Donnerstag, 20. August 2026

Weg vom Kochbuch-Experiment und hin zu forschendem Lernen!

 Liebe Community,

Erkenntnisgewinnung in der Schule mit Experimenten zu fördern ist nicht so einfach, wie man zunächst denkt. Wer als Lehrkraft mit Kochrezept-Experimenten arbeitet, gibt seinen Schüler*innen nicht die Möglichkeit, eigene Erkenntnisse zu gewinnen.

Also Weg vom Kochbuch-Experiment und hin zum offenen Experimentieren!

In meinem Blogbeitrag geht es darum, wie das offene Experimentieren gelingen kann und weshalb es für einen modernen Biologieunterricht unverzichtbar ist!

Viel Spaß beim Lesen und Kommentieren.

Link zum Blog: https://drive.google.com/file/d/1RPM2203JrqnfQ7XaB0ZmmaNGvbj2uzOB/view?usp=sharing

4 Kommentare:

  1. Lieber Elias
    Vielen Dank für deinen – wie ich finde - wirklich sehr gelungenen Blogbeitrag.
    Als optischen Einstieg hätte ich mir zwar ein Inhaltsverzeichnis gewünscht (da ich finde, dass man dadurch schon einen kleinen Überblick über den Text erhält), durch die Struktur deines Textes wird man als Leser*in jedoch sehr gut gedanklich durch das Thema geführt wird. Die einzelnen Abschnitte bauen sinnvoll aufeinander auf und machen den Wandel vom klassischen „Kochbuch-Experiment“ hin zum forschenden Lernen gut nachvollziehbar. Begriffe wie „Kochbuch-Experiment“ werden verständlich erklärt, dass man genau weiß, was damit gemeint ist, welche Merkmale ein naturwissenschaftliches Experiment ausmachen und warum die verschiedenen Öffnungsgrade beim Experimentieren eine wichtige Rolle spielen.
    Die verschiedenen Modelle und Theorien, beispielsweise das SDDS-Modell und die Cognitive Load Theory, werden verständlich erklärt und direkt auf das Experimentieren im Biologieunterricht bezogen. Dadurch bleiben die theoretischen Ausführungen nicht abstrakt, sondern werden für die konkrete Unterrichtspraxis greifbar. Auch die vorgestellten Möglichkeiten, wie offenes Experimentieren durch gestufte Lernhilfen, V-Diagramme oder Inquiry Boards unterstützt werden kann, finde ich sehr hilfreich. Das konkrete Beispiel mit der Kresse macht deutlich, wie forschendes Lernen tatsächlich umgesetzt werden könnte.
    Eine Frage ist bei mir allerdings noch offen geblieben: Wie genau soll die Leistungsbewertung beim offenen Experimentieren konkret umgesetzt werden?
    Im Beitrag wird zwar angesprochen, dass klassische Tests die Entscheidungs- und Verstehensprozesse nicht ausreichend abbilden und deshalb sowohl konzeptuelles als auch prozedurales Wissen bewertet werden sollte. Auch das V-Diagramm wird als mögliche Grundlage für eine qualitative oder quantitative Bewertung genannt. Mich würde aber noch interessieren, wie das in der Praxis konkret aussehen könnte. Welche Kriterien würde die Lehrkraft beispielsweise bei der Bewertung eines offenen Experiments heranziehen? Würde eher der gesamte Erkenntnisprozess, die Qualität der Hypothesen und Planung oder auch das Ergebnis bewertet werden? Und wie könnte eine faire Bewertung aussehen, wenn verschiedene Gruppen unterschiedliche Versuchswege wählen und möglicherweise zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen?
    Insgesamt finde ich deinen Beitrag fachlich sehr gut ausgearbeitet, verständlich und vor allem praxisnah.
    Liebe Grüße
    Johanna

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  2. Lieber Elias,
    vielen Dank für deinen interessanten und ausführlichen Blogbeitrag. Was wirklich gelungen ist an dem Blogbeitrag ist, dass du deutlich machst, dass so ein offenes Experiement nicht nur Vorteile mit sich bringt, sondern auch einige Schwierigkeiten dabei sind. Spannend hierbei ist vorallem die Stelle, an der du die Verbindung zur Cognitive Load Theory aufzeigst. Hierdurch machst du ganz deutlich, dass die vermehrte Selbstständigkeit, die mit offenen Experimenten einhergehen, nicht immer zu einem besseren Lernerfolg führen. Gerade offene Experimente stellen für viele Schüler/Innen eine große Herausforderung da, da der kleinste Fehler meist unentdeckt bleibt und den ganzen Verlauf des Experimentes beeinflussen kann.
    Daher sind genau hier, die verschiednen Möglichkeiten der Unterstützung, die du aufgezeigt hast besonders wichtig. Was ich hierbei super gelungen fand, waren die Lernhilfen, die verschiedene Niveaus hatten und somit, die Schüler/Innen zwar unterstützen können, aber der Effekt des selbstständigen Arbeitens nicht verloren geht. Durch das Beispiel mit der Kresse, zeigst du zudem auf, dass es viele verschiedene Wege gibt um die Antwort auf dieselbe Forschungsfrage zu beantworten.
    Eine Sache gibt es aber, die du gerne noch etwas genauer hättest einbringen könntest. Und zwar die Frage, wann sich welcher Öffnungsgrad eignet. Ich glaube viele Schüler/Innen die mit dem Konzept noch nie gearbeitet haben, sind am Anfang etwas überfordert damit. Ich glaube hier würde dann ein stufenweiser Übergang innerhalb der Unterrichtsstunde Sinn machen. Man könnte Bespielsweise sagen, dass man die Fragestellung noch gemeinsam macht und die Planung bzw. Auswertung dann eher selbstständig erfolgen.
    Zudem fände ich es interessant, wenn die Schüler/Innen am Ende noch selbstständig reflektieren, wie sie sich mit der Vorgehensweise gefühlt haben und wie viel Hilfe sie tatsächlich benötigt haben. Hierbei stellt sich dann natürlich die Frage, wann eine Lerngruppe überhaupt bereit für einen höheren Öffnungsgrad ist?
    Alles in allem, war dein Blogbeitrag aufjedenfall sehr gelungen.
    Liebe Grüße,
    Eileen

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  3. Lieber Elias,

    vielen Dank für deinen Blogbeitrag, der sehr übersichtlich und strukturiert gestaltet ist. Hervorheben möchte ich den gelungenen provokanten Einstieg über das Kochbuch- Experiment. Durch die Aussage, dass so etwas kein Experiment und kein wissenschaftliches Arbeiten sei, wurde ich zum Weiterlesen angeregt.

    Stark finde ich zudem, dass du deine These nicht einseitig vertrittst. Mit der Cognitive Load Theory bringst du ein gutes Gegenargument gegen das offene Experimentieren ein und zeigst somit, dass Öffnung alleine noch kein besseres Lernen bedeutet.
    Durch das V-Diagramm und die Inquiry Boards wird dein Beitrag für die Praxis nutzbar.
    Positiv ist mir auch der Abschnitt zur Leistungsbewertung aufgefallen, da dieser Teil häufig weniger berücksichtigt wird.

    In deinem Beitrag wertest du die Stufen Confirmation Inquiry und Structured Inquiry deutlich ab. Ich könnte mir allerdings schon vorstellen, dass auch angeleitete Experimente ihre Berechtigung haben. Ich denke dabei an das erste Vorgehen mit dem Mikroskop oder an Situationen in denen Sicherheitsaspekte im Vordergrund stehen. Möglicherweise ist nicht die Anleitung selbst das Problem, sondern die Tatsache, dass diese Form die einzige im Unterricht bleibt.

    Spannend fände ich die Frage, wie offenes Experimentieren in einer heterogenen Lerngruppe gelingen kann. Deine gestuften Lernhilfen sind dafür ein guter Ansatzpunkt, da sich die Schüler*innen individuell nach Bedarf Unterstützung holen können. Ergänzend könnte man je nach Bedarf mit vereinfachter Sprache arbeiten oder mit Bildkärtchen für eine bessere visuelle Veranschaulichung, damit alle am Prozess teilhaben können.

    Vielen Dank für deinen interessanten Beitrag.

    Liebe Grüße
    Raphael

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  4. Hallo Elias :)
    vielen Dank für deinen interessanten und anschaulich gestalteten Blogbeitrag!

    Besonders gut gefallen hat mir, dass du nicht nur erklärst, warum „Kochbuch-Experimente“ problematisch sein können, sondern auch zeigst, wie offenes und forschendes Experimentieren im Unterricht konkret umgesetzt werden kann.

    Spannend fand ich vor allem die Verbindung zur Cognitive Load Theory. Beim offenen Experimentieren müssen Schülerinnen gleichzeitig viele Entscheidungen treffen, z. B. zu Material, Variablen, Durchführung und Auswertung. Dadurch kann schnell eine kognitive Überlastung entstehen. Ich finde deshalb deinen Ansatz mit den gestuften Lernhilfen besonders sinnvoll, weil die Schülerinnen dadurch Unterstützung bekommen, ohne dass ihnen der gesamte Forschungsprozess abgenommen wird.

    Auch das V-Diagramm finde ich als Methode sehr interessant. Es macht den gesamten Erkenntnisprozess sichtbar und verbindet Vorwissen, Hypothesen, Planung, Durchführung und Reflexion miteinander. Gleichzeitig kann es der Lehrkraft zeigen, an welcher Stelle Schüler*innen noch Schwierigkeiten haben.

    Besonders gut fand ich dein Kresse-Beispiel. Hier wird deutlich, dass ein Experiment nicht einfach mit einem Ergebnis endet, sondern neue Fragen entstehen können. Genau dadurch wird auch die Idee von Nature of Science greifbar: Wissenschaft ist kein geradliniger Prozess, sondern lebt von Fragen, Unsicherheiten, Fehlern und neuen Untersuchungen.

    Beim Lesen habe ich mich gefragt, wie viel Offenheit im normalen Schulalltag tatsächlich umsetzbar ist, gerade wenn eine Klasse sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringt oder nur wenig Zeit zur Verfügung steht. Deine gestuften Lernhilfen könnten hier meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit sein, unterschiedliche Lernende individuell zu unterstützen.

    Insgesamt finde ich deinen Beitrag sehr gelungen, weil du deutlich machst, dass es beim Experimentieren nicht nur darum geht, ein Ergebnis zu bekommen, sondern vor allem darum, wie dieses Ergebnis entsteht. Das nehme ich auf jeden Fall für meinen späteren Unterricht mit!

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