Kuckuck, hier gibt es Möglichkeiten!
Der Wald kann viele unterschiedliche Möglichkeiten und Räume bieten, um ihn im Unterricht als Lernort einzusetzen.
Doch was tun?
Mit dreißig Schülerinnen und Schülern in den Wald spazieren, Fragebögen austeilen, und hoffen, dass niemand verloren geht?
Total oldschool- finden wir, und möchten im folgenden Blog kreative und zeitgemäße Ideen vorstellen, um den Wald als Lernort für SuS und Lehrkräfte attraktiv zu gestalten.
Mehr dazu, unter folgendem Link:
Viel Spaß beim Lesen!

Liebe/-r Phillip, Xenia, Ida und Laura,
AntwortenLöschenVielen Dank für euren interessanten Blogbeitrag. Nachdem ich im letzten Semester das Seminar „Lernort Wald“ besucht habe und dort meine Begeisterung für den Unterricht im Wald entdeckt habe, hatte ich sofort Interesse an eurem Blogbeitrag.
Das Layout, das mir gleich zu Beginn auffiel, gefällt mir sehr gut. Es ist sehr ansprechend und schön, mit vielen Details gestaltet. Euer Thema ist sehr anschaulich erklärt und mir gefiel gut wie ihr Theorie und Praxis abwechselnd behandelt habt. Mir würden formal nur noch die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis fehlen.
In meiner Realschulzeit hatten wir ein paar Mal die Möglichkeit in der Natur den Unterricht zu erleben. Ich erinnere mich daran, dass wir Blumen auf einer Wiese gesammelt haben. Ein anderes Mal waren wir an einem Bach und haben dort kleine Tiere gefangen. Allgemein waren es eher wenige Besuche in der Natur, was ich persönlich sehr schade finde und fand und verhältnismäßig gewann nicht viel an neuer Erkenntnis hinzu. Daher denke ich, dass man den Lernerfolg noch hätte maximieren können, z.B. mit klareren Arbeitsaufträgen, mehreren Stationen und vor allem besserer Ergebnissicherung hinterher. Denn diese ist sehr wichtig um offene Fragen der SchülerInnen zu klären und alle SchülerInnen an der Erkenntnisgewinnung einzelner teilhaben zulassen. An meiner eigenen Schulzeit kann ich also erkennen, dass es nicht ausreicht mit den SchülerInnen einfach nur rauszugehen, interessante Arbeitsaufträge, die SchülerInnne zu motivieren und zuzulassen, dass sie selbst forschen können sind sehr wichtige Kriterien für eine gelungene Unterrichtsstunde in der Natur.
Smartphones und Tablets finde ich auf jeden Fall sehr nützlich für den Unterricht. Zwar müssen die SchülerInnen auf schuleigene Sachen besonders gut Acht geben, aber mit der richtigen Schutzhülle sind sie unempfindlicher als ein Blatt Papier. Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit und verknitterte oder nasse Blätter waren häufiger ein Problem bei Exkursionen.
Mir sind noch weitere Vor- und Nachteile zu Apps zur Pflanzenbestimmen eingefallen. Ein großer Pluspunkt ist, dass sie leicht und unkompliziert funktionieren. Man muss nur ein Bild von der Pflanze machen und schon bekommt man einige mögliche Treffer. Dadurch bleiben die Schüler motiviert und müssen nicht lange in einem Buch blättern. Nachteile sind meiner Meinung nach, dass SchülerInnen nicht lernen, wie man mit einem Bestimmungsbuch umgeht, dadurch auch weniger auf die Merkmale achten und Pflanzen vielleicht sogar weniger genau betrachten (z.B. ob ein Stiel behaart oder unbehaart ist, wie viele Kelchblätter eine Blüte hat usw.). Ein weiterer Nachteil ist, dass eine App fehleranfälliger sein kann und Pflanzen auch mal falsch bestimmt werden können. Daher kann es sich eignen beide Mittel miteinander zu kombinieren, entweder abwechselnd oder beide an derselben Pflanze zur Überprüfung.
LG,
Katharina Hermann
Hallo Katharina,
Löschenwir freuen uns sehr über deine positive Rückmeldung zu unserem Blogbeitrag. Sehr cool, dass du bereits das Seminar „Lernort Wald“ besucht hast!
Xenia: Mir ging es genau wie dir, dass Schulausflüge in die Natur ehr eine Seltenheit waren und auch häufig nicht sonderlich gut durchdacht waren, so dass der Lernzuwachs, sowie du ja auch schon angemerkt hast, ehr gering war. Das finde ich wirklich schade, weil die Begegnung mit der Natur so viele Möglichkeiten breit hält. Was ist denn deine eindrücklichste Erinnerung an die erwähnten Ausflüge? Meine ist eine Führung durch den Wald mit einem Förster, der uns sehr viel über die im Wald lebenden Tiere erzählte. Im Nachhinein finde ich es aber auch hier sehr schade, dass nur erzählt wurde und wir nicht in die Selbsttätigkeit - also ins Forschen und Entdecken gekommen sind.
Den Punkt mit der Ergebnissicherung finden wir auch sehr wichtig Die Ergebnissicherung soll ja schließlich den eigenen Lern- und Arbeitsprozess am Ende nochmal dokumentieren, vertiefen und das Erlernte für spätere Zwecke speichern. Sie dient also einerseits der Zusammenfassung und der Verdeutlichung der Zielerreichung, andererseits wird in dieser Unterrichtsphase das Unbekannte in Bekanntes transformiert und in der Anwendung geübt oder weiter vertieft. Was ist also ein Unterricht ohne dieses Element? Je nach Verwendung der Ergebnissicherung, ob als Übung Zusammenfassung oder Anwendung stehen dann natürlich unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Allgemein gilt jedoch, wie so oft, die Gestaltung sollte der Klassenstufe angepasst werden und es darf nicht vergessen werden, dass In der Ergebnissicherung der positive und konstruktive Umgang mit Fehlern im Vordergrund stehen sollte. Wie könnt eine Ergebnissicherung denn beim Lernen im Wald oder nach einem Ausflug in den Wald aussehen? Hat jemand eine gute Idee? Dann teilt sie doch mit uns hier in den Kommentaren!
Auch beim Punkt des Einsatzes von Smartphones und Tablets geben wir dir absolut Recht, da müssen die Schüler natürlich gut acht darauf geben, aber wir glauben wenn man Schüler auf die Nutzung und den Umgang mit den Geräten vorbereitet und wir du auch sagtest die richtige Schutzhülle nutzt dann sind die Geräte doch recht robust. Und bringen viele Vorteile mit sich, die den Unterricht erleichtern und bereichern können. Was hältst du denn davon, alternativ zu den Schulgeräten, die Schüler mit eigenen Geräten arbeiten zu lassen? Bei dem Punkt sind wir uns nicht ganz einig geworden, wir konnten sowohl Vorteile als auch einige Nachteile bzw. Risiken dabei ausmachen…
Vielen Dank auch für deine Überlegungen zu weitere Vor- und Nachteile bezüglich der Apps zur Pflanzenbestimmen. Das sind alle Aspekte die man definitiv im Hinterkopf behalten sollte. Garde der Punkt, dass Schüler die Pflanzen eventuell nicht mehr so genau betrachten könnten finden wir besonders wichtig und dies wäre wirklich bedauerlich – deine Idee parallel mit Apps und Büchern zu arbeiten halten wir daher für gut und wünschenswert. Da kommt mir gerade die Idee, dass man eventuell auch gemeinsam mit Schülern höherer Klassen eine eigene App bzw. ein Programm entwickeln könnte - dann wäre der Transfer gewährleistet und die Schüler könnten motiviert werden sich intensiv mit verschieden Pflanzen und ihren Merkmalen zu beschäftigen, da dies ja die Grundlage des Programms/ der App bilden.
Es gibt wirklich so viele Ideen, sowohl für das Lernen an außerschulischen Lernorten als auch für das mobile digitale Lernen, wir freuen uns über alle Ideen, Gedanken und Überlegungen!
Ganz liebe Grüße
Xenia (stellvertretend für das gesamte Bloggerteam)
Liebes Waldblogger-Team,
AntwortenLöschenihr habt ja so recht. Wir sind Menschen, also Lebewesen und entstammen dementsprechend der Natur. Was ist aus dem Bezug Mensch-Natur geworden? Es gibt Menschen, die noch nie eine „echte“ Kuh gesehen haben und meinen, dass die Milch wirklich aus dem Tetrapack kommt. Dadurch, dass der Mensch sesshaft geworden ist und sich in Städten aufhält, kommt er nur mit Natur in Berührung, die vom Mensch erschaffen wurde, man kann ja fast von „Pseudo-Natur“ oder „Sapiens-Natur“ sprechen: Gärten mit englischem Rasen, Büsche als Zäune oder eine Baum-Allee, damit die Hauptstraße ein bisschen grüner aussieht. Die Katze bleibt in der Wohnung, der Goldfisch im Glas…
Aus welchem Grund sollte dann umweltbewusst gehandelt werden? Vielen Menschen erscheint es nicht sinnvoll, weil sie nicht direkt davon profitieren und weil sie sich die Auswirkungen nicht ausmalen können. Wie ihr auch betont habt, „bilden […] Begegnungen mit der Natur in […] Entwicklungsphasen eine entscheidende Grundlage […] für natur- und umweltbewusstes Handeln“. Wenn diese also fehlt, wird einem nicht klar, wieso nachhaltig gehandelt werden sollte.
Jetzt zur Gestaltung eures Beitrages: Vor allen die Checkliste für den außerschulischen Unterricht spricht mich an – die kann direkt ausgedruckt werden und dient der Lehrperson als gute Grundlage! Zwischen „Thema eingrenzen“ und „Oberflächlichkeit vermeiden“ muss noch ein Kompromiss gefunden werden. Die Rallye-Checkliste ist natürlich auch hilfreich. Nicht, dass noch die Preise für die Gewinner vergessen werden. 😉
Die App „Flora incognita“ finde ich persönlich total gut für Schüler*innen! Natürlich stimmen die Ergebnisse nicht immer, aber viel mehr bin ich glücklich über die Funktion, dass man seine Funde dort speichern und eine Übersicht erstellen kann. So können Lernende neue Funde mit den alten abgleichen, wodurch die Arten besser eingeprägt werden können: Aus je mehr Perspektiven eine Pflanzenart betrachtet wird, desto besser bleibt sie im Kopf hängen, da man sie detaillierter kennenlernt.
Hinzugefügt werden kann noch der Aspekt der sozialen Ebene. Wie auch in eurem Fazit erwähnt, stärkt ein Ausflug in den Wald auch die sozial-kommunikativen Kompetenzen. Dies ist meiner Meinung nach ein überaus relevanter Punkt, denn Schule ist dazu da, um auf zwei Arten zu bilden: Zum einen wissenschaftlich bzw. inhaltlich und zum anderen gewinnen Schüler*innen Erfahrung im Umgang mit anderen, sie werden reifer und erwachsener, sie treffen eigenständig Entscheidungen und werden auf ihr Leben nach der Schule, sprich den Berufsalltag vorbereitet. Im Wald ist eine Schülergruppe isoliert vom „Rest der Welt“, sie sind somit unter sich. Durch das Ausblenden der alltäglichen Faktoren erkennen auch sie, was essentiell ist und trotz anderer Umgebung gilt: Der respektvolle Umgang mit anderen und das Vertrauen, welches sie untereinander aufbauen.
In dem Sinne sollten Wald-Projekte einen festen Platz im Schulcurriculum finden, nicht nur vereinzelt in einer Stufe oder im schuleigenen Curriculum. Dafür müssen wir uns einsetzen!
Hallo Konstantinia!
LöschenVielen Dank erst einmal für deinen ausführlichen Kommentar!
Du hast recht, der Mensch-Natur-Bezug kommt oftmals – vor allem jetzt, wo die Globalisierung in vollem Gange ist und immer mehr Menschen aus dem Dorf in die Stadt ziehen – zu kurz.
Wir finden es total wichtig, dass Schüler*innen wissen, wie zum Beispiel in deinem Kommentar erwähnt, dass die Milch eben nicht nur aus dem Tetrapack kommt.
Es ist wichtig den Schüler*innen den Ursprung der ganzen Produkte aufzuzeigen.
Denn wir Menschen sind im Endeffekt auch nur die Konsumenten, deren Nahrung den Ursprung in der Natur hat.
Wir finden deine Umschreibung der „Pseudo-Natur“ bzw. der „Sapiens-Natur“ sehr gut.
Natürlich kann man das nicht pauschalisieren, da es doch sehr viele auch naturbezogene Orte gibt.
Klar gibt es diese Kunstrasen oder „Baum-Alleen“ wie du genannt hast, es gibt jedoch mittlerweile den Trend, dass sehr viele Wälder „Erlebnisstationen“ haben, bei denen den Kindern der Wald und sein Nutzen erklärt wird und man die Lebewesen spielerisch entdecken kann. Ein Beispiel ist der Urbacher Wald, bei dem es viele verschiedene Stationen gibt, bei denen man den Wald besser kennenlernt. Hier gibt es zum Beispiel die Station, bei der verschiedene Waldtiere aufgezählt werden und man selbst zuordnen muss, was welches Tier frisst.
Wir denken, wir befinden uns auf dem richtigen Weg in Richtung naturnahe Bildung, gerade auch durch solche Erlebniswälder, wobei eben das Umweltbewusstsein geweckt wird.
Uns war es wichtig, dass wir die Checklisten recht neutral gestalten, damit man diese auf alles Mögliche anwenden kann.
Die Preise bei der Rallye haben einen besonderen Grund. Wir haben uns überlegt wie man Schüler*innen motivieren kann ihre Aufgaben sinngerecht zu bearbeiten. Man kann ihre Motivation durch kleine Preise steigern – das funktioniert bei Jung und Alt. Oder wird deine Motivation nicht gesteigert, wenn du die Chance auf eine Tafel Schokolade oder einen Holz-Schlüsselanhänger hast? Also bei uns war das früher ein richtiger Wettkampf und jeder wollte diese begehrten Dinger aus Holz oder auch Schokolade haben.
Wir haben uns bewusst für die App „Flora Incognita“ entschieden, da uns das Design und die Handhabung sehr gut gefällt. Auch wie du bereits genannt hast ist die Speicherfunktion vor allem für den Unterricht sehr hilfreich!
So muss man auch keine Blüte oder Blatt pflücken und als Beweis dem Lehrer bringen, so wie es noch in unserer Schulzeit größtenteils war, sondern kann alles an Platz und Stelle lassen und einfach ein Foto davon machen!
Ja, du hast recht, die Ergebnisse stimmen leider nicht immer. Aber was würdest du von dem Kompromiss halten, dass man die Ergebnisse der „Flora Incognita-App“ einfach nochmal mit dem Bestimmungsbuch überprüft? Dann lernen die Schüler*innen auch gleich noch den Umgang mit einem solchen Buch!
Wir finden auch deinen letzten Punkt stark und geben dir komplett recht!
Man stärkt auch vor allem durch die Gruppenarbeit die sozialen Kompetenzen. Die Schüler*innen merken, dass sie an den Stationen zusammenarbeiten müssen, um die Stationen zu meistern. Ein kleiner Wettbewerb in Form unserer Rallye bringt den Schüler*innen dabei gleich noch Kampfgeist bei!
Durch dieses isolierte Dasein im Wald finden wir auch, dass den Schüler*innen die Natur richtig bewusst wird. Man lernt sie zu schätzen. Vielleicht ist es aber auch mal ganz gut, wenn jede/r Schüler*in sich einfach mal ein bis zwei Minuten einen ruhigen Ort sucht und die Natur auf sich wirken lässt. Am besten so, dass man keine/n anderen Mitschüler*in sieht und nur sich selbst und die Natur hat. Einfach mal alles auf sich wirken lassen!
Wir wünschen uns für die Zukunft mehr Schulstunden im Wald und hoffen ihr nehmt unseren Blogbeitrag als Motivation für euren zukünftigen Unterricht und bietet mehr Waldexkursionen an, als es die Lehrer tun, die momentan unterrichten!
Ganz liebe Grüße
Laura (stellvertretend für das gesamte Bloggerteam)
Hallo liebe Blogschreiber*innen,
AntwortenLöschenich finde eurer Konzept für die Waldexkursionen sehr interessant.
Vor allem das Nutzen von mobilen Endgeräten finde ich einen guten Schritt Richtung Digitalisierung, den viele Schulen nötig haben. Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke kamen dort immer diese dicken Bestimmungsbücher raus, bei denen man meistens, dann doch eine Kleinigkeit falsch gemacht hat und ganz andere Pflanzen bestimmt hat. Da sind die Tabletts oder Smartphones sicher etwas praktischer.
Auf der anderen Seite, haben diese Bücher geholfen, besser mit "offline" Medien umzugehen. Vielleicht bin ich da vorbelastet wegen der momentanen Lehrsituation, aber könnte ich mir vorstellen, dass durch die Endgeräte, der Wald nicht mehr so stark wahrgenommen wird.
Wie würdet ihr in eurem Konzept sichern, dass Schüler*innen, ihre Endgeräte nur für die Bestimmung von Dingen nutzen?
Dabei sind Exkursionen ja oft das Highlight eines Schuljahres. Der Wald ist dabei ein großartiges Ziel, egal welches Schulalter man begleitet. Das Lösen der Aufgaben aus dem Schulumfeld, wirkt sich sicherlich positiv auf die Aufmerksamkeit und Willigkeit der Schüler*innen aus. Würdet ihr einen Wald nehmen, in denen die Schüler*innen sich nur auf die zubearbeitende Aufgaben konzentrieren oder auch einen "spaßigen" Ort mit Spielplatz oder Forschungsweg?
Alles in allem, finde ich eure Forschungsarbeit sehr interessant und den Blog sehr anschaulich gestaltet. Das Farbschema weck Aufmerksamkeit, wirkt lebendig, aber nicht zu kindlich.
Liebe Grüße
Hannah
Hallo liebes Bloggerteam,
AntwortenLöschenIhr habt interessante Ansätze beschrieben, um den Wald mit digitalen Hilfsmitteln zu entdecken.
Mir war gar nicht bewusst, dass der Besuch in der Natur im Bildungsplan verankert ist.
In meiner Schulzeit waren wir einmal in einem Stadtpark. Wobei ich einen Stadtpark nicht als Natur bezeichnen würde. Schließlich gehört er zur Kultur da er menschengemacht ist.
Umso wichtiger ist es mir meinen Schüler/innen zu ermöglichen die Natur zu erkunden.
In meiner Jugendzeit habe ich die Natur über Wanderungen schätzen gelernt.
Das Smartphone ist ein praktischer Begleiter in der Natur.
Mit entsprechenden Apps und Programmen kann dieses Werkzeug besonders gut individuelles Lernen unterstützen. Schüler/innen arbeiten automatisch in unterschiedlichem Tempo, deshalb ist es an dieser Stelle auch sinnvoll lernen auf verschiedenen Niveaus zu ermöglichen.
Schnelle Schüler/innen können noch mehr erfahren, ohne andere beim Lernen zu behindern, und langsamere Schüler/innen können sich die Zeit nehmen, die sie brauchen, um ein Thema zu verstehen.
In meinem Unterricht werde ich Wert auf von mir zu Verfügung gestelltes Explorationswerkzeug legen. Dabei soll die Wissensflut auf wichtige Informationen begrenzt sein und stufenweise aufgebaut sein.
Zum Arbeiten benötigen die Kinder Produktionswerkzeug. Und wo etwas produziert wird muss das Ergebnis auch abgespeichert werden können.
Wenn die Kinder den Umgang mit diesen drei Werkzeugen gelernt haben können sie an weitere Funktionen herangeführt werden.
Wobei ich keinen Nutzen von Social-Media, wie „Facebook“, „Instagram“ oder „Snapchat“, im Unterricht sehe. Diese Apps sind so programmiert, dass sie eine Person ablenken sollen. Das unterstützt den Unterricht nicht. Dennoch sind Nachrichtendienste sinnvolle Werkzeuge um Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden zu beschleunigen.
Die App Flora incognita beherrscht das Pflanzenbestimmen fast perfekt.
Dennoch finde ich ihren Einsatz im Unterricht fraglich.
Denn beim Benutzen der App muss wirklich kaum nachgedacht werden. Wenn die Kinder also immer die App benutzen, um Pflanzen zu bestimmen, werden sie nie lernen, wie man selbst Pflanzen bestimmt.
Kennt ihr die App iFlora?
Dabei kann man zwischen Pflanzentyp, Blattstellung, Form der Spreite, Blüten-Farbe, Diasporen-Morphologie, Anzahl der Kronblätter und Anzahl der Fruchtblätter wählen.
Über das Ausschlussprinzip kommt man dann zu der entsprechenden Pflanze.
Auf diese Weise wird dann das Erkennen der Pflanzenmerkmale trainiert.
Was meint ihr zu der App?
Liebe Grüße
Friederike Silberhorn
Liebe Friederike,
Löschenvielen lieben Dank, für deinen tollen Kommentar! Es freut uns, dass du unseren Blog zum kommentieren ausgewählt hast!
Wir finden es super schade, dass deine Biologielehrer dich und deine Klasse kaum mit nach draußen in die Natur geführt haben. Ich selbst, kann mich zwar an einige Wandertage erinnern, die meistens an einer Grillstelle im Wald endeten, aber nicht in direktem Bezug zum Bildungsplan für Biologie standen.
Doch natürlich hätte auch der schulnahe Stadtpark tolle Möglichkeiten bieten können, um Ökosysteme, wie den Wald, zu erforschen. Dafür gibt es ein tolles Beispiel unter folgendem Link : https://lehrerfortbildung-bw.de/u_matnatech/bio/gym/bp2016/fb9/2_oekologie/04_pflasterfuge/01_gang/
Bei dem Projekt „Pflasterfugen“ wird das Problem angesprochen, dass sich eben nicht neben jeder Schule ein nahegelegenes Biotop finden lässt und gibt eine tolle Anregung, die nähere Umgebung der Schüler genauer zu betrachten und zu erforschen. Eine tolle Variante um Ökosysteme zu entdecken, wenn zeitlich kein Platz für einen Waldtag bleibt, findet ihr auch?
Was Facebook, Instagram und Snapchat angeht, sind wir natürlich einer Meinung. Diese Apps eignen sich nur sehr schwer, um sie sinnvoll in den Biologieunterricht einzubauen. Und nicht umsonst schwappen mittlerweile japanische Entspannungstrends wie „Shinrin Yoku“, was übersetzt so viel heißt wie „in der Atmosphäre des Waldes Baden“, bis zu uns nach Deutschland. Da macht es doch nur Sinn, den Schüler*innen den Wald als Erholungsort zu früh wie möglich nahe zu bringen und ihnen dabei helfen einen festen Bezug zum Wald herzustellen, oder nicht?
Pflanzenbestimmungsapps, erleichtern die Schüler natürlich- nicht nur körperlich. Das Rumschleppen dicker Schinken, die zwischen ihren Seiten hunderte heimische Pflanzenarten beherbergen, fällt weg. Und das in einem Zeitalter, indem Rückenschmerzen als sogenannte „Volkskrankheit“ gelten.
Die App Flora Incognita besticht natürlich mit ihrer einfachen Handhabung, trotzdem werden die Schüler auch an die typische Vorgehensweise bei der Pflanzbestimmung hingeführt. Hierbei soll die zu bestimmende Pflanze zuerst in ihre Wuchsform kategorisiert werden, im Anschluss wird die zu bestimmende Pflanze genauer betrachtet; z.B. Blüte, Blatt etc., dabei soll von jeder Kategorie das passende Bild aufgenommen werden. Und wenn genügend Übereinstimmungen gefunden wurden, spuckt die App den Namen der gesuchten Pflanze aus, oder gibt Vorschläge bei geringer Übereinstimmung. Diese App eignet sich meiner Meinung nach hervorragend, um die Schüler an unsere heimischen Pflanzenarten heranzuführen und mit etwas fotografischem Geschick, Interesse an diesen zu wecken.
Die App iFlora eignet sich ausgezeichnet, für höhere Klassenstufen, da deren Aufbau ein erweitertes Vorwissen voraussetzt, man sollte beispielsweise wissen was Fruchtblätter sind, oder die Bedeutung des Wortes „Morphologie“ kennen, was man in niedrigeren Klassenstufen nicht voraussetzen kann.
Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, eine weitere App für den Einsatz im Unterricht in Betracht zu ziehen. Denn dabei geht es ja auch in den ganzen Blogs, um Ideen, Anregungen und neue Ansätze.
Ganz liebe Grüße von Ida, und dem gesamten Bloggerteam
Liebe Blogautor*innen,
AntwortenLöschenvielen Dank für euren äußerst informativen Blogbeitrag.
Ich finde ihr habt euren Blogbeitrag nicht nur sehr interessant sondern, auch sehr strukturiert und übersichtlich gestaltet, so dass ich ihn sehr gerne gelesen habe.
Da Wälder auf dieser Erde wichtige Ökosysteme sind, finde ich es unerlässlich, diese in den Biologieunterricht einzubeziehen und was bietet sich da besser an, als eine Unterrichtsstunde im Wald, vor allem da diese so viele unterschiedliche Möglichkeiten bieten kann.
Dass ihr viele verschiedene Möglichkeiten beschrieben habt, wie digitale Medien in außerschulischen Unterrichtsstunden eingesetzt werden können, fand ich sehr interessant. Jedoch habe ich mir dabei auch gedacht, dass es sicherlich auch schön wäre so eine Unterrichtsstunde komplett ohne digitale Medien zu gestalten, da ich denke, dass heutzutage dies für viele Kinder eine der wenigen Anlässe ist, auch einmal weg von den digitalen Medien zu kommen. So können die Kinder meiner Meinung nach auch den Wald noch bewusster wahrnehmen und mit allen Sinnen erkundigen. Damit möchte ich jedoch nicht ausschließen, dass Kinder bei den von euch vorgestellten Ideen, nicht auch bewusst den Wald als Ökosystem wahrnehmen können.
Im Ganzen finde ich euren Blogbeitrag sehr gut gelungen und bedanke mich für die vielen Gedankenanstöße.
Liebe Grüße
Lena Blessing
Liebes Bloggerteam,
AntwortenLöschenvielen Dank für diesen interessanten und anschaulichen Beitrag! Durch das schöne Layout fiel mir das Lesen sehr leicht. Die beiden Begleiterinnen Heidi und Waldemar finde ich besonders nett! :)
Ich kann mich an viele Unterrichtseinheiten im Wald erinnern, was vielleicht auch daran liegt, dass ich in einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb aufgewachsen bin. Bereits in der Grundschule hatten wir unser eigenes „Klassenzimmer im Wald“. Dort verbrachten wir regelmäßig Zeit mit Sammeln verschiedener Blätter, Beobachten von Tieren oder Geschichten vorlesen. Wir lernten viel über die Natur, unterschiedliche Tierarten und Verhaltensregeln in der Natur. Wir verstanden, warum man im Wald nicht schreien oder Müll liegen lassen sollte, und dass es nicht „cool“ ist, wenn man Ameisenhaufen oder andere Bauten kaputt macht.
Ich finde den Bezug zu den digitalen Medien, vor allem zum Smartphone, wichtig in der heutigen Zeit. Dennoch bin ich bei diesem Thema zwiegespalten. Auf der einen Seite besitzen laut JIM-Studie 2016 98% der Jugendlichen ein eigenes Smartphone. Ich denke, dass den Schüler*innen durch das Miteinbeziehen der digitalen Medien das Thema „Wald“ nähergebracht werden kann und ihr Interesse weckt. Es erleichtert wie ihr bereits aufgeführt habt u. a. die Dokumentation, das Nachschlagen oder das Veranschaulichen von waldpädagogischen Themen.
Doch auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dass wir heutzutage alle zu viel Zeit vor Smartphones, Laptops und Fernsehern verbringen. Ich fände es schön, wenn sich die Schüler*innen durch Aufenthalte in der Natur von mobilen Endgeräten distanzieren und somit den Fokus auf die Wahrnehmung der Natur setzen. Achtsame Begegnungen mit der Natur wirken wie ein Detox. Sowohl die mentale als auch die soziale Entwicklung werden gestärkt, was meiner Meinung nach besser funktioniert, wenn man das Smartphone im Schulranzen lässt. Zudem können potentielle Ablenkungen wie Spiele auf dem Smartphone oder Selfie-Sessions vermieden werden. (Ich denke dabei an meinen Matheunterricht zurück, in dem wir uns von Spielen auf dem Taschenrechner ablenken ließen :) ). Mich würde interessieren, wie ihr zu diesem Thema steht? Welche Seite ist für euch relevanter oder wie könnte man vielleicht beides kombinieren, damit eine Balance entsteht?
Vielen lieben Dank für euren Beitrag und eure Anregungen! Die Checkliste für den außerschulischen Lernort werde ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten!
Liebe Grüße,
Angelina Klein :)
Hallo Angelina!
LöschenWir freuen uns darüber, dass dir unser Blogbeitrag gefallen hat und bedanken uns für deinen ausführlichen Kommentar!
Uns freut es wirklich zu hören, dass du bereits in der Grundschule viel im Wald warst.
Auf einem Dorf geht so etwas meist leichter als in der Stadt. Dörfer haben oft Wald drum herum, bei Städten muss man erst einmal mit dem Bus in Richtung Wald fahren.
Wir würden uns wünschen, dass es auch in größeren Städten mehr Möglichkeiten geben würde im Wald unterrichten zu können.
Nun zu dem Thema digitale Medien: Du hast recht, viele Kinder und Jugendliche heutzutage verbringen viel zu viel Zeit vor Handy, Tablet und Co. Schulzeit ist eine der wenigen Zeiten in der die Schülerinnen und Schüler nicht an ihre elektronischen Geräte dürfen. Bei mir an der Schule gab es sogenannte „W-Lan-Zonen“. Nur innerhalb dieser Zonen war es den Schülerinnen und Schülern gestattet ans Handy zu gehen. Überallanders wurde einem das Handy direkt weggenommen und man hatte eine Verabredung mit dem Rektor. Ein bisschen zu hart finden wir oder wie siehst du das?
Ja, es ist richtig, dass man in der Schule nicht noch mehr an den elektronischen Geräten hängen muss, was jedoch auch beachtet werden muss ist, dass die Schule die Möglichkeit hat den Schülerinnen und Schülern den richtigen Umgang damit beibringen zu können. Die Kinder lernen somit, dass es auf einem Handy mehr Möglichkeiten als auf Instagram, Facebook und weiteren Plattformen zu surfen. Sie lernen, dass man mit einem Handy auch lernen kann.
Es ist auch motivationssteigender wenn man den Schülerinnen und Schülern digitale Medien für den Unterricht anbietet. Immer das zerknüllte und eingerissene Blatt und einen Stift mitschleppen und dann hat man noch das Problem keine Unterlage zum darauf schreiben zu finden. Das geht alles mit Handys oder Tablets viel einfacher und somit wird die Lernmotivation gesteigert.
Du hast auch recht damit, dass wenn die eigenen Handys der Schülerinnen und Schülern benutzt werden dürfen, dann das Thema Ablenkung mit im Raum steht. Hier kann man als Lehrperson nicht viel anderes machen als klare Regeln aufzustellen und viel Vertrauen in die Schülerinnen und Schüler zu haben. Man kann außerdem die Ergebnisse von jedem abfragen, um zu überprüfen, ob sie die Aufgaben sinngemäß erledigt haben. Hältst du das für eine gute Lösung?
Wir denken, dass ab und zu eine Schulstunde mit digitalen Endgeräten sehr sinnvoll sein kann, vor allem um den richtigen Umgang damit zu lehren. Jede Stunde mit den Handys zu unterrichten sehen wir jedoch auch kritisch. Man muss bei solchen Themen einfach auch viel mit den Schülerinnen und Schülern kommunizieren und auch großes Vertrauen haben.
Sobald man merkt, dass die Schülerinnen und Schüler dieses Vertrauen missbrauchen, kann man das ganze auch abbrechen und zu den „traditionellen“ Lehrmethoden mit Arbeitsblatt und Stift zurückkehren.
Ein sehr wichtiger Punkt für die Handys ist jedoch noch, dass man schneller Hilfe, wie zum Beispiel den Notruf, holen kann und nicht erst den Lehrer finden muss, der normalerweise als einziger ein Handy dabei hat. Auch wenn sich eine Schülerin oder ein Schüler verlaufen hat, kann er mittels Koordinaten viel schneller gefunden werden.
Zusammenfassend kann man sagen, dass sich elektronische Endgeräte durchaus, vor allem beim Thema Wald, in den Unterricht integrieren lassen.
Es gibt sehr viele positive Aspekte für die digitalen Medien, es gibt jedoch auch einige negative Punkte.
Im Endeffekt muss jede Lehrkraft selbst wissen, ob sie das nötige Vertrauen in ihre Schülerinnen und Schüler hat, um auch die positiven Dinge aus den Handys ziehen zu können.
Liebe Grüße
Laura (stellvertretend für das gesamte Bloggerteam)
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenHallo ihr Lieben,
AntwortenLöschenDanke erstmals für diesen tollen und lehreichen Blogbeitrag der so anschaulich und zum Kommentieren anregend gestaltet wurde.
Euer Thema hat, meiner Meinung nach, eine hohe Relevanz für den Biologie Unterricht– ich fidne auch, dass euch die Verbindung zwischen außerschulischen Lernen, dem Standort Wald und dem Einsatz von digitalen Geräten im Unterricht gut gelungen ist. Bestimmt hätte man auf das ein oder andere noch genauer eingehen können aber ich finde für den vorgegeben Umfang des Blogbeitrages war eure Themenauswahl total passend, so dass man gut Einblicke erhalten konnte.
Leid erinnere ich mich selbst nur an ehr langweilige Exkursionen in den Wald oder allgemein in die Natur, bei denen viel „gelabert“ wurde aber wir selber wenig entdecken konnten. Bei einigen Lehren hatte ich sogar das Gefühl, dass sie Ausflüge in die Natur aus eigener Unsicherheit vermeiden wollten, vom Einsatz von mobilen Endgeräten brauch ich hier erst gar nicht anfangen…
Der Stoff wurde stets anhand der Schulbücher und Arbeitsblätter erlernt. Ich finde das ist auch okay, dennoch, wie auch ihr angesprochen habt bietet das Lernen in der Natur viele Möglichkeiten uns ist ja sogar im Lehrplan verankert. Ich glaube zudem, dass Exkursionen sich positiv auf die Motivation der SuS auswirken, gibt es dazu denn irgendwelche Studien, dass würde mich wirklich interessieren?
Ich finde es total toll, dass ihr so vielfältige Ideen rund ums Ökosystem in eurem Blogbeitrag behandelt habt, Konsument und Produzenten fallen einem ja doch etwas schneller ein und dazu findet man auch Inspiration z.B. hier https://www.praxis-jugendarbeit.de/spielesammlung/waldspiele-spiele-im-wald.html#Waldolympiade , wie man jedoch auf die abiotischen Faktoren oder die Destruenten eingehen kann hatte ich jetzt noch gar nicht auf dem Schirm.
Insbesondere wie viel mit den Pilzen zusammenhängt hätte ich gar nicht gedacht, als ich den Begriff Destruenten las dachte ich zuerst an Asseln, Regenwürmer und Co. Zum Thema Pilze könnte man sicher auch noch andere Aufgaben machen, wo die SUS z.B. auch das Myzel erforschen könnten, habt ihr noch weite Ideen?
Noch kurz zum Einsatz der digitalen Endgeräte beim Thema Pflanzenbestimmung, hier kann ich mich den kritischen Gedanken anschließen, sehe aber auf der andern Seite auch die Vorteile. Von einem reinen Einsatz von Apps zur Bestimmung von Pflanzen würd ich aber auf jeden Fall abraten, da der Umgang mit Bestimmungsbüchern einfach auch wichtig ist und man die Pflanzen evtl. doch nochmal etwa anders betrachten muss. Wie ich es aber herauslesen konnte seit auch ihr für eine Kombination und in einem guten Verhältnis finde ich den Einsatz von Bestimmungsapps wirklich gut und zeitgemäß iFlora kann ich dabei auch wirklich weiterempfehlen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich euer Thema sehr wichtig finde und mir euer Beitrag gut gefallen hat, also danke für die vielen Ideen und Inspirationen.
Liebe Grüße
Leo
Hallo Leo,
Löschendanke für dein positives Feedback - wir freuen uns sehr, dass dich das Thema unseres Blogbeitrages so angesprochen hat und du die Themenauswahl als gelungen erachtest.
Wir haben uns auch genau aus diesem Grund für das Thema entschieden – wir glauben, dass dem Thema eine hohe Relevanz zukommt und die Verbindung von außerschulischem Lernen und dem Einsatz von mobilen Endgeräten in Zukunft eine immer größere Rolle, nicht nur im Fach Biologie, zukommen wird. Da geben wir dir voll und ganz Recht, das Thema ist wirklich vielseitig und man hätte gewiss auch doppelt so viele Seiten (oder sogar mehr) dazu schreiben können, wenn dich das Thema interessiert, dann können wir dir zwei Zeitschriften vom Friedrich Verlag sehr empfehlen, hier gibt es gute Informationen und viel Inspiration für den Unterricht :
https://www.friedrich-verlag.de/shop/wald-erleben-ps1418030
https://www.friedrich-verlag.de/shop/mobiles-digitales-lernen-53386
Sehr schade, dass du ehr negative Erinnerungen an die Schulausflüge in die Natur hast. Das viele Lehrer sich unsicher fühlen und daher solche Exkursionen scheuen ist natürlich extrem traurig, da sieht man mal wieder wie wichtig auch Lehrerfortbildungen sind – insbesondere um mobiles digitales Lernen sinnvoll einzusetzen, sind diese unumgänglich, denn die Medienwelt wandelt sich bekanntlich ja sehr schnell. Solche Fortbildungen bietet u.a. das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg an.
Eine passende Studie zu Lernorten und Motivation konnten wir nicht finden, jedoch gibt es einige Forschungen/ Studien die sich gut übertragen lassen. Den Ergebnissen dieser Forschungen zufolge sind neben dem Bedürfnis nach Selbstbestimmtheit auch die Bedürfnisse nach Kompetenz und sozialer Verbundenheit ausschlaggebend für die Motivation von Lernenden. Intrinsische Motivation kann nur entstehen, wenn subjektive Selbstbestimmtheit bei der Durchführung einer Tätigkeit mit einer Selbstwahrnehmung als kompetent handlungsfähiges Subjekt einhergeht. Das bedeutet, übertragen auf außerschulisches Lernen, dass es sich dann positiv auf die Motivation auswirkt, wenn eine praxisnahe, zielorientierte Vermittlung der Inhalte stattfindet. Wenn es so zu einer Verbesserung der Erfüllung des Bedürfnisses nach Selbstbestimmtheit beiträgt, kann außerschulisches Lernen die Bedingungen für intrinsische Motivation bzw. Freude am Lernen schaffen. Auch der Aufbau eines unterstützenden, gemeinschaftlichen Lernklimas ist im Hinblick auf die Motivation von Vorteil, da dies die Integration von gemeinschaftlichen Lernzielen erleichtert, auch dies kann mit Exkursionen erreicht werden. (vgl. Zimmerman & Cleary, 2009)
Zum Thema Pilze: Wir finden diese Lebewesen auch wirklich spannend und faszinierend, besonders wenn man bedenkt, dass eine Studie aus der Schweiz herausgefunden hat, dass nur 8 von 400 Pilzen im Boden regelmäßig Fruchtkörper ausbilden (welche oft ja fälschlicherweise als Pilze bezeichnet werden). Deine Idee mit dem Myzel finden wir sehr gut, dann könnten die SuS auch erkennen wie groß so ein Pilz tatsächlich sein kann. Zum Thema Pilze könnte man locker eine eigene Unterrichtsstunde oder sogar eine Themenwoche ausarbeiten. Von Bestimmungen anhand der verschiedenen Merkmale der Fruchtkörper (Hut: z.B. kegelig, glockig; Lamellen: z.B. herablaufend; Stiel: z.B. genattert, hohl; Stielform: z.B knollig, walzenförmig usw.) oder einem Herbarium extra für Pilze, über Sporenabdrücke, bis hin zum Feuer machen mit dem Zunderschwamm, kann man viel zum Thema Pilze in den Biologieunterricht einbringen. Wenn du mehr Ideen zum Thema Pilze möchtest, hier nochmal die ISBN zu einem Buch, welches wir auch als Anregung für unseren Beitrag verwendet haben und als ansprechend und gut geeignet wahrgenommen haben: ISBN: 978-39814612-3-7
Liebe Grüße
Xenia (stellvertretend für das gesamte Bloggerteam)