbarer.
Eine kleine Frage bzw. eher ein Denkanstoß, der mir beim Lesen durch den Kopf gegangen ist und zu dem mich eure Meinung interessiert: Was haltet ihr davon, das Einbinden von lebenden Tieren auch fächerübergreifend zu gestalten? Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass man etische Fragestellungen auch im Religions- / Ethikunterricht gut behandeln könnte oder im Deutschunterricht, gerade in höheren Klassen gut darüber debattieren könnte.
Insgesamt finde ich euren Blogbeitrag eine runde Sache mit schön viel Praxisbezug. Es ist euch wirklich sehr gut gelungen, auch die Gefahren und mögliche Problemstellen des Einsatzes von lebenden Tieren im Unterricht aufzuzeigen, ohne dabei zu sehr Angst zu machen und abzuschrecken. Ich bekomme richtig Lust, eure Vorschläge umzusetzen und zu versuchen, eine positive Erfahrung für alle Beteiligten zu ermöglichen.
Liebe Grüße
Kathrin