Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich willkommen zu unserem Blogbeitrag:
„Experimente im Biologieunterricht - Steigern Experimente das Interesse am Biologieunterricht?“
In unserem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit der Frage, welche Rolle Experimente im Biologieunterricht spielen und ob sie tatsächlich dazu beitragen können, das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Dabei betrachten wir unter anderem die Bedeutung von Interesse für das Lernen sowie die Chancen und Grenzen offener und vorgegebener Experimente.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und freuen uns über eure Rückmeldungen und Kommentare!
Hier geht es zu unserem Blogbeitrag:
https://drive.google.com/file/d/1eNtroe_NagGy6er4AB6q40cDcFmizph4/view?usp=drivesdk
Hier geht es zu unserem AB zum Thema „Experimente im Biologieunterricht“:
https://drive.google.com/file/d/1un6k9CUabDR0A9uyuSYpBJxYICMcNd4Q/view?usp=drivesdk
Liebe Grüße
Laura Körner
Luana Preuninger
Salina Teshome
Tom Scholz
Insgesamt haben mir der Blogbeitrag sowie das Thema sehr gut gefallen, insbesondere die Einstiegsfrage, die den Leser direkt zum Nachdenken anregt und bei welcher ich feststellen musste, dass ich in meiner Schulzeit wirklich kaum Experimente durchgeführt habe. Umso spannender ist es für Personen wie mich, wie Experimente letztendlich das Interesse am Biologieunterricht dann doch fördern können.
AntwortenLöschenBeginnend mit der Gestaltung kann gesagt werden, dass die Farbgestaltung mit der Farbe Grün sehr gut gewählt wurde, da Biologie oft mit der Farbe Grün assoziiert wird. Die unterschiedlichen Nuancen der Farbe lassen sich gut lesen und nichts ist zu hell oder zu dunkel geraten. Die unterschiedlichen Bilder lockern den Text zwischendurch auf und auch die Kästchen mit Definitionen oder Wissenswertem heben den Inhalt noch einmal hervor und bringen Abwechslung hinein.
Auch die Überschriften sind deutlich zu erkennen und durch die nummerierten Unterkapitel gut strukturiert.
Nun zum Inhalt eures Blogbeitrags.
„Interesse“ zählt zu einem zentralen Aspekt eures Beitrags, weshalb ich es lobenswert finde, dass ihr diesen Begriff definiert und erklärt habt, wodurch eine Grundlage für den weiteren Input geschaffen werden konnte. Die Rolle der Lehrkraft in Bezug auf die Förderung des Interesses wurde nachvollziehbar anhand von beeinflussenden Faktoren erklärt. Auch der Zusammenhang zwischen Motivation und Interesse wurde gut erklärt, und es wurde deutlich, welchen Einfluss intrinsische Motivation auf das Lernen hat.
Der zweite Aspekt, „Experimente“, wurde zunächst gut anhand der Verbindung von theoretischem Wissen und dessen Anwendung in der Praxis erklärt, wodurch deutlich wurde, dass Schüler/innen meist besser lernen und Zusammenhänge verstehen, wenn sie diese selber praktisch untersuchen können. Sie lernen also aktiv mit dem theoretischen Wissen umzugehen und dieses gekonnt anzuwenden, wie am von euch gewählten Beispiel der Fotosynthese.
Besonders gut hat mir auch der Inhalt von Kapitel 4 gefallen, da der Vergleich von offenen und vorgegebenen Experimenten sehr wichtig ist und man immer abwägen sollte, welche von den zwei Optionen für die Lerngruppe und die Gegebenheiten passend ist. Dieses Abwägen macht ihr durch eure herausgearbeiteten Vor- und Nachteile der jeweiligen Methode sehr einfach, ohne jeweils die eine schlechter zu reden als die andere.
Ein sehr wichtiger Ansatz, den ihr genannt habt, war, dass letztendlich die didaktische Planung des Experiments entscheidend für den Lernerfolg ist, dem ich definitiv genauso zustimmen kann.
Euer Fazit am Ende ist überzeugend geschrieben und beinhaltet noch einmal die wichtigsten Aspekte des Blogs, um ihn einmal komplett abzurunden. Man konnte viel aus dem Blog mitnehmen und euer Thema war wirklich sehr interessant zu lesen.
Ein sehr guter Blogbeitrag!
Hallo Kiara,
LöschenVielen Dank für deinen ausführlichen und positiven Kommentar zu unserem Blogbeitrag!
Besonders interessant fand ich deine persönliche Erfahrung, dass du in deiner Schulzeit kaum Experimente durchgeführt hast.
Gerade deshalb hat mich deine Rückmeldung zu unserer Einstiegsfrage gefreut. Wir wollten damit zum Nachdenken anregen und gleichzeitig zeigen, dass Experimente im Biologieunterricht nicht für alle selbstverständlich sind.
Auch dein Feedback zu unserer Gestaltung hat mich sehr gefreut. Uns war es wichtig, dass der Blog durch die verschiedenen Grüntöne, Bilder und Kästchen abwechslungsreich bleibt und die teilweise theoretischen Inhalte dadurch etwas aufgelockert werden.
Außerdem fand ich schön, dass du den Vergleich zwischen offenen und vorgegebenen Experimenten hervorgehoben hast.
Auch für mich war bei der Auseinandersetzung mit dem Thema interessant zu sehen, dass nicht grundsätzlich eine Form besser ist als die andere. Entscheidend sind vielmehr die jeweilige Lerngruppe, das Lernziel und die vorhandenen Rahmenbedingungen.
Deinem Punkt, dass die didaktische Planung des Experiments entscheidend ist, stimme ich ebenfalls zu.
Für mich ist gerade das eine wichtige Erkenntnis aus unserem Blogbeitrag: Experimente können Interesse fördern, aber nicht allein dadurch, dass sie stattfinden. Entscheidend ist, wie sie gestaltet und in den Unterricht eingebunden werden.
Danke, dass du dich so ausführlich mit unserem Beitrag auseinandergesetzt und deine persönlichen Erfahrungen und Gedanken mit uns geteilt hast!
Liebe Grüße
Luana :)
Hallo Kiara,
LöschenVielen Dank für deinen ausführlichen und positiven Kommentar zu unserem Blogbeitrag!
Besonders interessant fand ich deine persönliche Erfahrung, dass du in deiner Schulzeit kaum Experimente durchgeführt hast.
Gerade deshalb hat mich deine Rückmeldung zu unserer Einstiegsfrage gefreut. Wir wollten damit zum Nachdenken anregen und gleichzeitig zeigen, dass Experimente im Biologieunterricht nicht für alle selbstverständlich sind.
Auch dein Feedback zu unserer Gestaltung hat mich sehr gefreut.
Uns war es wichtig, dass der Blog durch die verschiedenen Grüntöne, Bilder und Kästchen abwechslungsreich bleibt und die teilweise theoretischen Inhalte dadurch etwas aufgelockert werden.
Außerdem fand ich schön, dass du den Vergleich zwischen offenen und vorgegebenen Experimenten hervorgehoben hast.
Auch für mich war interessant zu sehen, dass nicht grundsätzlich eine Form besser ist als die andere. Entscheidend sind vielmehr die Lerngruppe, das Lernziel und die vorhandenen Rahmenbedingungen.
Deinem Punkt, dass die didaktische Planung des Experiments entscheidend ist, stimme ich ebenfalls zu.
Für mich ist das eine wichtige Erkenntnis aus unserem Blogbeitrag: Experimente können Interesse fördern, aber nicht allein dadurch, dass sie stattfinden. Entscheidend ist, wie sie gestaltet und in den Unterricht eingebunden werden.
Danke, dass du dich so ausführlich mit unserem Beitrag auseinandergesetzt und deine persönlichen Erfahrungen und Gedanken mit uns geteilt hast!
Liebe Grüße
Luana :)
Hallo Kiara,
Löschenvielen Dank für deinen positiven und ausführlichen Kommentar!
Ich möchte den Aspekt der intrinsischen Motivation als wichtigen Grundpfeiler für Interesse noch einmal aufgreifen. Auch mir ist während der Recherche und des Schreibens unseres Blogbeitrags noch deutlicher geworden, wie wichtig es für uns als angehende Lehrkräfte ist, die Motivation und das Interesse der Lernenden zu fördern.
Es bringt wenig, fachlich einen perfekten Unterricht zu gestalten, wenn die Inhalte für die Schülerinnen und Schüler nicht ansprechend aufbereitet sind und sie dadurch nicht zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema angeregt werden. Experimente bieten hierfür eine hervorragende Möglichkeit, da sie Lernende aktiv in den Lernprozess einbinden. Allerdings setzt auch das Experimentieren ein gewisses Interesse am Thema voraus.
Deshalb würde ich gerne einen Appell an alle richten, die gute Lehrkräfte sein wollen oder werden möchten: Fördert das Interesse eurer Schülerinnen und Schüler! Es bildet die Grundlage für Motivation, aktives Lernen und nachhaltige Lernerfolge.
Liebe Grüße Tom Scholz
Hallo zusammen,
AntwortenLöschenvielen Dank für diesen gelungenen und anschaulichen Blogbeitrag!
Gefallen hat mir besonders, wie übersichtlich ihr den Text strukturiert habt. Die Einstiegsfrage am Anfang holt einen direkt ab und man muss an die eigene Schulzeit zurückdenken. Auch die Gestaltung mit den vielen Bildern und Vergleichen macht den Beitrag sehr angenehm zu lesen und leicht verständlich.
Die Frage, in Kapitel 5, was eigentlich passiert, wenn ein Experiment die Erwartungen enttäuscht oder etwas ganz anders verläuft als geplant, ist mir besonders im Gedächtnis geblieben.
Ich kenne das selbst noch gut aus meiner Schulzeit: Man freut sich riesig auf die Experimente, baut alles auf, mischt Flüssigkeiten oder beobachtet durchs Mikroskop und am Ende passiert alles, aber nicht das, was passieren sollte. Als Konsequenz war man als Schüler oft enttäuscht und man hat die Motivation verloren, als habe man etwas falsch gemacht.
Genau an diesem Punkt könnten wir als angehende Lehrkräfte aber ansetzen und die Herangehensweise drehen. Warum muss ein Versuchsaufbau im Unterricht eigentlich immer reibungslos funktionieren, damit die Stunde als erfolgreich gilt?
Wenn ein Experiment anders als gedacht verläuft, beginnt eigentlich der spannendste Teil des Lernens. Man kann den Fehlern des Versuchs als Teil des Unterrichts auf die Spur gehen, dadurch sehen die Schüler es nicht als Versagen an.
Wenn Schülerinnen und Schüler erleben, dass solche Abweichungen völlig normal sind und keineswegs bedeuten, dass man versagt hat, nimmt das enorm den Leistungsdruck heraus. Die Schüler merken, dass Suchen, Ausprobieren und Fehler natürlich dazugehören, wenn man Experimente macht. Wenn wir diesen Raum für echten Austausch schaffen, bleibt die Neugier erhalten, anstatt dass Frust entsteht.
Als Vorschlag zur Verbesserung: Ihr beschreibt die Vorteile und Nachteile offener sowie vorgegebener Experimente sehr gut. Für die Praxis fehlt mir jedoch ein kurzer Hinweis darauf, wie man beide Ansätze verbinden kann. Es ist ja nicht zwingend erforderlich, sich für „ganz offen“ oder „ganz starr vorgegeben" zu entscheiden. Vielleicht könntet ihr ergänzen, wie Schülerinnen und Schüler schrittweise an offenere Aufgaben herangeführt werden, z.B. indem man zunächst nur die Frage vorgibt und den Lösungsweg mit der Zeit freier gestaltet. Das würde den Übergang zwischen den beiden Methoden im Unterricht greifbarer machen.
Insgesamt aber ein wirklich starker Beitrag, der sehr gut zum Nachdenken anregt. Danke euch dafür!
Liebe Grüße,
Paul
Hallo Paul,
Löschenvielen Dank für deinen ausführlichen und wirklich interessanten Kommentar zu unserem Blogbeitrag!
Besonders gut fand ich deine persönliche Erfahrung mit Experimenten, bei denen am Ende nicht das passiert ist, was eigentlich erwartet wurde.
Genau dieser Punkt war auch für mich bei der Auseinandersetzung mit unserem Thema sehr interessant. Man denkt bei Experimenten oft zuerst an ein gelungenes Ergebnis, aber gerade unerwartete Ergebnisse können eine gute Möglichkeit sein, gemeinsam nach Ursachen zu suchen und daraus zu lernen.
Deinen Gedanken, dass ein „Fehler“ nicht direkt als Versagen gesehen werden sollte, finde ich deshalb sehr wichtig.
Gerade als angehende Lehrkräfte können wir dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler sich trauen, Vermutungen aufzustellen, Dinge auszuprobieren und auch mit unerwarteten Ergebnissen umzugehen. So kann die Neugier erhalten bleiben und aus einem zunächst enttäuschenden Ergebnis vielleicht sogar eine interessante Lernmöglichkeit entstehen.
Auch deinen Verbesserungsvorschlag zu den offenen und vorgegebenen Experimenten finde ich sehr hilfreich.
Wir haben uns bisher vor allem auf die Unterschiede sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile konzentriert.
Deinen Vorschlag, Schülerinnen und Schüler langsam an offenere Experimente heranzuführen, finde ich sinnvoll. So könnte man je nach Vorwissen und Fähigkeiten der Lerngruppe zunächst mehr Vorgaben geben und diese Schritt für Schritt reduzieren.
Vielen Dank für deine Anregung und dafür, dass du dich so ausführlich mit unserem Beitrag auseinandergesetzt hast!
Liebe Grüße
Luana :)
Hallo Paul,
Löschenvielen Dank für deinen ausführlichen und interessanten Kommentar zu unserem Blogbeitrag!
Besonders gut fand ich deine persönliche Erfahrung mit Experimenten, bei denen am Ende nicht das passiert ist, was erwartet wurde. Genau dieser Punkt war auch für mich bei der Auseinandersetzung mit unserem Thema sehr interessant. Gerade unerwartete Ergebnisse können eine gute Möglichkeit sein, gemeinsam nach Ursachen zu suchen und daraus zu lernen.
Deinen Gedanken, dass ein „Fehler“ nicht direkt als Versagen gesehen werden sollte, finde ich deshalb sehr wichtig.
Gerade als angehende Lehrkräfte können wir dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler sich trauen, Dinge auszuprobieren und auch mit unerwarteten Ergebnissen umzugehen. So kann aus einem zunächst enttäuschenden Ergebnis vielleicht sogar eine interessante Lernmöglichkeit entstehen.
Auch deinen Verbesserungsvorschlag zu den offenen und vorgegebenen Experimenten finde ich hilfreich.
Wir haben uns bisher vor allem mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen beschäftigt. Deinen Vorschlag, Schülerinnen und Schüler schrittweise an offenere Experimente heranzuführen, finde ich sinnvoll. Je nach Vorwissen und Fähigkeiten der Lerngruppe könnten Vorgaben nach und nach reduziert werden.
Vielen Dank für deine Anregung und dafür, dass du dich so ausführlich mit unserem Beitrag auseinandergesetzt hast!
Liebe Grüße
Luana :)
Lieber Paul,
LöschenVielen Dank für dein interessantes und ausführliches Feedback!
Vor allem dein Gedanke, dass ein Experiment nicht immer erfolgreich laufen muss und der Vergleich mit deiner eigenen Schulzeit, finde ich sehr schön. Unerwartete Ergebnisse sollten als wichtige Erkenntnis gesehen werden und gleichzeitig auch eine Motivation sein, weiterzuforschen. Schülerinnen und Schüler sollten vor allem merken, dass es beim Experimentieren nicht darum geht, immer das erwartete Ergebnis zu bekommen, sondern auch darum, neugierig zu bleiben und Fragen zu stellen.
Auch deinen Verbesserungsvorschlag finde ich sehr gut und wichtig. Wir hätten im Nachhinein an dieser Stelle eine konkretere Beispielfragestellung formulieren können, um zu zeigen wie auch eine Kombination aus den beiden Experiment Formen möglich sein kann. Denn ich stimme dir zu, sich „starr“ für eine der beiden Formen zu entscheiden ist nicht sinnvoll. Zudem ist auch das von dir erwähnte heranführen an offene Fragestellungen wichtig zu berücksichtigen, da diese auch zu erstmaliger Verwirrung führen könnten, wenn die Schülerinnen und Schüler zuvor noch nie mit offen Fragestellungen konfrontiert wurden.
Vielen Dank für deine schönen Gedanken und deiner Anregung zu unserem Beitrag!
Liebe Grüße
Salina
Hallo Paul,
Löschenes freut mich, dass dir unser Blogbeitrag gefallen hat.
Ich sehe das genauso wie du: Fehler sollten nicht als Versagen betrachtet werden. Wenn ein Experiment nicht wie geplant funktioniert, bietet das vielmehr die Chance, gemeinsam zu untersuchen, warum das erwartete Ergebnis ausgeblieben ist. Gerade diese Auseinandersetzung mit möglichen Ursachen kann zu einem tieferen Verständnis des Themas führen.
Die Suche nach den Gründen für das Scheitern eines Experiments wird dabei häufig durch die eigene Neugier und intrinsische Motivation angetrieben. Natürlich benötigen jüngere Schülerinnen und Schüler bei diesem Prozess mehr Unterstützung als ältere Lernende. Dennoch sollten sie - soweit es möglich ist - selbst forschen, Vermutungen aufstellen und Lösungswege entwickeln. So können sie wichtige Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten sammeln und lernen, Fehler als Teil des Lernprozesses zu verstehen.
Liebe Grüße
Tom Scholz
Hallo ihr vier
AntwortenLöschenVielen Dank für euren interessanten Blogbeitrag
Die Formulierung zu Beginn, dass ihr die Leser*innen einladet, sich an ihre eigene Schulzeit zu erinnern, finde ich sehr gut gelungen. Dadurch regt ihr zum Nachdenken an und weckt direkt das Interesse zum Weiterlesen.
Euren Blogbeitrag finde ich gut strukturiert, was es erleichtert, gedanklich zu folgen. Zum Beispiel, dass zunächst der Begriff „Interesse“ erläutert und anschließend die Bedeutung von Experimenten für den Biologieunterricht betrachtet wird. Die Gegenüberstellung von offenen und vorgegebenen Experimenten ist anschaulich und macht deutlich, dass beide Formen unterschiedliche Chancen und Herausforderungen bieten. Ihr thematisiert auch mögliche Grenzen wie Zeitmangel, Überforderung oder enttäuschte Erwartungen für Experimente. Dadurch wirkt das Fazit differenziert und realistisch.
An einigen Stellen hätte ich mir allerdings eine stärkere wissenschaftliche Absicherung der Aussagen gewünscht. Im Text werden zahlreiche Behauptungen über Interesse, Motivation, Lernen und die Wirkung von Experimenten formuliert, ohne dass direkt erkennbar ist, auf welche Quellen sich diese Aussagen beziehen. Zwar gibt es am Ende ein Literaturverzeichnis mit verschiedenen Fach- und Onlinequellen, im eigentlichen Text fehlen jedoch Quellenangaben oder Verweise. Dadurch ist für die Leserinnen und Leser schwer nachzuvollziehen, welche Aussagen auf wissenschaftlichen Untersuchungen beruhen und welche eher als allgemeine Erklärung oder eigene Schlussfolgerung zu verstehen sind. Gerade bei Aussagen wie der Verbindung von Interesse und Lernerfolg oder der Wirkung selbstgesteuerter Experimente hätte ich mir konkrete Belege besonders gewünscht.
Dazu hätte ich einige Fragen: Welche der genannten Quellen wurden für die einzelnen Abschnitte tatsächlich herangezogen? Auf welcher Grundlage wird beispielsweise die Aussage getroffen, dass selbstgesteuerte Experimente situationales Interesse fördern können? Und worauf stützt sich der im Beitrag verwendete Begriff „Illusion of certainty“? Eine direkte Zuordnung der Aussagen zu den Quellen würde den Beitrag aus meiner Sicht deutlich wissenschaftlicher und überzeugender machen.
Insgesamt finde ich den Beitrag jedoch sehr gelungen, weil er ein für den Biologieunterricht relevantes Thema verständlich, anschaulich und differenziert aufbereitet. Die abschließende Erkenntnis, dass nicht allein das Experiment, sondern dessen Gestaltung und Einbettung in den Unterricht entscheidend sind, regt zum Nachdenken über die konkrete Unterrichtspraxis an.
Liebe Grüße
Johanna
Hallo liebe Johanna,
LöschenVielen Dank für dein ausführliches und wirklich hilfreiches Feedback. Dein Hinweis, dass wir die Quellen im eigentlichen Blog Beitrag direkter den einzelnen Aussagen hätten zuordnen sollen, ist absolut nachvollziehbar und hätte gewisse Fragen direkt beantworten können.
Zu deinen Fragen: Eine wichtige Grundlage für unsere Aussagen, auf die sich deine Frage stützen, war die wissenschaftliche Forschungsarbeit (Dissertation) von Franz- Josef Scharfenberg „Experimenteller Biologieunterricht zu Aspekten der Gentechnik im Lernort Labor“ (2005).
Die Arbeit beschäftigt sich unter anderem mit den Auswirkungen von Experimentieren auf Akzeptanz, Wissenserwerb und Interesse.
Die Aussage, dass selbstständiges Experimentieren situationales Interesse fördern kann, wird erst nur theoretisch begründet. Scharfenberg bezieht sich hier auf Mitchell, Hidi und Bergin, drei Forschende welche sich in ihren Forschungsarbeiten mit dem situationalen Interesse im Lernkontext beschäftigten.
Sie beschreiben „Catch“- Faktoren, die Aufmerksamkeit auslösen und situationales Interesse im Unterricht erzeugen können. Ein sogenannter „Catch“- Faktor ist hier eben auch das selbstständige Experimentieren.
Hier ist jedoch wichtig zu sagen: Die Dissertation Scharfenbergs greift theoretische Vermutungen auf und bestätigt oder widerlegt diese mit anschließenden Untersuchungen.
In der Untersuchung zum situationalen Interesse zeigte sich beispielsweise, dass die vermutete Interessensförderung durch selbstständiges Experimentieren nicht direkt bestätigt werden konnte oder ein anderes Ergebnis rauskam als vorab vermutet.
Wichtig ist hier, wie in unserem Fazit erwähnt, die Umsetzung der Experimente zu berücksichtigen. Denn das reine Einsetzen von selbstständigem Experimentieren garantiert nicht direkt ein situationales Interesse. Erst wenn Schul- oder Klassenbedingte Rahmenbedingungen berücksichtigt werden, kann situationales Interesse geweckt werden.
Der Begriff “Illusion of certainty“ stammt ebenfalls aus der Dissertation Scharfenbergs, welcher sich hier auf die Wissenschaftsdidaktiker Hodson & Bencze (1998) bezieht.
Vielen Dank für deine ausführliche Auseinandersetzung mit unserem Blog Beitrag und deinen konstruktiven Hinweisen.
Liebe Grüße
Salina
Ich finde euren Blogbeitrag wirklich sehr gelungen! 😊 Besonders gut gefällt mir, dass ihr direkt am Anfang mit der Frage nach eigenen Erinnerungen an Experimente aus der Schulzeit startet. Dadurch fühlt man sich direkt angesprochen und denkt automatisch an die eigene Schulzeit zurück.
AntwortenLöschenAuch die Verbindung zwischen Interesse und Experimentieren finde ich sehr nachvollziehbar dargestellt. Mir hat besonders gefallen, dass ihr Experimente nicht einfach nur als etwas Positives darstellt, sondern auch die Grenzen mit einbezieht. Gerade der Punkt, dass ein Experiment nicht automatisch Interesse weckt, sondern es darauf ankommt, wie und warum es eingesetzt wird, ist bei mir hängen geblieben. Den Vergleich zwischen offenen und vorgegebenen Experimenten fand ich dafür ebenfalls sehr passend und verständlich erklärt.
Optisch gefällt mir der Beitrag auch richtig gut. Die Farben ziehen sich schön durch den gesamten Blog und die Abbildungen lockern die teilweise doch etwas längeren Textabschnitte gut auf. Besonders die Waage mit den Chancen und Grenzen fand ich eine schöne Idee, weil sie den Inhalt nochmal auf einen Blick zusammenfasst.
Insgesamt konnte ich eurem Beitrag sehr gut folgen und finde, dass ihr Theorie und Unterrichtspraxis schön miteinander verbunden habt. Vor allem das Fazit rundet den Beitrag für mich gut ab. Der letzte Gedanke, dass wir uns häufig nicht nur an ein bestimmtes Experiment erinnern, sondern vor allem an das Gefühl, selbst etwas ausprobiert oder entdeckt zu haben, hat mir besonders gut gefallen. 😊