Samstag, 8. August 2020

„Haha ein Penis!“ - Eine Reise durch die Sexualpädagogik anhand aktueller Schulbücher

  

Wer hat nicht schon einmal sein Biologiebuch auf den „peinlichen“ Seiten aufgeschlagen, mit dem Finger auf die Abbildung gezeigt und seinem Sitznachbarn „Haha ein Penis!“ zugerufen? 

Das Sexualpädagogik jedoch noch viel mehr kann, als nur zur Belustigung zu dienen, soll der folgende Blogbeitrag zeigen. 


https://drive.google.com/file/d/1E929GK-WJyZZhufn6Rso6u5nHRJWgfT3/view?usp=sharing


Viel Spaß beim Lesen! 


Bildquelle: (https://www.minhavisaodocinema.com.br/2019/02/critica-sex-education-1-temporada-e-tao.html?m=1)

17 Kommentare:

  1. Hallo Angelina,
    vielen Dank für deine informative Beleuchtung des Themas der Sexualpädagogik in Schulbüchern. Wie du in deiner Einleitung und dem Schluss richtig schreibst, trifft es wahrscheinlich auf jeden zu, sich in einem gewissen Entwicklungsstadium über bestimmte Abbildungen im Schulbuch amüsiert hat.
    Diese Aussage, welche wahrscheinlich sehr viele von uns bestätigen können, zeigt auch schon auf wie wichtig dieser Blogbeitrag eigentlich ist. In deinem Blogbeitrag sind meiner Meinung nach die wichtigsten Punkte, dass man Lerninhalte welche in Schulbüchern stehen stets reflektieren und überprüfen muss und dass auch problematische Passagen genutzt werden können um darüber eine Diskussion zu führen und das kritische Denken der SuS zu fördern. Dein Blogbeitrag hat viele Stärken, er ist sehr klar strukturiert und du gibst auf der ersten Seite einen sehr guten Überblick auf die folgenden Seiten und die verschiedenfarbigen Boxen sind ein gutes Mittel um den Beitrag interessant zu gestalten. Auch wie du die Lesenden ansprichst ist förderlich für das Interesse der Lesenden.
    Verbesserungspotential sehe ich noch im Design deines Beitrages. Durch die aufwendige Recherchearbeit und in Relation zu diesem immensen Zeitaufwand und der alleinigen Bearbeitung des Themas sehe ich dies allerdings nur als kleinen Kritikpunkt.
    Nun möchte ich noch auf ein paar deiner Fragen eingehen.
    Die Formulierung des Duden Berlin zum Thema Jungfernhäutchen bietet definitiv Gesprächsbedarf. Falls man dieses Schulbuch nutzt, sollte man eine weitere Quelle nutzen und es muss angesprochen werden, dass das Jungfernhäutchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr reißen kann oder auch gar nicht angeboren sein muss, damit Mädchen welche bis zur Ehe jungfräulich bleiben müssen theoretisches Wissen über diesen Fakt besitzen.
    Zu deiner letzten Frage nach den Begrifflichkeiten und deren Definition muss ich mir eingestehen, dass ich falls ich Sexualbiologie unterrichte und das Thema der verschiedenen Ausprägungen der Sexualität vorab nochmals einiges an Recherchearbeit vor mir hätte und Stand jetzt nur eine grobe Vorstellung der Begriffe im Kopf hätte.

    LG
    Philipp

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    1. Hallo Philipp,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich freue mich riesig über das Lob und deine Kritik nehme ich mir natürlich zu Herzen. Falls du hier noch einmal reinschaust, darfst du mir gerne schreiben, wie du das Design verbessern würdest.
      Das Jungfernhäutchen ist ein problematisches Thema und ich stimme dir zu, dass besonders Mädchen, die bis zur Ehe jungfräulich bleiben müssen, strak von diesen Informationen profitieren können. Dennoch ist es ebenso wichtig für alle anderen Mädchen und auch für Jungen. Am ehesten fällt mir dabei ein Bespiel aus meinem eigenen Freundeskreis ein. Ein Pärchen hatte vor gemeinsam ihr erstes Mal mit einander zu haben. Nachdem sie dabei aber nicht blutete, warf er ihr vor gelogen zu haben und doch schon einmal Sex gehabt zu haben. Dieses Unwissen führt bei mehr Leuten zu Problemen, als nur bei Mädchen die jungfräulich in die Ehe gehen wollen/müssen.
      Schön, dass ich dir zeigen konnte, dass du bevor du selbst Sexualkunde unterrichtest noch Recherchearbeit in Bezug auf sexuelle Orientierungen vor dir hast. Das Ziel dieses Beitrags war es nämlich nicht nur die Defizite von den Schulbüchern aufzuzeigen, sondern auch daran zu erinnern, wo die eigenen Schwachstellen liegen könnten. Aber auch zu helfen, diese aufzuarbeiten.

      Liebe Grüße
      Angi

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  2. Liebe Angelina,

    Vielen Dank für deinen interessanten Blogbeitrag zu diesem sehr wichtigen Thema. Es war sehr spannend zu sehen, wie das Thema Sexualpädagogik in verschiedenen Schulbüchern behandelt wird und mir hat gut gefallen, wie du es geschafft hast nur die wichtigsten Punkte und Abweichungen aus den Büchern zu thematisieren zusammen zu fassen.

    Ich persönlich würde es auch befürworten, wenn bei den Monatshygieneprodukten auch die Menstruationstasse vorgestellt werden würde, doch wenn Schulbücher versagen, sind meist die Lehrkräfte gefragt. Natürlichen müsste man die Tasse mit ihren Vor- und Nachteilen darstellen. Denn zum einen wird zwar sehr viel Müll eingespart und sie hat ein größeres Volumen als ein Tampon, allerdings ist sie nicht ganz so leicht in der Handhabung.

    Wie man gesehen hat bedarf es beim Thema Jungfernhäutchen zum Teil noch an Aufklärung, für die Frauen genauso wie für die Männer. So kann zum Beispiel die Religion ein Grund dafür sein, der es für Frauen sehr wichtig macht, dass das Jungfernhäutchen erst in der Hochzeitsnacht reißt. Leider wissen viele gar nicht, dass dies nicht bei allen Frauen passieren kann. Hier kann Aufklärung falsche Erwartungen vorbeugen und einen möglichen Druck, den Frauen verspüren können, rausnehmen.

    Ich selbst hätte in meiner Schulzeit vom Schulbuch oder von einer Lehrperson manche Themen gerne noch genauer erklärt bekommen, ich kann nun sagen, dass es z.B. gut gewesen wäre etwas über das prämenstruelle Syndrom (PMS) zu erfahren. (PMS = charakteristische Beschwerden, ca. 4 bis 14 Tage vor der Regelblutung, lassen meist mit dem Einsetzen der Periode nach bzw. verschwinden dann ganz. Es kann zu Bauch-, Kopf- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und weiterem führen (1).)
    Doch da dieses Thema eher eine untergeordnete, nicht ganz so wesentliche Rolle spielt, ist es auch verständlich, wenn die zeitlichen Kapazitäten dafür nicht mehr ausreichen. So muss auch jede Lehrperson abwägen, welchen Themen sie mehr Raum lässt, oder ob sie mal die SchülerInnen fragt, was die interessieren würde.

    LG,
    Katharina Hermann


    (1) https://www.gynecology-guide.com/gynaekologie/praemenstruelles-syndrom-pms/

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    1. Hallo Katharina,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Die Handhabung der Menstruationstassen ist definitiv schwieriger, da hast du absolut Recht. Damit ist sie wahrscheinlich auch für die meisten „Anfängerinnen“ nicht geeignet, dennoch ist es sehr wichtig diese Möglichkeit überhaupt aufzuzeigen und es freut mich sehr, dass auch du die Wichtigkeit des Produkts siehst.
      Auch bei deiner Meinung zum Jungfernhäutchen kann ich dir zustimmen. Viele Religionen spielen hierbei eine sehr große Rolle, die Religion ist jedoch nicht der einzige Grund. Vor kurzem machte der Rapper T.I. Schlagzeilen, als er stolz auf Twitter verkündete, dass er seine Tochter zu jedem Frauenarzt-Besuch begleitet und dort überprüft ob seine Tochter noch Jungfrau ist. Und zwar indem er sich vom Arzt bestätigen lässt, dass ihr Jungfernhäutchen noch intakt ist. Solche Situationen können unabhängig der Religion in jeder Familie vorkommen und verdeutlichen die Wichtigkeit, in der Schule darüber aufzuklären.
      Bedanken möchte ich mich für den Einwand zu Informationen über PMS. Für viele Frauen spielt es eine sehr große Rolle und schränkt viele in ihrem Leben ein. Schlimm finden ich, dass oft noch behauptete wird PMS sei nicht real und Aussagen wie „Du suchst doch nur eine Ausrede wieso du komisch bist“ gehören nicht zur Seltenheit. Empfehlen kann ich „Agnus castus“ oder auch „Mönchspfeffer“. Hierbei handelt es sich um Präparate des Lippenblütlers und lindert die Symptome von PMS.

      Liebe Grüße
      Angi

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  3. Hallo Angelina,
    vielen Dank für deinen ausführlichen Blogbeitrag rund um das Thema Sexualpädagogik. Wie du am Anfang durch das amüsante Zitat „Sexualpädagogik ist Lehrerhorror und Schülerhorror“ deutlich gemacht hast, ist der Sexualkundeunterricht nicht der beliebteste. Nun dennoch ist es auf Grund dieser Tatsache umso wichtiger darüber aufzuklären. Die Gestaltung deines Blogbeitrags hat mir sehr gut gefallen. Deine Herangehensweise, die Schulbücher mit Sternen zu bewerten, fand ich toll sowie die Empfehlungen, um sein Wissen zu vertiefen. Interessant fand ich die Tatsache, dass der Bildungsplan BW 2016 keine Angaben über die Anatomie der Geschlechtsorgane enthält, was meiner Meinung nach dennoch im Unterricht behandelt werden sollte. Sehr wichtig finde ich, dass den SuS die Nachteile bzw. Nebenwirkungen von Verhütungsmitteln aufgezeigt wird. Vor allem jugendlichen Mädchen wird schnell die Pille verschrieben. Dass Jugendliche über diese Themen auch nicht mit ihren Eltern sprechen, ist auch kein Sonderfall, aus diesem Grund bedarf es der Lehrkraft, dies zu kompensieren.
    Zu den anregenden Frageboxen:
    Jungfernhäutchen - Ich finde es sehr wichtig, SuS darüber aufzuklären, dass es normal ist, dass es beim ersten Geschlechtsverkehr zu einer Blutung kommen kann, aber nicht muss. Durch unterschiedliche Faktoren, wie Sport oder Anatomie, kann die Blutung ausbleiben. SuS soll deutlich gemacht werden, dass beides ganz natürlich ist.
    „Lieber keine Eltern als homosexuelle Eltern?“ – Dieser Aussage stimme ich überhaupt nicht zu. Ein homosexuelles Elternpaar kann genauso seinen Kindern Liebe schenken und Werte beibringen, wie ein heterosexuelles Elternpaar.
    Zum Thema Diskriminierung: Meiner Meinung nach, sollte es Schulungen oder Workshops für das Agieren der (angehenden) Lehrkräfte bei Mobbing und Diskriminierung geben.
    Zusammenfassend wurde klar aufgezeigt, welche Stärken und Schwächen die Schulbücher haben und Verbesserungsvorschläge wurden genannt. Es wurde deutlich gemacht, dass das Schulbuch für die Unterrichtsgestaltung genutzt werden kann. Man soll sich jedoch nicht auf die Inhalte fixieren, sondern auch angesichts des Bildungsplans weitere Aspekte mit einbeziehen, erweitern oder erneuern. Es wurde bewusst, dass in unserem zukünftigen Sexualkundeunterricht auf Offenheit, Akzeptanz und Toleranz geachtet und dies gefördert werden soll.
    Freundliche Grüße
    Julia

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  4. Liebe Angelina,

    zunächst einmal danke für deinen wirklich tollen Blogbeitrag. Wie du schon zu Beginn beschreibst, ist die Sexualpädagogik kein einfaches Thema und stellt uns als zukünftige Lehrer*innen vor eine große Herausforderung. Die Frage: „Wie schafft man es das Thema mit genügend Ernsthaftigkeit aber auch nicht mit dauerhaftem peinlichem Schweigen an die Schüler*innen heranzutragen?“ haben wir uns glaub ich alle schon einmal gestellt. Umso besser finde ich es, dass du dich diesem Thema angenommen und Schulbücher auf ihre Tauglichkeit untersucht hast.

    Deine Aufmachung mit den Boxen für Bezüge zum Bildungsplan, Fragen, die du an uns stellst und Empfehlungen zum näheren Informieren fand ich sehr gelungen. Durch die Fragen hat man immer mal wieder innegehalten und sich kurz über das Gelesene seine eigenen Gedanken gemacht und auch durch deine Empfehlungen konnte man nochmal etwas tiefer in das Thema einsteigen.

    Besonders gelungen fand ich, dass du viele Dinge angesprochen hast, die auch in meiner Schulbildung kaum repräsentiert waren aber dringend zur Sexualpädagogik gehören, wie zum Beispiel die Menstruationstasse, die bei immer mehr Frauen Anwendung als Hygieneprodukt findet.
    Aber auch die Aufklärung über sexuelle Orientierungen die über Heterosexualität weit hinaus geht ist ein sehr wichtiger Punkt. Diese auszulassen würde den Schüler*innen nur vermitteln, dass sie nicht normal wären, was ja völlig falsch ist.
    Zu deiner Frage: Mittlerweile kenne ich alle von dir aufgezählten Formen der Sexualität und könnte sie auch erklären, was jedoch nur auf meiner Beschäftigung mit diesem Thema aufgrund von Eigeninteresse beruht. In der Schule wurde ich leider nicht darüber aufgeklärt.

    Außerdem möchte ich noch gerne Bezug nehmen zu der Aussage „Lieber keine Eltern, als homosexuelle Eltern.“. Ich finde, dass ist eine Aussage, die man, egal wo man sie hört oder liest, nie so dastehen lassen darf. Was meiner Meinung nach wirklich zählt, sind Eltern, egal welchen Geschlechts, die sich und ihr Kind lieben, sodass es glücklich und in einem behüteten Umfeld aufwachsen kann.

    Eine letzte Anmerkung von mir zum Thema Sexualität wäre, dass ich finde, dass man auch vermehrt in der Schulbildung weg kommen sollte vom binären Geschlechtersystem hin zu einem offenen Geschlechtersystem. Das ist meiner Meinung nach schon längst überfällig, denn schon in der Schule sollte man den Schüler*innen zeigen, dass sie akzeptiert und respektiert werden egal wie sie sich definieren.

    Alles in allem fand ich deinen Blogbeitrag wirklich toll, vor allem auch mit den Bewertungen der einzelnen Kapitel, denn so weiß ich jetzt wo ich eher auf das Buch zurückgreifen kann und wo es Sinn ergibt sich andere Quellen zu suchen. Ich werde deinen Blogbeitrag absolut weiterempfehlen.

    Liebe Grüße

    Tiara

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  5. Liebe Angelina,

    vielen Dank für den tollen Blogbeitrag. Er ist meiner Meinung nach sehr gut strukturiert und voller interessanter Kommentare und Inhalte. Es hat wirklich spaß gemacht ihn zu lesen.

    So wie in deinem Blog beschrieben ist die Sexualpädagogik nicht die einfachste Angelegenheit, sowohl für Schüler*innen als auch für Lehrer*innen. Du hast gut erklären können, dass die Schulbücher adäquat für den Sexualkundeunterricht sind, aber noch wichtiger finde ich dein Kommentar dazu, dass Lehrer*innen sich den Inhalt genau unter die Lupe nehmen müssen und einige Ergänzungen vornehmen sollen. Leider bin auch ich der Meinung, dass noch einige Themen Tabu sind oder nur sehr wenig angesprochen werden.

    Gerade wie deine Frage zum Jungfernhäutchen finde ich, dass das auf keinen Fall Tabu sein sollte. In der Schule bzw. im Unterricht haben die Schüler*innen die perfekte Gelegenheit gut und vor allem richtig über diese Themen informiert zu werden. Diese Gelegenheit sollte unbedingt genutzt werden ganz unabhängig davon, dass sich im Unterricht Schüler*innen mit verschiedenen Glaubensrichtungen und Ethnien befinden. Auch wenn es nur dazu dient gewissen Glaubensätze lösen zu können wie zum Beispiel, dass ein Jungfernhäutchen nur beim Geschlechtsverkehr reißen kann.

    Gefallen hat mir auch deine Ansprache zu den heutigen leider noch genannten Geschlechtsstereotypen. Das diese heute nicht mehr angesprochen werden sollten, sollte wirklich allen Lehrer*innen klar sein, da diese lange nicht mehr stimmen. Es ist wichtig den Schüler*innen klar zu machen, dass es OK ist so wie sie sind. Auch das Thema der sexuellen Orientierung hat mir sehr gefallen. Ich denke, dass sich tatsächlich schon einiges getan hat und dass man offener darüber redet, nur leider glaube ich noch nicht genug. Dass es tatsächlich noch Leute gibt die Aussagen machen wie: „Lieber keine Eltern, als homosexuelle Eltern“ finde ich sehr traurig. Wichtig ist, dass die Kinder von den Eltern geliebt, respektiert und geschützt werden ganz unabhängig vom Geschlecht.

    Als Pharmazeutisch- technische- Assistentin (erste Vorausbildung) finde ich deine Aufklärung über die Pille danach sehr gut und vor allem wichtig. Es kommen täglich junge Frauen in die Apotheke, um sich zum fünften Mal die Pille danach zu holen, denn dann müsste man nicht täglich an eine kleine Pille denken. Es ist sehr wichtig gerade junge Schüler*innen darauf aufmerksam zu machen, dass dies wirklich nur ein NOTFALL Medikament ist und eignet sich auf keinen Fall für mehrmalige Einnahmen. Auch da teile ich deine Meinung, leider wird viel zu wenig über Risiken von Verhüttungsmittel gesprochen und dass sogar teilweise bei Gynäkologen.

    Nochmal zum Schluss möchte gerne zusammenfassen, dass der Aufbau deines Blogbeitrags sehr gelungen ist. Die zusätzlichen Informationsmaterialien wie Videos oder Webseiten haben sehr gut dazu gepasst und deine einzelnen Bewertungen zu jedem Kapitel haben nochmal super hervorgehoben welche Aufklärungen in den Schulbüchern gelungen sind, aber auch wo noch Ergänzungen benötigt werden.

    Liebe Grüße

    Sara Loureiro

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  6. Liebe Angelina,

    Danke für diesen wertvollen Blogbeitrag zu diesem wichtigen Thema, das auch heute noch immer mit viel Scham behaftet ist.

    Um genau diese Scham in dem Tabuthema „Sexualität“ zu brechen, benötigt es, wie du hier sehr deutlich machst, Aufklärung. Und zwar auf „beiden“ Seiten, bei Lehrer*innen und Schüler*innen. Denn auch in unserem Erwachsenenalter können wir noch viel lernen und dieses Wissen und die Selbstsicherheit mit dem Thema wiederum an unsere Schüler*innen vermitteln. Denn meiner Meinung nach kann bei Schüler*innen nur eine Sicherheit in Fragen zur Sexualität, Verhütung oder Menstruation entstehen, wenn diese Vertrauen in die Lehrperson und ihre Kompetenz haben.

    So leistet man als Lehrkraft einen enorm wichtigen Beitrag zur Aufklärung und zum Schutz der Kinder und Jugendlichen, indem man den Schüler*innen bewusst macht, wie wichtig ihr Körper ist, wie dieser „funktioniert“ und vor allem wie man sich schützt. Danke, dass du durch die Kapitel „Geschlechtskrankheiten“ und „Verhütung“ so einen schönen Überblick über die Situation in den Schulbüchern gibst und es so vielen Lehrkräften erleichterst, sich zu informieren und mit diesen Materialien zu unterrichten.

    Ein weiterer Punkt in Bezug auf Rollenklischees und allgemein die Sexualpädagogik ist für mich die Sprache in der Sexualität. Dazu eine Anregung auf S. 10 unter diesem Link: https://www.thienemann-esslinger.de/fileadmin/Thienemann-Esslinger_Verlag_GmbH/Gabriel/Events_Extras/Kriegen_das_eigentlich_alle_Arbeitshilfe_Online_final.pdf (zuletzt aufgerufen am 14.08.2020). So wird den Schüler*innen vermittelt, was eine angemessene Sprache zum Thema Sexualität ist. Gleichzeitig bietet diese Methode Möglichkeiten „neue“ Worte kennenzulernen und dabei einen Konsens zu schaffen, sodass sich jede*r in seinem Geschlecht wertgeschätzt fühlt.

    So empfinde ich, wie hier auch schon viele kommentiert haben, dass die Sexualpädagogik auf vielen Ebenen in der Schule zu kurz kommt. Verglichen mit meiner Schulzeit hat sich zwar schon einiges getan, jedoch in Bezug auf die offene Kommunikation über Sexualität und sexuelle Orientierung, objektive Betrachtung der Methoden der Verhütung und der Umgang mit diesen fehlt es noch immer an Kompetenz zum einen und an den Möglichkeiten der Lehrkräfte (Zeit, Material, Vorgaben durch Schulleitung/Elternbeirat, etc.) zum anderen. Ein weiteres Problem: Viele Eltern wollen auch heute noch nicht, dass ihre Kinder in der Schule aufgeklärt werden, gerade auch in Bezug auf sexuelle Orientierung. Dem steht allerdings gegenüber, dass jede*r Schüler*in das Recht auf Sexualaufklärung hat. (vgl. https://www.profamilia.de/fileadmin/profamilia/stellungnahme_recht_auf_sexualaufklaerung_2014-11-5.pdf, zuletzt aufgerufen am 14.08.2020)

    Eine letzte Anregung für alle Lehrkräfte: Es gibt diverse Angebote z.B. von ProFamilia oder Hebammenorganisationen, die sehr gute Projekte zur Aufklärung für jede Altersstufe anbieten.

    LG
    Tizia

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  7. Hallo Angelina,
    vielen Dank für deinen umfangreichen und interessanten Blogbeitrag zum Thema Sexualpädagogik.
    Dass die Thematik meist für LehrerInnen und SchülerInnen sehr unangenehm verläuft, ist vermutlichen in den meisten Fällen genau so. Jeder kann sich womöglich noch an die erste Sexualerziehungsstunde erinnern. Man hatte kaum den Mut etwas zu fragen, geschweige denn mit seinem eigenen Lehrer oder seiner Lehrerin über ein so intimes Thema zu reden.
    Trotz alledem finde ich die Sexualpädagogik sehr wichtig, da früher oder später jeder Schüler und jede Schülerin in Berührung mit der Sexualität kommt. Deshalb sind eine individuelle Kompetenz und das notwendige Basiswissen grundlegend.

    Sehr bewundernswert fand ich, wie es dir gelungen ist, die Schulbuchseiten genau zu beleuchten. Zu jedem aufgeführten Aspekt sind dir Mängel und Lücken aufgefallen, die im Sexualunterricht durch den Lehrer und die Lehrerin ausgeglichen werden sollten.

    Bei der Frage-Box, die sich auf die Begrifflichkeiten der verschiedenen sexuellen Orientierungen und Identitäten bezieht, musste ich mich selbst dabei erwischen, wie ich zwei der neun Begriffe nicht definieren konnte. Auch kam mir der Gedanke, ob mir diese Begriffe während meiner eigenen Schullaufbahn über den Weg gelaufen sind. Leider kam ich zu der Erkenntnis, dass dies nicht der Fall war. Und dies, obwohl es bereits seit vielen Jahren nicht mehr ausreicht, zu wissen, was Heterosexualität ist.

    Zu der Aussage „lieber keine Eltern, als homosexuelle Eltern.“ möchte ich mich etwas genauer äußern. Meiner Meinung nach ist diese Aussage sehr veraltet. In unserer heutigen Gesellschaft sollte Homosexualität nicht mehr diskriminiert und verachtet werden.
    Besonders erschreckend ist zu sehen, dass die Einstellung zu dieser Thematik global sehr intolerant ist. In 72 Ländern ist es illegal homosexuell zu sein. In acht Ländern droht den Menschen sogar eine Todesstrafe. Auch in Deutschland wurde die Homosexualität viele Jahre bestraft und verfolgt. Erst seit 1994 wurde der Paragraph verabschiedet und 2017 die Ehe zwischen Gleichgeschlechtlichen möglich gemacht.
    Das schlimmste ist dabei, dass diese Gesetze und Paragraphen gegen die allgemeinen Menschenrechte verstoßen und somit die Würde des Menschen verletzen.
    Ich finde es deshalb umso wichtiger, dass man sich als Lehrkraft als Aufgabe nimmt, die Schülerinnen und Schüler so tolerant wie möglich zu erziehen. Die Lehrerinnen und Lehrer sollten vermitteln, dass jeder Mensch gleichartig ist, unabhängig davon, welchem Geschlecht man sich zugehörig fühlt oder welchem Geschlecht man seinen Gefallen schenkt. Auch ist es wichtig sich mit den Begrifflichkeiten und da kann ich mich selbst an der Nase packen, auszukennen und diese den Kindern weiterzugeben. Nur so kann in Zukunft die Diskriminierung gemindert oder sogar eingestellt werden.
    Denn sind wir mal ehrlich, gute Eltern sind nicht die, die aus Mutter und Vater bestehen. Es geht vielmehr darum, dass auch zwei Väter oder zwei Mütter wunderbare Eltern sein können, wenn sie sich gut um das Kind kümmern und ihm liebe schenken.

    Zum Schluss möchte ich noch einmal einen Schritt zurückgehen. Wie ich vorhin erwähnt hatte, wird die Homosexualität in 72 auch heute noch nicht toleriert. Ich stelle mir die Frage, wie man als Lehrkraft damit umgeht, wenn die Eltern eines Schülers nicht akzeptieren können, dass das Aufklären über verschiedenen sexuelle Orientierungen Bestandteil der Sexualpädagogik ist? Hast du dir bei der
    Erstellung deines Blogbeitrags derartige Fragen gestellt und dir dazu bereits Gedanken gemacht?
    Ich bin sehr gespannt auf deine Überlegungen.

    Schöne Semesterferien und liebe Grüße
    Jana

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    1. Quelle zu den Zahlen und Fakten der Homophobie: https://www.br.de/mediathek/video/zahlen-und-fakten-homophobie-weltweit-av:5b4cc63c91add900186f886a [14.08.2020]

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    2. Hallo Jana,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Dass die guten Eltern nicht immer die sind, die aus Vater und Mutter bestehen, hast du sehr schön ausgedrückt und da kann ich dir vollkommen zustimmen.
      Zu deiner Frage, was passiert wenn Eltern die Aufklärung oder verschiedene sexuelle Orien-tierung in der Sexualpädagogik nicht akzeptieren können: Ja, ich habe mit Gedanken zu die-sem Thema gemacht. Aber nicht im Zuge meines Blogbeitrags, sondern bereits davor. Jedes Kind hat das Recht auf Aufklärung. Laut Frau Schaal (WiSe 19/20) sind Lehrer*innen zwar verpflichtet den Eltern mitzuteilen, dass Sexualpädagogik in dem Schuljahr durchgenommen wird … aber nicht zu welchem genauen Zeitpunkt. Das eröffnet die Möglichkeit das Thema „überraschend“ zu behandeln, um zu vermeiden, dass Eltern ihre Kinder an diesem Tag von dem Unterricht befreien. Somit ist in erster Linie gewährleistet, dass die Schülerinnen und Schüler das Thema behandeln. Natürlich besteht bei sehr extremen Eltern die Möglichkeit, dass diese nachher in der Schule stehen und „Stress machen“. Für uns als Lehrer*innen ist das zwar unangenehm, aber ganz ehrlich mehr wird auch nicht passieren. Jede Beschwerde wird hier gegen eine Wand prallen und auf Diskussionen muss man sich hierbei überhaupt erst gar nicht einlassen. Als Lehrperson ist es lediglich extrem wichtig, keine Aussagen zu tätigen, die für das Kind Folgen haben könnten. Bitte keine Aussagen wie „Für Ihr Kind schien dieses Thema aber sehr wichtig zu sein“, „Ihr Kind vertritt Ihre Meinung offensichtlich nicht“ oder ähnliches. Der Schutz der Kinder steht im immer im Vordergrund.
      Hoffentlich konnte ich deine Frage damit beantworten.

      Liebe Grüße
      Angi

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  8. Hallo Angelina,
    ich möchte mich bei dir für einen sehr interessanten Blogbeitrag bedanken. Ich habe erst letzte Woche das Seminar Sexualpädagogik besucht, welches mich sehr fasziniert hat, daher hat mich das Thema deines Blogbeitags sofort neugierig gemacht. In deinem Blogbeitrag hast du es in meinen Augen sehr gut geschafft, zusammenzufassen wie das Thema Sexualität in den Schulbüchern behandelt wird.
    Leider hat mich deine Zusammenfassung in meinen Gedanken bestärkt, dass viele in meinen Augen wichtige Themen in Schulbüchern viel zu kurz kommen, so wie zum Beispiel die Hygieneprodukte für die Menstruation z.B. Menstruationstasse , genauso wie das Vorstellen unterschiedlicher Verhütungsmethoden neben dem Kondom und der Pille.
    An diesem Punkt ist dann die Lehrkraft gefragt, die dann mithilfe von Zusatzmaterial die im Schulbuch fehlende Dinge erarbeiten sollte, und dazu gehört meiner Meinung nach nicht nur, dass diese Produkte erwähnt sondern auch erklärt werden sollten , zum Beispiel durch pro Familia oder einem Gynäkologen der hinzugezogen werden können.
    Ich erinnere mich noch gut an den Sexualunterricht in meiner Schulzeit, bei dem wir überhaupt nicht mit dem Schulbuch gearbeitet haben, sondern in Form von Gesprächen, Referenten und einem Besuch beim Frauenarzt die Themen erarbeitet wurden.
    Zusammengefasst möchte ich dir Danken, dass du dich so intensiv mit den Schulbüchern auseinandergesetzt hast und uns damit einen guten Einblick gegeben hast. Ich hoffe das das Thema immer mehr in den Schulen angesprochen wird, auch wenn Zeit immer mangelwahre ist, sollte nicht an solchen Themen gespart werden.

    Liebe Grüße Nadine

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  9. Hallo Angelina,

    als angehender Biologielehrer ist das Thema der Sexualpädagogik auch für mich persönlich von Relevanz. Ich denke außerdem, jeder von uns hatte während der Schulzeit (Pubertät) die „Haha ein Penis – Phase“. Zwei Gründe für mich, mir deinen Blogbeitrag einmal näher anzuschauen.
    Der Aufbau ist meiner Meinung nach wirklich sehr gut gelungen, durch das „entlang-hangeln“ an den Vorgaben des Bildungsplan ist der rote Faden in jedem Fall gegeben.
    Die Idee mit den farbigen Kästen finde ich genial, sie sind der Übersichtlichkeit extrem zuträglich, bei Bedarf kann man hier sogar Themen vertiefen. Auch die Bewertungs-Siegel für die Schulbuch-Umsetzungen und Fragen an die Leser sind so perfekt in den restlichen Blog integriert!
    Die Bilder und Abbildungen ergänzen außerdem gut die Texte.
    Die Bewertung und der Vergleich der Ausarbeitung der einzelnen Kapitel in verschiedenen Lehrbüchern scheint mir allgemein sehr sinnvoll. Hier wird einmal mehr bewiesen, dass man als Lehrkraft sein Unterrichtsmaterial stets auf Qualität und Eignung prüfen sollte, statt alles blind daraus für den eigenen Unterricht zu übernehmen. Beispielsweise wurde ja die Umsetzung des Themas „Verhütungsmethoden“ mit 2 von 5 Sternen nicht sehr positiv bewertet und erfüllt nicht einmal alle Vorgaben des Bildungsplans.

    Allgemein ist der Blogbeitrag sehr informativ und ich muss gestehen, dass mir lange nicht alles darin beschriebene bewusst und/oder bekannt war (z.B. einige der aufgezählten Verhütungsmethoden).

    Zum Schluss würde ich gerne noch auf 2 der gestellten Fragen speziell eingehen:
    zum Thema homosexuelle Eltern: Diese können meiner Meinung nach genauso gute oder schlechte Eltern sein, wie heterosexuelle. Für mich ist es der Liebe zum Kind und auch der Erziehung nicht nachteilig, wenn Eltern homosexuell sind. Andersrum gibt es mit Sicherheit etliche heterosexuelle Paare, die ihre Aufgabe (Eltern zu sein) wesentlich schlechter bewerkstelligen.
    Zur Frage ob ich mit allen Begriffen im Bezug auf sexueller Identität und Orientierung etwas anfangen und sie erklären kann: Die kurze (aber wahre) Antwort ist nein. Viele sind mir gut bekannt, einige habe ich schon einmal gehört, hätte aber Probleme sie zu erläutern und manche sind mir gänzlich unbekannt.

    Diese zwei Fragen würde ich außerdem gerne an dich zurückgeben, wie ist deine Haltung zu homosexuellen Eltern und waren dir all diese sexuellen Identitäten/Orientierungen bekannt oder haben die Recherchen im Zuge des Blogbeitrags deine Kenntnis hier erweitern können?

    Gruß,
    Leon

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  10. Hallo Angelina!

    Zunächst einmal vielen Dank für deinen ausführlichen Blogbeitrag zu einem sehr wichtigen Thema, der Sexualpädagogik.
    Ich finde es sehr interessant, dass du verschiedene Schulbücher heranziehst und diese miteinander vergleichst, sehr schnell wird dadurch deutlich, dass man das Schulbuch vor der Benutzung kritisch prüfen und hinterfragen und meiner Meinung nach unbedingt auch andere Erklärungshilfen bzw. Unterstützungen zur Hand nehmen sollte. Die Themenbereiche die die Sexualpädagogik behandelt sind oft sehr vielfältiger, wie sie in Schulbüchern beschrieben werden.
    Ich finde außerdem, dass das Thema der Intersexualität für mich persönlich eher an den Anfang zum Thema „Anatomie“ oder „biologische Geschlechter“ zugeordnet werden sollte, eher weniger zu der Sexualität bzw. sexuellen Orientierung.
    Der Begriff Intersexualität hat an sich nichts mit dem Begriff Sexualität bzw. sexuellem Begehren zu tun, sondern es geht hier um den englischen Begriff „Sex“, der das rein biologische Geschlecht beschreibt und hier im Fall der „Intersexualität“ genau die „Zwischen“-Stellung zwischen den beiden „eindeutigen“ Geschlechtern beschreibt.
    Ob „Zwischenstellung“ nun ein gut gewählter Begriff ist, oder ob es sinnvoller wäre von einem dritten Geschlecht zu sprechen und nicht zu versuchen Intersexuelle in das binäre Geschlechtersystem zu pressen, sei an diesem Punkt mal dahingestellt.
    Jedenfalls handelt es sich bei intersexuellen Personen um Personen mit biologischen Geschlechtsmerkmalen beider Geschlechter. Dementsprechend finde ich es problematisch Begriffe wie LGBTI, in denen das I für Intersexualität steht im Kontext der sexuellen Orientierung zu verwenden.
    Abgesehen von Schulbüchern gibt es viele tolle Möglichkeiten sein Sexualkundeunterricht durch andere Begleitung zu unterstützen, z.B. könnte man zum Thema Schwangerschaft eine Hebamme einladen, welche sich besonders gut mit verschiedenen Schwangerschaftsverläufen und deren Begleitung auskennt.
    Auch zum Thema Zyklus und Fruchtbarkeit gibt es eine Menge Projekte, welche liebevoll gestaltete und unterhaltsame Workshops anbieten, z.B. MFM (My Fertility Matters), welche unteranderem eine „Zyklusshow“ anbieten, mit selbstgestalteten Materialien in die Schule kommen und den 10-12 jährigen Mädchen in einem sechsstündigen, standardisierten Workshop die Vorgänge in ihrem eigenen Körper vermitteln.
    Einen ähnlichen Workshop gibt es hier auch für Jungs „Agenten auf dem Weg“, welcher den Jungs erklärt, was ihn ihrem Körper passiert, wenn sie sich von einem Jungen zu einem Mann entwickeln.
    Die Trennung der Geschlechter bei solchen Themen halte ich für sinnvoll, da gerade die jüngeren SuS beim Thema Sexualität und allem was damit zusammenhängt noch sehr Schambehaftet sind. Trennt man die Geschlechter erhält man sowohl kleinere, als auch „geschütztere“ Gruppen, in denen Fragenstellen nicht peinlich sein muss.
    Manchmal kann es außerdem auch sehr sinnvoll sein, wenn eine andere Person – nicht die Lehrkraft – mit den SuS über solche „peinlichen“ Themen spricht, eine Person mit viel Erfahrungen in ihrem Bereich und auch eine Person mit einer gewissen persönlichen Distanz.

    Vielen Dank noch einmal für deine Mühe und deinen Blogbeitrag!
    LG Chiara

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  11. Liebe Angelina,
    ich bin sehr begeistert von deinem Blogbeitrag. Deine Idee Schulbücher bezüglich der Sexualpädagogik zu vergleichen, dein Aufbau und die Gestaltung gefallen mir sehr gut. Danke dafür!
    Wie du beschrieben hast, ist die Sexualkunde sowohl für Schüler*innen, als auch für Lehrpersonen fast immer ein unangenehmes Thema, wovor sich alle drücken wollen. Deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass viele Lehrpersonen auf Schulbücher ausweichen. Umso wichtiger die Schulbücher zu überprüfen!
    Über die Formulierungen des Duden Berlin bin ich äußerst erstaunt. Die Formulierung, dass das "Jungfernhäutchen beim ersten Mal reißt", empfinde ich generell als schwierig. Mädchen, die diese Formulierung hören verbinden die Begrifflichkeiten und das erste Mal direkt mit Schmerz und entwickeln womöglich sogar eine Angst vor dem ersten Mal. Besonders betrifft es diese Mädchen, die vor der Heirat eventuell sogar auf das Jungfernhäutchen überprüft werden, und sollte es "nicht mehr vorhanden" sein, Strafen erfahren. Durch die Vermittlung einer Fehlvorstellung über das Jungfernhäutchen durch die Begrifflichkeiten wächst deren Angst vor dem "Riss des Jungfernhäutchens" enorm. Tatsächlich sind in dem Jungfernhäutchen auf natürliche Art und Weise schon häufig Löcher vorhanden, die sich evtl. sogar nur ausweiten.
    Die weitere Formulierung, die die Veränderung des Verhaltens Jugendlicher während der Pubertät thematisiert, empfinde ich ebenfalls als unakzeptabel. Diese Benennung von Stereotypen sollte unbedingt unterlassen werden.
    Bezüglich der Verhütungsmittel stimme ich dir zu, dass es wichtig ist mehrere Verhütungsmittel zu erwähnen, inklusive dem Frauenkondom!
    Erstaunlich finde ich, dass der Pearl- Index teilweise erwähnt, jedoch nicht erklärt wird. Das ist meiner Meinung nach unbedingt nötig!
    Ein besonderes Problem sehe ich bei der Vorstellung der Pille:
    Sehr häufig gehen Mädchen im jungen Alter zum Frauenarzt und bekommen die Pille verschrieben. Dabei werden häufig Verschreibungen nicht aufgrund der sexuellen Aktivität getätigt, sondern aufgrund von Hautproblemen, Regelschmerzen und einfach "weil es mal Zeit wird". Dabei wird häufig nicht über die Nebenwirkungen aufgeklärt. Die von dir aufgeführten Risiken und Nebenwirkungen der Pille sollten meiner Meinung nach also unbedingt Thema in der Schule sein.

    Dein Blogbeitrag hat nochmal aufgezeigt, wie wichtig es ist Schulbücher vor Verwendung zu prüfen und kritisch zu reflektieren.
    Vielen Dank und liebe Grüße!
    Liv

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  12. Liebe Angelina,

    vielen Dank für deinen spannenden Blogbeitrag zur Sexualpädagogik in Schulbüchern.
    Du hast ein sehr wichtiges Thema gewählt, dass meist nicht das angenehmste ist und hast das gut in deinem Blogbeitrag umgesetzt. Dein Blogbeitrag ist schön strukturiert mit einem klaren roten Faden und ist damit gut zu lesen.
    Es ist interessant, wie die einzelnen Bücher mit diesem Thema umgehen und was für Unterschiede es doch in diesen gibt.
    Ich finde die Aussage des Berliners Duden mit den Stereotypen ist kritisch zu betrachten und bin deiner Meinung, dass so etwas nicht in Schulbüchern stehen sollte, um den Kindern und Jugendlichen keine falschen Darstellungen der Geschlechterstereotypen zu vermitteln.
    Die Menstruationstasse sollte meiner Meinung nach auch in den Schulbüchern mit aufgeführt werden, da sie das umweltschonendste Menstruationsprodukt auf dem Markt ist und Nachhaltigkeit immer mehr an Wichtigkeit heutzutage gewinnt. Allgemein sollte es eine Übersicht in den Schulbüchern zu Vor- und Nachteilen der verschiedenen Menstruationsprodukten, sowie Verhütungsmethoden geben.
    Zu deiner Frage mit dem Jungfernhäutchen, bin ich der Meinung es Bedarf hier noch an mehr Aufklärung. Das es in vielen Schulbüchern nicht einmal erwähnt wurde hat mich verwundert. Ich persönlich halte nichts von dem Brauch in manchen Kulturen des nachweisens des Jungfernhäutchens, eben weil es nicht jedes Mädchen hat oder es schon vorher gerissen sein könnte. Genau dies sollte auch im Schulunterricht beigebracht werden.
    Sehr gut finde ich, dass die Schulbücher gut über Geschlechtskrankheiten aufklären und den Schülern die Notwendigkeit des geschützten Sex aufzeigen.
    Zur Frage „Lieber keine Eltern, als homosexuelle Eltern?“ Ich kann mit solchen Aussagen leider nichts anfangen und es macht mich traurig, wenn Menschen so etwas sagen. Ich habe viele homosexuelle Freunde, auch Pärchen, die ich mir super als Eltern vorstellen kann. Es sollte keine Diskriminierung geben, denn ob man jetzt zwei Väter, Mütter oder ein heterosexuelles Paar als Eltern hat spielt für mich keine Rolle.
    Zum Schluss möchte ich dir nochmals sagen, dass ich deinen Blogbeitrag als sehr gelungen sehe und du mich gut durch das Thema deines Blogbeitrags geleitet hast.

    Liebe Grüße

    Violaine Marie Rieger

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  13. Liebe Angelina,

    vielen Dank für deinen spannenden und umfangreichen Beitrag.
    Zunächst ist dein Beitrag gut strukturiert und ich finde deine farbigen Boxen mit beispielsweise Fragen oder Empfehlungen super umgesetzt. Sie helfen die Themen zu vertiefen und auf sich selbst zu beziehen und das ist ein wichtiger Teil deines Themengebietes.
    Du hast ein sehr wichtiges Thema gewählt, welches uns allen irgendwann bevorsteht und für sehr viele auch sehr unangenehm sein kann. Gerade da es ein unangenehmes Thema sein kann und für allem für jüngere Schüler als unwichtig angesehen wird da es ihnen oft peinlich ist finde ich deine Wahl toll.
    Dass du mit der menschlichen Anatomie anfängst ist eine sehr gute Entscheidung, dies schafft ein Grundwissen für alle Leser deines Beitrags. Die umfangreiche Auflistung der Verhütungsmittel und dem Vergleich dazu wie sie in den Schulbüchern erwähnt bzw behandelt und erklärt werden ist sehr aufschlussreich. Sehr gut ist auch dazu deine Kapitel-Bewertung zu dem Thema Verhütung ist sehr aufschlussreich über die aktuelle Aufklärung dazu. Dies bietet einen sehr guten Übergang zu deinem nächsten Thema, den Geschlechtskrankheiten. Hier ist es schön zu sehen dass deine Kapitel-Bewertung die volle Punktzahl bekommt. Dieses ist, wie das Thema Verhütungsmittel, für uns alle wichtig und sollte ausreichend aufgeklärt werden.
    Das meiner Meinung nach wichtigste Thema deines Beitrages ist die Sexualität. Die Sexualität ist eins der wichtigsten Themen der modernen Gesellschaft. Ich stimme hier deiner Bewertung voll zu, sexuelle Orientierungen und Identitäten sind ein extrem umfangreiches Thema und sollten auch jeden Fall genauer thematisiert werden.
    Abschließend kann ich nur noch einmal wiederholen dass du einen tollen Beitrag geschrieben hast den ich sehr gerne gelesen habe.

    Liebe Grüße

    Lukas

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