Montag, 17. August 2020

Wo kommt eigentlich unser Fleisch her? -wurstegal oder sauwichtig?-

"Der Trend ins vegetarische ist unaufhaltsam. Vielleicht isst in hundert Jahren kein Mensch mehr Fleisch."

Helmut Maucher

"Die Beiträge der Rinderhaltung zum Treibhauseffekt sind ähnlich gross wie die des gesamten Autoverkehrs, wenn wir die Waldrodung fürs Rind und für Futtermittel einbeziehen."

Ernst Ulrich von Weizsäcker

Die Diskussion um den Fleischkonsum und dessen Folgen ist allgegenwärtig, den Umstieg zu vegetarischer und veganer Ernährung machen immer mehr Leute... aber warum eigentlich?

Wir stellen euch in unserem Blogbeitrag vor, wie das Fleisch überhaupt in unsere Kühlschränke gelangt, was bis dahin passiert und was man anstelle von Fleisch noch essen kann. 

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und Kommentieren!

Liebe Grüße

Pauline, Maite, Josephine, Julia, Marvin und Lena


https://drive.google.com/file/d/17Bx_v9Xc8dDPvXb9PVHHb9JkUJexKXYe/view?usp=sharing


30 Kommentare:

  1. Hallo, zunächst einmal danke für euren Beitrag, der ein sicherlich sehr wichtiges Thema behandelt.
    Euer Beitrag enthält viele Informationen, ich persönlich hätte es angenehmer zu Lesen gefunden, wenn die Formulierungen dabei neutraler gehalten wären.
    Ich hätte noch interessant gefunden wie viel teurer Bioprodukte im Vergleich zu konventionellen Produkten denn nun wirklich sind. Also beispielsweise wie viel man im Schnitt für 1kg Schweinefleisch aus Biohaltung zahlt in Relation zu 1kg Schweinefleisch aus konventioneller Haltung.
    Auch interessant wäre es gewesen, wenn ihr den Ressourcenverbrauch für Rindfleisch direkt mit dem Ressourcenverbrauch für Fleischersatzprodukte bzw. Soja gesetzt hättet. Das hätte ich persönlich anschaulicher gefunden.
    Die Begründung der Relevanz des Themas finde ich gut gelungen. Durch das Schlüsselproblem der Klimathematik ist es ein sehr aktuelles und wichtiges Thema, über das Schülerinnen und Schüler informiert sein sollten. Der Unterricht zu diesem Thema sollte meiner Meinung nach informativ sein und den Schülerinnen und Schülern eine Entscheidungs- und Reflexionskompetenz vermitteln.
    Die Idee des Interviews finde ich sehr gut, um den Kindern einen lebensnahen Bezug zu den Veränderungen des Fleischkonsums in den vergangenen Jahrzehnten zu ermöglichen.
    Auch die Idee mit der Zuordnung der Lebensmittel finde ich gut. Sie schafft einen lebensnahen und problemorientierten Zugang, der ein Bewusstsein über die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln schafft.
    Das Tagebuch sehe ich etwas zwiegespalten. Prinzipiell bietet es eine gute Möglichkeit, der Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten. Anhand dessen aber zu überlegen, wie man es besser machen könnte, stelle ich mir in der Unterrichtspraxis schwierig vor. Meiner Meinung nach könnte dies einzelne Kinder in eine unangenehme Situation bringen, wenn die Ernährungsweise zu Hause wenig nachhaltig ist und dies in der Klasse thematisiert wird. Außerdem darf hier auch nicht außer Acht gelassen werden, dass Kinder abhängig davon sind, wie ihre Eltern sich ernähren. Sie gehen meist nicht selbst einkaufen oder entscheiden, was gekocht wird, sondern müssen sich der Ernährungsweise ihrer Eltern anpassen. Hier könnte es zu Konflikten kommen, das Thema erfordert meiner Meinung nach also sehr viel Fingerspitzengefühl.
    Insgesamt ist Ernährung ein sehr persönliches Thema und ich denke es ist dementsprechend wichtig, dass der Unterricht informativ und reflektiv, aber nicht „belehrend“ gestaltet ist, um zu vermeiden, dass sich einzelne Schülerinnen und Schüler oder auch Eltern bloßgestellt oder unwohl fühlen.
    Einen Film zu zeigen, der die Haltung von Tieren aus Massentierhaltung zeigt, ist an sich möglich. Es sollte aber stark darauf geachtet werden, wie viel bzw. was genau gezeigt wird und das Alter bzw. der Entwicklungsstand der Klasse muss dabei immer bedacht werden. Auch in höheren Stufen sollten die Kinder vorgewarnt werden und sie sollten die Möglichkeit haben, die Situation zu verlassen, wenn sie das Bedürfnis dazu haben.
    Liebe Grüße
    Svea

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    1. Hallo Svea, zunächst einmal danke für deinen Kommentar, der sicherlich ein paar gute Ansätze hat.
      Wir haben es uns natürlich als Ziel gesetzt, unseren Beitrag, so gut es geht, aus einer neutralen Perspektive zu formulieren. Wenn dies an der ein oder anderen Stelle nicht so gut gelungen ist und dein Lesekomfort darunter leiden musste, dann tut uns dies natürlich sehr leid. Mit etwas Abstand erkennen wir nun auch die Sätze, die vielleicht als tendenziös formuliert, betrachtet werden können. Allerdings muss auch gesagt werden, dass wir mit unserem Blogbeitrag beleuchten, woher unser Fleisch kommt und welche Auswirkung die Fleischproduktion auf die Tiere und die Umwelt hat. Nach der aus unserer Sicht neutralen Vorstellung der von uns gewählten Produktionsarten (konventionelle Massenproduktion, Bio und Fleischersatz) fällt bei aller Sachlichkeit aber eben auf, dass es hinsichtlich Tierwohl und Umweltauswirkungen eben eine „bessere“ Produktionsform gibt. Aufgrund dieser Deutlichkeit hätten wir durchaus auf Formulierungen wie „Aber was ist überhaupt Bio, und was ist an diesem Fleisch so gut?“ (Blogbeitrag, Seite 5) verzichten können, das stimmt.
      Bezüglich des Preisvergleichs zwischen Bio- und konventionellen Produkten sei gesagt, dass wir neben den Preisen, die direkt der Bauer für konventionelle Schweine vs. Bio-Schweine je kg Schlachtgewicht bekommt (https://www.agrarheute.com/markt/tiere/bio-schweine-kleiner-markt-hohen-preisen-549691), nur eine einzige Quelle gefunden haben, die direkt den Preisvergleich im Supermarkt anstellte. Der SWR hat in Eigenrecherche 2018 rausgefunden, dass die Preisunterschiede von der Fleischart abhängig sind und dass beispielsweise beim Schweinefleisch die Bio-Variante drei Mal teurer ist (https://www.swr.de/odysso/fleischgenuss-ohne-gewissensbisse/-/id=1046894/did=21297320/nid=1046894/o2xuxt/index.html).
      Es schmerzt uns natürlich auch, dass für dich die Anschaulichkeit beim Thema der Fleischersatzprodukte nicht so gegeben war, wie du es dir gewünscht hättest. Ein direkter Vergleich des Ressourcenverbrauchs wäre hier tatsächlich eine gute Lösung gewesen. Wir hätten zum Thema Fleischersatzprodukte, wie auch zu eigentlich allen anderen Themen unseres Blogbeitrags, noch so viel mehr schreiben können, aber irgendwann kann man die Schriftgröße nicht noch weiter verkleinern, um die Vorgabe an Seiten nicht komplett zu sprengen. Daher haben wir uns vor allem mit der These, dass vegane/vegetarische Lebensweise den Regenwald zerstört, befasst und haben in diesem Zug auch einen kleinen Schlenker zur tatsächlich größeren Gefahr für den Regenwald gemacht. Ein Vergleich der reinen Sojaproduktion mit der Produktion von Rindfleisch macht aber ohnehin wenig Sinn, weil Soja in großen Mengen für die Rindfleischproduktion benötigt wird und daher Letztere immer einen insgesamt höheren Verbrauch hätte. Ein Vergleich mit einzelnen Fleischersatzprodukten wäre möglich gewesen, wäre allerdings aber auch höchst individuell gewesen.

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    2. Schön, dass wir bei der Begründung der Relevanz auf einer Wellenlänge sind. Mit deinem Satz „Der Unterricht zu diesem Thema sollte meiner Meinung nach informativ sein und den Schülerinnen und Schülern eine Entscheidungs- und Reflexionskompetenz vermitteln.“ fasst du sehr gut zusammen, wie wir uns diesen Unterricht vorstellen würden. Entlang dieser Vorstellung sind auch unsere Methoden entstanden. Deinen Worten zum Interview und der Lebensmittelzuordnung haben wir nichts mehr hinzuzufügen und auch deine Zwiegespaltenheit bezüglich des Tagebuchs teilen wir gewissermaßen. Weshalb wir raten würden, die im Tagebuch von den SuS niedergeschriebenen Dinge nicht offen in der Klasse zu besprechen, sondern eher ein beispielhaftes Tagebuch (idealerweise ein Tagebuch, das den durchschnittlichen Fleischkonsum widerspiegelt und die ein oder anderen versteckten Fleischprodukte enthält) nach dieser einen Woche zu besprechen und gemeinsam mit den SuS zu erarbeiten, wieviel und welches Fleisch konsumiert wurde und ob dies eventuell in der Fülle nötig gewesen ist. So können die SuS ohne großen Druck den eigenen persönlichen Fleischkonsum bewerten und eventuell zu der Erkenntnis kommen, dass sie überdurchschnittlich viele (versteckte) Fleischprodukte konsumieren. Diesen Erkenntnisgewinn betrachten wir als überragenden Vorteil dieser Methode. Und es ist auch dieser Erkenntnisgewinn, der dann zu Hause durchaus zu gewollten und sinnvollen Konflikten führen kann. Denn solche Konflikte ermöglichen doch erst die offene Auseinandersetzung mit dem Thema und letztlich vielleicht sogar ein angepasstes Konsumverhalten (Stichwort: Kognitiver Konflikt!!!). Natürlich gehen die Kinder nicht einkaufen und sind abhängig von den Eltern. Gerade deswegen wäre es doch lobenswert, wenn diese Kinder diesen Konflikt – natürlich mit gebotenem Fingerspitzengefühl (die Lehrperson sollte also den SuS nicht mit auf den Weg: „Richte mal deinen Eltern aus, dass sie katastrophal einkaufen“) – ins Elternhaus hineintragen und so es erst zu einem Diskurs kommen kann.
      Die Ernährung ist natürlich ein persönliches Thema, aber die Gefahr der Bloßstellung kann - wie bereits angedeutet - einfach umgangen werden, indem eben nicht die SuS ihre Essgewohnheiten vor der Klasse offenlegen müssen, sondern zunächst ein Mal für sich privat ihren Konsum dokumentieren und dann anhand eines durchschnittlichen Beispiels diesen Konsum bewerten können, ohne dass irgendwer irgendetwas preisgeben muss.
      Der Film hält sich, wie bereits im Blogbeitrag zu lesen war, in Grenzen. Dennoch zeigt er eben die Bedingungen in der konventionellen Massenproduktion, die nun mal nicht schön sind, und kann dadurch bei den SuS zu inneren Konflikten führen, die wir weiterhin als etwas Positives betrachten. Wie bei jeder guten – wir nennen es jetzt einfach mal – Konfrontationstherapie sollten selbstverständlich die SuS vorgewarnt werden und auch sollten die Türen nicht abgeschlossen werden, damit die SuS die Szenerie eigenständig verlassen können, wenn ihnen danach sein sollte. Auch in diesen Punkten hast du natürlich recht.
      Liebe Grüße
      Marvin Schwoon

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  2. Liebes Blogger-Team,

    zuerst einmal vielen Dank für diesen super Beitrag! Er ist sehr anschaulich und auch ansprechend gestaltet. Da mir dieses Thema persönlich sehr am Herzen liegt und ich auch darauf achte, woher das Fleisch kommt, welches ich verzehre, habe ich mich gefreut hier kommentieren zu dürfen.

    Ich bin immer wieder aufs Neue schockiert, wie die meisten Tiere tatsächlich gehalten und behandelt werden. Gerade als ich mir diese Mindeststandards, die von der ,Albert-Schweitzer-Stiftung-Mastschweine' erlaubt sind, durchgelesen habe. Auch wenn man vieles, was ihr geschrieben habt, schon weiß, gebt ihr darüber hinaus weitere interessante Informationen, die mir noch nicht ganz bekannt waren. Zum Beispiel, dass für die Produktion der konventionellen Tiernahrung auch viel Soja benötigt und der Regenwald dadurch geschädigt wird. Zugleich geht ihr näher auf die Bedeutungen der verschiedenen Labels in den Supermärkten ein. Habt ihr Informationen oder Zahlen gefunden, wie viele Landwirte der Tierschutzbund tatsächlich schon als Partner überzeugen konnte und ob es einen Anstieg gibt? Oder wie viele Menschen sich diesbezüglich aktuell für Tierschutz interessieren und Produkte mit diesem Label kaufen?

    In den Medien bekommt man nämlich immer mehr mit, dass die heutige Gesellschaft eher wieder einen geringeren und hochwertigeren Fleischkonsum erzielen will. Es soll zum Beispiel zukünftig auch Wurst geben, die nur zur hälfte aus Fleisch besteht, um eben nicht komplett auf Fleisch verzichten zu müssen.
    Oder es gibt schon Formen der Schlachtung, bei denen Teilstücke der Kuh, aus einer artgerechten Haltung, auf Nachfrage zuerst online bestellt werden müssen und anschließend, wenn dann alle Teile der Kuh „verkauft“ sind, wird sie geschlachtet. Und dies nennt sich dann Cow-Sharing. https://besserfleisch.de/ Dies wäre der Link dazu. Was haltet ihr davon?

    Aber es ist natürlich schwierig von der billigen Massenwahre weg zu kommen und viele wollen sich den billigen Genuss auch nichtmehr nehmen lassen… Daher müsste es einfach klare Vorschriften geben und die, die es sich dann nicht mehr leisten können, müssten ihren Konsum eben herunterschrauben.

    Wir haben damals selbst im Unterricht Filme über die grausamen Schlachtungen und Haltungen angeschaut, und ich muss sagen, dass es bei mir schon viel bewirkt hat. Wir haben zwar davor schon sehr darauf geachtet, welches Fleisch wir kaufen, aber seitdem noch mehr.

    Das Fleischtagebuch finde ich eine gute Idee. Hier setzen sich die Schülerinnen und Schüler nämlich richtig mit ihren Nahrungsmitteln auseinander und entwickeln ein Bewusstsein für den eigenen Fleischkonsum.
    Auch Besuche bei Biobauern währen meines Erachtens wichtig. Das intensive Erleben und Sehen, dass sich die etwas höheren Preise auch lohnen.

    Liebe Grüße
    Gracia

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    1. Liebe Gracia,
      wir bedanken uns herzlich für dein Feedback zu unserem Blogbeitrag! Zunächst finden wir es super, dass wir mit diesem Thema dein Interesse wecken konnten. Auch wir sind der Meinung, dass nicht häufig genug über die Zustände in der Lebensmittelproduktion berichtet werden kann und freuen uns, dass du – trotz deiner bisherigen umfangreichen Kenntnisse auf diesem Gebiet – noch neue Informationen mitnehmen konntest.
      Leider konnten wir keine genaue Anzahl der Landwirte, welche der Tierschutzbund bereits als Partner gewinnen konnte, finden. Aber bereits 20% der deutschen Konsumenten wären bereit, höhere Preise für besseres Fleisch zu bezahlen. Sowohl in den Medien als auch im privaten Umfeld beobachten wir einen positiven Trend in Richtung bewusster Ernährung. Während der Begriff „Flexitarier“ bis vor ein paar Jahren noch synonym für einen inkonsequenten Vegetarier verwendet wurde, beschreibt er heute eine gesamte Esskultur. Der Flexitarismus lässt zwar Fleischkonsum zu, reduziert ihn aber auf ausgewählte Produkte. So entwickeln sich in Deutschland immer mehr Menschen, auch häufig, ohne sich selbst so zu nennen, zum Flexitarier. Dies schlägt sich auch im stetig wachsenden Angebot der Fleischersatzprodukte, Lebensmittel mit weniger Fleischanteil oder ausgewählter hochwertiger Fleischsorten nieder. Ein besonderes Konzept des Fleischkonsums stellt das „Cow-Sharing“ dar. Wir sind von solch nachhaltigen Projekten begeistert, da so ein wertschätzender Umgang mit dem Produkt entsteht.
      Trotzdem ist es nicht leicht, ganz von der Massenware wegzukommen. Wir möchten daher weder mit unserem Beitrag noch mit unseren Unterrichtsideen jemanden missionieren. Ebenfalls möchten wir niemanden bloßstellen, bei dem doch öfter mal das günstigere Supermarktfleisch auf dem Teller landet. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, darüber im Unterricht zu sprechen und wenigstens das Bewusstsein zu schärfen und vielleicht hat es ja bei dem ein oder anderen doch den positiven Nebeneffekt, dass in Zukunft bewusster gegessen wird. Denn oft sind es gar nicht die höheren Preise, sondern das Unwissen über die Missstände in der Herstellung – und genau dabei sollen z.B. Besuch beim Biobauern vs. Film über Massentierhaltung im Unterricht helfen.
      Liebe Grüße
      Josephine Haupt

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  4. Liebes Bloggerteam,

    vielen Dank für diesen äußerst wichtigen und informativen Blogbeitrag! Seit kurzer Zeit befasse ich mich auch viel mehr damit, wo mein Fleisch herkommt und inwiefern ich zur Massentierhaltung beitrage. Euer Beitrag hat mit gezeigt, dass es noch vieles gibt von dem ich nichts weiß, wie z.B. das auch EU-Bio Fleisch in Massenbetrieben erzeugt werden kann. Dementsprechend habe ich mich nach dem Lesen eures Blogbeitrags weiter mit der Massentierhaltung befasst.

    An sich erachte ich es als notwendig über den Fleischkonsum und die Massentierhaltung im Unterricht zu sprechen. Daher sollte man auch Videos über die Haltungsbedingungen der Tiere zeigen. Nur durch solch ein unangenehmes Gefühl können die Schüler*innen die Folgen ihres Fleischkonsum realisieren. Bilder und Texte reichen nicht aus, um ihnen zu zeigen, wie grausam es in Massentierhaltungen vor sich gehen kann. Jedoch muss man darauf achten, dass der Unterricht sich nicht zu einer „Verurteilungsstunde“ entwickelt. Aus diesem Grund sehe ich das Fleischtagebuch und der Verpackungs- und Reality-Check als eher schwierig im Unterricht an. Gutes Fleisch ist und bleibt ein Luxus, den sich viele nicht leisten können. Einige Schüler*innen könnten sich unwohl beim Austausch über ihr Fleischkonsum fühlen. Man könnte ja trotzdem die Lernenden dazu anregen, diese Aufgaben zu erledigen, jedoch ohne eine Besprechung im Unterricht. Es ist wichtiger sie zum Denken und zum Hinterfragen anzuregen. Vielleicht setzen sich auch einige mit ihren Eltern über dieses Thema aus.

    Was die Schüler*innen ebenso dazu anregen könnte sich die Verpackungen tierischer Produkte oder generell ihrer Lebensmittelprodukte genauer anzusehen, ist die NABU-Siegel-Check App. Die App zeigt an, ob Lebensmittel ökologisch empfehlenswert sind. Dabei muss man nur das Logo auf den Verpackungen abfotografieren und schon erhält man alle wichtigen Informationen. Kennt ihr bereits diese App, seht ihr darin auch Vorteile oder sogar Nachteile?

    Liebe Grüße
    Melike

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    1. Liebe Melike,

      vielen Dank für deine Rückmeldung zu unserem Blogbeitrag! Mit unserem Blog wollten wir gerade auch bewirken, dass man sich nach dessen Lesen weiter mit dem Thema "Woher kommt eigentlich unser Fleisch her" befasst. Super, dass unser Blogbeitrag dies bei dir bewirkt hat und wir dich zu weiteren Nachdenken anregen konnten.

      Dass es eventuell bei der Besprechung der von zu Hause mitgebrachten Fleischverpackungen zu Unannehmlichkeiten der SuS kommen kann, ist ein guter Punkt. Eine Möglichkeit wäre, dass die Lehrkraft verschiedene Verpackungen in den Unterricht mitbringt und verteilt, dann gibt es keinen Bezug zu dem Fleischkonsum eines jeden einzelnen und keiner müsste sich unwohl fühlen. Toll finden wir es, wenn SuS über das im Unterricht Gelernte zu Hause sprechen und wir dessen Bewusstsein schärfen. Deine Idee mit der NABU-Siegel-Check-App finden wir klasse! Diese wäre eine weitere Möglichkeit, um bei dem Verpackungs- und Reality-Check keine Unannehmlichkeiten bei den SuS hervorzurufen, da sie als Aufgabe für zu Hause angewendet werden kann. Darin sehen wir einen deutlichen Vorteil für die App. Man muss jedoch bedenken, dass nicht jede/r SuS ein Handy besitzt.
      Wie wir auch in unserem Blogbeitrag aufmerksam gemacht haben, ist es uns wichtig, dass wir die SuS mit unseren Methoden sensibilisieren.

      Aus dem Fleischtagebuch soll auf keinen Fall eine "Verurteilungsstunde" entstehen. Bei dem Fleischtagebuch soll es auch nicht darum gehen, dass die SuS aufschreiben, woher ihr Fleisch kommt, sondern lediglich wie viel Fleisch sie beispielsweise in einer Woche verzehren, um ein Bewusstsein für den Fleischkonsum zu bekommen. Die Lehrkraft soll auf den übermäßigen Fleischkonsum und die Auswirkungen dessen aufmerksam machen. Daraufhin werden die Ergebnisse nicht im Plenum diskutiert, sondern jede/r SuS reflektiert für sich selbst.

      Liebe Grüße
      Julia

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  5. Hallo liebes Bloggerteam,
    ich habe euren Beitrag zum Thema Fleischproduktion gelesen und natürlich sind viele der Probleme hinsichtlich dieses Themas schon allseits bekannt. Dennoch kann man nicht oft genug darüber sprechen, wie grausam und lebensunwürdig die Prozesse hinter unserem Fleisch sind.
    Die Massentierhaltung ist keine gute Möglichkeit, und das wird immer bewusster. Dennoch ändert sich nicht viel an der Lage und das macht mich sehr traurig.
    Die Lösung, ganz auf Fleisch zu verzichten, ist für mich persönlich die einzige, die wirklich funktioniert und ich hoffe dass auch in Zukunft immer mehr Menschen diese Erkenntnis haben. Solange bis dies geschieht, hätte ich mir gewünscht, dass ihr mehr auf regionale Produkte eingegangen wärt, da dieses Fleisch immer noch besser ist als Billigfleisch aus dem Discounter. Wissen wo mein Essen herkommt – das sollte kein Luxus sein, sondern eine Grundvoraussetzung.
    Im Unterricht ist dieses Thema sehr wichtig und ich finde Eure Ideen sehr gut. Ich denke dass manche Kinder jedoch sehr unangenehme Momente in manchen Unterrichtssituationen haben werden, da ihre Eltern sich vielleicht nicht so um ihren Fleischkonsum kümmern oder nicht genug Geld haben, um teures Fleisch zu kaufen. Hier sollte man also immer mit viel Vorsicht an die Sache herangehen.
    Dennoch war euer Blogbeitrag sehr gelungen und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen!
    Liebe Grüße
    Annika

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    1. Hallo liebe Annika,
      erst einmal vielen Dank für deinen Kommentar!
      Natürlich kann ich deine Sorge verstehen, dass die Lage sich nicht drastisch geändert hat, jedoch ist natürlich auch klar, dass man solche Dinge nicht in ein paar Tagen ändern kann. In letzter Zeit kann man ganz klar Entwicklungen sehen, die eine Verbesserung versprechen, zum Beispiel ernähren sich 2008 noch weniger als 80.000 Menschen vegan, während es heute schon 1,3 Millionen sind (https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html). Um aber weiterhin den Wandel zu unterstützen und zu fördern, ist es wichtig, das Thema im Gespräch zu halten, weswegen wir uns dazu entschieden haben diesen Blogbeitrag zu schreiben.
      Das Thema regionale Produkte kann eine große Rolle spielen bei dieser Thematik, jedoch ist dies natürlich immer sehr abhängig von der jeweiligen Verfügbarkeit. Menschen in einer Großstadt haben da sicherlich weniger Auswahl als Menschen, die in ländlichen Gegenden leben. Aber grundsätzlich gilt: wenn man einen regionalen Händler in der Nähe hat, ist es immer am besten, diesen auch zu unterstützen. Dies ist aber auch eine Preisfrage.
      Ich denke, dass Kinder durch die Konfrontation mit ihrem Essverhalten auch ihre Eltern dazu bewegen können, etwas zu ändern. Dass sie aber nicht vor der Klasse bloßgestellt werden, sollte man natürlich sicherstellen, denn Ziel ist es eine Erkenntnis zu schaffen und nicht schlechte Gefühle, die evtl sogar zu Verdrängen führen.
      Liebe Grüße
      Lena

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  6. Hallo Liebe(r) Pauline, Maite, Josephine, Julia, Marvin und Lena,
    ich fand euren Beitrag sehr gut gestaltet, die Gliederung war sehr gut nachvollziehbar und euer Design hat mir sehr gut gefallen.
    Ihr hattet sehr viele interessante Bilder in eurem Beitrag und es hat Spaß gemacht ihn zu lesen, auch weil ich selbst mich sehr viel mit diesem Thema beschäftige und auf meinen eigenen Fleischkonsum sehr stark achte.
    Mich würde erst einmal interessieren, warum ihr euch für dieses Thema entschieden habt ?
    Gerade zum Thema Fleischersatzprodukte fand ich euren Beitrag sehr gelungen, da er viele Möglichkeiten aufgezeigt hat wie man sich auch ohne Fleisch ernähren kann. Somit habt ihr nicht nur Mängel aufgezeigt, sondern auch Lösungen. Genau so sollte man dies auch in der Schule behandeln, Kinder haben sicherlich nicht immer einen nachhaltigen Fleischkonsum und vegan ernähren sich die meisten erst recht nicht. Dennoch sollte man ihnen die Möglichkeiten nennen, die sie haben, damit sie auch in Zukunft selbst eine Entscheidung treffen können. Das Besuchen eines Biobauernhofs oder eine Patenschaft für eine Kuh sehe ich dabei als sehr gelungene Ideen, da eine persönliche Bindung zu einem Thema immer das Interesse daran, richtig zu handeln, fördert. Kinder können noch geformt werden, Erwachsene nicht. Deshalb sind die meisten Probleme der Welt auch automatisch in der Schule an der richtigen Stelle, da man langfristig das Denken der Menschen am besten durch die nächste Generation ändern kann.
    Ganz viele Grüße
    Elias

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    1. Hallo Elias,
      vielen Dank für dein Feedback und deine Meinung!
      Wir wollten einen Beitrag zum Thema Fleischkonsum schreiben, weil dies ein sehr wichtiges Thema ist über das man auf jeden Fall sprechen sollte. Einerseits schadet die Fleischproduktion der Umwelt, andererseits den Tieren. Eine Änderung ist zu beobachten, jedoch muss man weitere Änderungen verlangen, damit dies auch so bleibt. Da hilft es zum Beispiel mit solchen Blogbeiträgen eine Diskussion und einen Dialog zu schaffen.
      Die Lösung der Fleischersatzprodukte ist wohlgemerkt auch nicht nur eine Lösung für Menschen, die komplett verzichten wollen, sondern kann auch benutzt werden, um den eigenen Fleischkonsum zu verringern und nur einen Teil zu ersetzten. Durch weniger Fleischkonsum kann man dann auch teureres Fleisch kaufen.
      Die Aussage, dass Erwachsene nicht mehr geformt werden können, sehe ich teilweise als leider berechtigt, an da viele aus ihren Mustern nur ungern ausbrechen und Gewohnheiten nur schwer ablegen, jedoch kann auch im Erwachsenenalter sehr gut eine Änderung hervorgerufen werden, da man viel unabhängiger denken und entscheiden kann. Beispielsweise wird ein erwachsener Mensch viel einfacher den Schritt zum Veganismus schaffen als ein Kind, das nahrungstechnisch noch von den Eltern abhängig ist und sich mehr oder weniger dem Speiseplan fügen muss. Natürlich ist es deshalb sinnvoll, alle Altersklassen anzusprechen und Denkanstöße zu geben, sodass man so viel wie möglich verändern kann.
      Liebe Grüße
      Lena

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  7. Hallo liebes Blogger-Team.

    Euren Blogbeitrag habe ich gestern Abend angefangen ... ratet mal bei wem es kein Fleisch zum Abendessen gab.
    Ich halte euren Beitrag für sehr wichtig. Der Fleischkonsum ist mittlerweile so extrem gestiegen und eigentlich weiß kaum einer so richtig was die Auswirkungen davon sind.
    Neben dem guten Inhalt, gefielen mit besonders eure sinnvollen Übergänge und dass ihr alle Themen immer wieder kritisch hinterfragt habt, wie z.B. das „glückliche“ Schweine nicht gleich „glückliche Schweine“ sind.
    Ein kleiner Tipp am Rande: bei Word kann man „automatische Silbentrennung“ einstellen, dann wird euer Text im Blocksatz nicht so auseinander gezogen.
    Auch eure Didaktische Aufbereitung fand ich sehr gut. Dennoch habe ich hier einen kleinen Kritikpunkt: der „Verpackungscheck“. Die Idee ist toll, aber bitte die Kinder keine Verpackungen von daheim mitbringen lassen und lieber selbst als Lehrperson verschiedene Beispiele mitbringen. Solche Situationen unterschätzt man oft, aber hier entsteht sehr schnell ein Vergleich zwischen den Schülerinnen und Schülern. Wer kann sich das Bio-Produkt leisten? Bei wem gibt es daheim nur „schlechtes“ Fleisch? „Bei dir daheim ess ich nicht mehr, wenn ihr nur so ein Scheiß kauft“. Wie ihr schon sagt, artgerechte Produkte sind oft eine Preisfrage und Verpackungen sollten deshalb lieber von der Lehrperson als von den Schülerinnen und Schülern präsentiert werden.
    Zu eurer Frage: Ja, ich denke ein Video über die Haltungsbedingungen der Tiere kann man durchaus im Unterricht zeigen. Das ist natürlich ein Schockmoment, aber eröffnet bei vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit ihr Handeln zu reflektieren und eventuell zu ändern.
    Ich hatte in der Schule ebenfalls diesen besagten Schockmoment und entschied mich daraufhin für eine vegane Ernährung. Leider musste ich ziemlich schnell feststellen, dass ich extrem allergisch auf Soja bin. Nur damals bestand alles vegetarische und vegane fast zu 100% aus Soja. Heute sieht das vielleicht anders aus. Ihr habt euch nun ausgiebig mit Fleischalternativen beschäftigt. Aus diesem Grund würde ich gerne eure Meinung einholen: Vegan ohne Soja, noch einmal einen Versuch wert?

    Liebe Grüße
    Angi

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    1. Liebe Angi,

      danke für deine gut durchdachten Anmerkungen zu unserem Blog. Um auf deine Frage einzugehen; schade, dass du auf Soja allergisch reagierst. Damit bist du allerdings nicht allein. Da Soja sich in den letzten Jahren mehr oder weniger zu einem der „Grundnahrungsmittel“ etabliert hat, steigen auch die Fälle in denen Menschen allergisch auf die Hülsenfrucht reagieren. Beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln kann dir ein Blick auf das Zutatenverzeichnis eine Orientierungshilfe sein, denn hier werden Soja und Produkte daraus als Zutat aufgelistet und fett oder unterstrichen hervorgehoben (siehe https://www.daab.de/ernaehrung/nahrungsmittel-allergien/ausloeser/uebersicht/soja/). Generell würde ich dir empfehlen auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Das bedeutet, dass du dich im besten Fall nicht ausschließlich vegan ernähren solltest. Wenn du dir Sorgen um das Tierwohl machst, dann achte darauf möglichst regional bei einem Bauern deines Vertrauens einzukaufen. Solltest du doch einmal Lust auf einen veganen Snack verspüren, so findest du leckere Rezepte im Internet, z.B. auf http://kuechenmamsell.blogspot.com/search/label/sojafrei.
      Grüße
      Pauli

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  8. Hallo liebe Blogger,

    vielen Dank für euren tollen Beitrag!
    Ich empfand ihn als sehr informativ, vielgestaltig und inspirierend hinsichtlich meiner zukünftigen Unterrichtsgestaltung. Ich werde garantiert etwas davon verwenden.
    Insgesamt war sehr viel Text vorhanden. Dennoch war der Inhalt sehr interessant und ihr habt viele Bilder verwendet.

    Ihr habt ein sehr wichtiges Thema angesprochen, welches meiner Meinung nach ausführlich im Unterricht bearbeitet werden sollte. Denn es geht um unsere Zukunft! Aus diesem Grund würde mich noch zum Thema Fleischkonsum und Klima interessieren, was für Unterrichtsimpulse es gibt, damit SuS Handlungsmöglichkeiten entwickeln, um selbst etwas zum Klimaschutz beitragen zu können. Habt ihr Ideen?

    Zum Thema Videos von Massentierhaltung im Unterricht: meiner Meinung nach ist es wichtig, dass SuS die Realität sehen und bei dem Thema nichts "verschönert" oder verharmlost wird.

    Liebe Grüße
    Jan

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    1. Lieber Jan,

      vielen Dank für deine Rückmeldung zu unserem Blogbeitrag! Wir freuen uns, dass er dir einen Mehrwert erbracht hat.

      Weltweit hat der Verzehr von Fleisch in den vergangenen Jahrzehnten drastisch zugenommen und der Fleischkonsum ist Gegenstand einer öffentlichen (gesellschaftlichen und politischen) Debatte geworden. Der Grund dafür ist, dass sich die Fleischproduktion schädlich auf Umwelt und Klima auswirkt. Daher hast du eine wichtige Frage aufgeworfen. Zunächst muss natürlich geklärt werden, wie der Fleischkonsum mit Umwelt und Klima zusammenhängt (Energieverbrauch durch Beheizung und Beleuchtung der Ställe; Abgase durch LKW-Transporte; Kühe scheiden Methan aus, welches 25-mal schädlicher
      als CO2 ist; Regenwaldabholzung durch Futteranbau und Rinderweiden). Wusstest du, dass in einem kg Rindfleisch 20,65 kg Treibhausgas stecken?
      Anschließend können mit der Klasse oder der ganzen Schule verschiedene Projekte durchgeführt werden: Zwei Veggie-Tage pro Woche, an denen das Pausenbrot und Mittagsessen (Mensa) veggie sein soll oder eine Veggie Kochwoche, in der SuS Veggie-Rezepte aussuchen und kochen.

      Liebe Grüße
      Julia

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  9. Liebes Bloggerteam,

    vielen Dank für euren informativen und abwechslungsreichen Blogbeitrag, welcher eine sehr aktuelle und zugleich relevante Thematik anspricht, mit der sich durchaus jeder Einzelne auseinandersetzen sollte. Ich selbst achte beispielsweise auf einen möglichst geringen Fleischverzehr und esse überdies sehr gerne Hülsenfrüchte. Habt ihr bereits Erfahrungen mit den weiteren von euch aufgeführten Fleischersatzprodukten wie Tofu, Seitan oder Tempeh gesammelt?

    Um mit SuS die Haltungsbedingungen von Nutztieren zu thematisieren, finde ich eurer Beispiel der Raumabsteckung und der damit verbundenen Reflektion besonders einprägsam. Den SuS wird auf diese Weise das Mindestmaß an verfügbarem Platz eindrücklich visualisiert. Der Selbstversuch vermag hierbei nicht nur einen gegenseitigen Austausch der Lernenden über ihre Empfindungen und Einschätzungen induzieren, sondern zu einer über die Unterrichtsstunde hinausgehenden eigenständigen Beschäftigung der Lernenden mit ihrer eigenen Ernährungsweise und den damit verbundenen Auswirkungen auf ihr jeweiliges Umfeld anregen.

    Eure Ausführungen, was genau in einem Kilogramm Rindfleisch ‚steckt‘, bieten sich ebenso für eine nähere Betrachtung im Unterricht an. Folgende Ansatzpunkte wären dabei beispielsweise möglich:
    - Einstieg: Die SuS sammeln im Klassengespräch denkbare Komponenten, welche in die Herstellung von Rindfleisch einfließen. Die Lehrperson nennt darauffolgend die einzelnen Aspekte (z. B. Nutzfläche, Getreide, Wasser, Treibhausgase) und erfragt Schätzwerte der Lernenden bezüglich der jeweiligen Mengenanteile. Anschließend nennt die Lehrkraft die tatsächlichen Zahlen; die SuS äußern optional erste Vermutungen, wie diese zustande kommen. Die Lehrperson stellt sodann die Fragestellung der folgenden Unterrichtsstunde („Woher kommt eigentlich unser Fleisch?“) sowie die weitere Vorgehensweise (Untersuchung einzelner Facetten der Fragestellung als Gruppenarbeit) vor.
    - Erarbeitung: Die SuS untersuchen in verschiedenen Gruppen die Hintergründe der einzelnen Aspekte näher; es könnten weitere ‒ von euch ebenso ausgeführte ‒ Gesichtspunkte hinzugezogen werden, wie beispielsweise der Vergleich von konventioneller und ökologischer Tierhaltung sowie der Produk- tionsweg von Fleischersatzprodukten
    - Ergebnissicherung: Die SuS präsentieren ihre erarbeiteten Ergebnisse zunächst im Plenum; anschließend diskutieren und reflektieren sie die eingebrachten Äußerungen. Die Lehrperson hält sodann ein gemeinsam formuliertes Fazit fest, welches hervorhebt, dass in einem Kilogramm Rindfleisch weitaus mehr „steckt“ als ein solches auf den ersten Blick vermuten lässt.
    - Erweiterung: Die SuS beschäftigen sich mit der Fragestellung, in welchem Umfang sich ein hoher Fleischkonsum und eine daraus resultierende intensive Fleischproduktion auf internationaler Ebene auswirkt. Als Ausgangs- bzw. Anknüpfungspunkt könnte beispielsweise folgendes Zitat von Franziska Weisz verwendet werden: „Unser Fleischkonsum ist ein genauso machtvoller, wie einfacher Schlüssel zur Lösung vieler unserer heutigen und zukünftigen Probleme – sei es Hunger, Trinkwasserknappheit, Rodung des Regenwaldes, Klimaerwärmung bis hin zur Überlastung unseres Gesundheitssystems“ (Umweltverband WWF Österreich (2019). „Fleisch ist uns nicht wurscht“. https://fleisch-ist-uns-nicht-wurscht.at/start-des-fleischratgebers/, [21.08.2020]).

    Inwieweit wurde zu euren eigenen Schulzeiten auf ernährungsbezogene Themen und insbesondere die Fleischherstellung und den -verzehr eingegangen? Welche inhaltlichen und konzeptuellen Teilaspekten stuft ihr als besonders relevant ein, wenn ihr als Lehrperson einmal später selbst diese Thematik im Unterricht behandeln und umsetzen möchtet?

    Viele Grüße
    Franziska

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    1. Liebe Franziska,
      vielen Dank für deinen differenzierten Kommentar! Schön, dass du dir so viel Zeit genommen hast, uns deine Gedanken zu unserem Blogbeitrag mitzuteilen und zusätzlich noch einige Anregungen lieferst! Darüber freuen wir uns wirklich sehr.
      Super finden wir, dass du dir bereits Gedanken über deinen Fleischkonsum machst und der Verzehr von Hülsenfrüchten eine Alternative für dich darstellt. Ich selbst habe die von uns aufgelisteten Fleischersatzprodukte alle schon getestet, da ich mich einige Jahre vegetarisch ernährt habe. Aktuell esse ich hin und wieder ausgewähltes Fleisch – Seitan, Tofu und Tempeh sind aufgrund ihrer flexiblen Zubereitungsmöglichkeiten trotzdem fester Bestandteil meines Speiseplans. Vor allem freue ich mich, dass durch die Fleischersatzprodukte auch das vegetarische Angebot in Restaurants immer vielfältiger wird. Am häufigsten wird hierfür Tofu, aber immer öfter auch Seitan verwendet. Beide Produkte sind vielseitig einsetzbar und schmecken mir persönlich gut gewürzt in einem Curry oder auch als Burgerbratling. Die Geschmäcker der Konsumenten gehen hierbei aber weit auseinander – wahrscheinlich, weil es sich um bisher Unbekanntes handelt. Probiere dich am besten mal durch ein paar verschiedene Gerichte und ich bin sicher, du findest vegetarische Alternativprodukte, welche dir gut schmecken und sich gut in deine sonstige Ernährung einfügen. 😊
      Deinen Vorschlag zur Unterrichtsplanung halten wir für sehr gelungen! Toll daran ist, dass viele der von uns beabsichtigten Aspekte miteinander verknüpft werden können. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit den verschiedenen Formen der Nutztierhaltung und Fleischproduktion, bewerten ihr eigenes Konsumverhalten und schließlich wird auch auf die resultierenden Umweltschädigungen eingegangen. Danke für diesen Denkanstoß! Greenpeace stellt ebenfalls sehr interessante Unterrichtsmaterialien für diese Thematik in der Klassenstufe 7-10 zur Verfügung (https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/gpbm_bildungsmaterial_um_jeden_preis.pdf).
      In meiner eigenen Schulzeit (Abitur 2012) wurde ja noch nach dem Vorgängerbildungsplan unterrichtet, weshalb Klimaschutz und Nachhaltigkeit erst nach und nach in unserem Schulcurriculum Einzug hielten. Über Ernährung und Nährstoffe wurde ausführlich gesprochen, auch Essstörungen und Stoffwechselerkrankungen waren ein Thema. Kaum eine Rolle spielte hierbei allerdings der Fleischverzehr – wir sind froh, dass sich dies ändert und die Gesellschaft generell offener für hochwertige Fleischprodukte und eine Einschränkung des Fleischkonsums geworden ist. Um diesen positiven Trend ausbauen zu können, halten wir die Thematik für in der Schulbildung unabdinglich. Besonders wichtig erscheinen uns in diesem Zusammenhand das Schulen der Leitperspektiven, diverser inhalts- und prozessbezogener Kompetenzen. Vor allem die Erkenntnisgewinnung und Bewertung lassen sich durch die Beschäftigung mit den verschiedenen Produktionsarten und der anschließenden Einordnung des Konsumverhaltens stärken. Im Zuge dessen werden Verbraucherbildung, Gesundheitsbildung und die Bildung für nachhaltige Entwicklung unterstützt.
      Vielen Dank für dein Interesse und liebe Grüße!
      Josephine

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  10. Hallo liebes Blogger-Team,

    Ich danke euch zunächst einmal für euren sehr interessanten und sehr direkten Blogbeitrag.
    Ich fand es wirklich schockierend zu lesen wieviele Tiere (763 Millionen) gehalten und geschlachtet werden nur um dem Menschen einen Wohlstand (‚Genuss‘) zu verschaffen, denn unser Fleischkonsum heutzutage hat schon lange nichts mehr mit dem Jagdinstinkt und dem Überleben des Menschen zu tun.
    Des Weiteren habt ihr folgenden Grundsatz aus dem Tierschutzgesetz angeführt
    "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen“.
    Was mich nun etwas verwirrt hat ist folgendes:
    Was wären denn laut diesem Grundsatz sogenannte „vernünftige Gründe“ einem Tier Schmerzen zuzufügen?
    Außerdem bin ich ebenfalls der Meinung, dass es bedenklich ist zu sagen, dass einerseits massenhaft Fleisch produziert werden soll aber andererseits das Wohl des Tieres geschützt werden soll.
    Selbst wenn man dem Tier die besten Haltungsbedingungen ermöglicht stellt sich doch die Frage „Wurde auf das Wohl des Tieres geachtet wenn man sich im nächsten Moment dazu entschließt, sein Leben durch die Schlachtung zu beenden?“
    Ich finde es unfassbar, dass es so viele Schlupflöcher gibt wie , dass der jeweilige Hersteller sein ‚Produkt‘ mit dem Attribut „tier-/artgerechte Haltung“ versehen kann, solange er nicht gegen gesetzliche Vorgaben wie ‚das Kürzen von Schwänzen bei Ferkeln‘ oder ‚das Enthornen der Rinder‘ verstößt.
    Beim Lesen eures Blogbeitrags ist mir außerdem aufgefallen wie wenig man eigentlich über die Siegel zur Haltungsform weiß und ich finde es schrecklich, dass je nach Siegel die Haltungsbedingungen der Tiere unterschiedlich definiert werden statt allen Tieren gute Bedingungen zu ermöglichen.
    Häufig kaufen Menschen ‚billiges’ oder ‚teures’ Fleisch aufgrund ihrer eigenen ‚schlechteren‘ oder eben ‚besseren‘ finanziellen Aufstellung.
    Aufgrund dessen ist es doch unverantwortlich die Haltungsbedingungen davon abhängig zu machen wie groß die Nachfrage nach ‚billigem‘ oder eben ‚teurem‘ Fleisch ist.

    Nun hätte ich eine Frage und zwar gibt es verschiedene Gründe sich vegetarisch oder vegan zu ernähren.
    Zum Einen stand in eueren Beitrag, dass sich viele aus reinem Interesse für eine solche Ernährung entscheiden und zum Anderen aus ethischen Gründen.
    Ich habe jedoch oftmals gelesen, dass die vegetarische oder vegane Ernährungsweise mittlerweile zu einer Art Ernährungstrend geworden ist.
    Könnt ihr eventuell näheres zu der Entstehung eines solchen vegetarischen/veganen Ernährungstrends sagen und weshalb vor allem die vegane Ernährung in der heutigen Zeit soviel verbreiteter und präsenter in unserem Alltag ist als früher?
    Sei es nun auf Social Media oder in lokalen Cafés oder Restaurants in denen auf der Karte stets vegetarische/vegane Alternativen angeboten werden.

    Um nun wieder zurück zu dem Inhalt eures Beitrags zu kommen, ich fand die Idee mit der Auflistung von Fleischalternativen eine sehr schöne Idee um aufzuzeigen, dass man sich trotz ‚Fleischverzicht‘ dennoch ausgewogen, vielseitig und gesund ernähren kann.
    Auch eure Ideen zur didaktischen Umsetzung des Themas muss ich wirklich sehr loben.
    Ich habe mein Abitur im Profilfach Gesundheit und Pflege gemacht und muss zugeben, dass wir im Unterricht wirklich viel zum Thema Ernährung gemacht haben, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass von euren Ideen, wie dem Selbstversuch oder dem Besuch auf dem Biobauernhof, ebenfalls welche aufgegriffen worden wären.

    Nun würde ich gerne noch eine der Fragen eures Blogbeitrags beantworten:
    Ich finde es angebracht ein Video über die Haltungsbedingungen der Tiere im Unterricht zu zeigen, jedoch sollte man dennoch bedenken, dass viele Bilder oder Videos auf jüngere SuS verstörend wirken könnten, weswegen man sich wirklich gut überlegen müsste welche Videos in welcher Klassenstufe dazu beitragen ein Verständnis und eine Sensibilisierung für das Thema zu schaffen und welche negative Auswirkungen haben könnten.

    Liebe Grüße
    Dafni Papandreou

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    1. Hallo Dafni,
      vorneweg ein Dankeschön für deinen netten Kommentar.
      Wir sind derselben Meinung wie du, dass der heutige Fleischverzehr schon lange nichts mehr mit dem Jagdinstinkt oder dem Überleben des Menschen zu tun hat. In diesem Zusammenhang würden wir auch gerne den Grundsatz aus dem Tierschutzgesetz so deuten wollen, dass dieser „vernünftige Grund“, damit einem Tier Schmerzen zugefügt werden können, wenn überhaupt nur dieser sein kann, dass dadurch das Überleben des/der Menschen gesichert werden kann. Beispielsweise soll man, wenn ein Tier auf die Fahrbahn gerät, nicht unkontrolliert mit dem Auto ausweichen oder für das Auto hinter einem vollkommen unvermittelt eine Vollbremsung hinlegen, da man sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringt. Während man in diesem Fall noch von einem vernünftigen Grund für die Schmerzen/den Schaden des Tieres sprechen kann, ist dies bei dem übermäßigen Fleischverzehr unserer Meinung nach längst nicht mehr der Fall.
      Der Punkt, dass eigentlich auch nicht auf das Tierwohl geachtet wird, wenn dem Tier selbst bei bester Bio-Haltung irgendwann die Schlachtung droht unterstreicht die Notwendigkeit sich vegan/vegetarisch zu ernähren, wenn man das Tierwohl hoch halten will.
      Bezüglich deines Kommentars zur Bezeichnung von „tier-/artgerechter Haltung“: Zwar dürfen die Schwänze nur gekürzt oder die Eckzähne geschliffen werden, wenn dies zum Schutz des Tieres und/oder der anderen Tiere nötig ist. Allerdings gibt es in den konventionellen, wirtschaftenden Betrieben bestandsbetreuende TierärztInnen, die eine entsprechende Stellungnahme formulieren, die die Unerlässlichkeit des Eingriffs versichern.
      Zu den verschiedenen Tierschutzlabeln sei gesagt, dass diese, wie es bereits der Blogbeitrag und du auch andeuten, die Situation aufgrund fehlender Übersichtlichkeit eher verschlimmbessern. Ein einheitliches und vor allem verpflichtendes Tierschutzlabel könnte vielleicht etwas bewirken, indem der Verbraucher direkt erkennt, wie die Haltungsbedingungen des Tieres, dessen Stück Fleisch er im Supermarkt in der Hand hält, gewesen sind. Dadurch könnte der Verbraucher sein Konsumverhalten anpassen und die Produzenten müssten sich danach richten. Diesbezüglich zieren sich aber die Bundesregierung und Julia Klöckner schon seit 2017. Dass es hier so schnell Fortschritte geben wird, muss also bezweifelt werden.
      Zu deiner Frage nach dem vegetarischen/veganen Ernährungstrend: Solche Trends sind natürlich komplex und die Entstehung dieser Trends sowie die Partizipation an ihnen sind vielfältig. Aus dem Ernährungsreport 2020 des BMEL (https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrungsreport2020.html) geht hervor, dass 75% der Befragten angaben sich aus Neugier vegan zu ernähren. Die weiteren Beweggründe waren das Tierwohl (48%), der Geschmack (43%), das Klima (41%) und die eigene Gesundheit (37%). Was letztlich DER EINE Grund für die Entstehung des Trends war, lässt sich nur schwer sagen – vermutlich spielen alle genannten Faktoren hier mit rein. Es ist in den letzten Jahren durchaus spürbar, dass Themen wie Tierwohl und vor allem der Klima- und Umweltschutz immer breitere Bevölkerungsschichten erfassen, weshalb diese Punkte eine wichtige Rolle in diesem Trend spielen können. Außerdem vermuten wir, dass es zu einer Art positiven Feedback-Schleife kommt. Mehr Leute ernähren sich vegan -> es gibt mehr vegane Angebote, die noch mehr Leute ansprechen -> usw.
      Wir finden das schon super, dass du dein Abitur mit diesem Schwerpunkt absolviert hast. Einige von uns hatten in ihrer Schulzeit im Unterricht nur selten Berührungspunkte mit dem Thema Ernährung. Einen Besuch auf einem Biobauernhof können wir auf jeden Fall wärmstens – auch aus eigener Erfahrung – empfehlen.
      Bezüglich des Films sehen wir das genauso wie du es siehst. Ein solcher Film kann die SuS so direkt wie es ein Text oder Abbildungen nur schwer können mit der unbequemen Wahrheit konfrontieren. Allerdings sollte in jedem Fall auf das Alter der Schüler geachtet werden, um eventuelle negative Auswirkungen zu vermeiden.
      Liebe Grüße
      Marvin

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  11. Liebes Bloggerteam,

    erst einmal möchte ich mich bei euch für diesen Blogbeitrag bedanken! Er war sehr informativ. Eigentlich denkt man immer man weiß über Massentierhaltung, Bioprodukte und Co Bescheid, aber dennoch konnte ich einige neue Informationen aus eurem Beitrag entnehmen und mein Wissen wieder auf den aktuellen Stand bringen.
    Auch wenn ich eigentlich weiß, wie die Bedingungen in der Massentierhaltung sind, ist es mir beim Lesen des Abschnitts wieder vergangen. Und dazu braucht es noch nicht einmal Bilder oder Videoaufnahmen. Ich selbst verzichte seit einigen Jahren auf Fleisch und in eurem Beitrag ist mir wieder einmal klar geworden wieso.
    Die Klassifizierung von Fleischprodukten mit Hilfe von Labels ist ja schon lange ein Thema. Meiner Meinung nach ist es zwingend notwendig, dass härtere Maßnahmen von Seiten der Politik ergriffen werden. Die Wahl der Verbraucher nach Labels stufe ich als eher schwierig ein. Wie ihr zuvor auch selbst ansprecht gibt es viel Kritik zu den Labels, wie zum Beispiel die freiwillige Teilnahme. Habt ihr genauere Informationen wie es mittlerweile mit den Labels aussieht und ob es diese inzwischen auch für andere Tiere, nicht nur für Schweine gibt? Dies wäre mit einer hohen Transparenz bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung.

    Der Abschnitt über Biolebensmittel hat mir gut gefallen, weil ihr kurz und prägnant auf die Eigenschaften von Produkten eingeht, die ein Biosiegel tragen. Welche Unterschiede gibt es dabei zwischen dem EU-Bio Logo und den Deutschen Bio-Siegel? Bedeuten diese auch unterschiedliche Standards? Ich finde es gut, dass ihr darauf hinweist, dass auch trotz Bio-Siegel nicht immer ein „gutes“ Leben der Tiere garantiert werden kann. Gibt es dazu weitere Hinweise auf Produkten, um mehr über die einzelnen Betriebe zu erfahren?
    Habt ihr zur Herstellung und den Folgen für die Umwelt aufgrund der Sojaherstellung noch weitere Informationen? Hier stellt sich die Frage, ob eine Umstellung auf alternative Ernährung mit „Ersatzprodukten“ wirklich Sinn macht.

    Wie ihr argumentiert, dass das Thema, insbesondere für Schüler*innen relevant ist, fand ich fundiert und gut gelungen. Mit den Ideen für die praktische Umsetzung schafft ihr einen Alltagsbezug, den ich mir als sehr wirkungsvoll und interesseweckend vorstellen kann.
    Zu eurer Fragestellung kann ich sagen, dass wir im Unterricht damals „We feed the World“ angeschaut haben. Bei mir hat dies zwar nicht direkt zur fleischlosen Ernährung geführt, jedoch habe ich mir anschließend mehr Gedanken über mein Ess- und Konsumverhalten gemacht. Dies kann im ersten Moment natürlich schockierend für Schüler*innen sein, jedoch kann es zu einem Überdenken des eigenen Handels führen. Dabei ist natürlich eine bedachte Auswahl von Filmmaterial enorm wichtig. Mit dem nötigen Fingerspitzengefühl und vielleicht einer gewissen Freiwilligkeit, die den Schüler*innen eingeräumt wird kann ich mir eine Verwendung davon im Unterricht durchaus gut vorstellen.


    Vielen Dank und liebe Grüße

    Melanie Stracke

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    1. Hallo Melanie,

      vielen Dank für dein positives Feedback. Uns freut es sehr, dass unser Blogbeitrag so gut bei dir angekommen ist. Auch uns ist während des verfassen unseres Blogbeitrag wieder aufgefallen, wie katastrophal die Bedingungen heute noch bei der Massentierhaltung sind. Ja, mittlerweile gibt die Siegel für mehr tierische Produkte. Nicht mehr ausschließlich für Schweine, sondern für alle Nutztiere. Das ich natürlich ein Schritt in die richtige Richtung, leider ein zu kleiner. Denn viele Verbraucher scheuen sich nicht, tierische Produkte der 1. Haltungsstufe zu kaufen. Zudem bleibt die freiwillige Teilnahme, welche auch von dir als Problem eingeordnet wurde, als Problem bestehen. Beim EU-Bio Logo müssen Landwirte, Verarbeiter, Vertreiber, Einzelhändler und Importeure die EU-Regeln einhalten. Sie werden durch eine öffentliche oder private Kontrollstelle überprüft. Bei Einhaltung aller Regeln erhalten sie das Recht ihre Produkte als Bioerzeugnisse zu verkaufen. Dies wird mindestens einmal pro Jahr geprüft. Wer Produkte mit EU-Bio-Logo kauft kann davon ausgehen, dass sie Nachhaltig, Umweltschonen und nach Tierschutzstandards produziert wurden. Das deutschen Bio-Siegel wird von Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geprüft. Ist das EU-Bio-Siegel vorhanden, so kann das deutsche Bio-Siegel freiwillig auf das Produkt gedruckt werden. Produkte mit dem Siegel stammen aus mindestens 95% ökologischem Landbau, es werden keine gentechnisch veränderten Organismen verwendet, keine synthetischen Pflanzenschutzmittel oder schädlicher Dünger und es sind keine Geschmacksverstärker enthalten. Weitere Hinweise auf Produkten können die Adresse sein, welche darauf hinweist aus welcher Region oder welchem Land das Tier oder das Produkt stammt. Dies ist aber leider nicht auf allen Produkten vorhanden. Die Ernährung mit Ersatzprodukten macht wie im Blog bereits erwähnt dahingehend Sinn, da viele deutsche Produzenten von Ersatzprodukten auf einen Nachhaltigen Sojaanbau achten.
      Danke für deinen Idee diesen Film zur Veranschaulichung zu nehmen. Auch ich finde, solche Filme anfangs schockierend, jedoch muss man der Realität auch ins Auge schauen und wie du sagst mit dem nötigen Fingerspitzengefühl dieses wichtige Thema aufgreifen.


      Vielen Dank und liebe Grüße

      Maite Coblenzer

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  12. Liebe Autorinnen und liebe Autoren,
    vielen Dank für euren sehr informativen und toll gestalteten Blogbeitrag. Über euren Titel ("wurstegal oder sauwichtig?") musste ich sehr schmunzeln.
    Toll finde ich, dass ihr ein so wichtiges Thema gewählt habt und nochmal verdeutlicht, wie wichtig die Thematisierung dessen in der Schule ist.
    Ich stimme euch vollkommen zu, dass der erste und mit der wichtigste Schritt das "Bescheid wissen" der Konsumenten und somit der Schüler*innen ist. Viele Schüler*innen haben keine Ahnung, was Massentierhaltung ist, geschweige denn was es für die Tiere und unsere Umwelt bedeutet- wie sollen sie ohne dieses Wissen über ihren Fleischkonsum reflektieren und ihn sogar nachhaltig ändern?
    Genau diese Reflexion des eigenen Fleischkonsums und eine Bewusstseinsschaffung über diesen sollten das Ziel sein.
    Dafür finde ich eure vorgestellten Möglichkeiten für eine Integration des Themas im Unterricht sehr gelungen. Auch die fachübergreifende Thematisierung, besonders mit dem Fach Ethik, kann ich mir gut vorstellen. Interessant stelle ich mir auch das Führen eines Fleischtagebuchs vor. Das ist wohl die beste Möglichkeit, die Schüler*innen auf Ihren eigenen Fleischkonsum aufmerksam zu machen. Entscheidend ist anschließend natürlich die reflektierende Besprechung und die Frage an sich selber: Will ich daran etwas ändern? Wie kann ich etwas ändern?
    Eine Herausforderung, die sich der Lehrperson stellen muss, ist die enge Verbindung zwischen Fleischkonsum und individuellem familiären Haushalt. Jedes Kind ist mit anderen Essgewohnheiten vertraut und hat nur mehr oder weniger großen Einfluss auf den Fleischkonsum und dem Fleischeinkauf der Familie. Ich denke, dass es dabei wichtig ist, kein Schüler und keine Schülerin und dessen familiären Fleischkonsum bloßzustellen.
    Außerdem finde ich eure Idee einen Bauernhof zu besuchen sehr wertvoll. Außerschulische Lernorte sind meist interessenfördernd und weisen einen hohen Erfahrungs- und Lernzuwachs für Schüler*innen und Lehrpersonen auf. Im Rahmen eines Seminars an der PH organsierten einige Kommilitoninnen und ich einen Bauernhoftag für Schüler*innen einer 5. Klasse. Ziel war es, die Schüler*innen auf Tierhaltung, Tierwohl und den eigenen Fleischkonsum aufmerksam zu machen. Hier stand im Mittelpunkt zwar nicht das Verzichten auf Fleisch, sondern viel eher die Wichtigkeit der tierfreundlichen Haltung und den damit verbunden angemessenen Fleischkonsum.
    Ich erlebte diese außerschulische "vor- Ort- Situation" als eine sehr wichtige und lehrreiche Erfahrung für die Schüler*innen.
    Gerade bei diesem Thema halte ich es für besonders sinnvoll und wichtig, den Schüler*innen die Möglichkeit zu geben, einen Bauernhof zu besuchen, die Tiere und deren Haltung vor Ort zu betrachten, sowie zu reflektieren und möglicherweise sogar einen Bauern zu interviewen.
    Alles in allem ist die Frage, wo unser Fleisch herkommt und die damit verbundene Auseinandersetzung mit der Tierhaltung und dem eigenen Fleischkonsum ein sauwichtiges Thema. dass auf jeden Fall in die Schule gehört!
    Liebe Grüße und vielen Dank an euch!
    Liv
    P.S.: Hier hat der Bund Naturschutz nochmal knapp sieben Tipps für einen reduzierten Fleischkonsum zusammengefasst:
    https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/essen-und-trinken/fleischkonsum-reduzieren.html (letzter Zugriff: 23.08.2020)

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  13. Hallo Liv,

    vielen Dank an das Lob für unserer Blogbeitrag. Es ist schön zu hören, dass durch den Blogbeitrag unsere Haltung zur Bedeutung der Aufklärung dieses Themas deutlich wird. Wie auch du finden wir es wichtig erstmal Klarheit bei den Kindern zu schaffen, denn wie soll bei Unwissen ein Bewusstsein im Umgang mit Tierischen Produkten entstehen. Natürlich kann man keinem Schüler aufzwingen, nach dieser Unterrichtseinheit oder dem Führen des Fleischtagebuchs keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren. Aber vielleicht gelingt es, dass den Schüler*innen beim nächsten Konsum von tierischen Produkten bewusst ist was genau sie da essen und unter welchen Umständen es produziert wurde. Die Ernährung ist ein relativ privates Thema, was auch von Familie zu Familie von sehr unterschiedlicher Bedeutsamkeit ist. Bei dieser Unterrichtseinheit ist es infolgedessen wichtig, den Schüler*innen die Freiwilligkeit zu lassen.
    Danke dass du deine Erfahrungen mit dem Besuch eines Bauernhofs teilst. Auch wir finden es wichtig den Schüler*innen dieses wichtige Thema zu veranschaulichen, was durch einen Besuch vor Ort natürlich besonders gut gelingen kann.


    Vielen Dank und liebe Grüße

    Maite Coblenzer

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  14. Liebes Bloggerteam,
    vielen Dank für euren informativen Blogbeitrag. Obwohl das Thema schon oft in den Medien angesprochen worden ist und eigentlich die negativen Seiten des Fleischkonsums bekannt sein sollten, sehe ich auch bei mir selbst und bei meinen Freunden aus dem Studium, dass oftmals, um Geld zu sparen, ohne zu zögern Fleisch aus schlechter Tierhaltung gekauft wird.
    Jetzt stellt sich mir die Frage, ob eurer Meinung nach das Bio-Siegel überhaupt hält was es verspricht und ob es reicht für eine artgerechte und ökologische Haltung. Müssten die Vorgaben nicht deutlich strenger sein, um schlechte Bedingungen trotz Bio-Siegel in Massenbetrieben zu verhindern?
    Liebe Grüße
    Max

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    1. Lieber Max,
      Danke für deinen Kommentar zu unserem Blog. Meiner Meinung nach hält das Deutsche Bio-Siegel sowie das Bio-Siegel der Europäischen Union was es verspricht, da Biolandwirte strengen Kontrollen unterliegen und das Bio-Siegel nur vergeben wird, wenn diese auch eingehalten werden. Natürlich hast du Recht damit, dass Bio-Anbau/Haltung nur ein erster Schritt hin zu einem bewussteren Umgang mit unseren Ressourcen ist. Auch in Hinsicht auf eine artgerechte Tierhaltung kann und sollte immer noch mehr getan werden. So ist es wichtig, sich über die genauen Kriterien hinter den verschiedenen Siegeln zu informieren, bspw. auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/oekologischer-landbau/oekologischer-landbau-deutschland.html).
      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen,
      Grüße
      Pauli

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  15. Liebes Bloggerteam,

    vorab erst einmal vielen Dank für euren sehr gut gestalteten und sehr informativen Beitrag. Ihr sprecht in eurem Beitrag ein extrem wichtiges Thema unserer heutigen Gesellschaft an und hab mir verdeutlicht, dass das was ich über die Massentierhaltung wusste nicht einmal die Oberfläche dieses Themas ankratzt. Auf jeden Fall ist euch der Einstieg mit "wurstegal oder sauwichtig" genial gelugen. Ihr weist eindeutig darauf hin dass sowohl die Umstände der Tierhaltung und auch die Aufklärung, in der Schule und auch privat, in vieler Hinsicht erweitert und überarbeitet werden. Genau aus diesem Grund finde ich persönlich den Anschluss an das Thema Bio sehr gelungen und wichtig als Standpunkt gegenüber der Massentierhaltung. Auch sehr gut ist Thematisierung von Fleischersatz und dem vegetarischen bzw veganen Lebensstil und passend hierzu auch die Auflistung von Ersatzprodukten. Ich habe mir auf jeden Fall durch euren Beitrag Gedanken über meine Ernährung und den allgemeinen Fleischkonsum gemacht. Auch eure Vorschläge für Methoden im Unterricht sind sehr gelungen, ich persönlich finde das Fleischtagebuch und den Besuch auf einem Bauernhof hervorragend.

    Noch einmal vielen Dank und liebe Grüße

    Lukas

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  16. Liebes Blogger-Team,
    vielen Dank für euren interessanten Beitrag. Die Gestaltung ist euch sehr gelungen und ihr habt die Thematik verständlich erklärt. Das Thema Fleischkonsum und die Herkunft von Fleisch finde ich ein sehr wichtiges Thema, über welches meiner Meinung nach viele Menschen immer noch zu wenig informiert sind oder sich gar nicht erst informieren wollen.
    Obwohl ich mich mit dem Thema Massentierhaltung schon intensiv befasst habe und keine tierischen Produkte mehr kaufe, finde ich es immer wieder erschreckend, unter welchen Umständen die Tiere gehalten werden und welche Folgen dies auch auf das Verhalten der Tiere hat. Für mich stellt sich die Frage, wie Menschen diese Industrie unterstützen können, ohne ihren Konsum zu hinterfragen. Sind die Menschen zu wenig informiert oder ignorieren sie diese Fakten und essen weiterhin unbedacht ihre tierischen Produkte?
    In der Schule werden tierische Produkte oftmals als Lebensmittel bezeichnet, welche aus der Ernährung nicht wegzudenken sind.
    Allerdings hat die vegane Ernährung auch gesundheitliche Vorteile, wenn diese bedacht gewählt wird und man bewusst darauf achtet, dass man alle wichtigen Nährstoffe konsumiert. Sogar die Academy of Nutrition and Dietetics bestästigt, dass eine „gut gestaltete“ vegane Ernährung in allen Lebensabschnitten geeignet ist. Typische Volkskrankheiten wie Typ-2-Diabetis oder Herzerkrankungen treten bei Veganern seltener auf als bei Menschen, die tierische Produkte konsumieren. (vgl. Albert Schweitzer Stiftung, Vegan gesund (https://albert-schweitzer-stiftung.de/themen/vegan-gesund). Deshalb frage ich mich, wieso diese Aspekte im Unterricht zu Gesundheit selten genannt werden und tierische Bestandteile immer noch als essenzieller Bestandteil der Ernährung gelten.
    Besonders gut haben mir eure Unterrichtsbeispiele gefallen. Beim Verpackungscheck lernen die Schüler*innen, was hinter ihren Produkten steckt und können beim nächsten Einkauf darauf achten, welche Produkte sie kaufen. Beim Besuch auf dem Biobauernhof sehen die Schüler*innen, wie die Haltung auf einem Biobauernhof aussieht. Wenn sie davor Bilder zur Massentierhaltung gesehen haben, können sie einen direkten Vergleich ziehen.
    Zu eurer Frage, ob man ein Video über Haltungsbedingungen der Tiere im Unterricht zeigen soll, bin ich etwas zwiegespalten. Zum einen können diese Bilder wirklich sehr schockierend sein und ich denke nicht alle können damit gut umgehen. Andererseits denke ich, ist es wichtig ihnen einen Einblick zu zeigen, da dies die Realität ist, wie Lebewesen in der Massentierhaltung behandelt werden und Schüler*innen durch das Kaufen dieser Produkte die Industrie unterstützen.

    Liebe Grüße
    Theresa

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  17. Hallo Lena, Marvin, Pauline, Julia, Josephine, und Maite,

    Mir hat das Lesen des Blogbeitrags sehr gefallen, ihr hattet die Themenbereiche gut gegliedert und ein schönes Design gewählt. Durch das Einfügen der vielen Bilder war das Lesen des relativ umstrittenen Themas angenehm und spaßig. Durch mein persönliches Interesse am Thema war das Lesen sehr interessant zu lesen.

    Ernährt ihr euch vegetarisch/vegan oder achtet allgemein auf euren Fleischkonsum?

    Ich finde das Thema „Fleisch“ ist zurzeit ein umstrittenes und interessantes Thema, mit dem sich Kinder und Jugendliche auseinandersetzen sollten. Durch das Einfügen des Themas in den Biologieunterricht, bzw. in den Themenbereich der Ernährung können Schüler sich selbst ein Bildnis machen und ihren Fleischkonsum anpassen oder mindestens daran denken wie oft sie selbst Fleisch konsumieren. Ich denke es wird Schüler/innen geben die durch ihre Eltern schon seit längerer Zeit kein Fleisch konsumieren oder auch nur Fisch essen. Das heißt nicht, dass sie selbst verstehen weshalb ihre Eltern sie so erzogen haben
    Es gibt viele Möglichkeiten, die ihr auch dargestellt habt, komplett auf Fleisch zu verzichten. Eine vegane oder vegetarische Ernährung ist in unserer heutigen Gesellschaft durchaus möglich. Daher ist es auch wichtig, dieses Thema zu behandeln, wenn auch nur in ein einer Stunde darüber diskutiert wird.

    Vielen Dank für diesen interessanten Blog-Beitrag!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  18. Liebes Bloggerteam,
    Danke für diesen Beitrag. Ich finde die Thematisierung und den Einbau in den Biologieunterricht wichtig. Dabei finde ich die Sesibilisierung für das Leben der Tiere wichtig. Und auch das Bewusstmachung für den eigenen Konsum von Fleisch. Finde aber dass Schülerinnen und Schüler dabei nicht im Klassenplenum darüber sich zwingend austauschen müssen, auch da sie teilweise sehr bloßgestellt werden könnten. Die Ernährung von Schülerinnen und Schülern liegt dabei teilweise nicht nur in ihren Händen, sondern wird von den Eltern und dem sozialen Einfluss beeinflusst oder vorgegeben. Deshalb denke ich dass Tagebücher und der Austausch darüber teilweise schwierig ist. Auch die Methode dass Schülerinnen und Schüler Fragen gestellt bekommen zu ihren Fleischkonsum früher und heute, hinterfrage ich in der Weise dass mir persönlich der Effekt dessen nicht ganz klar wird. Die SuS gehören einer Generation an und erleben in den meisten Fällen mit geringer Wahrscheinlichkeit eine Veränderung. Auch sin genügend Kinder nicht in der Lage zu sagen, woher das konsumierte Fleisch stammt oder wollen es eben auch nicht. Andere von euch aufgezeigte Möglichkeiten halte ich aber für sehr gute Ansätze. Ich habe dabei den größten Respekt dass ihr euch an dieses schwere Thema herangewagt habt, auch da es sehr schwer ist dabei objektiv zu sein und keine Partei zu ergreifen. Ich könnte das nicht und habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht wie ich in Zukunft so etwas im Unterricht thematisieren soll, ohne den Schülerinnen und Schülern dabei eine Meinung vorzugeben, was mir als Lehrperson nicht zusteht, auch da ich dadurch Schülerinnen und Schüler indirekt verurteile wenn ich ihnen vermittle, dass ihre Ernährung Leid für Tiere bedeutet.
    Tabellarische Darstellung der finanziellen Aspekte hätte ich dabei auch für sehr aufschlussreich Gehalten. Aber bei persönlichem Interesse kann man hierzu auch selber recherchieren ohne großen aufwand. Vielen Dank für den Beitrag!

    Lieber Gruß

    Johanna

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