In diesem Blog teilen Studierende der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg gemeinsam mit Armin Lude und Steffen Schaal (Professoren für Biologie und ihre Didaktik) ihre Überlegungen zum Lernen und Lehren von Biologie.
Dienstag, 18. August 2020
Bäume erzählen Geschichten
Hier ist nochmal der Link, falls er oben nicht funktioniert:
Liebe Magdalena, liebe Mareike, Zuallererst möchte ich euch sagen- ich hatte sehr viel Spaß euren Blogbeitrag zu lesen. Es kam keine Langeweile auf, da er sehr informativ, kreativ und vielseitig ist. Die Farbwahl "lindgrün" eurer Seiten und auch die Lindenblätter als Seitenzahlen zu nutzen, war eine gute Idee und unterstreicht direkt eure Themenwahl. Der Einstieg mit dem Rätsel machte mich persönlich direkt neugierig. Die Lösung hatte ich schon im Hinterkopf- es kam aber doch die Spannung auf, ob ich richtig liege oder nicht. So hatte ich keine andere Wahl, als auf euren Link zu klicken. Als erstes fiel mir das ungewöhnliche Format eures Blogbeitrages auf. Ihr habt euch dafür entschieden DIN A5 Seiten zu nutzen, wohlgemerkt höchstwahrscheinlich wegen der begrenzten Seitenvorgabe. Auch das Inhaltsverzeichnis war sehr umfassend. Eine übersichtlichere Gestaltung ist hier ratsam- aber doch auch schwierig, da man auch nichts weglassen kann. Es dient ja schließlich zur Orientierung des Lesers. Eventuell hättet ihr zur Übersichtlichkeit die Hauptthemen fett hinterlegen können. Dies ist aber nur eine Kleinigkeit und nicht wirklich störsam. Allerdings hat mich dies erst mal kurz innehalten lassen und ich habe überlegt überhaupt weiterzulesen. An der Formatierung könntet ihr noch arbeiten. Hier ist es meiner Meinung nach zwingend notwendig den Blocksatz zu verwenden, da dieser die Seiten übersichtlicher macht. Vor allem bei einem Blockbeitrag ist Übersichtlichkeit sehr wichtig. Da ihr erst in der Einleitung eure Rätsel auflöst und dann mit dem sehr bekannten Film "Avatar" weitere Bezüge herstellt, war mir sehr schnell klar, dass ich euren Blogbeitrag weiterlesen möchte. Er hat mich einfach gepackt. Dazu würde mich interessieren, wie ihr genau auf dieses Thema gekommen seid? Es ist ein sehr schönes Thema, mit dem man Bezüge zur Historie, zu Geschichten, Mythen, Filmen, Liedern, Gedichten und zur Kultur und Natur herstellen kann. Das ist euch auch mehr als nur gelungen! Auch die abwechslungsreiche Gestaltung durch Bilder und unterschiedliche Textformate, wie Fließtexte, aber auch Steckbriefe hat mir gut gefallen. Allerdings hätte man für meinen Geschmack die Steckbriefe kürzer fassen können. Billi der Bücherwurm lädt zur Interaktion ein und lässt die Leserschaft mitdenken und rätseln. Außerdem hat er Fakten benannt, die ich selbst noch nicht wusste. Hierzu nun meine Gedanken zu Billis Fragen: Was Fällt die zu Bäumen ein? -verschiedene Grüntöne-Photosynthese-Schattenspender-Rohstoff-heizen-Papier-Möbel-Blatt- Wald- Lebensraum-verschiedene Arten- Ast- Luftfilter-Früchte-Wurzel-Zweig-Stamm-Abgase-O2-CO2... In kürzester Zeit ist mir viel dazu eingefallen.Assoziationen und Brainstorming frischen Inhalte wieder auf und durch Gruppenarbeiten könnten sogar verschiedene Inhalte miteinander verknüpft werden. Auch am Baumartentest und der Fantasiereise hatte ich großen Spaß. Vor eurem Blogbeitrag habe ich mir ehrlich gesagt keine großen Gedanken über die Linde gemacht. Das Wort "lind", was ja so viel heißt wie mild, vermittelt aber auch irgendwie einen beruhigenden und harmonischen Eindruck. Genau diese Wahrnehmung hatten die Menschen auch schon früher in Gedichten, Märchen und Liedern vermittelt. Die Frage "Welche Bedeutung haben Bäume heutzutage?" hat mich zum selben Standpunkt gebracht, den ihr auch schon in eurem Blogbeitrag erwähnt. Bäume sind heute dazu da unseren Klimawandel zu kompensieren und ein Stück weit das gerade zu rücken, was wir Menschen nun über Jahrzehnte verbockt haben. Sie sind eine Art "stiller Held" und vielen menschen fällt dies leider immer noch nicht auf.
Eure Bezüge zur biologischen Fachdidaktik sind euch sehr gut gelungen. Ihr greift viele verschiedene Ansätze auf. Angefangen mit der Erklärung wie Schüler lernen (catch- hold/situatives Interesse-individuelles Interesse) und der Beschäftigung mit einer Statistik über das Interesse der SuS biologischer Inhalte, in der herauskommt, dass ausgerechnet die Botanik eher weniger Interesse weckt, schafft ihr es durch euren Ideenreichtum, Lehrpersonen (und diese dann hoffentlich ihre SuS) zu animieren, Inhalte und Ideen von euch zu übernehmen und auch alte Unterrichtsmuster zu überdenken und zu modernisieren (GPS- Suche, Verwendung von Apps usw.). Auch durch Ansätze wie der ganzheitlichen Betrachtung eines Lerninhaltes, werden in SuS neue Dimensionen geweckt und sie können bereits vorhandenes Wissen aus dem Alltag mit neuen biologischen Inhalten verknüpfen. Eure zahlreichen Unterrichtsbeispiele habt ihr sogar mit Bildern von SuS aus dem Unterricht untermauert. Auch die (Erlebnis)Spiele und die Unterrichtsskizze hat mich sehr beeindruckt. Ihr habt auch an die Feinheiten un das Organisatorische gedacht- wie man es eben von einer guten Lehrperson erwartet. Durch eure kreative Zusammenfassung aller didaktischen Methoden ist es auch gelungen, das ganze nochmal kompakt und übersichtlich für die Leserschaft darzustellen. Ich habe für mich mitgenommen, dass ein Lehrer, der mit Begeisterung an die Sache rangeht, einen abwechslungsreichen Unterricht gestaltet und neue Formen ausprobiert- bei den SuS catch Momente erzeugen kann, die individuell je nach Schüler oder Schülerin zusätzlich das schon vorhandene Interesse (hold) steigern. Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass ich euer Thema sehr außergewöhnlich fand und es deswegen doppelt so spannend war. Die Bezüge zur Fachdidaktik sind euch mehr als nur geglückt. Zum Teil war es viel Information und viele zu kleine Bilder(z.B. der Bildungsplan war schlecht lesbar). Ihr hättet einige Themen kürzer halten können, beziehungsweise auch ein paar weniger Bilder beim Kapitel mit der Linde und dem Erkennen der Bank und des Brunnens nehmen können. Euer Thema ist aber sehr gut ausgearbeitet und ich habe zusätzlich auch fachdidaktisch neue Inhalte für meinen künftigen Biologieunterricht als Lehrperson gewinnen können! Danke dafür :) Liebe Grüße Lina
vielen Dank für deinen ausführlichen und aufschlussreichen Kommentar! Wir freuen uns sehr, dass wir dein Interesse durch das Rätsel wecken konnten und bedanken uns über deine positive und wertschätzende Rückmeldung.
Wir haben uns für das Querformat in DIN A4 Größe entschieden, um das PDF-Dokument als Buchformat darstellen zu können, weshalb in der Mitte ein durchgezogener Strich zu sehen ist (dieser dient als Trennlinie zwischen den einzelnen Buchseiten). Der Grund dafür, warum wir dieses Format gewählt haben, ist zum einen, dass in Büchern Geschichten gelesen werden können, was somit als Unterstützung für unser Thema dienen soll. Zum anderen bestehen Bücher häufig aus Papier (außer E-Books), welches wiederum aus Bäumen hergestellt wird. Eine kleine Information am Rande: Wusstest du, dass für 1kg Papier 2,2kg Baum benötigt wird? (vgl. https://regenwald-unterrichtsmaterial.oroverde.de/unterrichtseinheiten/papier/4-wie-viel-ist-das-in-baeumen/index.html. 18.08.2020.)
Danke für den Hinweis bezüglich des Blocksatzes, diesen werden wir beim nächsten Mal berücksichtigen!
Nun zu deiner Frage, wie wir auf das Thema gekommen sind: Um ein für uns spannendes und interessantes Thema zu finden, haben wir zunächst überlegt, welche Themen uns interessieren. Dabei ist uns bewusst geworden, dass wir uns zugegebenermaßen ziemlich wenig mit Bäumen auskennen, weshalb wir uns mit diesem Thema näher auseinandergesetzt haben. Beim Recherchieren sind wird dann schließlich darauf gekommen, wie facettenreich Bäume sind und aus welchen besonderen und neuen Perspektiven sie betrachtet werden können. Durch die tiefgehende Auseinandersetzung ist uns die kulturelle, mystische und geschichtliche Bedeutung der Bäume besonders bewusst geworden. Mir persönlich ist dabei aufgefallen, dass ich mittlerweile die Bäume in meiner Umgebung viel bewusster wahrnehme. Die Linde als Baum haben wir ausgewählt, da wir die Kulturgeschichte sehr spannend und interessant finden, vor allem, dass unter der Linde früher viele Feste und Tänze stattfanden. Ich fände es toll, dieses Brauchtum weiterhin beizubehalten, um dadurch die zärtliche, wohlwollende und liebende Seite der Linde aufrechtzuerhalten.
Die Steckbriefe über die beiden Lindenarten haben wir bewusst nicht zu kurz gehalten, um der Leserin/ dem Leser nicht nur oberflächliche, sondern auch tiefgründige Merkmale der Winter- und Sommerlinde bieten zu können. Als kompakte Übersicht dient der Unterpunkt 4.1.2 „die Hauptunterschiede im Überblick“ nach den beiden Steckbriefen.
Vielen Dank für deine zahlreichen Gedanken und Impulse zu Bäumen. Dabei ist nochmals ersichtlich, wie vielfältig dieses Thema ist und weshalb es auch durch ganz unterschiedliche Ansatzpunkte im Unterricht aufgegriffen werden kann. Du bist dabei auf die Gruppenarbeit als Sozialform näher eingegangen, was definitiv eine gewinnbringende Unterrichtsmethode ist. Dies zeigt sich beispielsweise in unserer Unterrichtsskizze, indem die Schüler*innen gemeinsam mit dem GPS-Gerät die angezeigte Stelle finden müssen und anschließend die entsprechenden Aufgaben bearbeiten. Dabei können sie sich gegenseitig austauschen und kommen somit erfolgreich zum Ziel, was allein viel länger dauern bzw. nicht so gut funktionieren würde.
Aus deinem Kommentar ist ersichtlich, dass du von unseren Ideen bezüglich der fachdidaktischen Umsetzung im Unterricht begeistert bist, was uns sehr freut. 😊 Wir hoffen, dass dir diese auch weiterhin im Gedächtnis bleiben und du die Gelegenheit bekommst, diese didaktischen Überlegungen selbst im eigenen Unterricht auszuprobieren! Somit ist schon der erste Schritt getan: Die Lehrperson muss sich für das Unterrichtsthema interessieren, um die Schüler*innen davon begeistern zu können. Als Hilfestellung dient hierbei zudem die passende didaktische und methodische Aufbereitung des Themas, wozu einige Möglichkeiten in unserem Blogbeitrag präsentiert wurden. Somit steht einer erfolgreichen Unterrichtsstunde, bei welcher die Schüler*innen trotz des vermeintlich uninteressanten botanischen Themas eine Beziehung zum Lehrgegenstand aufbauen können und somit durch das situationale bzw. persönliche Interesse erfolgreich lernen können, nichts mehr im Weg.
Wenn du das PDF- Dokument vergrößerst, sind die Bilder besser zu erkennen. Beim Bildungsplan sind leider die Ausschnitte durch das Komprimieren von der Word-Datei zur PDF-Datei unleserlich geworden, das tut uns sehr leid. Aber falls du dich in den Bildungsplan genauer einlesen möchtest, kannst du im Bildungsplan 2016 von Baden-Württemberg unter folgendem Link nochmal nachschauen: http://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/GYM/BNT/IK/5-6/09 .
Mit den zahlreichen Bildern möchten wir den Leser*innen einen noch tieferen und praxisnahen Einblick bieten, weshalb wir uns dazu entschieden haben, z.B. im Kapitel 4.2 „Linde im Alltag“ nicht nur ein Bild zu zeigen. Dabei steht der vielfältige Einblick im Vordergrund, wodurch ersichtlich wird, wie elementar die Linde schon in unserem Alltag vorhanden ist und wir es gar nicht merken.
Deine Bezeichnung von Bäumen als „stille Helden“ unseres Alltags gefällt mir sehr gut! Mit unserem Blogbeitrag möchten wir zudem herausstellen, dass die Bäume zwar einerseits CO2 speichern können, was sich positiv auf den Klimawandel auswirkt, jedoch ist es uns andererseits ein Anliegen auch die Betrachtung des Baumes als Individuum herauszustellen, wodurch Bäume uns erst eine Geschichte erzählen können. Wir möchten somit die Leser*innen dazu anregen, die Geschichte der einzelnen Bäume neu erfahren zu wollen und sich diese bewusst zu machen. Ein möglicher Zugang dazu ist, die Jahresringe von einem Baum genau unter die Lupe zu nehmen, denn „in den Jahresringen und Verwachsungen steht aller Kampf, alles Leid, alle Krankheit, alles Glück und Gedeihen treu geschrieben, schmale Jahre und üppige Jahre, überstandene Angriffe, überdauerte Stürme“ (Hesse, H. Wanderung. Aufzeichnungen mit farbigen Bildern vom Verfasser, 1920).
Bäume sind in der Schule eindeutig unterrepräsentiert, weshalb ich mich direkt für eueren Beitrag interessiert habe. Dann der erste Schockmoment: über 50 Seiten. Ich muss ehrlich zugeben, ich war schon drauf und dran euren Blogbeitrag wieder zu schließen. Aber eure Einleitung zum Thema Avatar hat mich so mitgerissen, dass ich doch unbedingt weiterlesen wollte. Euer Blogbeitrag war voller interessanter Aspekte der Bäume (hohle Bäume, Orte an den der Begriff „Linde“ zu finden ist, etc.) und auch didaktisch war euer Blogbeitrag sehr gut aufbereitet. Besonders toll ist der Ansatzpunkt mit den Baumhäusern, denn ich kenne kein Kind, dass nicht von einem eigenen Baumhaus träumt. Oder auch der Lindenblütentee ist eine tolle Idee für die Arbeit mit Kindern. Bevor ich ein paar eurer Fragen beantworte, möchte ich noch ein kleine Kritik einschieben. So gut ihr alles sich aufbereitet habt, war es doch ziemlich viel. Über Avatar, die Linde, Interesse, Waldbeispiele und dann die didaktischen Überlegungen zur Linde war sehr umfassend und dürfte (für mich) ein wenig kürzer gestaltet sein. Zu euren Fragen: Baumtagebuch: Ich habe noch nie ein Baumtagebuch geschrieben, aber als Kind hatte ich eine Weide hinter dem Haus und war jedes Jahr wieder fasziniert, wie sie sich in den verschiedenen Jahreszeiten veränderte. Ich glaube dadurch hielt ich Bäume nie für langweilig, wie es vielleicht andere Kinder taten. Ein Baumtagebuch halte ich also für eine super Idee für die Schule! Lieder/Gedichte Linde: im Englischen heißt Linde unter anderem auch Lime Tree, aber auch der Limettenbaum heißt Lime Tree. Ob sich das Lied „The Lime Tree“ von Trevor Hall nun wirklich auf eine Linde bezieht, kann ich nicht genau sagen. Kennt jemand das Lied und weiß worum es geht? (https://youtu.be/65V8-h5k_JA)
Zum Schluss habe ich noch eine Frage an euch. Mich würde nämlich sehr interessieren, wie ihr auf das Thema Linde gekommen seid. Hab ihr selber eine Linde daheim? Oder welche Bedeutung hat die Linde für euch?
vielen Dank für deinen abgegebenen Kommentar! Ich möchte im Folgenden auf einige deiner aufgeführten Punkte nochmals eingehen.
Unsere Befürchtung, dass die hohe Seitenanzahl den Leser/die Leserin im ersten Moment erschlägt, hat sich somit leider bewahrheitet. Der Grund hierfür sind hauptsächlich die Aufführung zahlreicher Quellen und Bilder zur Veranschaulichungen, die immens viel Platz einnehmen. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass dich die Einleitung zum Weiterlesen bewegt hat und wir dich als Leserin gewinnen konnten. Im Grunde ist das Verhältnis zwischen Text und Bild recht ausgeglichen - jedoch ist das dem Leser im Vornherein nicht bewusst…
Wir sind ganz deiner Meinung. Das Thema lädt zum Entdecken ein und es werden zahlreiche Bezugspunkte gefunden, die auch im Leben der SuS eine wichtige Rolle einnehmen. Wie du bereits angedeutet hast, erachten wir es ebenso als sehr wichtig den Unterricht an die Lebenswelt der Schüler*innen anzuknüpfen und nicht andersrum. Beispielsweise stellen Baumhäuser für Kinder eine Attraktion dar, bei der der Baum an sich und dessen Struktur eine ausschlaggebende Rolle spielt.
Über deine Kritik und Anregungen sind wir dir sehr dankbar. In der Tat haben wir einige verschiedene Aspekte in unseren Blogbeitrag integriert und ausführlich dargestellt. Wir geben dir recht, dass einige Punkte lediglich hätten angerissen/knapper gehalten oder gänzlich weggelassen werden können, damit der Blogbeitrag nicht zu überladen wirkt. Wir wollten dem Leser jedoch keine Information vorenthalten. Wir hoffen, dass die Bezüge der verschiedenen Themenpunkte nichtsdestotrotz ersichtlich wurden.
Das Baumtagebuch bietet die Möglichkeit eine bestimmte Pflanzengattung über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten und sich intensiv damit zu beschäftigen. Gerade für Schülerinnen und Schüler bietet dies die Chance, durch die längerfristige Auseinandersetzung eine individuelle emotionale Bindung mit der Pflanze einzugehen (Stichwort: Naturerfahrungen). Bei dir, Angi, war es die imposante Weide, die dich durch deine Kindheit begleitet und dich somit womöglich auch in gewisser Weise geprägt hat. Durch diese Erfahrungen lässt sich möglicherweise auch dein Interesse begründen.
Danke für deinen interessanten Impuls bzw. deinen bereitgestellten Link zum Lied „The Lime Tree“. Im Lied wird mehrmals „but I was hiding in the lime tree“ wiederholt, was tatsächlich auf den schattenspenden und schützenden Lindenbaum hinweisen kann. Ganz erkenntlich wird das im Song jedoch nicht, vermutlich ist aber der Lindenbaum gemeint. Danke für dein tolles Beispiel! Auf weitere Anregungen sind wir nach wie vor sehr gespannt.
Zu deiner letzten Frage bezüglich der Wahl des Themas: Ich persönlich halte mich in meiner Freizeit überwiegend draußen auf. Dabei führt kein Weg an der alten Dorflinde im Ort vorbei. Schon immer hatte ich mich gefragt, weshalb gerade dieser Baum so auffällig (von Brunnen und Bänken umgeben) im Dorfmittelpunkt steht. Die Antwort ließ nach anschließender Recherche im Internet nicht lange auf sich warten. Traurig, aber wahr: Nicht nur die Schülerinnen und Schüler weisen fehlende Naturkenntnisse auf. Selbst ich, als Studentin der Biologie, ertappe mich dabei. Geht es anderen dabei vielleicht genauso? Eure Ansichten hierzu würden mich brennend interessieren. Goethe würde sagen „Das Gute liegt oft so nah“...man muss nur die Augen offen halten. Ich habe daraus gelernt, mich nicht mehr ganz so blind durch die (Um)welt zu bewegen. Durch diese Erkenntnis kann dem „banalen“ Spaziergang ein ganz neuer Sinn verliehen werden.
Vielen Dank für den tollen Einblick in das Thema Linde und generell das Thema Bäume im Unterricht. Das lesen in eurem „Buch“ hat mir durch die gute Gliederung, die anschaulichen Beispiele und die vielen Bilder Spaß gemacht und mich zum Nachdenken über meinen eigenen zukünftigen Unterricht angeregt. Die Linde als Baumart im Unterricht zu behandeln, kann ich mir nun sehr gut vorstellen. Fast alle Orte und Städte die ich kenne haben eine besondere Linde, einen Lindenplatz oder eine Lindenallee/-straße. Somit kann das Unterrichtsobjekt gut in Lebensgröße erforscht werden. Euere Unterrichtsskizze einer Exkursion hat mich besonders überzeugt. Die Kinder mit einer Art Schnitzeljagt zu begeistern und zu motivieren, stelle ich mir als gelungene abwechslungsreiche Unterrichtsidee vor. Falls keine GPS-Geräte/Smartphones/… zur Hand sind, kann man auch eine Entdeckungstour im Stil einer traditionellen Schatzsuche daraus machen.
Am Ende eures Blogbeitrags habt ihr uns nach der Bedeutung der Bäume in diesen Tagen gefragt. Da musste ich direkt an euer Zitat von Alexander von Humboldt denken („Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges großes Wunder und euren Vorfahren war er heilig. Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen von Minderwertigkeit eines Volkes und von niederer Gesinnung des einzelnen.“) und an die viele Abholzung und Brandrohdung im Regenwald, sowie den verschwenderischen Umgang mit (Konsum-)Gütern (zu denen auch Möbel, Papier und anderen Produkten aus Holz zählen). Würde man also die Menschheit gerade an ihrer Wertschätzung der Bäume messen, sähe das Urteil recht schlecht aus. In den letzten Jahren wurde aber auch Fridays for Future immer lauter und viele Menschen fangen an sich Gedanken über ihr Handeln zu machen. Durch das Zitat wurde mir wieder einmal bewusst, was es über unsere Gesellschaft aussagt, wenn wir nicht handeln. Ich denke, der Baum muss wieder an Stellenwert gewinnen und das sollten wir unseren Schüler*innen auch vermitteln.
Nun würde ich euch gerne fragen: Was denkt ihr den über die Bedeutung der Bäume heutzutage?
vielen Dank für dein Kommentar und dein positives Feedback! Uns freut es sehr, dass wir dich für das Thema begeistern konnten und du einiges daraus mitnimmst.
Wie du in deinem Kommentar erwähnt hast, gibt es fast in jedem Ort eine Linde bzw. Straßennamen oder Gaststätten, in welchen das Wort „Linde“ integriert ist. Daraus wird ersichtlich, dass dieses Thema uns alle betrifft und es somit bei der Planung des Unterrichts nicht schwierig ist, eine geeignete Ortschaft zu finden. Vielen Dank für deine Anregung, die Baumjagd auch mit einer Schatzkarte und/oder Markierungen auf dem Boden durchzuführen. Dabei können zudem Rätsel eingebaut werden, wodurch die Schüler*innen schließlich die nächste Station finden. Beispielweise ist die Aufgabe herauszufinden, welcher Baum den größten Stammumfang hat. Dies kann durch ein Maßband erfolgen oder indem die Schüler*innen gemeinsam die Bäume umarmen. Letzen Endes hat die Linde den größten Umfang, wodurch die Schüler*innen den richtigen Standpunkt finden. Hierbei kann zusätzlich das Interesse geweckt werden. Das Gelingen ist jedoch individuell von den Schüler*innen abhängig.
Nun zu deiner Frage bezüglich der Bedeutung des Baumes heutzutage: Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass Bäume einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft haben sollten, da sie nicht ersetzt werden können. An der radikalen Abholzung des Regenwaldes ist jedoch ersichtlich, dass Menschen die Bäume weniger schätzen. Im Vordergrund steht dabei der Baum als Holzlieferant, wobei die Folgen der Abholzung, wie z.B. die Zerstörung von Lebensräumen von Tieren, außer Blick gelassen bzw. als unwichtig geachtet werden. Dies ist jedoch nur eine Betrachtungsweise, wie Bäume heutzutage beleuchtet werden können.
Bäume werden in unserer Zeit zudem als Symbol vom Anfang und Ende des Lebens betrachtet. Bei der Geburt eines Kindes kann einerseits ein Baum gepflanzt werden, andererseits gibt es die Möglichkeit, nach dem Tod, anstatt auf einem herkömmlichen Friedhof, im Wald bestattet zu werden. Ein Beispiel dafür ist die Landhege „RuheForst“ in Rothenburg o. d. T. und Creglingen. Unter folgendem Link findest du darüber nähere Informationen: https://www.landhege-ruheforst.de/. Bäume bieten infolgedessen einen Ort der Ruhe, weshalb sie als notwendig und wichtig angesehen werden.
Welche Ruhe die Bäume ausstrahlen, kann beispielweise auch bei einem Waldspaziergang erfahrbar werden. Dabei verbinde ich persönlich Bäume mit Erholung und sie wirken auf mich beruhigend. Zudem fungieren Bäume tagsüber als Schutz vor der Sonne und nachts kann beispielsweise zwischen zwei Bäumen eine Hängematte aufgespannt werden, wodurch ein Schlaf- oder Ruheplatz entsteht. Hieraus wird ersichtlich, wie sehr Bäume in unseren Alltag integriert werden können und somit eine hohe Bedeutung darstellen. Manche Menschen sind besonders gerne mit der Natur verbunden, andere weniger, weshalb somit auch die Bedeutung der Bäume für den einzelnen unterschiedlich ausgeprägt ist.
Wichtig dabei ist jedoch, dass die unterschiedlichen Zugänge den Schüler*innen im Unterricht bewusst gemacht werden. Auf diese Weise sollen sie sich individuell mit dem Thema auseinandersetzen, um sich letztendlich selbst eine fundierte Meinung bilden zu können. Unsere Schüler*innen sind die nächste Generation, welche die Bedeutung der Bäume nicht außer Acht lassen darf. Durch das Erstellen eines eigenen Baumtagebuchs bauen Schüler*innen einen Bezug zum Baum auf und werden dafür sensibilisiert, dass Bäume heutzutage genauso noch bedeutsame Begleiter des Menschen sind.
Dazu habe ich noch eine Frage an alle Leser*innen: Hast du dich in deiner Schulzeit mit einem bestimmten Baum z.B. mittels einem Referat auseinandergesetzt?
Abschließen möchte ich mit dem weisen Zitat von Hermann Hesse: „Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht zu Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzelne unbekümmert das Urgesetzt des Lebens.“
vielen Dank für euren informativen und äußerst interessanten Blogbeitrag. Wie ich finde, habt ihr euch ein spannendes und äußerst anspruchsvolles Thema ausgewählt. Trotz der vermeintlich hohen Seitenanzahl lässt sich euer Blogbeitrag flüssig lesen. Ihr habt an wichtigen Stellen auf entsprechend viele Bilder geachtet, sodass der Text an sich eine angemessene Größe aufweist! Des Weiteren finde ich eure Literaturauswahl beeindruckend. Ihr habt euch auf sehr viele verschiedenen Quellen bezogen. Das hat bestimmt eine Unmenge an Zeit gekostet!
Bein Namen „Linde“ ist mir noch Sänger Udo Lindenberg eingefallen. Zuvor war mir noch nie wirklich bewusst, wie viele Bezugspunkte es tatsächlich zur Linde gibt.
Der didaktische Teil ist sehr vielseitig und anschaulich gestaltet. Da kann man sich mit Sicherheit die eine oder andere Aufgabe/Idee für den späteren Unterricht abschauen!
Ich finde es schön, dass eure Einleitung einen Rahmen zum Schluss bildet. Auf diese Weise lässt sich der Beitrag gut nachvollziehen. Darüber hinaus gefällt mir der hergestellte Gegenwartsbezug im Fazit. Auf diese Weise wird die Entwicklung bzw. die Entwicklung der Bedeutung der Bäume sehr gut deutlich. Auch das aufgeführte Rätsel auf der ersten Seite wurde geschickt eingesetzt und zwingt den Leser den Link zu öffnen.
Im Garten meiner Familie steht ein großer Nussbaum, auf den wir schon in der frühen Kindheit geklettert sind. Nicht selten veranstalteten wir darunter Feste. Er hat für uns alle eine große Bedeutung und weist definitiv eine GESCHICHTE auf! Ich wage es zu behaupten, dass beinahe jede Person bzw. jeder Schüler einen Baum in der unmittelbaren Umgebung kennt, zu dem ein (emotionales) Verhältnis aufgebaut wurde.
Zuletzt habe ich noch eine abschließende Aufgabe für euch: Könnt ihr mir noch einmal die wichtigsten Aspekte des Themenfeldes Interesse in Bezug auf euer gewähltes Thema „Linde“ in wenigen Sätzen zusammenfassen? Ich bin gespannt!
danke für die Kommentation unseres Blogbeitrages. Über deine positiven Rückmeldungen freuen wir uns sehr!
Wir du zuvor geschildert hast, so begleitet auch dich ein konkreter Baum, der Nussbaum in eurem Garten, seit klein auf. Deine Behauptung, dass alle Schülerinnen und Schüler solche Erfahrungen mit Bäumen sammeln, wäre wünschenswert, jedoch bezweifle ich diesen Punkt stark. Gerade die jungen, nachkommenden Generationen entfremden sich immer mehr von der Natur (Stichwort: Digitalisierung und Technik). In dieser interessanten Studie aus dem Jahr 2016 wird diese zunehmende Distanz gegenüber der Natur bestätigt: https://www.wanderforschung.de/files/jugendreport2016-web-final-160914-v3_1903161842.pdf
Daraus lässt sich mitunter das geringe Interesse an der Botanik der SuS erklären. Dass sich im Zuge der Digitalisierung und Technisierung die Interessen der Jugendlichen entwickeln bzw. verändern, ist unumstritten. Früher spielten Kinder "Räuber und Gendarm" im Wald oder Garten. Heute werden diese Versteckspiele online vor dem Monitor gespielt. Dabei sollten sich Technik und Natur nicht gegenüberstehen, sondern sich vielmehr ergänzen bzw. integrieren. Dies wird beispielsweise durch die bereits erwähnten Apps zur Bestimmung von Pflanzen umgesetzt. Damit kann der Unterricht revolutioniert und aus Schülersicht interessant gestaltet werden. Wie seht ihr das, werden die Schülerinnen und Schüler durch die Digitalisierung mehr und mehr „naturscheuer“? Vielleicht könnt ihr aus eigenen Erfahrungen berichten.
Um deine gestellte Aufgabe (prägnante Kurzzusammenfassung unseres Themas) zu erfüllen: Um Schülerinnen und Schüler die Baumbestimmung näher zu bringen und das gelernte Wissen langfristig zu verankern, müssen sowohl die Catch (SuS aktivieren und tätig werden lassen) als auch die Hold Komponente (Betrifft didaktische Belange, um den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten) im Unterricht berücksichtigt werden. Unterrichtsphasen können beispielsweise durch Mikroskopieren von Lindenblättern, durch Rollenspiele (z.B. Gerichtsverhandlung unter einer Linde) oder auch durch das Erstellen eines eigenen Kurzfilms zur Linde interessant und abwechslungsreich gestaltet werden (Vogt et al., 1999). Der letzte Aspekt kann prima als asynchrone Präsentation/Video dargestellt werden. In diesem Punkt wird also die digitale Lehre aufgegriffen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, ein eher für die SuS als uninteressant bewerteter Themenbereich der Biologie (Botanik) unter anderem an interessante Kontexte zu binden (in unserem Fall die Mythologie). Die Linde wird dadurch aus anderen Blickwinkeln betrachtet. Darüber hinaus entsteht ein ganzheitliches Bild zur Linde, das sich Schülerinnen und Schüler langfristig merken können. Linden sind lebende Denkmäler, die von beeindruckenden Geschichten geprägt sind. Heutzutage ist die Bedeutung sicherlich nicht mehr so groß wie sie früher einmal war. Die Überreste (Stadtnamen, Cafés, Schulnamen usw.) begleiten uns dennoch bis in die Gegenwart und sind auch im Leben der Schüler relevant.
Um abschließend nochmals auf die Naturerfahrung der SuS zurück zu kommen: Wie viel Natur braucht der Schüler? Welchen Mehrwert können sie durch die Begegnung mit der Natur generell gewinnen? Auf zahlreiche Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.
Liebe Magdalena, liebe Mareike,
AntwortenLöschenZuallererst möchte ich euch sagen- ich hatte sehr viel Spaß euren Blogbeitrag zu lesen. Es kam keine Langeweile auf, da er sehr informativ, kreativ und vielseitig ist.
Die Farbwahl "lindgrün" eurer Seiten und auch die Lindenblätter als Seitenzahlen zu nutzen, war eine gute Idee und unterstreicht direkt eure Themenwahl. Der Einstieg mit dem Rätsel machte mich persönlich direkt neugierig. Die Lösung hatte ich schon im Hinterkopf- es kam aber doch die Spannung auf, ob ich richtig liege oder nicht. So hatte ich keine andere Wahl, als auf euren Link zu klicken. Als erstes fiel mir das ungewöhnliche Format eures Blogbeitrages auf. Ihr habt euch dafür entschieden DIN A5 Seiten zu nutzen, wohlgemerkt höchstwahrscheinlich wegen der begrenzten Seitenvorgabe. Auch das Inhaltsverzeichnis war sehr umfassend. Eine übersichtlichere Gestaltung ist hier ratsam- aber doch auch schwierig, da man auch nichts weglassen kann. Es dient ja schließlich zur Orientierung des Lesers. Eventuell hättet ihr zur Übersichtlichkeit die Hauptthemen fett hinterlegen können. Dies ist aber nur eine Kleinigkeit und nicht wirklich störsam. Allerdings hat mich dies erst mal kurz innehalten lassen und ich habe überlegt überhaupt weiterzulesen. An der Formatierung könntet ihr noch arbeiten. Hier ist es meiner Meinung nach zwingend notwendig den Blocksatz zu verwenden, da dieser die Seiten übersichtlicher macht. Vor allem bei einem Blockbeitrag ist Übersichtlichkeit sehr wichtig.
Da ihr erst in der Einleitung eure Rätsel auflöst und dann mit dem sehr bekannten Film "Avatar" weitere Bezüge herstellt, war mir sehr schnell klar, dass ich euren Blogbeitrag weiterlesen möchte. Er hat mich einfach gepackt. Dazu würde mich interessieren, wie ihr genau auf dieses Thema gekommen seid? Es ist ein sehr schönes Thema, mit dem man Bezüge zur Historie, zu Geschichten, Mythen, Filmen, Liedern, Gedichten und zur Kultur und Natur herstellen kann. Das ist euch auch mehr als nur gelungen! Auch die abwechslungsreiche Gestaltung durch Bilder und unterschiedliche Textformate, wie Fließtexte, aber auch Steckbriefe hat mir gut gefallen. Allerdings hätte man für meinen Geschmack die Steckbriefe kürzer fassen können. Billi der Bücherwurm lädt zur Interaktion ein und lässt die Leserschaft mitdenken und rätseln. Außerdem hat er Fakten benannt, die ich selbst noch nicht wusste. Hierzu nun meine Gedanken zu Billis Fragen:
Was Fällt die zu Bäumen ein?
-verschiedene Grüntöne-Photosynthese-Schattenspender-Rohstoff-heizen-Papier-Möbel-Blatt- Wald- Lebensraum-verschiedene Arten- Ast- Luftfilter-Früchte-Wurzel-Zweig-Stamm-Abgase-O2-CO2...
In kürzester Zeit ist mir viel dazu eingefallen.Assoziationen und Brainstorming frischen Inhalte wieder auf und durch Gruppenarbeiten könnten sogar verschiedene Inhalte miteinander verknüpft werden. Auch am Baumartentest und der Fantasiereise hatte ich großen Spaß. Vor eurem Blogbeitrag habe ich mir ehrlich gesagt keine großen Gedanken über die Linde gemacht. Das Wort "lind", was ja so viel heißt wie mild, vermittelt aber auch irgendwie einen beruhigenden und harmonischen Eindruck. Genau diese Wahrnehmung hatten die Menschen auch schon früher in Gedichten, Märchen und Liedern vermittelt. Die Frage "Welche Bedeutung haben Bäume heutzutage?" hat mich zum selben Standpunkt gebracht, den ihr auch schon in eurem Blogbeitrag erwähnt. Bäume sind heute dazu da unseren Klimawandel zu kompensieren und ein Stück weit das gerade zu rücken, was wir Menschen nun über Jahrzehnte verbockt haben. Sie sind eine Art "stiller Held" und vielen menschen fällt dies leider immer noch nicht auf.
AntwortenLöschenEure Bezüge zur biologischen Fachdidaktik sind euch sehr gut gelungen. Ihr greift viele verschiedene Ansätze auf. Angefangen mit der Erklärung wie Schüler lernen (catch- hold/situatives Interesse-individuelles Interesse) und der Beschäftigung mit einer Statistik über das Interesse der SuS biologischer Inhalte, in der herauskommt, dass ausgerechnet die Botanik eher weniger Interesse weckt, schafft ihr es durch euren Ideenreichtum, Lehrpersonen (und diese dann hoffentlich ihre SuS) zu animieren, Inhalte und Ideen von euch zu übernehmen und auch alte Unterrichtsmuster zu überdenken und zu modernisieren (GPS- Suche, Verwendung von Apps usw.). Auch durch Ansätze wie der ganzheitlichen Betrachtung eines Lerninhaltes, werden in SuS neue Dimensionen geweckt und sie können bereits vorhandenes Wissen aus dem Alltag mit neuen biologischen Inhalten verknüpfen. Eure zahlreichen Unterrichtsbeispiele habt ihr sogar mit Bildern von SuS aus dem Unterricht untermauert. Auch die (Erlebnis)Spiele und die Unterrichtsskizze hat mich sehr beeindruckt. Ihr habt auch an die Feinheiten un das Organisatorische gedacht- wie man es eben von einer guten Lehrperson erwartet. Durch eure kreative Zusammenfassung aller didaktischen Methoden ist es auch gelungen, das ganze nochmal kompakt und übersichtlich für die Leserschaft darzustellen.
Ich habe für mich mitgenommen, dass ein Lehrer, der mit Begeisterung an die Sache rangeht, einen abwechslungsreichen Unterricht gestaltet und neue Formen ausprobiert- bei den SuS catch Momente erzeugen kann, die individuell je nach Schüler oder Schülerin zusätzlich das schon vorhandene Interesse (hold) steigern.
Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass ich euer Thema sehr außergewöhnlich fand und es deswegen doppelt so spannend war. Die Bezüge zur Fachdidaktik sind euch mehr als nur geglückt. Zum Teil war es viel Information und viele zu kleine Bilder(z.B. der Bildungsplan war schlecht lesbar). Ihr hättet einige Themen kürzer halten können, beziehungsweise auch ein paar weniger Bilder beim Kapitel mit der Linde und dem Erkennen der Bank und des Brunnens nehmen können. Euer Thema ist aber sehr gut ausgearbeitet und ich habe zusätzlich auch fachdidaktisch neue Inhalte für meinen künftigen Biologieunterricht als Lehrperson gewinnen können! Danke dafür :)
Liebe Grüße
Lina
Liebe Lina,
AntwortenLöschenvielen Dank für deinen ausführlichen und aufschlussreichen Kommentar! Wir freuen uns sehr, dass wir dein Interesse durch das Rätsel wecken konnten und bedanken uns über deine positive und wertschätzende Rückmeldung.
Wir haben uns für das Querformat in DIN A4 Größe entschieden, um das PDF-Dokument als Buchformat darstellen zu können, weshalb in der Mitte ein durchgezogener Strich zu sehen ist (dieser dient als Trennlinie zwischen den einzelnen Buchseiten).
Der Grund dafür, warum wir dieses Format gewählt haben, ist zum einen, dass in Büchern Geschichten gelesen werden können, was somit als Unterstützung für unser Thema dienen soll. Zum anderen bestehen Bücher häufig aus Papier (außer E-Books), welches wiederum aus Bäumen hergestellt wird.
Eine kleine Information am Rande: Wusstest du, dass für 1kg Papier 2,2kg Baum benötigt wird? (vgl. https://regenwald-unterrichtsmaterial.oroverde.de/unterrichtseinheiten/papier/4-wie-viel-ist-das-in-baeumen/index.html. 18.08.2020.)
Danke für den Hinweis bezüglich des Blocksatzes, diesen werden wir beim nächsten Mal berücksichtigen!
Nun zu deiner Frage, wie wir auf das Thema gekommen sind:
Um ein für uns spannendes und interessantes Thema zu finden, haben wir zunächst überlegt, welche Themen uns interessieren. Dabei ist uns bewusst geworden, dass wir uns zugegebenermaßen ziemlich wenig mit Bäumen auskennen, weshalb wir uns mit diesem Thema näher auseinandergesetzt haben. Beim Recherchieren sind wird dann schließlich darauf gekommen, wie facettenreich Bäume sind und aus welchen besonderen und neuen Perspektiven sie betrachtet werden können.
Durch die tiefgehende Auseinandersetzung ist uns die kulturelle, mystische und geschichtliche Bedeutung der Bäume besonders bewusst geworden. Mir persönlich ist dabei aufgefallen, dass ich mittlerweile die Bäume in meiner Umgebung viel bewusster wahrnehme.
Die Linde als Baum haben wir ausgewählt, da wir die Kulturgeschichte sehr spannend und interessant finden, vor allem, dass unter der Linde früher viele Feste und Tänze stattfanden.
Ich fände es toll, dieses Brauchtum weiterhin beizubehalten, um dadurch die zärtliche, wohlwollende und liebende Seite der Linde aufrechtzuerhalten.
Die Steckbriefe über die beiden Lindenarten haben wir bewusst nicht zu kurz gehalten, um der Leserin/ dem Leser nicht nur oberflächliche, sondern auch tiefgründige Merkmale der Winter- und Sommerlinde bieten zu können. Als kompakte Übersicht dient der Unterpunkt 4.1.2 „die Hauptunterschiede im Überblick“ nach den beiden Steckbriefen.
Vielen Dank für deine zahlreichen Gedanken und Impulse zu Bäumen. Dabei ist nochmals ersichtlich, wie vielfältig dieses Thema ist und weshalb es auch durch ganz unterschiedliche Ansatzpunkte im Unterricht aufgegriffen werden kann.
Du bist dabei auf die Gruppenarbeit als Sozialform näher eingegangen, was definitiv eine gewinnbringende Unterrichtsmethode ist. Dies zeigt sich beispielsweise in unserer Unterrichtsskizze, indem die Schüler*innen gemeinsam mit dem GPS-Gerät die angezeigte Stelle finden müssen und anschließend die entsprechenden Aufgaben bearbeiten. Dabei können sie sich gegenseitig austauschen und kommen somit erfolgreich zum Ziel, was allein viel länger dauern bzw. nicht so gut funktionieren würde.
Aus deinem Kommentar ist ersichtlich, dass du von unseren Ideen bezüglich der fachdidaktischen Umsetzung im Unterricht begeistert bist, was uns sehr freut. 😊
LöschenWir hoffen, dass dir diese auch weiterhin im Gedächtnis bleiben und du die Gelegenheit bekommst, diese didaktischen Überlegungen selbst im eigenen Unterricht auszuprobieren!
Somit ist schon der erste Schritt getan: Die Lehrperson muss sich für das Unterrichtsthema interessieren, um die Schüler*innen davon begeistern zu können.
Als Hilfestellung dient hierbei zudem die passende didaktische und methodische Aufbereitung des Themas, wozu einige Möglichkeiten in unserem Blogbeitrag präsentiert wurden.
Somit steht einer erfolgreichen Unterrichtsstunde, bei welcher die Schüler*innen trotz des vermeintlich uninteressanten botanischen Themas eine Beziehung zum Lehrgegenstand aufbauen können und somit durch das situationale bzw. persönliche Interesse erfolgreich lernen können, nichts mehr im Weg.
Wenn du das PDF- Dokument vergrößerst, sind die Bilder besser zu erkennen.
Beim Bildungsplan sind leider die Ausschnitte durch das Komprimieren von der Word-Datei zur PDF-Datei unleserlich geworden, das tut uns sehr leid.
Aber falls du dich in den Bildungsplan genauer einlesen möchtest, kannst du im Bildungsplan 2016 von Baden-Württemberg unter folgendem Link nochmal nachschauen: http://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/GYM/BNT/IK/5-6/09 .
Mit den zahlreichen Bildern möchten wir den Leser*innen einen noch tieferen und praxisnahen Einblick bieten, weshalb wir uns dazu entschieden haben, z.B. im Kapitel 4.2 „Linde im Alltag“ nicht nur ein Bild zu zeigen. Dabei steht der vielfältige Einblick im Vordergrund, wodurch ersichtlich wird, wie elementar die Linde schon in unserem Alltag vorhanden ist und wir es gar nicht merken.
Deine Bezeichnung von Bäumen als „stille Helden“ unseres Alltags gefällt mir sehr gut!
Mit unserem Blogbeitrag möchten wir zudem herausstellen, dass die Bäume zwar einerseits CO2 speichern können, was sich positiv auf den Klimawandel auswirkt, jedoch ist es uns andererseits ein Anliegen auch die Betrachtung des Baumes als Individuum herauszustellen, wodurch Bäume uns erst eine Geschichte erzählen können.
Wir möchten somit die Leser*innen dazu anregen, die Geschichte der einzelnen Bäume neu erfahren zu wollen und sich diese bewusst zu machen. Ein möglicher Zugang dazu ist, die Jahresringe von einem Baum genau unter die Lupe zu nehmen, denn „in den Jahresringen und Verwachsungen steht aller Kampf, alles Leid, alle Krankheit, alles Glück und Gedeihen treu geschrieben, schmale Jahre und üppige Jahre, überstandene Angriffe, überdauerte Stürme“ (Hesse, H. Wanderung. Aufzeichnungen mit farbigen Bildern vom Verfasser, 1920).
Liebe Grüße
Mareike
Hallo Mareike und Magdalena.
AntwortenLöschenBäume sind in der Schule eindeutig unterrepräsentiert, weshalb ich mich direkt für eueren Beitrag interessiert habe. Dann der erste Schockmoment: über 50 Seiten. Ich muss ehrlich zugeben, ich war schon drauf und dran euren Blogbeitrag wieder zu schließen. Aber eure Einleitung zum Thema Avatar hat mich so mitgerissen, dass ich doch unbedingt weiterlesen wollte.
Euer Blogbeitrag war voller interessanter Aspekte der Bäume (hohle Bäume, Orte an den der Begriff „Linde“ zu finden ist, etc.) und auch didaktisch war euer Blogbeitrag sehr gut aufbereitet. Besonders toll ist der Ansatzpunkt mit den Baumhäusern, denn ich kenne kein Kind, dass nicht von einem eigenen Baumhaus träumt. Oder auch der Lindenblütentee ist eine tolle Idee für die Arbeit mit Kindern.
Bevor ich ein paar eurer Fragen beantworte, möchte ich noch ein kleine Kritik einschieben. So gut ihr alles sich aufbereitet habt, war es doch ziemlich viel. Über Avatar, die Linde, Interesse, Waldbeispiele und dann die didaktischen Überlegungen zur Linde war sehr umfassend und dürfte (für mich) ein wenig kürzer gestaltet sein.
Zu euren Fragen:
Baumtagebuch: Ich habe noch nie ein Baumtagebuch geschrieben, aber als Kind hatte ich eine Weide hinter dem Haus und war jedes Jahr wieder fasziniert, wie sie sich in den verschiedenen Jahreszeiten veränderte. Ich glaube dadurch hielt ich Bäume nie für langweilig, wie es vielleicht andere Kinder taten. Ein Baumtagebuch halte ich also für eine super Idee für die Schule!
Lieder/Gedichte Linde: im Englischen heißt Linde unter anderem auch Lime Tree, aber auch der Limettenbaum heißt Lime Tree. Ob sich das Lied „The Lime Tree“ von Trevor Hall nun wirklich auf eine Linde bezieht, kann ich nicht genau sagen. Kennt jemand das Lied und weiß worum es geht? (https://youtu.be/65V8-h5k_JA)
Zum Schluss habe ich noch eine Frage an euch. Mich würde nämlich sehr interessieren, wie ihr auf das Thema Linde gekommen seid. Hab ihr selber eine Linde daheim? Oder welche Bedeutung hat die Linde für euch?
Liebe Grüße
Angi
Hallo Angi,
AntwortenLöschenvielen Dank für deinen abgegebenen Kommentar! Ich möchte im Folgenden auf einige deiner aufgeführten Punkte nochmals eingehen.
Unsere Befürchtung, dass die hohe Seitenanzahl den Leser/die Leserin im ersten Moment erschlägt, hat sich somit leider bewahrheitet. Der Grund hierfür sind hauptsächlich die Aufführung zahlreicher Quellen und Bilder zur Veranschaulichungen, die immens viel Platz einnehmen. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass dich die Einleitung zum Weiterlesen bewegt hat und wir dich als Leserin gewinnen konnten. Im Grunde ist das Verhältnis zwischen Text und Bild recht ausgeglichen - jedoch ist das dem Leser im Vornherein nicht bewusst…
Wir sind ganz deiner Meinung. Das Thema lädt zum Entdecken ein und es werden zahlreiche Bezugspunkte gefunden, die auch im Leben der SuS eine wichtige Rolle einnehmen. Wie du bereits angedeutet hast, erachten wir es ebenso als sehr wichtig den Unterricht an die Lebenswelt der Schüler*innen anzuknüpfen und nicht andersrum. Beispielsweise stellen Baumhäuser für Kinder eine Attraktion dar, bei der der Baum an sich und dessen Struktur eine ausschlaggebende Rolle spielt.
Über deine Kritik und Anregungen sind wir dir sehr dankbar. In der Tat haben wir einige verschiedene Aspekte in unseren Blogbeitrag integriert und ausführlich dargestellt. Wir geben dir recht, dass einige Punkte lediglich hätten angerissen/knapper gehalten oder gänzlich weggelassen werden können, damit der Blogbeitrag nicht zu überladen wirkt. Wir wollten dem Leser jedoch keine Information vorenthalten. Wir hoffen, dass die Bezüge der verschiedenen Themenpunkte nichtsdestotrotz ersichtlich wurden.
Das Baumtagebuch bietet die Möglichkeit eine bestimmte Pflanzengattung über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten und sich intensiv damit zu beschäftigen. Gerade für Schülerinnen und Schüler bietet dies die Chance, durch die längerfristige Auseinandersetzung eine individuelle emotionale Bindung mit der Pflanze einzugehen (Stichwort: Naturerfahrungen). Bei dir, Angi, war es die imposante Weide, die dich durch deine Kindheit begleitet und dich somit womöglich auch in gewisser Weise geprägt hat. Durch diese Erfahrungen lässt sich möglicherweise auch dein Interesse begründen.
Danke für deinen interessanten Impuls bzw. deinen bereitgestellten Link zum Lied „The Lime Tree“. Im Lied wird mehrmals „but I was hiding in the lime tree“ wiederholt, was tatsächlich auf den schattenspenden und schützenden Lindenbaum hinweisen kann. Ganz erkenntlich wird das im Song jedoch nicht, vermutlich ist aber der Lindenbaum gemeint. Danke für dein tolles Beispiel! Auf weitere Anregungen sind wir nach wie vor sehr gespannt.
Zu deiner letzten Frage bezüglich der Wahl des Themas: Ich persönlich halte mich in meiner Freizeit überwiegend draußen auf. Dabei führt kein Weg an der alten Dorflinde im Ort vorbei. Schon immer hatte ich mich gefragt, weshalb gerade dieser Baum so auffällig (von Brunnen und Bänken umgeben) im Dorfmittelpunkt steht. Die Antwort ließ nach anschließender Recherche im Internet nicht lange auf sich warten. Traurig, aber wahr: Nicht nur die Schülerinnen und Schüler weisen fehlende Naturkenntnisse auf. Selbst ich, als Studentin der Biologie, ertappe mich dabei. Geht es anderen dabei vielleicht genauso? Eure Ansichten hierzu würden mich brennend interessieren. Goethe würde sagen „Das Gute liegt oft so nah“...man muss nur die Augen offen halten. Ich habe daraus gelernt, mich nicht mehr ganz so blind durch die (Um)welt zu bewegen. Durch diese Erkenntnis kann dem „banalen“ Spaziergang ein ganz neuer Sinn verliehen werden.
Liebe Grüße
Magdalena
Liebes Bloggerteam,
AntwortenLöschenVielen Dank für den tollen Einblick in das Thema Linde und generell das Thema Bäume im Unterricht. Das lesen in eurem „Buch“ hat mir durch die gute Gliederung, die anschaulichen Beispiele und die vielen Bilder Spaß gemacht und mich zum Nachdenken über meinen eigenen zukünftigen Unterricht angeregt. Die Linde als Baumart im Unterricht zu behandeln, kann ich mir nun sehr gut vorstellen. Fast alle Orte und Städte die ich kenne haben eine besondere Linde, einen Lindenplatz oder eine Lindenallee/-straße. Somit kann das Unterrichtsobjekt gut in Lebensgröße erforscht werden. Euere Unterrichtsskizze einer Exkursion hat mich besonders überzeugt. Die Kinder mit einer Art Schnitzeljagt zu begeistern und zu motivieren, stelle ich mir als gelungene abwechslungsreiche Unterrichtsidee vor. Falls keine GPS-Geräte/Smartphones/… zur Hand sind, kann man auch eine Entdeckungstour im Stil einer traditionellen Schatzsuche daraus machen.
Am Ende eures Blogbeitrags habt ihr uns nach der Bedeutung der Bäume in diesen Tagen gefragt. Da musste ich direkt an euer Zitat von Alexander von Humboldt denken („Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges großes Wunder und euren Vorfahren war er heilig. Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen von Minderwertigkeit eines Volkes und von niederer Gesinnung des einzelnen.“) und an die viele Abholzung und Brandrohdung im Regenwald, sowie den verschwenderischen Umgang mit (Konsum-)Gütern (zu denen auch Möbel, Papier und anderen Produkten aus Holz zählen). Würde man also die Menschheit gerade an ihrer Wertschätzung der Bäume messen, sähe das Urteil recht schlecht aus. In den letzten Jahren wurde aber auch Fridays for Future immer lauter und viele Menschen fangen an sich Gedanken über ihr Handeln zu machen. Durch das Zitat wurde mir wieder einmal bewusst, was es über unsere Gesellschaft aussagt, wenn wir nicht handeln. Ich denke, der Baum muss wieder an Stellenwert gewinnen und das sollten wir unseren Schüler*innen auch vermitteln.
Nun würde ich euch gerne fragen: Was denkt ihr den über die Bedeutung der Bäume heutzutage?
Viele Grüße, Karen
Liebe Karen,
Löschenvielen Dank für dein Kommentar und dein positives Feedback!
Uns freut es sehr, dass wir dich für das Thema begeistern konnten und du einiges daraus
mitnimmst.
Wie du in deinem Kommentar erwähnt hast, gibt es fast in jedem Ort eine Linde bzw. Straßennamen oder Gaststätten, in welchen das Wort „Linde“ integriert ist. Daraus wird ersichtlich, dass dieses Thema uns alle betrifft und es somit bei der Planung des Unterrichts nicht schwierig ist, eine geeignete Ortschaft zu finden.
Vielen Dank für deine Anregung, die Baumjagd auch mit einer Schatzkarte und/oder Markierungen auf dem Boden durchzuführen. Dabei können zudem Rätsel eingebaut werden, wodurch die Schüler*innen schließlich die nächste Station finden. Beispielweise ist die Aufgabe herauszufinden, welcher Baum den größten Stammumfang hat. Dies kann durch ein Maßband erfolgen oder indem die Schüler*innen gemeinsam die Bäume umarmen. Letzen Endes hat die Linde den größten Umfang, wodurch die Schüler*innen den richtigen Standpunkt finden. Hierbei kann zusätzlich das Interesse geweckt werden. Das Gelingen ist jedoch individuell von den Schüler*innen abhängig.
Nun zu deiner Frage bezüglich der Bedeutung des Baumes heutzutage:
Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass Bäume einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft haben sollten, da sie nicht ersetzt werden können.
An der radikalen Abholzung des Regenwaldes ist jedoch ersichtlich, dass Menschen die Bäume weniger schätzen. Im Vordergrund steht dabei der Baum als Holzlieferant, wobei die Folgen der Abholzung, wie z.B. die Zerstörung von Lebensräumen von Tieren, außer Blick gelassen bzw. als unwichtig geachtet werden. Dies ist jedoch nur eine Betrachtungsweise, wie Bäume heutzutage beleuchtet werden können.
Bäume werden in unserer Zeit zudem als Symbol vom Anfang und Ende des Lebens betrachtet. Bei der Geburt eines Kindes kann einerseits ein Baum gepflanzt werden, andererseits gibt es die Möglichkeit, nach dem Tod, anstatt auf einem herkömmlichen Friedhof, im Wald bestattet zu werden. Ein Beispiel dafür ist die Landhege „RuheForst“ in Rothenburg o. d. T. und Creglingen. Unter folgendem Link findest du darüber nähere Informationen: https://www.landhege-ruheforst.de/. Bäume bieten infolgedessen einen Ort der Ruhe, weshalb sie als notwendig und wichtig angesehen werden.
Welche Ruhe die Bäume ausstrahlen, kann beispielweise auch bei einem Waldspaziergang erfahrbar werden. Dabei verbinde ich persönlich Bäume mit Erholung und sie wirken auf mich beruhigend.
Zudem fungieren Bäume tagsüber als Schutz vor der Sonne und nachts kann beispielsweise zwischen zwei Bäumen eine Hängematte aufgespannt werden, wodurch ein Schlaf- oder Ruheplatz entsteht. Hieraus wird ersichtlich, wie sehr Bäume in unseren Alltag integriert werden können und somit eine hohe Bedeutung darstellen. Manche Menschen sind besonders gerne mit der Natur verbunden, andere weniger, weshalb somit auch die Bedeutung der Bäume für den einzelnen unterschiedlich ausgeprägt ist.
Wichtig dabei ist jedoch, dass die unterschiedlichen Zugänge den Schüler*innen im Unterricht bewusst gemacht werden. Auf diese Weise sollen sie sich individuell mit dem Thema auseinandersetzen, um sich letztendlich selbst eine fundierte Meinung bilden zu können. Unsere Schüler*innen sind die nächste Generation, welche die Bedeutung der Bäume nicht außer Acht lassen darf. Durch das Erstellen eines eigenen Baumtagebuchs bauen Schüler*innen einen Bezug zum Baum auf und werden dafür sensibilisiert, dass Bäume heutzutage genauso noch bedeutsame Begleiter des Menschen sind.
Dazu habe ich noch eine Frage an alle Leser*innen: Hast du dich in deiner Schulzeit mit einem bestimmten Baum z.B. mittels einem Referat auseinandergesetzt?
Abschließen möchte ich mit dem weisen Zitat von Hermann Hesse: „Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht zu Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzelne unbekümmert das Urgesetzt des Lebens.“
Liebe Grüße
Mareike
Liebe Mareike, liebe Magdalena,
AntwortenLöschenvielen Dank für euren informativen und äußerst interessanten Blogbeitrag. Wie ich finde, habt ihr euch ein spannendes und äußerst anspruchsvolles Thema ausgewählt.
Trotz der vermeintlich hohen Seitenanzahl lässt sich euer Blogbeitrag flüssig lesen. Ihr habt an wichtigen Stellen auf entsprechend viele Bilder geachtet, sodass der Text an sich eine angemessene Größe aufweist! Des Weiteren finde ich eure Literaturauswahl beeindruckend. Ihr habt euch auf sehr viele verschiedenen Quellen bezogen. Das hat bestimmt eine Unmenge an Zeit gekostet!
Bein Namen „Linde“ ist mir noch Sänger Udo Lindenberg eingefallen. Zuvor war mir noch nie wirklich bewusst, wie viele Bezugspunkte es tatsächlich zur Linde gibt.
Der didaktische Teil ist sehr vielseitig und anschaulich gestaltet. Da kann man sich mit Sicherheit die eine oder andere Aufgabe/Idee für den späteren Unterricht abschauen!
Ich finde es schön, dass eure Einleitung einen Rahmen zum Schluss bildet. Auf diese Weise lässt sich der Beitrag gut nachvollziehen. Darüber hinaus gefällt mir der hergestellte Gegenwartsbezug im Fazit. Auf diese Weise wird die Entwicklung bzw. die Entwicklung der Bedeutung der Bäume sehr gut deutlich. Auch das aufgeführte Rätsel auf der ersten Seite wurde geschickt eingesetzt und zwingt den Leser den Link zu öffnen.
Im Garten meiner Familie steht ein großer Nussbaum, auf den wir schon in der frühen Kindheit geklettert sind. Nicht selten veranstalteten wir darunter Feste. Er hat für uns alle eine große Bedeutung und weist definitiv eine GESCHICHTE auf! Ich wage es zu behaupten, dass beinahe jede Person bzw. jeder Schüler einen Baum in der unmittelbaren Umgebung kennt, zu dem ein (emotionales) Verhältnis aufgebaut wurde.
Zuletzt habe ich noch eine abschließende Aufgabe für euch: Könnt ihr mir noch einmal die wichtigsten Aspekte des Themenfeldes Interesse in Bezug auf euer gewähltes Thema „Linde“ in wenigen Sätzen zusammenfassen? Ich bin gespannt!
Liebe Grüße
Cornelia
Liebe Cornelia,
AntwortenLöschendanke für die Kommentation unseres Blogbeitrages. Über deine positiven Rückmeldungen freuen wir uns sehr!
Wir du zuvor geschildert hast, so begleitet auch dich ein konkreter Baum, der Nussbaum in eurem Garten, seit klein auf. Deine Behauptung, dass alle Schülerinnen und Schüler solche Erfahrungen mit Bäumen sammeln, wäre wünschenswert, jedoch bezweifle ich diesen Punkt stark. Gerade die jungen, nachkommenden Generationen entfremden sich immer mehr von der Natur (Stichwort: Digitalisierung und Technik). In dieser interessanten Studie aus dem Jahr 2016 wird diese zunehmende Distanz gegenüber der Natur bestätigt: https://www.wanderforschung.de/files/jugendreport2016-web-final-160914-v3_1903161842.pdf
Daraus lässt sich mitunter das geringe Interesse an der Botanik der SuS erklären. Dass sich im Zuge der Digitalisierung und Technisierung die Interessen der Jugendlichen entwickeln bzw. verändern, ist unumstritten. Früher spielten Kinder "Räuber und Gendarm" im Wald oder Garten. Heute werden diese Versteckspiele online vor dem Monitor gespielt. Dabei sollten sich Technik und Natur nicht gegenüberstehen, sondern sich vielmehr ergänzen bzw. integrieren. Dies wird beispielsweise durch die bereits erwähnten Apps zur Bestimmung von Pflanzen umgesetzt. Damit kann der Unterricht revolutioniert und aus Schülersicht interessant gestaltet werden.
Wie seht ihr das, werden die Schülerinnen und Schüler durch die Digitalisierung mehr und mehr „naturscheuer“? Vielleicht könnt ihr aus eigenen Erfahrungen berichten.
Um deine gestellte Aufgabe (prägnante Kurzzusammenfassung unseres Themas) zu erfüllen: Um Schülerinnen und Schüler die Baumbestimmung näher zu bringen und das gelernte Wissen langfristig zu verankern, müssen sowohl die Catch (SuS aktivieren und tätig werden lassen) als auch die Hold Komponente (Betrifft didaktische Belange, um den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten) im Unterricht berücksichtigt werden. Unterrichtsphasen können beispielsweise durch Mikroskopieren von Lindenblättern, durch Rollenspiele (z.B. Gerichtsverhandlung unter einer Linde) oder auch durch das Erstellen eines eigenen Kurzfilms zur Linde interessant und abwechslungsreich gestaltet werden (Vogt et al., 1999). Der letzte Aspekt kann prima als asynchrone Präsentation/Video dargestellt werden. In diesem Punkt wird also die digitale Lehre aufgegriffen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, ein eher für die SuS als uninteressant bewerteter Themenbereich der Biologie (Botanik) unter anderem an interessante Kontexte zu binden (in unserem Fall die Mythologie). Die Linde wird dadurch aus anderen Blickwinkeln betrachtet. Darüber hinaus entsteht ein ganzheitliches Bild zur Linde, das sich Schülerinnen und Schüler langfristig merken können.
Linden sind lebende Denkmäler, die von beeindruckenden Geschichten geprägt sind. Heutzutage ist die Bedeutung sicherlich nicht mehr so groß wie sie früher einmal war. Die Überreste (Stadtnamen, Cafés, Schulnamen usw.) begleiten uns dennoch bis in die Gegenwart und sind auch im Leben der Schüler relevant.
Um abschließend nochmals auf die Naturerfahrung der SuS zurück zu kommen: Wie viel Natur braucht der Schüler? Welchen Mehrwert können sie durch die Begegnung mit der Natur generell gewinnen? Auf zahlreiche Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße,
Magdalena