Sonntag, 16. August 2020

Artensterben- oder Artenüberleben?

 


Organismenarten sterben aus: Ein natürliches Phänomen.

Warum ist das heutige Artensterben dann so schlimm?

Was haben wir Menschen damit zu tun?

Wo  findet das Thema in der Schule seinen Platz?

Wie können wir Schüler*innen zum Einsatz für den Erhalt der Artenvielfalt motivieren?

https://www.paolo-calleri.de/paolo-calleri/karikaturen2019/artensterben_farbig_calleri.jpg


Wollt ihr Antworten auf diese spannenden Fragen?

Dann folgt dem Link:

https://drive.google.com/file/d/1ckhqF0Zz5wJu2MDvqsW6kRvc-GuDVJIF/view?usp=sharing

Ich freue mich über eure Kommentare und Rückmeldungen :-)!

Liv Falke


g
 

7 Kommentare:

  1. Hallo liebe Liv,
    vielen Dank für Deinen sehr ansprechenden und interessant gestalteten Beitrag. Bereits Dein Titelblatt ist so konzipiert, dass mein Interesse sofort geweckt wurde. Innerhalb Deines Beitrags sind die Themen gut strukturiert und die Inhalte werden verständlich vermittelt. Du bringst Deine Aspekte auf den Punkt, ohne die Sachverhalte zu theoretisch und komplex zu erläutern. Deine Ansätze für die Grundschule und Sekundarstufe finde ich sehr gelungen. Auch den konkreten Bezug zum Bildungsplan finde ich sehr gut.
    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass in der Schule Probleme wie das Artensterben oft zu spezifisch am Beispiel einer Art dargestellt wurden, ohne dass dabei ausreichend auf die Zusammenhänge zwischen den Arten und den weitreichenden Folgen für das Ökosystem eingegangen wurde. Oft wurden Ursachen stärker betont als konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Lösung des Problems. Insbesondere Dein Fokus auf die Möglichkeiten, das Artenüberleben zu sichern anstatt hauptsächlich das Artensterben zu thematisieren, hat mich begeistert.
    Dein Gedankenexperiment zur Schaffung einer Kolonie auf dem Mond, bei dem an das Vorwissen der Schüler angeknüpft wird, finde ich sehr gelungen. Anschließend das Projekt der Biosphäre II vorzustellen, ist sehr passend und motiviert die Schüler zum Nach- und Mitdenken. Es verdeutlicht sehr gut, dass wir unsere Erde schützen müssen, da es keine „zweite Welt“ gibt, auf die wir ausweichen können.
    Aus meiner Sicht ist es allerdings fraglich, ob das Projekt die Schüler*innen tatsächlich wachrüttelt. Die Erfahrungen zeigen, dass all die Probleme, deren Auswirkungen wir nicht direkt zu spüren bekommen, uns zwar kurz erschrecken, aber kein nachhaltiges Problembewusstsein schaffen.
    Zudem denke ich, dass die Biosphäre II als Modell zu komplex für die Schüler*innen ist, um die Bedeutung der einzelnen Art und die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Arten eines Ökosystems zu verstehen. Ich tendiere eher dazu, zunächst einen den Schüler*innen bekannten Lebensraum, wie z. B. den heimischen Wald, zu betrachten. Wer braucht den Wald? Was leisten Wälder? Hier kann auf das Ökosystem Wald, die Lebensgemeinschaften, Funktionen, Stockwerke des Waldes eingegangen werden, sowie auf die Gefahren für den Wald. Man kann gemeinsam den Wald erkunden und beobachten, welche Arten man entdeckt und dann Projekte zum Schutz des Waldes planen. Auf folgender Seite findet man einige heimische Arten (Rebhuhn, Gottesanbeterin, Feldlerche) sowie konkrete Informationen über die verschiedenen Arten und deren Schutzmöglichkeiten:
    https://www.nabu.de/imperia/md/content/badenwuerttemberg/broschueren/18.pdf
    Erst anschließend würde ich aufzeigen, dass es auch andere bedrohte Lebensräume gibt und das Biosphären-Modell darstellen. Diese Vorgehensweise hat aus meiner Sicht den Vorteil, dass die Schüler*innen an Beispielen aus dem eigenen Lebensraum die Zusammenhänge erkennen und somit eher auf andere Lebensräume und die Gesamtwelt übertragen können.
    Liebe Grüße
    Ann-Kathrin

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    1. Liebe Ann- Kathrin,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Rückmeldung!
      Es freut mich sehr, dass dein Interesse geweckt wurde.
      Ich sehe das genauso wie du: Oft wird der Zusammenhang zwischen den Arten zu wenig in den Blick genommen und die Thematisierung der weitreichenden Folgen auf das Ökosystem vernachlässigt.
      Deine Meinung zur Vorstellung der Biosphäre II fand ich sehr interessant und hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich denke, dass du damit Recht hast, dass die Schüler*innen womöglich nur kurz beeindruckt wären, dies aber schnell wieder vergessen würden, weil sie das Gefühl haben, dass sie es in nächster Zeit nicht direkt betreffen wird. Hast du eine Idee wie man das Projekt der "Biosphäre 2" sonst noch integrieren kann?
      Zunächst ein heimisches Ökosystem zu untersuchen und diesen außerschulischen Lernort sogar zu besuchen halte ich ebenfalls für eine gute Idee. Hast du mit Absicht das Ökosystem Wald genannt, oder war das nur ein ausgewähltes Beispiel?
      Vielleicht wäre zu Beginn eine einfache Wiese für Schüler*innen einfacher zu "durchschauen". Was meinst du dazu?
      Liebe Grüße,
      Liv

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  2. Hallo liebe Liv,
    vielen Dank für deinen sehr ansprechend gestalteten und wirklich interessanten Beitrag!

    Ich finde, du hast in deinem Beitrag die essentiellen Aspekte zu dieser doch sehr umfassenden Thematik gut dargestellt und auf den Punkt gebracht. Besonders gut haben mir deine Vorschläge für die Praxis gefallen. Toll auch, dass du für unterschiedliche Altersklassen Ideen gesammelt hast! Ich finde es gut, dass du bei allen Ideen das „große Ganze“ im Blick hast, also die Auswirkungen, die das Artensterben mit sich bringt und nicht dich an einzelnen Beispielen entlang hangelst. Auch die konkreten Handlungsmöglichkeiten kommen nicht zu kurz. Oft habe ich erlebt, dass zwar über das Artensterben informiert wird, aber lediglich auf einer sachlichen Ebene. Bei deinem Beitrag kommt aber auch die andere (vielleicht fast noch wichtigere?) Seite nicht zu kurz. Ich kann mich beispielsweise nicht erinnern, dass wir das in der Schule aus dieser Perspektive behandelt haben. Auch im Rahmen meines OEP Praktikums habe ich erfahren, dass das ArtenSTERBEN (nicht überleben) nur auf einer sehr theoretischen Ebene diskutiert wurde.

    Ich habe mir ebenfalls dazu Gedanken gemacht, wie ich deinen „Wachrüttler“ als Einstieg in die Thematik finde. Ich glaube ich kann hier Ann-Kathrin in einigen Dingen zustimmen, finde aber diesen Einstieg trotzdem sinnvoll und würde ihn so nutzen. Ich denke, dass gerade dieses fiktive Beispiel, das eben nicht direkt an den Schüler*innen dran ist, hilft einen Zugang zu der Problematik zu bekommen und ein Grundverständnis zu erlangen. Wenn dann die Grundproblematik auf dieser nüchternen, aber trotzdem sehr, sehr spannenden Ebene verstanden wurde, muss aber definitiv der Transfer in die heimischen Ökosysteme geschaffen werden. So können die Schüler*innen verstehen, dass dieses zunächst „nur“ Gedankenexperiment doch ganz viel mit ihnen selbst zu tun hat. Was war denn deine Intention dahinter, diese Thematik als „Wachrüttler“ zu wählen und nicht ein alltagsnahes Beispiel der Schüler*innen?

    Den Perspektivenwechsel auf das Artenüberleben finde ich sehr spannend! Aus diesem Blickwinkel wird die Thematik tatsächlich deutlich seltener betrachtet. Ich bin da aber mit dir völlig einer Meinung, dass genau dieser Blickwinkel (zumindest im schulischen Alltag) in den Vordergrund rücken muss. Gerade in der Grundschule kann ich mir hierzu auch tolle Rahmengeschichten vorstellen, um die Schüler*innen für die Thematik zu begeistern. Beispielsweise, dass die Klasse einen Brief von einem Naturschutzbund bekommt, dass sie ausgewählt wurden, um die Tiere im Wald zu retten. In diese Geschichte könnten dann deine ganzen Ideen zu der Grundschule eingebaut werden.

    Dankeschön nochmal für deinen Betrag und das „Wachrütteln“, wie wichtig diese Problematik im eigenen Alltag und in der Schule ist!

    Liebe Grüße,
    Kim

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  3. Liebe Liv,

    vielen Dank für deinen Betrag! Du hast ihn sehr übersichtlich und kreativ gestaltetet, was das Lesen sehr angenehm gemacht hat. Man wurde nicht mit einer Masse von Informationen überflutet, sondern du hast dir die wesentlichen Aspekte herausgepickt, die du mit allen nötigen Informationen lesergerecht erläuterst. Dies ist bei dieser weitgreifenden Thematik bestimmt nicht leicht. Auch die allgemeine Überschrift und deine Einleitung fand ich spannend. Wenn man über aussterbende Arten informiert wird, dann immer nur, dass es sehr schlimm ist, warum genau, wird dabei oft außer Acht gelassen. Die einzelnen Kapitel hast du kreativ gestaltet und dabei trotzdem immer wieder Bezug auf das hauptsächliche Thema genommen.
    Bei deinen Ideen der praktischen Umsetzung finde ich es toll, dass du dir sowohl Gedanken zur Grundschule, wie auch zu Sekundarstufe gemacht hast. Die Biosphäre II ist ein interessanter Aspekt, der mir für die Sekundarstufe gut gewählt erscheint. Das Gedankenexperiment auf dem Mond finde ich an sich gut. Allerdings habe ich die Erfahrung (auch bei mir selbst) gemacht, dass wenn etwas einen selbst nicht direkt betrifft, es schneller wieder in Vergessenheit gerät und keine vergleichbare Wirkung zeigt, wie wenn es Alltagsbezug hat und direkt mit einem selbst in Verbindung gebracht werden kann. Hier kann ich mir vorstellen, dass ein solch hypothetischer Sachverhalt vielleicht eher überdacht und praxisnäher gestaltet werden sollte. Anhand deiner Fragestellung kann ich mir aber vorstellen, dass du vielleicht sogar ähnlich darüber denkst. Dahingegen finde ich das Beispiel „Natur macht Schule“ sehr gut gewählt.
    Der Abschluss mit dem Perspektivwechsel von ArtenSterben zu ArtenÜberleben gefällt mir sehr gut. Auch gedanklich wird somit diesem gravierenden Thema etwas Positives mitgegeben. Die Möglichkeit noch erhaltene Arten zu schützen und selbst etwas dafür tun zu können kann eine große Motivation für Kinder und Jugendliche sein und nimmt einem das Gefühl der Machtlosigkeit.

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Melanie

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  4. Hallo liebe Liv,

    man erkennt das du dir viel Mühe gegeben hast und sogar deine eigene Zeichnungen integriert hast. Dein Beitrag ist gut strukturiert und ich hatte sehr viel Spaß dabei gehabt es durchzulesen. Daumen hoch!

    Ein sehr interessantes Thema das du einleitest mit einer Karikatur und mit verschiedene Fragen auf die du später eingehst. Man weiß genau was auf einem erwartet.

    Die Illustration ist gut gewählt und lässt einem zum Nachdenken anregen mit der Frage:
    „Der Mensch als die Ursache des Artensterbens“? Denn die Arche Noah steht für die Rettung der Tiere aber der Mensch stellt eine Gefahr dar und man will sie nicht dabei haben. Ich denke viele Menschen ist es bewusst das wir verantwortlich für die „Zerstörung“ der Umwelt. Aber nicht alle haben sich damit beschäftigt welche Auswirkungen es hat und wie es uns Menschen beeinflusst wenn Tierarten aussterben.

    Ich muss zugeben das ich zu diejenige Personen gehört habe die mit dem Begriff „Arten-aussterben“, die Dinosaurier damit verbunden habe, aber wie du es bewiesen hast muss s man die Augen auf die heutige Zeit richten. Gefühlt kommt es wahrscheinlich daher das ein Großer Zweig der Reptilien ausgestorben ist und man heute nur noch wenige Vertreter die man mit ihnen verbindet, auf der Welt findet. Doch den Aspekt der Zeitspanne hat man nicht miteinbezogen.

    Bei dem Begriff des “selbsterhaltenden Ökosystem“ muss ich an die Youtube Videos denken die ich neulich zu dem Thema angeschaut habe. Es geht darum ein kleines Ökosystem in einen Glas zu erhalten. Eines dieser Videos fand ich besonders spannend als der Kanal – Besitzer, einen Bericht erstattet über das Ökosystem eines seiner Krüge das er über 12 Jahren unangetastet ließ, Mal abgesehen ob das stimmt oder nicht, aber die Vorstellung das man sowas man machen könnte finde ich sehr interessant (Link : https://www.youtube.com/watch?v=Es6DDuMmhAM).

    Vielleicht kann man das in den Unterricht auf irgendeiner Weise einbinden?

    Ich finde an invasive Arten kann man sehr gut erkennen wie leicht das Gleichgewicht in der Natur kippen kann. Es ist auch sehr zugänglich für Schüler wie zum Beispiel die Geschichte von dem „Kaninchen – Krieg“. Ein bei uns heimisches Tier erobert das Ökosystem eines anderes Landes, in dem Fall Australien und wird dort zur „Plage“.

    Es ist sehr schade das viele Tierarten aussterben. Man hätte so viel über sie lernen können und es stellt auch ein sehr großer Verlust für die Medizin dar. Das es bestimmt auch Arten gab die besondere Eigenschaften hatten und man diese nicht mehr untersuchen kann. Die gegen bestimmte Krankheiten Resistenz waren. Doch leider ist dieses Möglichkeit mit Ihnen verschwunden.

    Schön finde ich es auch das du nicht nur auf ein Schultyp dich fokussiert hast
    sondern sowohl die Sekundarstufe als die Grundschule miteinbezogen. Und hast dir Gedanke gemacht wie man das Thema, die verschiedenen Zielgruppen näher bringen kann. Deine Unterrichtsideen sind sehr gut gelungen. Die Schülern sollen ihre Umwelt kennen lernen und so verstehen sie auch die Zusammenhänge.

    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag!

    Liebe Grüße
    Mark

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  5. Liebe Carima,
    vielen Dank für deinen Kommentar und deine Rückmeldung!
    Ich stimme dir zu, dass die Biosphäre II alleine zu wenig als "Wachrüttler" ist. Trotzdem finde ich auch, dass man sie zusätzlich auf jeden Fall im Unterricht vorstellen kann und mit den Schüler*innen darüber in eine Diskussion kommen kann.
    Die Wilderei und den illegalen Handel mit Tierschutzprodukten noch mit aufzunehmen, finde ich eine gute Idee. Obwohl es die Schüler*innen nicht direkt betreffen mag, kann das ein Thema sein, dass die Schüler*innen schockiert und betroffen macht. Eventuell kann man einen kleinen Bezug zur Lebenswelt herstellen, indem man Kleidung thematisiert, die aus tierischen Produkten, wie Wildleder, hergestellt sind. Was hältst du davon?
    Danke, dass du noch eine Internetseite mit uns geteilt hast- auf dieser war ich tatsächlich noch nicht, aber habe beim ersten Besuch schon tolle Sachen gefunden :-).
    Liebe Grüße,
    Liv

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  6. Liebe Liv,
    du hast dich mit deinem Beitrag einer zentralen Herausforderung unserer und wahrscheinlich auch kommender Generationen angenommen. Die Betrachtung der Vorgaben im Bildungsplan fand ich gut. In der Formulierung der fächerübergreifenden Leitperspektive BNE ist ja auch von einem Bezug auf das eigene Handeln im direkten Lebensumfeld die Rede. Das von dir vorgestellte Projekt "Wir werden aktiv: Natur macht Schule" ist hierfür ein gutes Beispiel. Die Biosphäre II ist ja in der Biologie mittlerweile ein klassisches Beispiel. Meiner Meinung eignet es sich durchaus um die komplexen Zusammenhänge in Ökosystemen und die Relevanz und Interdependenz der einzelnen Bestandteile zu verdeutlichen. Inwieweit allerdings die Nähe zur eigenen Lebenswelt fehlt, und wie diese besser hergestellt werden kann, kann an dieser Stelle noch diskutiert werde. Wie würdest du dieses Beispiel konkret in einen größeren Unterrichtszusammenhang einbetten?
    Freundliche Grüße
    Felix

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