Liebe Leserin, lieber Leser,
kommt mit auf eine Reise duch die Natur und entdeckt, welche Möglichkeiten in einem Schulgarten stecken.
Vom Gärtnern zum Forschen
Ein Schulgarten ist viel mehr als nur ein Ort um Gemüse anzupflanzen oder ein grünes Aushängeschild für die Schule. Doch was genau steckt eigentlich hinter einem Schulgarten und welche fachdidaktischen Potentiale bietet er? Genau diesen Fragen geht mein Blogbeitrag nach.
Vom Gärtnern zum Forschen - Wie der Schulgarten zum biologischen Lernort wird
Viel Spaß beim lesen meines Blogbeitrag
Sophie Traa
Hallo Sophie,
AntwortenLöschendein Blobeitrag ist insgesamt sehr abwechslungsreich und vor allem anschaulich gestaltet. Mir gefällt besonders gut, dass du den Schulgarten nicht einfach nur als Ort zum gärtnern darstellst, sondern die vielfältigen Möglcihkeiten die der Garten für den Biologieunterricht liefert herausarbeitest. Vor allem dass du zeigst, dass biologische Phänomene direkt beobachtet und untersucht werden können und das das wissenschaftliche Arbeiten von der Therorie in die Praxis umgesetzt werden kann.
Deine drei Unterrichtsideen gefallen mir auch sehr gut. Sie sind einfach und verständlich dargestellt und auf verschiedene Altersstufen und Niveaus anpassbar.
Was dir auch sehr gelungen ist, ist die Verbindung zum fächerübergreifenden Lernen. Dein Beitrag zeigt, dass im Schulgarten nicht nur biologische Phänomene gezeigt werden können, sondern auch eine Verbindung zu Mathe, Geografie, Chemie und Kunst bestehen.
Was ich dabei super wichtig finde, ist Verbindung von Themen der regionalität und saisinalität, Ressourcennutzung und Biodiversität. Diese greifst du auch sehr gut auf.
Was ich mir in deinem Beitrag noch gewünscht hätte, wäre eine konkretere Information zur praktischen Umsetzung eines Schulgartens. Du beschreibst sehr gut, welche didaktischen Möglichkeiten ein solcher Garten bietet, erwähnst aber kaum die organisatorischen Herausforderungen, wie Zeitmangel oder wer sich beispielsweise in den Ferien um den Garten kümmert.
Außerdem wäre es toll, wenn du deine Unterrichtsideen noch etwas konkreter beschreiben könntest. Zum Beispiel wie eine mögliche Forschungsfrage und Auswertung bei der Untersuchung des Pflanzenwachstums aussehen könnte.
Insgesamt finde ich deinen Blogbeitrag sehr schön gestaltet und gut gelungen.
Liebe Grüße
Leonie
Hallo Leonie,
Löschendanke für dein konstruktives Feedback!
Ja, den Aspekt des Fachübergreifenden Lernens fand ich selbst sehr spannend, weil ich nicht gedacht hätte, dass ich mit so wenig Überlegung so viele Anwendungsmöglichkeiten in den unterschiedlichen Fächern finde. Gerade dass der Garten nicht nur in den Naturwissenschaften eingesetzt werden kann, was ja naheliegend ist, sondern sich eigentlich jedes Fach einbauen lässt, fand ich interessant.
Die praktische Umsetzung habe ich bewusst rausgelassen. Anfangs wollte ich sie mit reinnehmen, habe aber schnell gemerkt, dass es keine festgeschriebenen Regeln für Schulgärten gibt. Ich habe Beispiele gesehen, wo nur ein Hochbeet aufgestellt wurde, bis hin zu ganzen Kräuter und Nutzgärten über die manche Hobbygärtner neidisch wären. Deshalb habe ich den Punkt weggelassen, da die Umsetzung stark von den Möglichkeiten und dem vorhandenen Platz an der jeweiligen Schule abhängt.
Lustig, dass du die Fragen erwähnst. Ich hatte ursprünglich vor, sie mit reinzunehmen, hatte in den Kästchen aber keinen platz mehr und habe sie deshalb aus Designgründen weggelassen.
Ich habe hier noch ein paar meiner Forschungsfragen zum Pflanzenwachstum:
Welche Unterschiede sind bei den Pflanzen zu erkennen?
Welche Pflanze wächst am stärksten?
Was sagt uns das darüber, was Pflanzen zum Wachsen brauchen?
Beobachtet andere Pflanzen! Gilt für alle Pflanzen, dass sie in direkter Sonne am besten wachsen?
Viele Grüße
Sophie
Hallo Sophie,
AntwortenLöschenvielen Dank für deinen Blogbeitrag. Die Gestaltung ist dir richtig gut gelungen. Vor allem der kleine Stachel als durchgehende Begleitfigur führt den Leser angenehm durch die Seiten. Die Infografik mit dem Schulgarten als kleines Ökosystem finde ich stark, da sie Zusammenhänge wie Bestäubung, Zersetzung und Nährstoffkreislauf auf einen Blick sichtbar macht . Zudem könnte man diese auch direkt im Unterricht einsetzen.
Mit der Untersuchung von Benkowitz und Köhler hast du gezeigt, dass 55% der Schulen einen Garten bewirtschaften aber naturwissenschaftliches Arbeiten und BNE nur selten als Ziel genannt werden. Das zeigt nochmal, dass viel Potential aktuell noch verloren geht.
Inhaltlich würde mich noch interessieren, wie sich die von dir genannten Hürden konkret abfedern lassen. Du benennst Zeitmangel, Ferienbetreuung und Lehrkräftewechsel treffend. Es wäre noch schön gewesen, ein paar Ideen für Lösungsansätze zu bekommen.
Spannend fände ich außerdem noch den Blick auf heterogene Lerngruppen. Das von dir beschriebene Lernen mit allen Sinnen und die Verbindung von Kopf, Herz und Hand eröffnen einen Zugang, der im Klassenzimmer so kaum möglich ist. Davon können meiner Meinung nach besonders Schüler*innen profitieren, denen theoretisches Arbeiten schwerfällt.
Vielen Dank für deinen interessanten Beitrag Sophie.
Liebe Grüße
Raphael
Hallo Raphael,
Löschendanke für dein konstruktives Feedback zu meinem Blogbeitrag!
Ja, die Infografik finde ich auch besonders gelungen. Deinen Punkt, sie im Unterricht zu verwenden finde ich ebenfalls gut, darauf wäre ich jetzt gar nicht gekommen.
Du hast völlig recht, ich hätte die möglichen Hürden noch besser beleuchten können. Ich habe mir dazu jetzt folgende Gedanken gemacht:
Den Zeitmangel könnte man durch eine Garten-AG, welche sich regelmäßig um den Garten kümmert, auffangen. Die Schüler*innen der AG könnten zudem in Kooperation mit der betreuenden Lehrkraft Arbeitsblätter oder Versuche entwickeln, welche wiederum von anderen Lehrkräften für ihren Unterricht verwendet werden können. Dadurch kann der zusätzliche Arbeits- und Zeitaufwand auf Seite der Lehrkräfte reduziert werden.
Auch die Ferienbetreuung kann über die Garten-AG organisiert werden. Es könnte vor den Ferien ein Plan erstellt werden, welche Schüler*innen oder Lehrkräfte sich wann um den Garten kümmern. Dadurch bleibt die Verantwortung nicht dauerhaft an einer Person hängen, sondern kann auf mehrere Personen aufgeteilt werden.
Durch den Aufbau eines festen Lehrkräfteteams, dass sich besonders gut mit der Pflege und Organisation auskennt sowie sich um den Garten kümmert, könnte man den Wechsel von Lehrkräften abfangen. Wenn eine Lehrkraft aus diesem Team die Schule verlässt, bleiben noch genug Lehrkräfte vor Ort sodass der Garten dann nicht verloren geht.
Ich denke, so lassen sich die Hürden zumindest teilweise abfangen.
Viele Grüße
Sophie
Hey Sophie,
AntwortenLöschenvielen Dank für deinen sehr anschaulich gestalteten Blogbeitrag!
Besonders gut gefällt mir, dass du den Schulgarten nicht einfach als Ort zum Pflanzen und Gärtnern beschreibst, sondern als biologischen Lernort, an dem Schüler*innen selbst beobachten, untersuchen und Erkenntnisse gewinnen können.
Besonders spannend fand ich den Gedanken, dass im Schulgarten „Kopf, Herz und Hand“ miteinander verbunden werden. Durch das eigene Pflanzen, Beobachten und Ernten wird biologisches Wissen direkt mit praktischen und persönlichen Erfahrungen verknüpft. Dadurch entsteht meiner Meinung nach ein ganz anderer Lebensweltbezug als beim Lernen ausschließlich im Klassenzimmer.
Auch deine Unterrichtsideen finde ich sehr gelungen. Vor allem die Frage „Was braucht eine Pflanze zum Wachsen?“ bietet viele Möglichkeiten, Schüler*innen selbst forschen und verschiedene Bedingungen vergleichen zu lassen. Dadurch wird der Schulgarten tatsächlich zu einem Ort der Erkenntnisgewinnung und nicht nur zu einem „Unterricht im Freien“.
Interessant fand ich außerdem den Abschnitt zur Kompetenzförderung. Neben Fachwissen können im Schulgarten auch Kooperation, Selbstständigkeit, Verantwortung und der Umgang mit Fehlern gefördert werden. Gerade der Gedanke, dass Pflanzen nicht „auf Knopfdruck“ wachsen und auch Experimente nicht immer das erwartete Ergebnis liefern, gefällt mir sehr.
Beim Lesen habe ich mich allerdings gefragt, wie sich die vielen Möglichkeiten im Schulgarten im normalen Schulalltag tatsächlich umsetzen lassen. Du greifst diese Frage selbst auf und zeigst, dass Zeitmangel, Ferienbetreuung, Lehrkräftewechsel und fehlende Verankerung im Bildungsplan große Herausforderungen darstellen. Gerade deshalb finde ich es wichtig, dass du nicht nur die Vorteile des Schulgartens zeigst, sondern auch die Grenzen und Schwierigkeiten thematisierst.
Insgesamt finde ich deinen Beitrag sehr gelungen. Besonders die Kombination aus fachlichen Informationen, konkreten Unterrichtsideen und dem niedlichen „Stachel“ macht das Thema sehr zugänglich und lädt dazu ein, selbst darüber nachzudenken, wie ein Schulgarten im eigenen Unterricht genutzt werden könnte.
Liebe Sophie,
AntwortenLöschenoptisch finde ich deinen Beitrag wirklich mehr als gelungen und sehr lobenswert! Auch der kleine Stachel finde ich gut eingesetzt und führt die Leser angenehm durch den ganzen Blog. Die Idee, den Schulgarten nicht nur als Ort zum Pflanzen und Ernten zu nutzen, sondern als biologischen Forschungsort, finde ich besonders überzeugend. Hierbei können SchülerInnen unmittelbar biologische Vorgänge erleben und selbst untersuchen. Beispielsweise können sie dieselbe Pflanzenart an verschiedenen Standorten anbauen und beobachten, welche Einflüsse Licht, Temperatur, Boden und Wasser auf das Wachstum haben. Ebenso haben die SchülerInnen erste Berührungspunkte mit Forschungsprozessen. Diese ersten Erfahrungen sammeln sie, indem sie Forschungsfragen formulieren, Vermutungen aufstellen, Messungen durchführen, Veränderungen dokumentieren und ihre Ergebnisse auswerten. Biologische Erkenntnisse werden dadurch verständlicher, da sie mit eigenen Beobachtungen verbunden sind.
Der im Beitrag angesprochene Umgang mit unerwarteten Ergebnissen erscheint mir besonders wichtig, da sich in einem Schulgarten die Natur nicht vollständig kontrollieren lässt. Selbst bei sorgfältiger Pflege können trotzdem Pflanzen schlecht wachsen, Schädlinge auftreten oder Trockenheit eine geplante Untersuchung beeinflussen. Solche Erfahrungen ermöglichen den Kindern nicht nur Versuchungsbedingungen kritisch zu hinterfragen und neue Untersuchungen zu planen, sondern lehren sie auch, dass nicht alles, was theoretisch gut klingt praktisch auch gelingt. Wichtig ist dennoch nicht alles als Misserfolg zu betrachten- Auf diese Weise lernen SchülerInnen, dass Forschung nicht immer gradlinig verläuft und auch unerwartete Ergebnisse zu neuen Erkenntnissen führen können. Gleichzeitig werden Geduld, Ausdauer und ein konstruktiver Umgang mit Fehler gefördert.
Mir stellt sich allerdings noch die Frage, wie ein Schulgarten dauerhaft als Forschungsgebiet in den Schulalltag integriert werden kann. Leider wird dies im Beitrag nicht konkret erwähnt. Langfristige Projekte können meiner Ansicht nach durch Zeitmangel Ferienbetreuung und ein Wechsel der verantwortlichen Lehrkräfte erschwert werden. Um dieses Problem umgehen zu können, könnte beispielsweise die Verantwortung auf mehrere Klasse, Fächer und Personen verteilt werden. Es könnte ein wechselnder Gartendienst regelmäßig die Pflanzen pflegen und Messwerte erfassen. Ebenso wären Kooperationen mit Elter, Umweltorganisationen oder örtlichen Gartenvereinen eine Möglichkeit, denn diese könnten auch während der Ferien die Messwerte der Temperaturen, Niederschläge oder Bodenfeuchtigkeit aufzeichnen. Wiederum finde ich dieses Projekt grandios, da die gesammelten Daten sich wie beschrieben anschließend auch im Biologie-, Geographie- oder Matheunterricht auswerten ließen.
Vielen Dank für den gelungenen und schönen Blogbeitrag!
Liebe Grüße
Tina