
Liebe Leserinnen und Leser,
Wir haben uns in diesem Blogbeirag mit der Frage befasst, wie man den Biologieunterricht kreativ und interessant gestalten kann. Wir sind dabei auf den Bilungsplan, auf verschiedene Unterrichtsmethoden und auch auf Unterricht im Freien eingegangen, und haben versucht Alltagsbezüge herzustellen.
Wir hoffen ihr langweilt euch nicht so, wie manche Schüler*innen im Unterricht!
Viel Spaß beim Durchlesen und Kommentieren.
Hier gelangt ihr zu unserem Blogbeitrag:
https://drive.google.com/file/d/1fOyHUTKnJAudqbmfqKqmH-ZgzrEatXYT/view?usp=sharing
Melike und Lara
Liebes Blogger-Team,
AntwortenLöschenDer Titel eures Blogbeitrages hat mein Interesse geweckt, da man aus Schüler*innen Sicht oft hört, wie langweilig Unterricht denn sei. Vor allem im Biologieunterricht gingen die Meinungen während meiner Schulzeit stark auseinander. Es gab ein paar wenige Schüler*innen, denen das Fach total gefallen hat, der Großteil der Schüler*innen, konnte jedoch überhaupt nichts mit den Themen und wie diese aufbereitet wurden anfangen. Euer Einstieg mit dem Fallbeispiel fand ich sehr gelungen, da man sich so direkt in die Schüler*innen-Perspektive hineinversetzen konnte. Ebenso haben mir die Fragen unter den einzelnen Unterpunkten gefallen. Dadurch konnte man das eben gelesene nochmals reflektieren und vertiefen und das Ganze auch auf seine eigene Schullaufbahn zurückbeziehen. Da ich Sonderpädagogik studiere habe ich mich bisher wenig mit dem Bildungsplan des Gymnasiums beschäftigt und konnte durch euren Beitrag viel neues lesen.
Nun würde ich gerne noch auf zwei Fragen aus eurem Beitrag näher eingehen.
Wusstet ihr als Schüler*in, was in dem Bildungsplan steht?
Die Lehrer*innen haben während meiner Schulzeit auf die Frage wieso wir ein bestimmtes Thema behandeln oft das Argument genannt, dass es eben im Bildungsplan steht. Damit konnten wir als Klasse jedoch nicht viel anfangen. Genau angeschaut haben wir diesen dann in der Oberstufe, weil die Lehrerin es als wichtig empfand uns zu erklären, wieso sie ihren Unterricht so aufbaut wie sie ihn aufgebaut hat. Nach ihrer Erklärung hat das meiste dann auch Sinn ergeben.
Kennt ihr einige dieser Methodenwerkzeuge aus eurer Schulzeit? Wie war eure Erfahrung damit?
Eure Methodenauswahl hat mir sehr gut gefallen und ich habe einige davon aus meiner eigenen Schulzeit wiedererkannt. Sowohl aus der Mittelstufe als auch aus der Oberstufe. Zu meinen Erfahrungen kann ich sagen, dass der Unterricht durch die Methodenauswahl gut vorbereitet gewirkt hat und sehr abwechslungsreich war. In der Mittelstufe wurden diese auch mit großem Interesse von den Schüler*innen entgegengenommen und mit viel Freude bearbeitet. In der Oberstufe hat die Motivation dann etwas nachgelassen, da ein Überangebot an verschiedenen Methoden herrschte. Ich denke das liegt auch am Alter, dass man nicht in jeder Stunde Lust hat etwas auszuschneiden und aufzukleben oder verschiedene Lernspiele zu spielen. Hin und wieder ist das gut und auflockernd aber vor allem in der Oberstufe sollte man dies meiner Meinung nach nicht übertreiben.
Zum Unterricht im Freien möchte ich noch sagen, dass ich dies eine sehr gute Alternative finde, um den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten. Auch das Herstellen von Alltags Bezügen finde ich sinnvoll um das Interesse der Schüler*innen zu wecken.
Vielen Dank für euren interessanten Beitrag!
Liebe Grüße
Leoni
Liebe Leoni,
Löschenvielen Dank für deinen sehr ausführlichen und interessanten Kommentar zu unserem Blogbeitrag.
Zunächst freuen wir uns, dass wir dein Interesse wecken konnten und du auch etwas mehr über den Bildungsplan lernen konntest, wenn er bei dir in dem Studium nicht behandelt wird. Genau das war auch unsere Intention bei der Wahl des Themas. Wir finden, dass man als Schüler*innen deutlich mehr offengelegt bekommen sollte, was der Bildungsplan beinhaltet und warum die Unterrichtsstunden genau in dieser Reihenfolge unterrichtet werden. Dadurch, denken wir, gelingt es den Schüler*innen leichter die Inhalte zu behalten und vor allem zu verknüpfen! Du hast ja auch angesprochen, dass ihr in der Oberstufe darüber informiert wurdet und dir dadurch eben auch einiges leichter gefallen ist.
Auch vielen Dank, dass du ein paar unserer Fragen beantwortet hast. Das war von uns auch als ein kleiner Denkanstoß gedacht, um nochmals seine Schulzeit Revue passieren zu lassen.
Es ist auch sehr interessant, dass du in deiner Schulzeit Lehrer*innen hattest, die viele verschiedene Methoden im Unterricht nutzten. Ich stimme dir bei dem Punkt der Überforderung auch zu. Es kann in der Unterstufe auch zu viel für die Kinder sein, wenn man viele verschiedene Methoden nutzt, die teils auch aufwendiger sind (dein Bsp. Ausschneiden).
Als letztes will ich nun noch auf den Außenunterricht eingehen. Wir dachten auch, dass es eine gute Möglichkeit ist, mal ein wenig Abwechslung reinzubringen, um die Konzentration zu steigern und mehr Interesse zu wecken. Freut mich, dass du das genauso siehst und auch für sinnvoll empfindest.
Vielen Dank für dein Kommentar!
Liebe Grüße,
Lara
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenLiebes Blogger-Team,
AntwortenLöschenvielen Dank für eure vielen Denkanstöße in eurem Blogbeitrag, in Form von anregenden Fragen.
Großes Lob an euch für den spannenden Blogbeitrag, der DAS wichtige Thema für uns zukünftige Lehrer*innen aufgreift und behandelt! Im (Biologie) - Unterricht kommt es nämlich nicht nur darauf an, den SuS Fachwissen zu übermitteln, sondern um vieles mehr. Damit SuS von diesem Fachwissen aber auch von anderen Kompetenzen (prozessbezogene Kompetenzen) profitieren können, bedarf es einer korrekten und vielfältigen Auswahl an Methoden. Je nach dem Einsatz von Methoden, sind die SuS mehr oder weniger motiviert und interessiert. Aus diesem Grund sind meiner Meinung nach vor allem Alltagsbezüge essenziell für einen gelingenden Biologieunterricht. Ich kann selbst aus eigener Erfahrung sagen, dass der Biologieunterricht leider sehr wenig alltagsbezogen ist und lediglich auf das zu übermittelnde Wissen beschränkt ist. Ich habe erst nach meiner Schulzeit das Interesse für das Fach Biologie entdeckt, obwohl ich es 8 Jahre bereits als Fach hatte. Gerade im Fach Biologie gibt es vielfältige Möglichkeiten, den Unterricht entsprechend zu gestalten. Warum gelingt es vielen Lehrer*innen nicht, ihre SuS für ihr Fach zu motivieren?
Ich habe in meiner Schulzeit relativ viele verschiedene Erfahrungen mit Methodenwerkzeugen sammeln können. Zum einen haben wir bei jedem Thema mit einem Begriffsnetz gearbeitet. Jeder Schüler/ jede Schülerin erstellte zum Abschluss eines großen Themas eigenständig ein Begriffsnetz, welche alle zusammen in einem gesonderten Ordner gesammelt wurden. Am Ende des Schuljahres hatte man dann eine Zusammenstellung/-fassung von allen Themen. Dieses Methodenwerkzeug hat mir und der Mehrheit der Klasse sehr gut geholfen, vor allem bei der Vorbereitung auf die jeweiligen Klassenarbeiten. Zum anderen musste ich jedoch auch einige negative Erfahrungen sammeln. Bei vielen unseren Lehrerinnen und Lehrer war das sogenannte „Gruppenpuzzle“ beliebt. Das Arbeiten in zuerst Stammgruppen, anschließend in Expertengruppen und das Zusammentragen wieder in den Stammgruppen war weniger erfolgreich bei uns. Das Problem bei dieser Methode war, dass man sich immer auf das Ergebnis der anderen Gruppenmitglieder einlassen musste. Aufgrund der langen Bearbeitungszeit, war auch die Motivation am Ende bei den Vorstellungen relativ gering. Wir SuS hatten meist gar kein Interesse mehr an den anderen Themen, wodurch der Lernzuwachs gering war und das eigentliche Ziel nicht erreicht wurden konnte.
Der Unterricht im Freien finde ich auch eine sehr gute Idee, um vom „langweiligen Biologieunterricht“ weg zu kommen. Darüber hinaus fände ich es auch wichtig, fächerübergreifende Projekte in den Schulalltag einzubringen. Gerade Bauprojekte können Fächer wie Biologie, Wirtschaft, Physik, Chemie, Geschichte, Mathematik, Deutsch verbinden. Dies könnte im Rahmen von Projektwochen stattfinden und die SuS zum Bewegen und Handeln anregen.
Liebe Grüße
Sophia
Liebe Sophia,
Löschenvielen Dank für deinen spannenden Kommentar und die anregende Kritik. Ich finde es sehr interessant/traurig, dass du selbst erst nach deiner Schulzeit Interesse für das Fach Biologie entwickelt hast und es jetzt sogar studierst. Es wäre ja eigentlich der Optimalfall, dass man durch eine Lehrkraft angeregt wird, das Fach studieren zu wollen, weil man es spannend und interessant vermittelt bekommt. Aber genau aus dem Grund haben wir uns ja (wie du auch erwähnst) mit diesem wichtigen Thema auseinandergesetzt. Es ist total wichtig verschiedene Methoden zu wählen und den Schüler*innen zu vermitteln, warum das Fach Biologie so essenziell ist. Da stimme ich dir auch total zu, dass Alltagsbezüge dabei eine entscheidende Rolle spielen. Dadurch wird für die Schüler*innen transparent gemacht, wofür die Inhalte des Faches überhaupt relevant sind (auch später außerhalb der Schule).
Ich finde es auch sehr spannend, dass du dich selbst noch erinnern kannst, dass deine Lehrer*innen viel mit Begriffsnetzen gearbeitet haben. Das wurde zum Beispiel in meiner Schulzeit nie benutzt. Ich finde es aber auch sehr sinnvoll in Bezug auf Klassenarbeitsvorbereitung und auch im Hinblick auf die folgenden Schuljahre. Man kann als Schüler*in auch anfangs des Schuljahres nochmals nachschauen, was im letzten Jahr behandelt wurde. Dadurch entsteht auch ein zusammenhängendes Verständnis für den Stoff des folgenden Jahres.
Das Gruppenpuzzle ist auch eine interessante Methode. Ich verstehe deine Kritikpunkte, dass es teilweise schwer war mit anderen Gruppenergebnissen zu arbeiten und auch, dass die Motivation verloren ging. Das Gruppenpuzzle ist aber auch genau deswegen eine sehr schöne Methode, um das Arbeiten mit Menschen zu erleneren. Im späteren Berufsleben müssen die Schüler*innen auch immer/meistens im Team arbeiten und müssen lernen sich auf die Ergebnisse des jeweils anderen verlassen zu können. Dabei ist es auch eine wichtige Aufgabe, dass die richtige Kommunikation erlernt wird und man sich gegenseitig korrigieren/inspirieren kann. Ich denke das Problem bei der Motivation könnte bei dir auch die Gruppenwahl gewesen sein. Es ist zum Beispiel sinnvoll, wenn der Lehrer gleich starke Gruppen einteilt und man nicht immer mit denselben Personen zusammenarbeitet. Außerdem müsste man dann eventuell zusätzlich den Prozess beschleunigen.
Deine Vorschläge für den fächerübergreifenden Unterricht finde ich sehr gut! Auch, dass man dies mit Projektwochen koppelt ist ein spannender Punkt. Dabei lernen die Schüler*innen sich auch untereinander nochmals besser kennen, da es ja vor allem in der Unterstufe wenig Austausch in der Stufe gibt.
Vielen Dank für deinen Kommentar.
Liebe Grüße,
Lara
Hallo Melike und Lara.
AntwortenLöschenLangweiliger Unterricht kennt wohl jeder, aber weil auch jeder zukünftige Lehrer oder zukünftige Lehrerin den Anspruch hat (oder sollte) selbst keinen langweiligen Unterricht zu halten, finde ich euren Blogbeitrag sehr wichtig.
Euer Blogbeitrag ließ sich überraschend entspannt lesen, obwohl der Bildungsplan ja doch, wie ihr schon sagt, ziemlich abschreckend wirkt. Auch die Umsetzung in der Schule habt ihr schlüssig dargestellt. Nur der Unterpunkt „der große Preis“ war etwas unklar.
Völlig begeistert bin ich von eurem Abschlusssatz zum Thema Buchverfilmung. Das hat die ganze Thematik auf den Punkt getroffen und besser könnte man es nicht ausdrücken.
Zuletzt möchte ich auf 3 eurer Fragen eingehen.
Nein, ich wusste als Schülerin nicht, dass der Bildungsplan existiert. Das es aber überaus wichtig ist, den Schüler*innen diesen zu zeigen, merkte ich bei meiner kleinen Schwester. Ich hatte ihr (den Grund weiß ich schon garnicht mehr) den Bildungsplan für Chemie ausgedruckt. Kurz drauf stürzte sie in mein Zimmer und rief „Jetzt macht alles mal Sinn!“ und bat mich darum alle Fächer für sie auszudrucken.
Auch die Kooperation von Fächer halte ich für unglaublich wichtig. Hier werden Zusammenhänge erschlossen, die vielen Schüler*innen garnicht direkt bewusst sind. Leider habe ich kein Beispiel aus Biologie, möchte euch aber gerne von einem aus Mathe und Kunst erzählen. Meine 2 Nachhilfeschülerinnen (8. Klasse) hatten riesige Probleme mit den Strahlensätzen, irgendwann fragte ich sie ob die beiden eigentlich gut im Fluchtpunktzeichen sind. Beide waren völlig begeistert und meinten sie seien extrem gut darin. Daraufhin erklärte ich den beiden wie Fluchtpunktzeichnen und Strahlensätze eigentlich zusammenhängen. Und urplötzlich zeigten die beiden Interesse und verstanden die zuvor so unverständlichen Strahlensätze.
Und nun noch eine Frage an euch. Anhand Eiters Blogbeitrages gehe ich davon aus, dass ihr auf Gymnasiallehramt an der Universität studiert. Ich (als PH-Studentin) würde eure Frage „Findet ihr, dass was wir an der Universität lernen, hat etwas mit Praxis zu tun?“ auf jeden Fall mit „Ja“ beantworten. Wir seht ihr das, an eurer Hochschule?
Liebe Grüße
Angi
Liebe Angi,
Löschenvielen Dank für deinen Kommentar, der mich tatsächlich auf eine sehr gute Idee gebracht hat. Ich werde meinem kleinen Bruder auch mal den Bildungsplan zeigen und hoffen, dass er genauso wie deine kleine Schwester eine Erleuchtung bekommt. Anhand deines Beispiels sieht man wie wichtig es ist den Schüler*innen den Bildungsplan offen zu legen.
Ich stimme dir zu, dass die Kooperation von Fächern unglaublich wichtig ist, was man an deinem persönlichen Beispiel sehr gut erkennen konnte. Aus Erfahrung mit meinen eigenen Nachhilfeschülern weiß ich, dass viele Schüler*innen sich leider meist als einen hoffnungslosen Fall ansehen, wenn es um gewisse Fächer geht (vor allem Mathe). Wenn man an Interessen der Schüler*innen anknüpft, kann man durchaus ein motivierteres und vereinfachteres Lernen ermöglichen.
Kurz noch zu den Unklarheiten bezüglich „der große Preis“: Es gibt ein Spielbrett, dass aus 4 Spalten und 6 Zeilen besteht. In der 1. Zeile stehen die verschiedenen Themen, die in diesem Spiel behandelt werden. In den nachfolgenden Zeilen sind die Punkte eingetragen, die man bei der richtigen Beantwortung der Fragen erhält. Je nachdem, wie schwer die Frage ist, erhält man auch mehr Punkte. Die Klasse wird in zwei Mannschaften unterteilt, die dann gegeneinander spielen. Ein Beispiel, wie das Spiel aussehen kann (mit Fragen, Punkten, etc.) findest du unter diesem Link: http://www.stäudel.de/2013_Kassel_MW/Handreichung%20Methoden%20SINUS%20Berlin.pdf Dort findest du auch viele weitere Methodenwerkzeuge, um den Unterricht kreativer zu gestalten.
Und ja du hast Recht, Lara und ich studieren beide auf Gymnasiallehramt. Leider ist der bildungswissenschaftliche Anteil an der Universität nicht so hoch, wie der an einer Hochschule. Jedoch sehen wir viele Verknüpfungen zwischen unserem Biologiestudium und der Schulpraxis, vor allem hat uns das Modul „Fachdidaktik“ hierbei noch mehr geholfen! Diese Verknüpfungen sehe ich leider noch nicht in meinem Zweitfach Englisch, wobei ich hoffe, dass sich dies ändert, nachdem ich auch dazu die Fachdidaktik Kurse belegt habe.
Nochmals vielen Dank fürs Kommentieren und liebe Grüße
Melike
*Anhand eures Blogbeitrags :D
AntwortenLöschenHallo Liebes Blogger-Team,
AntwortenLöschenvielen Dank, dass ihr euch für dieses spannende Thema entschieden habt. Viele Schüler*innen betrachten den Biologieunterricht als Nebensache oder sogar als langweilig. Aber das muss wirklich nicht sein, wenn man sich als Lehrer*in im eigenen Fachgebiet gut auskennt, sich engagiert und den Bildungsplan mitberücksichtigt. Wie ihr schon beschrieben habt, sollte der Bildungsplan als Orientierungsmittel genutzt werden. Wenn ich mir euren Blogbeitrag durchlese, dann merke auch ich, dass mir vieles aus dem Bildungsplan nicht bekannt war. Die Leitperspektiven und deren Aufgaben, waren mir nur teilweise bekannt, deshalb bin ich euch dankbar, dass ihr diese aufgezählt und beschrieben habt. Ich möchte gerne auf einer eurer Fragen eingehen („Findet ihr die Kooperation von Fächern sinnvoll?“): Ja ich finde sie durchaus sinnvoll, allerdings nur, wenn sie freiwillig geschieht beziehungsweise, wenn sich die Lehrkräfte in den anderen Fachbereichen ebenfalls gut auskennen. Was meint ihr dazu? Auch möchte ich gerne auf eure nächsten zwei Fragen eingehen, da sie mich persönlich am meisten ansprechen („Findet ihr, dass was wir an der Universität lernen, hat etwas mit Praxis zu tun?“ und „Befürchtet ihr, dass ihr im Referendariat überfordert sein werdet die gelernte Theorie in der Praxis anwenden zu können?“): Ich habe das Gefühl, dass auch in der Universität vieles nur oberflächlich behandelt wird, so auch in den Schulen. Ich denke, dass die Zeit oftmals das Problem ist. In meinem OEP Praktikum gab es Biologieunterricht oft als Einzelstunde. Allein schon die Vorbereitung für das Mikroskopieren und das Aufräumen am Ende hat ewig lange gedauert, vor allem bei den Fünft- und Sechstklässlern. Für den Rest blieb daher nicht mehr viel Zeit. Außerdem finde ich, dass in der Universität fast ausschließlich theoretisch gelehrt wird. Leider ist es in den Schulen auch nicht viel anders. Zumindest war das in meiner Schulzeit so. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich würde mir zukünftig wünschen, dass mehr praktisches im Unterricht gelehrt wird. Daher finde ich eure Idee „Unterricht im Freien“ super. Die Schüler*innen kommen auch mal aus dem langweiligen Schulalltag raus und kommen ebenso in Bewegung. Praktisch lässt es sich meistens einfach besser lernen, weil es Spaß macht.
Mir hat es Spaß gemacht euren Blogbeitrag durchzulesen, da ich mich als Leserin, durch eure Fragen, persönlich angesprochen gefühlt habe.
Liebe Grüße
Silvana Yousif
Liebe Silvana,
Löschenvielen lieben Dank für deinen Kommentar, mich freut es wirklich sehr, dass du an unserem Blogbeitrag Gefallen gefunden hast. Genau das war unsere Intention, euch den Bildungsplan und dessen Leitperspektiven näherzubringen. So ergibt das Unterrichten auch viel mehr Sinn.
Ich sehe es genauso wie du, dass die Kooperation von Fächern durchaus wichtig ist. Wie bereits von dir erklärt, müssen es natürlich sinnvolle Kooperationen sein, so dass man von beiden Schulfächern etwas lernen kann.
Ebenfalls stimme ich dir zu, dass die Zeit oftmals im Unterricht fehlt. Vor allem weil Biologie so viele Möglichkeiten bietet den Unterricht spannend und kreativ zu gestalten. Daher wollten wir mit unserem Blogbeitrag zeigen, dass man trotz viel Theorie und wenig Zeit den Unterricht für die Schüler*innen attraktiver machen kann. Aber natürlich sind die Möglichkeiten bei 45 Minuten immer begrenzt, vor allem bei größeren Projekten wie das Mikroskopieren.
Während meiner Schulzeit, war es etwas anders als bei dir, zumindest der Biologieunterricht. Dieser war zwar theorielastig, jedoch haben meine Lehrer*innen immer verschiedene Methoden angewendet, so dass der Unterricht immer spannend war. Wir hatten auch des Öfteren kleinere oder größere Ausflüge mit der Klasse. Manchmal hatten wir auch „Gastauftritte“ von echten Tieren! Ich bin meinen Lehrer*innen wirklich dankbar, dass sie mir so meine Liebe zu Biologie zeigen konnten. Und ich hoffe, dass wir das ebenso eines Tages mit unseren Schüler*innen hinbekommen.
Liebe Grüße
Melike
Liebes Blogger-Team,
AntwortenLöschenIch persönlich habe mich schon immer für Biologie interessiert, als naheliegende Folge dessen habe ich schließlich auch mein Abitur in diesem Fach abgelegt und in meinem Sonderpädagogik Studium an der PH Biologie als mein Hauptfach gewählt. Immer wieder stieß ich auf Unverständnis, was das Interesse an Biologie meinerseits angeht. Sätze wie "Das ist doch alles total kompliziert und langweilig" fielen hier des öfteren. Von eurem Blogbeitrag versprach ich mir Anregungen zu finden, wie ein Biologieunterricht aussehen kann, der das Interesse der Schüler*innen weckt und Langeweile verhindert (soviel vorweg, ich wurde dieser Hoffnung beim Lesen nicht beraubt).
Euren Aufbau finde ich sehr schlüssig, die Einleitung gibt schon einen guten Eindruck, was einem beim Lesen des Beitrags erwarten wird und weckt Interesse zum weiterlesen. Die nachfolgende Erläuterung zum Bildungsplan finde ich sehr informativ, es wird klar, dass bei aller gestalterischen Freiheit der Lehrkraft gewisse Dinge einfach zu unterrichten sind und es am Inhalt auch wenig „zu rütteln“ gibt. Wenn ich mich an die Schulzeit zurück erinnere fällt mir auf, dass (zumindest bei uns) wenig Infos zum Bildungsplan gegeben wurden und die Antwort auf die Frage, wofür man das alles lerne, meist mit: „Steht halt im Bildungsplan“ beantwortet wurde. Wie erging es euch in eurer Schulzeit diesbezüglich?
Dass der Bildungsplan nicht nur konkrete Lerninhalte vorschreibt, sondern zum Beispiel auch das Ziel der Vermittlung verschiedener Kompetenzen sowie Leitperspektiven beinhaltet, war mir nicht ganz klar. Gerade die Leitperspektiven scheinen mir insofern sehr sinnvoll, da sie fächerübergreifend fungieren und somit eine Verbindung zwischen ihnen herstellen und den Gesamtzusammenhang aufzeigen.
Im zweiten Teil eures Blogbeitrags geht es ja um die kreative Umsetzung und gestalterischen Möglichkeiten des Biologieunterrichts. Hier würde ich gerne etwas zu eurer anfangs gestellten Frage sagen. Nach einem Semester kann ich das vielleicht noch nicht perfekt beurteilen, ich würde aber definitiv sagen, dass man im Studium bereits jetzt genügend konkrete Tipps für die Unterrichtspraxis erhält. Außerdem besteht in den Praktika (OEP/ISP) dann die Möglichkeit, Erlerntes in Realität auszuprobieren, wobei man anschließend sicher auch die notwendige Rückmeldung bekommt. Dass im Studium der Schwerpunkt erst einmal auf der Theorie liegt, sollte klar sein.
Eure Methoden finde ich gut gewählt, sie sind sicherlich allesamt geeignet, Unterricht interessanter und spannender zu machen. Einige kenne ich tatsächlich auch schon aus meiner Schulzeit (z.B. das Begriffsnetz) und kann sie somit schon aus persönlicher Erfahrung als gut bewerten.
Insgesamt fand ich euren Blogbeitrag sehr informativ, angenehm zu lesen und auch der rote Faden hat mir gut gefallen, so wurde z.B. im Fazit nochmal auf Max aus der Einleitung eingegangen. Genug Ideen für die eigene Unterrichtspraxis bot er ebenfalls.
Gruß,
Leon
Liebe Melike und Lara,
AntwortenLöscheneuren Blogbeitrag finde ich sehr gelungen. Ihr habt ihn gut gegliedert und optisch sehr ordentlich gestaltet, das hat das Lesen sehr angenehm gemacht. Eure Fragen haben zum Nachdenken angeregt und haben gut zu euren einzelnen Unterthemen gepasst. Mit dem Fazit habt ihr in kurzen Worten einen guten Abschluss gefunden und mit dem Bezug auf Max einen Zusammenhang mit der Problemstellung in der Einleitung hergestellt.
Besonders eure Fragen haben mich zum Nachdenken bewegt. Den Bildungsplan habe ich in den Modulen für Pädagogik nun schon mehrfach besprochen und finde es interessant wie ausführlich er durchdacht wurde. Leider haben wir in meiner Schulzeit nie über den Bildungsplan geredet. Bei ein paar Lehrern wurde am Beginn des Schuljahres besprochen welche Themen behandelt werden, jedoch wäre es sicherlich sinnvoll gewesen zu erklären, wieso genau diese Themen. Damit hätte das Interesse der Schüler geweckt werden können und die Wichtigkeit der Themen wäre nachvollziehbar gewesen.
Zu der Frage ob der Bildungsplan alle wichtigen Themen enthält, würde ich mit nein antworten. Für meinen Blogbeitrag habe ich den Bildungsplan für das Fach Biologie im Gymnasium genau durchgelesen und habe festgestellt, dass nur wenig Humanbiologie unterrichtet wird. So wird nicht auf die einzelnen Organe und kaum auf die Prävention von Krankheiten eingegangen. Dabei ist eine der Leitperspektiven, die ihr auch in eurem Blogbeitrag genauer erklärt "Prävention und Gesundheit". Es wird meiner Meinung nach zu wenig erklärt, wie die Schüler das gelernte Wissen zu ihrem Körper nutzen können, um gesund zu bleiben. Wenn das gelernte Wissen mehr Anwendung im Alltag findet, dann könnten Schüler wie Max auch einfacher verstehen, wieso Biologie ein wichtiges Unterrichtsfach ist und das Interesse wäre vielleicht eher geweckt.
Zu der Frage ob das an der Uni gelernte Wissen etwas mit der Praxis zu tun hat würde ich mit Ja und Nein antworten. Ja in dem Sinne, dass das Lernen von beispielsweise Methodenwerkzeugen einen guten Rahmen für eine Unterrichtsstunde gibt und man lernt eine Unterrichtstunde richtig zu planen. Theoretisch ist man damit gut vorbereitet auf die Praxis und das Referendariat.
Aber den Umgang mit den Schülern kann man meiner Meinung nach nicht an der Universität lernen. In dem Punkt haben wir mit 3 Wochen Orientierungspraktikum zu wenig Praxis. Ich habe schon während meiner Schulzeit ein wenig Nachhilfe gegeben, aber nach 2 Jahren in der Grundschule habe ich jetzt erst das Gefühl, dass ich weiß, wie ich mit Kindern von 6 bis 10 Jahren richtig umgehen muss. Die Geduld und die Art den jüngeren Kindern ihre Fragen zu beantworten oder Dinge zu erklären musste ich in der Praxis lernen. Man lernt mit der Zeit sich auf unterschiedlichen Kinder und ihre Bedürfnisse einzustellen. Ich denke sobald man die Klasse die man unterrichtet dann besser kennen gelernt hat, ist es auch möglich durch die aufgebaute Beziehung zu den Schülern diese für ein vorher unbeliebtes Thema zu motivieren oder das Interesse daran zu wecken.
Das Thema hat mich interessiert, da man als zukünftige Lehrkraft ja hofft, den Schülern mit Spaß und Leidenschaft das Fach beizubringen, an dem man selber so viel Interesse hat.
Vielen Dank für euren gelungenen Blogbeitrag, das Lesen hat viel Spaß gemacht!
Liebe Grüße
Celina Lynn
Hallo ihr zwei,
AntwortenLöschenvielen Dank für diesen aufschlussreichen Beitrag zum Thema Kreativität im Biologieunterricht. Ich finde durch euren Aufbau habt ihr es möglich gemacht den Beitrag einfach zu lesen und schnell verständlich zu machen. Dieses Thema betrifft uns ja wirklich alle, deshalb ist es umso wichtiger sich damit zu beschäftigen um etwas an diesem langweiligen "0815" Unterricht zu ändern.
Meine Erfahrungen waren oft nur sehr theoretisch und daher nicht mitreißend. Ihr habt es aber geschafft durch Aufführung verschiedener Methoden die Möglichkeiten wie es besser laufen könnte zu zeigen. Meiner Meinung nach kann man Biologie den Kindern durch Einbringung von zum Beispiel der Natur direkt vorm Klassenzimmer Fenster am besten zeigen. Durch die Auseinandersetzung mit dem Bildungsplan können verschiedene Methoden ja grundsätzlich schon mehr in das praktische übertragen werden, so müsste man den Plan grundlegend ändern. Denkt ihr es wäre für lehrende Personen einfach wenn man den Bildungsplan etwas offener strukturiert, sodass eigene praktische Auslegungen von den Lehrern genutzt werden können um den Kindern das größtmögliche im Biologieunterricht mitgeben zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Moritz