Schluss mit Bienchen und Blümchen! Sexualkundeunterricht ist DAS Thema bei Jugendlichen, da es sie selbst am meisten betrifft. Periode, Geschlechtsverkehr und Verhütung sind Themen, mit denen alle Erwachsenen irgendwann konfrontiert werden. Trotzdem hat Sexualkunde so einen schlechten Ruf. Wie gelingt es, Scham abzubauen, einen geschützten Raum für Fragen zu schaffen und Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten? In diesem Beitrag finden Sie praxisnahe Ideen für einen respektvollen und zeitgemäßen Sexualkundeunterricht – von der ersten Unterrichtsstunde über sensible Sprache bis hin zu kreativen Methoden und konkreten Unterrichtsbeispielen. Lassen Sie sich inspirieren, wie Sexualbildung zu einem Ort werden kann, an dem Wissen, Offenheit und Wertschätzung zusammenkommen.
Unter diesem Link finden Sie den vollständigen Blogbeitrag:
Mehr als Bienchen und Blümchen- Impulse für einen zeitgemäßen Sexualkundeunterricht
Liebe Salome,
AntwortenLöschendu thematisierst mit deinem Blogbeitrag einen alltagsnahen, wichtigen aber auch oft polarisierenden Bereich.
Das Design deines Beitrages finde ich sehr ansprechend und gut gelungen. Dabei bieten die eingestreuten Fragen Anlass zum aktiven und mitdenkenden Lesen. Vermutlich hätte ich, ohne diese Denkanstöße, nie tatsächlich über erlebte Sexualkundestunden nachgedacht und reflektiert, wie diese gestaltet waren.
Auch die Struktur als Leitfaden entlang konkreter Beispiele mit direktem Praxisbezug, wie zum Beispiel Kriterien für die Kommunikation mit spezifischen Regeln und expliziten Begriffsnennungen, machen den Text sehr anschaulich.
Speziell beim Punkt der Anatomie stellt sich für mich allerdings die Frage, inwiefern dieses Konzept effektiv umsetzbar ist. In meiner eigenen Schulzeit und Praktika habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei einer solchen Erarbeitung oder gerade der Präsentation die Hemmschwelle sehr groß ist und die Materialien eher quatschhaft und nicht inhaltsbezogen genutzt werden. Was würdest du sagen: Ab welcher Klassenstufe ist etwas dergleichen sinnvoll umsetzbar? Welche Bedingungen oder Voraussetzungen müssen hier für einen wertschätzenden Umgang gegeben sein?
Darüber hinaus gefällt mir das Konzept der anonymen Fragebox, welche ich im Nachhinein selbst auch gerne gehabt hätte. Vielleicht sollte man diese jedoch nicht nur einmalig zur Verfügung stellen, sondern Rückfragen in dieser Form über die gesamte Dauer der Unterrichts-einheit zulassen. So haben mehr Schüler*innen die Möglichkeit Gedanken zu formulieren und im Laufe der Stunden neue Eindrücke zu verarbeiten.
Zusätzlichen wären in manchen Punkten jedoch sicherlich alternative Handlungsmöglichkeiten interessant und hilfreich gewesen. Welche Optionen habe ich beispielsweise bei einer Gruppe, in der respektvolle und sensible Kommunikation nur bedingt oder fast gar nicht möglich ist? Sexualkunde sollte schließlich auch in solchen Lerngemeinschaften nicht vernachlässigt werden.
Dein zusammenfassender Abschluss inklusive möglicher Kooperationen und unterstützender Organisationen rundet den Text gut ab und verschafft nochmals einen allgemeinen Überblick über die wichtigsten Punkte und Informationen.
Danke für diesen hilfreichen Einblick in die Planung eines gelungenen Sexualkundeunterrichts!
Liebe Grüße Maja
Liebe Maja,
LöschenMeine Planung für den Sexualkundeunterricht ist für die 7. Oder 8. Klassenstufe konzipiert.
Die Klasse kennt sich schon einige Zeit und die Klassengemeinschaft ist gut entwickelt. Durch die erste Unterrichtsstunde soll eine sichere Umgebung für die SuS geschaffen werden, die eine respektvolle Kommunikation und Umgang mit Materialien schaffen soll. Dadurch werden die Voraussetzungen geschaffen, die für einen wertschätzenden Umgang notwendig sind. Das Kneten soll als Einstieg dienen, um Vorwissen zu aktivieren. Quatschhaftes Verhalten ist dabei nicht unbedingt vermeidbar, aber die Lehrkraft kann betonen, wie wichtig die Unterrichtsstunde für das Verständnis des eigenen Körpers ist. Im Notfall kann das auch übersprungen werden. Präsentationen zur Anatomie würden nur funktionieren, wenn die Klassengemeinschaft stark ist und die einzelnen SuS sehr offen sind. Ansonsten würde ich ein Gruppenpuzzle empfehlen.
Tatsächlich ist die anonyme Fragebox während des gesamten Zeitraums des Sexualkundeunterrichts fester Bestandteil im Klassenzimmer. Vor allem, weil Fragen auch mit der Zeit kommen können, bzw. Fragen zu behandelten Themen. So können Fragen gestellt werden, wann immer sie aufkommen.
Ich denke, dass ein respektvoller Umgang in jeder Klasse möglich gemacht werden kann. Das müsste dann jedoch vor der Unterrichtseinheit vorbereitet werden. Durch Teambuilding Spiele oder viele Gruppenarbeiten kann die Lehrkraft es schaffen, ein Klassengefühl zu vermitteln.
Lieben Dank für deine Fragen und Denkimpulse.
Liebe Grüße
Salome
Liebe Salome 🌸,
AntwortenLöschendanke für deinen interessanten Blogbeitrag. Ich finde, dir ist es gut gelungen, die Relevanz von Sexualkunde deutlich zu machen und gleichzeitig zu zeigen, dass es um einiges mehr, als nur ein wissensvermittelnder Biologieunterricht ist. Der Blog war für mich sehr kurzweilig zu lesen, durch eine gute Mischung aus fachlichen Infos, Praxisideen und Reflexion.
Besonders spannend fand ich deine Überlegungen dazu, die Waage zwischen öffentlichem und privatem Raum zu halten, also was in der Klasse geteilt wird und was zu privat ist. Das macht klar deutlich, wie sensibel das Thema ist. Spanend fand ich zudem, wie stark der Einfluss von Sprache hier ist und dass man mit den richtigen Worten eine ganz andere Atmosphäre für die SchülerInnen schaffen kann.
Die Idee mit der anonymen Fragebox gefällt mir richtig gut. Sie nimmt den Druck raus, direkt vor der Gruppe sprechen zu müssen, und schafft gleichzeitig eine Struktur, wie jegliche Fragen trotzdem aufgegriffen werden können. Dass du insgesamt so viel Wert darauf legt, zuerst einen sicheren Raum zu schaffen, bevor du inhaltlich tiefer einsteigst, finde ich sehr stimmig. Denn das Wohbefinden spielt hierbei eine enorm groß Rolle.
Ich frage mich allerdings trotzdem, ob sich hier alle SchülerInnen trauen, wirklich die Frage zu stellen. Aus eigener Erfahrung von früher aus meiner Schulzeit weis ich, dass sich kaum jemand getraut hatte, in unser Box damals eine Frage einzuwerfen.
Eine Anregung hätte ich noch. Vielleicht könnte man den Aspekt der Missbrauchsprävention noch miteinbringen. Gerade weil du schon so viel zu Sprache, Grenzen und einer sicheren Umgebung zum Wohlfühlen schreibst, wäre es spannend zu sehen, wie konkrete präventive Elemente in die Unterrichtskonzepte hineinpassen könnten.
Viele Grüße
Linda☀️
Liebe Linda,
LöschenDanke für dein positives Feedback.
Tatsächlich habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, dass keine Fragen kommen könnten, weil die Box immer zur Verfügung steht. Ich denke durch den geschützten Raum, der geschaffen wurde, würden sich SuS trauen, Fragen zu stellen. Vor allem, weil den SuS die Relevanz für das eigene Leben klar ist, werden sie sich trauen Fragen zu stellen. Durch die Schaffung dieser Atmosphäre werden sich Fragen ergeben und die SuS werden sich auch trauen, diese zu stellen. Wichtig dabei ist, dass die Lehrkraft Fragen offen bespricht und diese nicht wertend beantwortet.
Das Thema der Missbrauchsprävention erachte ich ebenfalls als sehr wichtig, genauso wie Verhütung, safer-sex und Consent. Diese Themen sollten allerdings in einer Unterrichtseinheit besprochen werden, die auf die im Blogbeitrag vorgestellten aufbaut. Nach dem pro-familia Tag wäre eine gute Gelegenheit dafür. Die SuS haben bis dahin:
- Kommunikationsregeln aufgestellt
- einen sicheren Raum Fragen zu stellen
- kennen die Anatomie der Geschlechtsorgane
- haben ihr Wissen vertieft durch den pro-familia Tag
Diese Voraussetzungen sind notwendig, um solche sensiblen Themen zu besprechen. Nach einer Einführung könnte die Lehrkraft verschiedene Fallbeispiele vorlegen. Die SuS sollen dann bewerten, ob in den Situationen Consent gegeben wurde und woran sie das festmachen konnten. Dadurch lernen die SuS welche Verhaltensmuster angemessen sind und welche unangebracht sind.
Liebe Grüße
Salome
Liebe Salome,
AntwortenLöschenmit deinem Beitrag thematisierst du einen wichtigen und sensiblen Teil des Biologieunterrichts.
Deine Gestaltung war übersichtlich und der Beitrag gut zu lesen. Die Fragen in den Sprechblasen regen zum Nachdenken und Vertiefen an. Dadurch fällt es leichter, sich in die Perspektive der SchülerInnen hineinzuversetzen.
In deinem gesamten Beitrag wird deutlich, wie wichtig ein offener, wertschätzender und sensibler Sexualkundeunterricht ist. Besonders gefallen hat mir, dass du diese Aspekte in all deinen Ideen berücksichtigst. Viele deiner Ideen finde ich sehr wertvoll und zielführend.
Mit deinem Beispiel der privaten und von Kleidung bedeckten Körperstellen, über die man nun im öffentlichen Raum Schule reden soll, wird deutlich, wie schambehaftet das Thema für viele SchülerInnen vermutlich ist. Besonders gut gefällt mir daher dein Fokus auf die sensible Sprache.
Die Einordnung von Begriffen in die Kategorien wertschätzend, neutral und abwertend finde ich sehr gut. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass das Einordnen der Begriffe an der Tafel, sichtbar für alle, einigen SchülerInnen schwerfällt. Daher wäre es vielleicht sinnvoll, wenn die Lehrkraft bereits einige Begriffe an die Tafel hängt. Somit müssen die SchülerInnen diese nur noch ergänzen und die Hemmschwelle ist niedriger. Womöglich könnte man dies auch über eine Mentimeter-Umfrage oder ähnliches gestalten, sodass das Ganze anonym erfolgen kann. Indem man die Einordnung gemeinsam bespricht werden die Kommunikation darüber und die Regeln dafür trotzdem deutlich.
Mein Vorschlag wäre noch, dass die Lehrkraft zu Beginn der Stunde klar sagt, dass dies ein sensibles Thema ist und der Unterricht ein geschützter, offener, wertschätzender Raum dafür sein soll. So wissen die SchülerInnen von Beginn an, was sie erwartet und haben bereits eine Vorstellung, wie man folglich miteinander umgehen sollte.
Das Konzept der Fragebox finde ich sehr überzeugend. Hast du eine Idee, in welchem Rahmen die Lehrkraft auf SchülerInnen persönlich zukommen und Fragen beantworten könnte? Ich denke, es wäre hierbei sehr wichtig, dass dies in einem geschützten Raum passiert, in dem niemand das Gespräch mithören kann.
Dein Vorschlag einer Vertiefung durch einen pro familia Tag gefällt mir gut. Dies eröffnet neue Möglichkeiten und kann für SchülerInnen wertvolle Aufklärung liefern. Ich denke, gerade wenn manche SchülerInnen die Lehrkraft nicht mögen, was ja durchaus vorkommen kann, ist dies für sie eine gute Gelegenheit, in einem anderen Rahmen Antworten zu erhalten und sich zu öffnen. Hast du noch andere Ideen, wie sich SchülerInnen, die besonders zurückhaltend sind oder die Lehrkraft nicht mögen, öffnen können?
Viele Grüße
Ella
Liebe Salome,
AntwortenLöschendein Blogbeitrag gefällt mir vom Design her richtig gut. Du behandelst ein sehr wichtiges Thema des Biologieunterrichts. Die Struktur finde ich gut gelungen, besonders die vielen Praxisbeispiele machen den Text anschaulich und nachvollziehbar.
Lediglich eine kleine Übersicht oder Einführung zu Beginn hätte ich mir noch gewünscht, um das Thema fachlich besser einordnen zu können und die wichtigsten Informationen gebündelt parat zu haben. Hast du eine Idee wie du das machen könntest?
Die Denkanstöße in deinem Beitrag finde ich super, ich habe mir zuvor noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht, wie mein eigener Sexualkundeunterricht damals gestaltet war und was man heute anders machen könnte.
Eine großartige Idee ist die Post-it-Methode, weil sie die SuS sofort aktiv einbezieht und zum Nachdenken anregt. Im Anschluss daran könnte man eine anonyme Umfrage machen, bei der die SuS abstimmen, mit welchen Begriffen sie in den weiteren Stunden arbeiten möchten, vorausgesetzt, alle wichtigen Begriffe wurden zuvor einmal genannt und besprochen. So dürften sie selbst mitentscheiden, fühlen sich wertgeschätzt und der Unterricht wird partizipativer. Dafür könnte man zum Beispiel den Mentimeter verwenden.
Hast du noch eine andere Idee wie man diese Umfrage erstellen könnte?
In meiner Schulzeit gab es keine einheitlichen Regeln oder Begriffe, das hätte ich mir jedoch im Nachhinein gewünscht. Gerade bei diesem Thema empfinden viele SuS die Wortwahl als peinlich und trauen sich nicht, vor der Klasse zu sprechen. Wenn alle dieselben Begriffe verwenden, fällt diese Hürde weg und die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit steigt vermutlich deutlich.
Die Fragenbox gab es bei uns damals auch nicht, diese finde ich dennoch eine hervorragende Idee und werde sie definitiv in meinen eigenen Unterricht übernehmen. Sie schafft einen geschützten Raum, in dem sich auch schüchterne SuS trauen, alle Fragen zu stellen, die ihnen auf dem Herzen liegen. So kann jeder hoffentlich bestmöglich aufgeklärt werden.
Insgesamt finde ich deinen Beitrag sehr gelungen. Er hat mich angeregt, meine eigenen Erfahrungen zu reflektieren und über alternative Herangehensweisen nachzudenken, insbesondere dort, wo ich in meiner Schulzeit selbst Hürden gesehen habe.
Liebe Grüße
Anna-Lena
Liebe Salome,
AntwortenLöschendas Thema deines Blogbeitrags hat mich sofort zum Lesen verleitet. Denn wenn ich in meine eigene Schulzeit zurückblicke, war der Sexualkundeunterricht nahezu nicht vorhanden (nur kurz an der Grundschule). Am Gymnasium hatten wir keinen, was vor allem im Zuge von Themen wie Jugend und Pubertät besonders hilfreich gewesen wäre und das Verständnis über den eigenen Körper befeuern würde.
Dein Blogbeitrag hat mir gezeigt, wie guter Sexualkundeunterricht wirklich geht. Man muss die Aufklärung sehr wohl als ganzheitlichen Bildungsauftrag fassen, wodurch die Dimensionen, die über die schulische Bildung hinausgehen (z.B. Psychosoziologie) auch berücksichtigt werden müssen. Was würdest du hierbei vielleicht für Schwierigkeiten sehen im Hinblick auf kulturelle Unterschiede und Verständnisse von Sexualität? Mir würden direkt als Beispiel die diversen religiösen Dispositionen einfallen, die den Zugang einiger Schüler zum Thema erschweren.
Die Ansätze zur Nutzung sensibler Sprache finde ich super, du hast aufgezeigt welche Begriffe „problematisch“ sind und wie man sie nicht schlicht ersetzen, sondern tatsächlich reflektieren lassen sollte. Die Prämisse, die Schüler möglichst wenig Scham verspüren zu lassen, ist sehr konstruktiv im Aufbau einer vertrauten Atmosphäre im Unterricht, wobei die Schüler mehr Mut bekommen, ihre Fragen zu äußern. Damit können spezifisches Wissen vermittelt und Unklarheiten geklärt werden. Deine Kommunikationsregeln sowie die Idee einer anonymen Fragebox gehen damit Hand in Hand. Für mich stellen sich hier ein paar kleine Fragen: Wie würdest du Schüler zusätzlich kollektiv motivieren, ihre Anliegen und Fragen in die Box tatsächlich einwerfen zu wollen und wie genau stellst du dir das darauffolgende Plenum vor?
Die Sexualbildung von pro familia finde ich einen sehr gelungenen Baustein im Sexualkundeunterricht. Denn dieses Angebot festigt die Auseinandersetzung mit den Aspekten seines eigenen Körpers und vermittelt offen die Themen, die für Schüler in diesem Alter tatsächlich wichtig sind. Ich könnte mir definitiv vorstellen, dies in den Sexualkundeunterricht zu implementieren.
Ich möchte zum Schluss noch einige Worte über die Gestaltung verlieren: Ich finde das Template sehr schön und lieblich gestaltet und besonders die Icons geben dem Blogbeitrag eine lebhafte Note. Die Sprechblasen mit Reflexionsfragen haben mich überzeugt, denn ich habe mir durch sie ausgiebig Gedanken machen und das Interesse während des Lesens vornehmlich schärfen können. Zusammengefasst lässt sich dein Blogbeitrag sehr gut lesen und demnach lassen sich auch die Thematik und Aussagen prima verstehen :)
Viele Grüße
German
Hallo Salome,
AntwortenLöschendeine Themenauswahl für den Blogbeitrag finde ich sehr gelungen. Ich denke, für jede angehende Biologielehrkraft ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, wie Sexualkundeunterricht gut und informativ gestaltet werden kann. Während meiner Schulzeit wurde diese Unterrichtseinheit trotz ihrer wichtigen Bedeutung eher kurz behandelt. Als Biologielehrkraft trägt man meiner Meinung nach in diesem Bereich eine große Verantwortung.
Die Bedeutung einer sensiblen Sprache wird in deinem Beitrag sehr deutlich und du arbeitest gut heraus, warum diese so wichtig ist. Besonders gefällt mir die Idee, bereits in der ersten Einheit Alltagsbegriffe sowie deren Wirkung und Bedeutung auf andere zu thematisieren. Dadurch wird von Beginn an ein respektvoller Umgang mit dem Thema eingeführt und gleichzeitig sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler mit den korrekten Fachbegriffen vertraut sind. So kann auch in den folgenden Stunden mit einem fachlich richtigen und angemessenen Vokabular gearbeitet werden.
Deine Idee mit einer Fragebox finde ich ebenfalls gut, sehe dabei aber auch einige Herausforderungen. Zum einen muss die Lehrkraft abwägen, welche Fragen ernst gemeint sind und welche möglicherweise nicht. Zusätzlich muss entschieden werden, ob und wie Fragen beantwortet werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass in einer Klasse nicht das notwendige respektvolle Umfeld vorhanden ist, damit sich Schülerinnen und Schüler trauen, persönliche Fragen zu stellen.
Für mich persönlich stellt sich deshalb nach deinem Beitrag die Frage, wie man als Lehrkraft Sexualkundeunterricht in Klassen gestalten kann und sollte, in denen ein entsprechend respektvoller Umgang noch nicht vorhanden ist. Gerade als Biologielehrkraft hat man häufig nicht den notwendigen Stundenumfang, um zunächst die Klassengemeinschaft entsprechend zu sensibilisieren. Hier würde mich interessieren, welche Möglichkeiten du als Lehrkraft sehen würdest, um trotzdem einen sicheren und wertschätzenden Rahmen für den Sexualkundeunterricht zu schaffen.
Liebe Grüße
Nils
Liebe Salome,
AntwortenLöschenich finde den Beitrag überaus wichtig und sehr gut gelungen. Vor allem die Idee mit der Box war mir auch schon gekommen, ich denke die anonyme Möglichkeit Fragen zu stellen setzt die Schwelle deutlich herab. Man kann dadurch auch zusätzlich einschätzen wie weit die Schüler:innen aufgeklärt sind (oder eben auch nicht). eine Idee meinerseits wäre es die Box bereits vor der ersten Unterrichtseinheit aufzustellen mit wünschen, was die Schüler:innen interessiert/lernen wollen. Ich persönlich finde auch die Idee mit dem Formen der Geschlechtsorgane nicht schlecht, könnte mir aber Vorstellen, dass dies den Schüler:innen unangenehm sein könnte. Denkt man zum Beispiel daran, dass es Kommentare über die verschieden groß geformten männlichen Geschlechtsorgane geben kann oder auch, dass mit dem Ton/der Masse sonstige Unfug getrieben wird... Das korrekte Benennen finde ich sehr wichtig und super, dass du es gleich zu Beginn ansprechen willst. Wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke, so hat das korrekte Benennen sowie die genaue Anatomie im Unterricht keine Rolle gespielt und gerade für Aufklärungszwecke ist dies natürlich extrem wichtig.
des Weiteren finde ich den Hinweis auf die externen Möglichkeiten super. Gerade wenn man den Eindruck hat, dass die Scham bleibt und nicht offen im Unterricht darüber gesprochen werden kann, könnten externe Stellen extrem helfen und sind wirklich eine gute Idee!
Liebe Grüße
Laura
„Hallo Salome,
AntwortenLöschenvielen Dank für diesen wirklich inspirierenden Beitrag! Das Thema Sexualkundeunterricht ist oft mit vielen Unsicherheiten behaftet – sowohl bei den SuS als auch bei den Lehrkräften. Du hast sehr treffend aufgezeigt, wie wichtig eine Atmosphäre ist, die sich von einer reinen Wissensvermittlung hin zu einem ganzheitlichen Bildungsansatz bewegt.
Besonders stark fand ich deinen Fokus auf ‚sensible Sprache‘. Wir unterschätzen im Alltag oft, wie sehr Begriffe wie ‚Schamhaare‘ oder die Schwert-Metapher bei ‚Scheide‘ die Wahrnehmung des eigenen Körpers unterbewusst prägen. Die bewusste Umstellung auf neutrale Begriffe wie ‚Intimhaare‘ ist eine so simple, aber extrem effektive Methode zur Entstigmatisierung. Das schafft sofort einen respektvolleren Rahmen.
Auch der Ansatz, das Thema ‚Anatomie‘ durch haptisches Arbeiten (Knete/Modellieren) aktiv zu erschließen, statt nur auf Frontalunterricht oder Abbildungen zu setzen, ist didaktisch hervorragend. Das nimmt die Hemmschwelle enorm, weil der Fokus auf der Sache liegt und nicht auf dem ‚Erschrecken‘ vor dem eigenen Körper. Dass du zudem die Verknüpfung zu externen Angeboten wie ‚pro familia‘ herstellst, rundet das Konzept ab, da es den Lehrkräften auch Druck nimmt, alles alleine leisten zu müssen.
Eine spannende Frage, die mir bei deinem Beitrag kam: Wie würdest du in deinem Konzept das Thema ‚Medienkompetenz‘ (z.B. der Einfluss von Pornos oder unrealistischen Schönheitsidealen auf TikTok/Instagram) integrieren? Wäre das für dich ein separates Modul oder würdest du es direkt in die Anatomie-Einheit einweben, um Fehlvorstellungen dort direkt zu korrigieren?
Danke für diesen wertvollen Input – das ist definitiv ein Modell, das ich für meine eigene Unterrichtsplanung im Hinterkopf behalten werde!“
Liebe Salome,
AntwortenLöschenIch finde den Beitrag wirklich sehr gelungen, denn er spricht ein sehr wichtiges Thema an, das im Unterricht meiner Meinung nach häufig zu kurz kommt.
Besonders gut gelungen finde ich die Darstellung des Themas anhand einer Beispiel- Doppelstunde. Dadurch erhält man direkt eine konkrete Vorstellung davon, wie Sexualkundeunterricht gestaltet werden kann.
Sehr wichtig finde ich auch, dass direkt zu Beginn die Schaffung eines Safe Spaces thematisiert wird.
Gerade bei Themen, wie Sexualität können bei Schüler*innen schnell Scham und Unsicherheit entstehen. Deshalb finde ich die Klarstellung, dass soziale und kommunikative Fähigkeiten die Vorraussetzung für ein vertrauensvolles Gruppenverhältnis sind und damit die Grundlage für einen offenen und respektvollen Austausch bilden, äußerst wichtig.
Die Thematisierung von pro familia und die Einbeziehung dieser in den Unterricht finde ich toll.
Jedoch hätte ich gerne noch etwas mehr über das Konzept von pro familia erfahren, da mir dieser Verband davor nicht wirklich bekannt war und auch in meiner Schulzeit nie thematisiert wurde.
Handelt es sich dabei um Kurse, die beispielsweise in einer Einrichtung von pro familia stattfinden oder gibt es Fachpersonal, welches direkt an die Schule kommt und die Einheiten vor Ort durchführt?
Eine weitere Frage, die ich mir beim Lesen gestellt habe, betrifft die Einbeziehung der Eltern. Die Schulklassen sind heutzutage sehr vielfältig und viel Schüler*innen wachsen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Erziehungsstrukturen auf.
Sollten daher die Eltern stärker in die Planung bzw. Auswahl der Unterrichtsinhalte miteinbezogen werden?
Oder sollte der Sexualkundeunterricht unabhängig von den persönlichen Vorstellungen und Meinungen der Eltern stattfinden?
Vielen Dank für deinen Beitrag und dafür, dass du ein so wichtiges Thema ansprichst und uns dies auf eine anschauliche und praxisnahe Weise näherbringst!
Liebe Grüße
Salina
Liebe Salome,
AntwortenLöschenDas war ein sehr interessanter Beitrag! Ich habe aus eigener Erfahrung keine guten Erinnerungen an meinen Sexualunterricht, der immer äußerst unangenehm und nicht sonderlich informativ war. Die einzig gute Erinnerung hatte ich an den getrennt geschlechtlichen Girls Day von Pro Familia. Dieser ist mir durch eine angenehme und offene Atmosphäre sehr positiv in Erinnerung geblieben. Diesen werde ich definitiv in meine spätere Lehrerinnentätigkeit integrieren. Einziges Manko hierbei war, dass man nur die eigene Seite kennengelernt hat und sich auch pubertierende Schüler mit der Menstruation tiefgehender auseinandersetzen sollten.
Der Blogbeitrag hat sehr gut die Relevanz der Thematik im schulischen Kontext verdeutlicht. Ich bin auch der Meinung, dass Sexualkunde als ganzheitlicher Bildungsauftrag behandelt werden sollte. Im Zuge dessen hätte ich mir noch eine Verankerung im Bildungsplan zur Einordnung gewünscht.
Der Ansatz der sensiblen Sprache war ein sehr gelungenes Element, was auch weitreichend auf andere biologische Thematiken übertragbar ist. Durch die Erarbeitung und Einordnung verschiedener Begrifflichkeiten kann eine inklusive Atmosphäre geschaffen werden, die im Idealfall die Schülerinnen und Schüler anregt, sich schambefreit über die Thematik auszutauschen. Hierbei dachte ich mir, ob eine individuelle Einordnung der Begriffe nach vorheriger Problematisierung schon genügen könnte, da der offene Austausch im Plenum viel Vertrauen bedingt. Andere Methoden zur Ergebnissicherung wären ein Mentimeter oder ein Austausch in Kleingruppen. Auch die Austauschbox und die Kommunikationsregeln sind sehr gelungene Bausteine zur inklusiven und sensiblen Themengestaltung. Ein paar Fragen haben sich mir gestellt. Wie stellst du dir die persönliche Fragenbeantwortung vor und wie kann die Fragenbeantwortung im Plenum schamfrei gestaltet werden?
Schön war auch die Idee mit der Knete, wobei ich mir einen Hinweis auf die Klassenstufe gewünscht hätte. Durch das Formen mit Knete könnte man auch die Pluralität der Erscheinungsformen besprechen, was in der Pubertät oftmals ein großes Thema ist – die Frage, ob man normal ist.
Alles in allem war dies ein sehr informativer und anregender Blogbeitrag. Auch die Gestaltung war sehr ansprechend und die kleinen Icons und Darstellungen haben zu einem vertieften Verständnis und einer guten Leserlichkeit beigetragen. Die Informationsdichte war genau richtig zwischen spielerischer Ideenvorstellung und informativen Hintergrundinformationen.
Grüßle, Leonie
Liebes Autorenteam,
AntwortenLöschenVielen Dank für euren Beitrag! Euer Thema hat mich angesprochen, da Sexualkunde trotz seiner Alltagsrelevanz oft als Tabuthema behandelt wird.
Besonders relevant empfinde ich eure Gewichtung der Klassenatmosphäre und der Wortwahl, da Begriffe wie „Schambereich“ in unserer Gesellschaft so normalisiert sind, dass viele Menschen sich keine Gedanken über ihre Implikation machen. Als Lehrkraft fällt einem die Aufgabe zu, diese Implikationen zu erkennen und negative Konnotationen zu vermeiden.
Auch euren Fokus auf die Beschreibung weiblicher Geschlechtsorgane empfinde ich als besonders wichtig. Vor allem hier müssen wir darauf achten, den Körper aus biologischer Sicht zu betrachten und den weiblichen Körper nicht suggestiv als Werkzeug für den Mann zu beschreiben! An dieser Stelle finde ich auch einen Fokus auf Menstruation relevant, welche in meiner Schulzeit für Schüler kaum erklärt und für Schülerinnen verharmlost dargestellt wurde. Themen wie Endometriose, Konsequenzen der anderen Zyklusphasen und hormonelle Eingriffe (e.g. Pille) wurden sogar gemieden.
Auch eure Idee mit der Fragen-Box empfinde ich als besonders relevant. Besonders heikle und unsichere Themen wie sexuelle Belästigung oder mögliche Krankheitssymptome werden sonst nicht angesprochen, obwohl Lehrkräfte auf eben diese Themen aufmerksam gemacht werden sollten!
Die SuS sollen durch die Schule als außenstehende Instanz, die Möglichkeit bekommen, fern ihrer Alltagsumgebungen zu erfahren, wie sie sexuelle Gewalt erkennen können und bei wem sie sich Hilfe suchen können. Wir sollten ihnen diesen Ansprechpartner unbedingt bieten!
Ein Punkt, der mir noch eingefallen ist: Geschlechtertrennung. Oft werden im Unterricht zwei Gruppen gebildet, wobei die Schüler mit einem männlichen und die Schülerinnen mit einer weiblichen Lehrer*in arbeiten. In diesen Gruppen wird dann hauptsächlich der eigene Körper thematisiert. Doch wie sinnvoll ist diese Trennung eigentlich? Sicherlich sorgt es für ein vertrauensvolleres Klima, doch birgt es auch Nachteile. Man benötigt zwei Lehrkräfte, bietet einen unsicheren Raum für nicht-binäre SuS und schafft eine Echo-Kammer, in der der Körper des anderen Geschlechts (den man sowieso schon schlechter kennt) nicht ausreichend thematisiert wird.
Als letztes möchte ich noch die Frage in den Raum stellen, wie viel man über Sex als Akt der Lust sprechen sollte. Oft wird Sex als Reproduktionsakt behandelt, was nicht genug Raum für Verhütung, Schwangerschaft, Masturbation, Pornografie und Consent als Themen bietet. Wie viel Gewichtung sollte man dem Lustakt bieten? Was ist legitim, auch wenn es Erziehungsmethoden (e.g. Glauben) der Eltern widerspricht? Mir erscheint es wichtig, offen über dieses Thema zu sprechen um unsicheren und übergriffigen Sex zu verhindern! Doch wie findet man den sweet-spot, bei dem den SuS genug Scham nimmt, um wichtige Themen ansprechen zu können, aber sie auch nicht ermutigt ihre Grenzen zu überschreiten?
Liebe Grüße,
Julia
Liebe Salome,
AntwortenLöschenvielen Dank für deinen interessanten Blogbeitrag. Dieser spricht ein wichtiges, aber auch sehr sensibles Unterrichtsthema an. Wie du selbst geschrieben hast, sollte die Lehrkraft eine angenehme Atmosphäre schaffen.
Besonders wichtig und zentral war deine Schilderung des sensiblen Umgangs mit Sprache. Da gerade in diesem Bereich häufig abwertende Begriffe auftauchen, ist es wichtig, dass im Unterricht die neutralen Fachbegriffe benutzt werden. Dies dient auch der Vermeidung von Missverständnissen, da vielleicht nicht jede*r alle Begriffe kennt oder korrekt verwendet. Hierfür finde ich deine Methode des Einordnens der Begriffe auf einer Skala äußerst passend. Bei diesem Vorgehen sollten alle Begriffe besprochen, Synonyme geklärt und abwertende Begriffe aus dem Unterricht aussortiert werden.
Die Idee mit der Fragenbox gefällt mir gut und ich könnte mir vorstellen, diese Methode auch in meinen Unterricht zu integrieren. Dadurch können die Interessen der SuS herausgefunden werden. Außerdem gibt es der Lehrkraft die Möglichkeit, über die Antwort nachzudenken und nicht spontan reagieren zu müssen. Diese Box sollte während der gesamten Unterrichtseinheit für die SuS zugänglich und präsent sein, damit sie jederzeit ihre Fragen stellen können. Ich würde die ersten Minuten jeder Unterrichtsstunde während dieser Einheit dafür nutzen, um die Fragen zu beantworten. Dadurch wird den SuS signalisiert, dass ihre Fragen ernst genommen, beantwortet und sie in den Unterricht auch integriert werden.
Deine Umsetzung des Modellierens der Geschlechtsorgane ist eine tolle haptische Methode, um Anatomie sachlich und wertfrei zu begreifen. Allerdings sehe ich hierbei folgendes Problem: Die SuS erinnern sich im Einsteig normalerweise an Begriffe wie Gebärmutter, Penis oder auch schon Vagina. Ihnen ist jedoch meist nicht die Form, Funktion und anatomische Lage bekannt. Daher wird die Aufgabe des Knetens zu diesem frühen Zeitpunkt für manche eine große Herausforderung darstellen. Die männlichen äußeren Organe werden den meisten SuS bekannt sein – die restlichen hingegen eher nicht. Daher würde ich das Modellieren in die Erarbeitungsphase integrieren. Hierbei dienen Informationstexte oder Schemazeichnungen als Unterstützung, aus denen die SuS das ihnen fehlende Wissen entnehmen können. Zusätzlich können Alltagsgegenstände wie z.B. ein Trichter für den Eileiter, Tennisbälle für die Hoden oder Schläuche für Samen- und Harnleiter zur Verfügung gestellt werden. Wichtige Strukturen können mit verschiedenen Farben oder Beschriftungsfähnchen hervorgehoben werden. Abschließend würde sich auch ein Gallery-Walk anbieten, um die Ergebnisse zu präsentieren.
Das Einbeziehen von Expert*innen wie von pro familia ist als Ergänzung zum Unterricht sicherlich hilfreich.
Liebe Grüße
Julian
Liebe Salome,
AntwortenLöschenich fand deinen Blogbeitrag zu dem Thema Sexualkunde sehr interessant und aufschlussreich. Interessant finde ich, dass du Sexualkunde nicht nur als Vermittlung von biologischem Wissen betrachtest, sondern auch die persönliche und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler im Blick hast. Da Sexualität für viele Jugendliche ein sensibles Thema ist, finde ich den Ansatz deines Blogbeitrages sehr wichtig.
Der Abschnitt zur sensiblen Sprache fand ich sehr aufschlussreich, besonders, dass Sprache beeinflussen kann, wie Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Körper wahrnehmen. Die Unterscheidung zwischen eher schambehafteten und neutralen Begriffen macht deutlich, dass die Wortwahl der Lehrkraft eine Rolle für die Atmosphäre im Unterricht spielen kann.
Die Idee, mit Knetmasse Geschlechtsorgane zu formen, finde ich anschaulich und hilfreich. Dadurch wird das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler relevant und sie setzen sich gleichzeitig aktiv mit den verschiedenen Geschlechtsteilen auseinander.
Das Design deines Blogbeitrages finde ich ansprechend. Die Verwendung von den hellen und bunten Farben und den vielen kleinen Abbildungen gefällt mir gut.
Auch die anonyme Fragebox finde ich interessant und sinnvoll. Bei dem Thema Sexualkunde gibt es vermutlich viele Schülerinnen und Schüler, die sich nicht trauen, ihre Fragen offen und vor der ganzen Klasse zu stellen. Die Box bietet den Schülerinnen und Schülern also die Möglichkeit, hemmungslos ihre Fragen zu stellen. Allerdings sehe ich dabei auch eine Herausforderung. Es könnte für die Lehrkraft manchmal schwierig sein, mit sehr persönlichen und unangenehmen Fragen angemessen umzugehen.
In meiner Schulzeit, als ich Sexualkunde im Biologieunterricht hatte, kam es häufig zu Gelächter oder dem Lustigmachen über bestimmte Themen. Wie könnte man als Lehrkraft solche Störungen unterbinden und die Atmosphäre angenehm machen, sodass sich Schülerinnen und Schüler nicht vom Gelächter der Mitschüler und Mitschülerinnen beeinflussen lassen und sich trauen, Fragen zu stellen und im Unterricht mitzumachen?
Liebe Grüße Hannah :)
Hallo Salome,
AntwortenLöschenich finde deinen Blogbeitrag insgesamt wirklich gut gelungen. Mir gefallen besonders dein Design und die Aufmachung des Blogs, er wirkt weder überladen noch langweilig und trostlos, sondern insgesamt sehr rund und stimmig.
Inhaltlich gefällt mir besonders gut, dass du das Thema „Sensible Sprache“ so explizit mit einbaust. In Kombination mit den von dir vorgeschlagenen Kommunikationsregeln, bringt das einen passenden Rahmen für guten Unterricht zum Thema Sexualkunde.
Was deine Unterrichtsidee mit der Knete angeht, bin ich etwas zwiegespalten. Ich finde das Konzept grundsätzlich gut, vor allem da der kreative Ansatz bei dem Thema Sexualkunde bestimmt nicht oft gewählt wird. Andererseits bin ich mir aber nicht sicher, wie gut die Jugendlichen auf die Idee eingehen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die ganze Situation schnell von den Jugendlichen ins lächerliche gezogen werden kann und sich dann alle nur noch amüsieren aber der Lerneffekt in den Hintergrund rutscht.
Deine Idee, eine/n Experten/in von pro familia hinzuzuziehen finde ich wiederum sehr gut. Gerade bei einem sensiblen und wichtigen Thema wie Sexualkunde finde ich es durchaus angebracht, sich Unterstützung von einer Fachperson hinzuzuziehen. Dadurch haben die Schüler/innen auch nochmals die Möglichkeit Fragen zu stellen, die sie sich bei der Lehrkraft nicht trauen würden.
Dein Vorschlag Jungs und Mädchen für einige Themen zu trennen, verstehe ich, da es den Schüler/innen bestimmt leichter fällt Fragen zu stellen, wenn das andere Geschlecht nicht anwesend ist und es dadurch nicht peinlich wird. Ich finde aber, dass es für Mädchen beispielsweise genauso wichtig ist, zu wissen wie man ein Kondom richtig verwendet. Genauso finde ich es wichtig, dass die Jungs etwas über die Menstruation und den weiblichen Hormonzyklus lernen, den wie viele Videos findet man im Internet, wo Männer total planlos reagieren, wenn sie nach der Periode oder dem Zyklus gefragt werden.
Beim lesen deines Blogs ist mir noch ein Gedanke gekommen, was für die Mädchen vielleicht auch noch spannend sein könnte. Wenn es sich anbietet, könnte man auch noch über das Thema Frauenarztbesuch sprechen, und hier, wenn es sich einrichten lässt, vielleicht wirklich einen/e Frauenarzt/ärztin in die Klasse kommen lassen. Gerade wenn es um den ersten Frauenarztbesuch geht, sind ja viele Jugendliche eingeschüchtert oder trauen sich erst gar nicht hin, weil sie auch gar nicht wissen was sie dort wirklich erwartet. Vielleicht könnte man so etwas von der Angst nehmen und nochmals Fragen von dem/der Experten/in beantworten lassen.
Viele Grüße
Sophie