Konzeptwechsel am SBBZ ESENT/ Lernen
Liebe Leser*innen,
Schön, dass ihr auf unseren Blogbeitrag gestoßen seid!
Der Konzeptwechsel stellt ein wunderbares Lernkonzept für
den (Biologie)-Unterricht dar. Lernen, indem man einen persönlichen kognitiven
Konflikt löst. Wichtig dabei: Die Anpassung an die konkrete Vorstellung der
Schüler*innen. So ist das Lernen anregend und nachhaltig. Zumindest ist das der
Plan!
Da wir als Gruppe alle Sonderpädagogikstudierende sind,
haben wir uns die Frage gestellt, ob dieses Unterrichtskonzept auch an einem
Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ), hier in der Fachrichtung
Emotionale und Soziale Entwicklung bzw. Lernen, umsetzbar oder vielleicht sogar
perfekt ist.
Spoiler: Wir haben sogar eine ganze Unterrichtsstunde dazu
geplant.
Da in dem Bereich „sonderpädagogischer Biologieunterricht“
wenig Literatur oder Konzepte vorhanden sind, war es uns ein Anliegen unsere
Recherchen und Ideen in einen Blogbeitrag zu packen.
Was unserer Meinung nach wichtig ist und wie wir einen
Konzeptwechsel an einem SBBZ umsetzen würden, könnt ihr im Folgenden nachlesen!
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und freuen uns über
Kritik, sowie jeden Kommentar, den ihr da lasst!
Hier geht's zum Beitrag:
https://drive.google.com/file/d/1P9Gc-RklcuA7nDxEQbTPxMSnYnGdRBS7/view?usp=sharing
Liebe Grüße,
Katharina, Leon, Svenja, Tizia und Kim

Liebe-/r, Katharina, Leon, Svenja, Tizia und Kim,
AntwortenLöschenVielen Dank für euren spannenden Blogbeitrag. Er ist leicht verständlich, sehr gut erklärt und sehr informativ. Euer Aufbau und die Reihenfolge der einzelnen Themen und Unterthemen ist schlüssig, der rote Fade, der sich durch euren Blogbeitrag zieht, ist klar erkennbar.
Vor allem eure Unterrichtsstunde hat mir sehr gut gefallen und wie ihr die Erläuterungen mit passendem Bildmaterial unterstützt habt. Ihr habt es geschafft fachliches Wissen bildlich und praktisch zu vermitteln und als Gruppenarbeit zu verpacken. Auch, dass die SchülerInnen am Ende der Stunde noch gemeinsam den gesunden und leckeren Wrap essen können, finde ich sehr schön. Das Thema „Konzeptwechsel“ habt ihr sehr gut eingebaut, dadurch sind die SchülerInnen dazu aufgefordert ihre Alltagsvorstellungen zu überdenken und dann zu ersetzen oder zu ergänzen. Und hoffentlich hat dies dann auch Auswirkungen auf ihren Alltag.
Ich denke es ist wichtig bei der Unterrichtsstunde auch noch explizit auf die Cilli-Cheese-Nuggets einzugehen, also weshalb sie so viele Kalorien haben und warum sie nicht gesund sind und eher selten verzehrt werden sollten. Vielleicht kann man dies auch in eine Mind-Map verpacken und der „gesunden Mind-Map“ gegenüberstellen. Natürlich kann das Thema auch noch eine anschließende Schulstunde füllen, falls es die zeitlichen Kapazitäten sprengen sollte.
Zu Beginn eures Blogbeitrags habe ich mir die Frage gestellt, bei welchen Themen ich selbst noch Präkonzepte habe und es gar nicht weiß. Manchmal kann es auch passieren, dass in der Schule nur ein Teil der eigenen Alltagsvorstellungen durch Fachwissen ersetzt wird und der Teil, den man davon nicht verstanden hat noch auf den alten Vorstellungen basiert. So hat man sich aus altem und neuem Wissen eine Erklärung zusammengebastelt. Doch wenn dieses Wissen dann angewendet werden soll, also geprüft wird, kann es mit hoher Wahrscheinlich nicht bestehen und die Fehlvorstellung wird entlarvt. Fallen euch Beispiele ein, bei denen ihr selbst noch bis vor kurzem Präkonzepte hattet?
Um noch auf das Thema abnehmen zu sprechen zu kommen, sind weit verbreitete Vorstellungen, dass man nur oder am besten abnimmt, wenn man so wenig wie möglich isst. Und z.B. Zeitschriften sind oft voll mit Diäten. Was dabei häufig auffällt ist, dass es vor allem schnell gehen soll! Darauf fallen dann viele Menschen herein. Zwar nimmt man tatsächlich bei solchen Diäten ab, doch anschließend, wenn man sich wieder wie zuvor ernährt, nimmt man ganz schnell wieder zu. Doch vor allem können Hungerdiäten für Jugendliche sehr gefährlich sein, sie können der Entwicklung und der Gesundheit schaden und auch zu den von euch genannten Essstörungen führen.
Darum kann ich euch nur zustimmen, dass das Thema Ernährung sehr wichtig ist, natürlich auch an SBBZs und ESENTs.
LG,
Katharina Hermann
Hallo Katharina,
Löschenes freut uns, dass wir mit unserem Blogbeitrag dein Interesse am Thema wecken konnten. Da uns bewusst ist, dass das Prinzip des "Konzeptwechsel" den wenigsten
bereits bekannt sein dürfte, haben wir versucht den Blogbeitrag so zu gestalten, dass man ihm auch ohne großes Vorwissen zum Thema folgen kann.
Mit unserer Unterrichtsstunde haben wir das Ziel verfolgt, nach all der Theorie über den "Konzeptwechsel" zu zeigen, wie ein eben solcher in der Praxis des Schulalltags aussehen könnte. Es war uns wichtig, dabei beide Seiten (Theorie und Praxis) zu beleuchten.
Mit echten Lebensmitteln zu arbeiten schien uns sinnvoll, da beim Lernen immer alle Sinneseindrücke aufgenommen werden. Das Lebensmittel nun zusätzlich real vor sich liegen zu haben erhöht die Chance, langfristig etwas in den Köpfen der
Schüler*innen zu verändern.
Deinen Vorschlag noch genauer auf die ungesunden Nuggets einzugehen finden wir gut, nur besteht die Gefahr, den Rahmen der Stunde zu sprengen. Wie du aber bereits sagtest, wäre es möglich gewesen, dies in einer weiteren Stunde genauer auszuführen.
Ist ein Konzeptwechsel nicht erfolgreich, können falsche Präkonzepte bestehen bleiben. Spontan fallen mir keine Präkonzepte von mir ein, es kann
aber auch sein, dass ich schlichtweg nur etwas glaube zu wissen, obwohl es eigentlich nicht korrekt ist ;)
Das Thema Diät ist viel diskutiert und es kursieren viele Mythen darum, zu schnell abnehmen ist in der Tat meist kontraproduktiv (Jojo-Effekt etc.).
Gruß,
Leon
Liebe Katharina,
Löschenvielen Dank erst einmal für dein positives Feedback. Es ist schön zu lesen, dass Du unseren Beitrag für dich selbst informativ fandest und für Dich und deine berufliche Zukunft etwas mitnehmen konntest.
An Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (besonders mit den Förderschwerpunkten soziale-emotionale Entwicklung und Lernentwicklungsstörungen) ist es von besonderer Bedeutung die Schüler*innen in ihren sozialen und emotionalen Kompetenzen zu fördern. Daher ist es sinnvoll so oft wie möglich Situationen zu schaffen, in denen diese Fähigkeiten geübt werden können. In der von uns beschriebenen Stunde ist das besonders bei der Zubereitung der gemeinsamen Mahlzeit gegeben. Die Schüler*innen haben gegenseitige Verantwortung für ein gelingendes Essen und dafür, dass diese in einem angemessenen Rahmen eingenommen werden kann. Des Weiteren kann man als Lehrkraft in solchen Settings mehr über seine Schüler*innen, deren Probleme und Interessen erfahren. Dies wiederum ist praktisch für die weitere Gestaltung des Unterrichts, da man sich an den Interessen der Lernenden orientieren und diese in den Unterricht integrieren kann.
Auf deine Frage, ob wir bei uns auch heute noch Präkonzepte entdecken, kann ich von mir aus nur dasselbe wie Leon sagen: Ich weiß es nicht wirklich. Vermutlich ja, aber diese sind mir dann, wie auch den Schüler*innen nicht bewusst. Allerdings merke ich hin und wieder bei mir, dass ich den diversen Diät-Tipps, die im Netz oder in Zeitschriften kursieren, immer wieder Glauben schenke. Und dass, obwohl ich weiß, dass eine gesunde Ernährung nicht nur aus Trauben etc. besteht. Wenn mir noch solche Gedanken kommen, dann frage ich mich, wie das bei jüngeren Menschen aussehen mag. Wahrscheinlich sehr ähnlich, nur dass diese noch nicht so reflektiert sind, daher finde ich es enorm wichtig über das Thema gesunde Ernährung zu sprechen und dieses zu behandeln.
Viele Grüße,
Katharina
Liebes Bloggerteam,
AntwortenLöschenich finde euren Beitrag wirklich interessant, besonders eure Ausführungen über die Beziehung zwischen unserem Alltagswissen und unserem Schulwissen. Ich denke, dass manche Schüler bereits sehr umfassende Präkonzepte haben, viele davon beeinflusst von der Elterngeneration oder den Medien.
In meiner Schulzeit auf einem Gymnasium weiß ich noch, dass zu Beginn einiger Unterrichtseinheiten Mindmaps an der Tafel erstellt wurden und die Schüler*innen ihr mitgebrachtes Wissen, also ihre Präkonzepte, ergänzen sollten. Leider blieb von den gesammelten Informationen jedoch nie viel hängen, zumindest bei mir nicht. Da ist so eine Methode, wie ihr sie zu Beginn eurer Unterrichtseinheit verwendet, sehr viel gewinnbringender. Gerade die Frage „Was denkt ihr?“ zu einem Thema, zu dem die Schüler*innen oft sehr viele und auch falsche Präkonzepte mitbringen, stelle ich mir sehr prägend für den weiteren Lernprozess vor.
Liebe Grüße
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LöschenHallo,
Löschenvielen Dank für dein positives Feedback! Es freut uns, dass dir unser Beitrag gefallen hat.
Dem Aspekt, dass die Präkonzepte durch die Medien bzw. die Elterngeneration geprägt werden, kann ich dir nur zustimmen. Ich denke, dass diese Faktoren auf jeden Fall zu der Entwicklung von Präkonzepten beitragen. Gleichzeitig glaube ich aber auch, dass sich Präkonzepte auch aus dem eigenen Denken heraus entwickeln. Wir haben das Bedürfnis, uns Sachverhalte erklären zu können. Wenn dann das nötige Fachwissen (noch) nicht vorhanden ist, versuchen wir uns eben Dinge auf Grundlage von bisherigem Wissen, Erfahrungen oder einer bestimmten Logik, die wir zugrunde legen zu erklären – ein Präkonzept entsteht.
Ich denke, dass die Mindmaps, von denen du berichtet hast, prinzipiell auch eine gute Methode sind, um Präkonzepte zu sammeln und kognitive Konflikte zu erzeugen. Allerdings muss die Lehrkraft hiermit richtig und gezielt umgehen. Schade, dass das bei dir scheinbar nicht der Fall war! Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass sich schon beim Sammeln der Gedanken und Vorstellungen über einen bestimmten Sachverhalt in Mindmaps an der Tafel Widersprüche entstehen, da unterschiedliche Präkonzepte vorhanden sind. Wenn man diese als Lehrkraft dann konkret herausgreift und nochmal in die Klasse fragt, wie und ob sich denn diese beiden Aspekte vereinen lassen, ist man mitten in dem Prozess einen kognitiven Konflikt in den Köpfen der Schüler*innen zu schaffen.
Liebe Grüße,
Kim
Hallo,
Löschenauch Dir zu erst einmal vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein Interesse an dem Thema Konzeptwechsel.
Es freut uns, dass Du Deine eigenen Erfahrungen aus der Schulzeit mit uns teilst. Bezüglich der Mindmaps bin ich derselben Ansicht wie Kim. Wenn die Lehrkraft diese gezielt einsetzt, um die Präkonzepte der Schüler*innen zu erfassen und diese dann in den Unterricht integriert und mittels kognitiver Konflikte revidieren möchte, dann ist an dieser Methode nichts auszusetzten. Allerdings, und das schein bei Dir der Fall gewesen zu sein, hat sich Euer damaliger Lehrer nicht mit den Alltagsvorstellungen und deren Auswirkungen auf Euer Wissen auseinandergesetzt. Die Lehrkraft muss nicht alle Präkonzepte seiner Schüler*innen noch in derselben Stunde aufarbeiten. Er kann die Mindmap bspw. abfotografieren und sich die einzelnen Fehlvorstellungen in Ruhe noch einmal ansehen und sich überlegen, wie er diese am besten umstrukturieren kann. Jedoch ist nicht jede Lehrperson so engagiert und macht sich die Mühe die Unterrichtsstunden so vorzubereiten, dass es zu einem Konzeptwechsel kommt. Denn dies bedeutet zusätzliche Arbeit und Zeit. Und diese haben viele nicht, da sie neben der Unterrichtsvorbereitung noch Elterngespräche führen, Arbeiten korrigieren und noch einiges mehr erledigen müssen. Man muss sich jedoch als (angehende/r) Lehrer*in bewusst sein, welchen Einfluss Präkonzepte auf das weiter Lernen der Schüler*innen hat.
Von daher denke ich, müsste jedem und jeder angehenden Lehrer*in dieses Konzept vorgestellt werden, damit bei den Schüler*innen nachhaltiges Lernen ermöglicht wird. Dann kann auch der Frust vermieden werden, wenn die Schüler*innen bei der Klassenarbeit Fragen zu einem Thema falsch beantwortet haben, obwohl man dieses ausführlich behandelt hat.
Viele Grüße,
Katharina
Liebes Bloggerteam,
AntwortenLöschenich fande diesen Beitrag sehr interessant und lehrreich. Da einem nochmal bewusst wird, dass nachhaltiges lernen zum Großteil an der Aufbereitung des Lernstoffes liegt und eben dass das Vorwissen der Schüler miteinbezogen wird. Zum anderen finde ich dass eine sehr gelungene Stunde, die viele fachliche Aspekte (gesunde Ernährung, Kalorien) umfasst als auch viele praktische Aspekte (Ideen für ein neues Gericht und wie ich dieses zubereite) und an einem SBBZ ESSENT ist es auch wichtig die Schüler aktiv handeln zu lassen. Außerdem fande ich den Blogbeitrag sehr gut strukturiert.
Liebe Grüße
Tobi
Hallo Tobi,
Löschenes freut uns, dass dir unser Blogbeitrag gefallen hat und du offensichtlich auch etwas davon mitnehmen konntest.
Absolut richtig ist, wie du sagtest, dass es beim Unterrichten auf das "Wie?" ankommt. Beim SBBZ ESENT ist diese didaktische Aufbereitung des Unterrichts wohl von noch größerer Relevanz, denn hier wird sonst oft auf "Durchzug" geschaltet und der Lernerfolg bleibt aus. Es ist wichtig als Lehrkraft die nötige Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren, das geschieht durch Anknüpfen an das bestehende Wissen zum Thema.
Den Konzeptwechsel als Lehrstrategie fanden wir so schlüssig, dass wir ihn und eine mögliche Umsetzung, speziell auf das SBBZ ESENT (also Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung) bezogen, gerne in unserem Blogbeitrag vorstellen wollten.
Die Unterrichtsstunde sollte aufzeigen, wie ein solcher Konzeptwechsel dann eben ganz konkret in der Praxis aussehen kann. Dabei war es das Ziel, dass die Schüler*innen vielleicht ihre Einstellung zu Ernährung überdenken sollten, das schien für uns am ehesten möglich, wenn die Schüler*innen dabei auch mit echten Lebensmittel hantieren dürfen. Beim Lernen zählen nämlich alle Sinneseindrücke, beim "anfassen" erhöht sich also die Chance, in den Köpfen der Schüler*innen zu verbleiben.
Liebe Grüße,
Leon
Liebes Bloggerteam,
AntwortenLöschenDer Beitrag ist sehr gelungen. Der Aufbau ist klar struckturiert und nachvollziehbar.
Es werden Alltägliche Situationen und Irrtümer behandelt und Aufgeklärt. Somit gestaltet ihr das Thema sehr lebensnah.
Der Inhalt geht über das Alltagswissen hinaus. Wichtige und fachliche Aspekte werden Aufgegriffen und ansprechend Erklärt.
Auch ist die Art der Unterrichtsgestalltung für SBBZ Schüler geeignetund gut umsetzbar.
Liebe Grüße
Hallo Blogger-Team,
AntwortenLöschenvielen lieben Dank für euren Blogbeitrag. Ich finde es klasse, dass ihr euch an ein Thema herangewagt habt, über welches es noch nicht viel Literatur gibt. Meiner Meinung nach ist euch der Blogbeitrag trotzdem sehr gelungen. Euer Layout gefällt mir auch sehr gut und die Sprechblasen zwischen dem Text fand ich ebenfalls sehr gut gewählt, da sie zum Nachdenken anregen.
Manche Schülerinnen und Schüler besitzen eine zwar einfache, aber nicht korrekte Alltagsvorstellung. Deswegen ist es sehr wichtig, dass manche Themen mit einem Konzeptwechsel aufbereitet werden. Außerdem ist es notwendig, dass sie die korrekte Erklärung nicht einfach nur akzeptieren. Ich kann mir vorstellen, dass dies für uns später als Lehrkräfte manchmal sehr schwer werden wird, alle Schülerinnen und Schüler zu einem Konzeptwechsel zu bringen.
Euer Beispiel zum Konzeptwechsel gefällt mir sehr gut, da wahrscheinlich jede Schülerin/jeder Schüler mindestens einmal in seiner Jugend in Konflikt mit sich und seinem Körper kommt/gekommen ist und an seinem Körper etwas verändern will/wollte (teilweise vielleicht dann durch die Ernährung). Durch die Medien lassen sich unsichere Jugendliche leicht beeinflussen und denken, dass Diäten beispielsweise gesund sind. Genau deswegen finde ich es gut, dass das Thema Ernährung selbst im Bildungsplan verankert ist und ihr aufzeigen wollt, dass weniger nicht gleich besser/gesünder bedeutet. An eurem Unterrichtsentwurf hat mir der Einstieg mit den beiden Tellern besonders gut gefallen, da die Schülerinnen und Schüler einen direkten Blick darauf werfen können.
Ich hoffe ihr könnt den Unterrichtsentwurf hoffentlich einmal selbst in euren Klassen ausprobieren ;)
Liebe Grüße
Franzi
Liebe Franzi,
Löschenvielen Dank für dein Lob!
Dass es wenig Literatur bzw. Inspiration zum Thema Konzeptwechsel im Unterricht an SBBZs gibt, war einer der Hauptgründe, weshalb wir uns für das Thema entschieden haben. Wir wollten aufzeigen, dass dieses Konzept möglich ist, wenn man sich an einem lebensnahen Thema der Schüler*innen orientiert.
Wir haben festgestellt, dass die Schüler*innen gerade durch den Konzeptwechsel sehr nachhaltig lernen könnten, sodass wir diese Lernmethode gerne einmal selbst ausprobieren möchten.
Wie du auch erwähnst: Das Thema Ernährung spielt eine große Rolle im Leben der Schüler*innen. In Zeiten wie diesen, in welchen das Essensverhalten von fastfood geprägt ist und gleichzeitig auf den sozialen Medien wie Instagram die perfekt operierten/geschönten Körper präsentiert werden, kann man schnell in eine Essstörung geraten. So findet man bei rund einem Fünftel der Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren Hinweise auf ein gestörtes Essverhalten! (vgl. https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Kiggs/Basiserhebung/GPA_Daten/Essverhalten.pdf?__blob=publicationFile)
Deshalb hoffen wir, dass man durch gezielten Unterricht die Schüler*innen erreichen kann, um ihnen zu zeigen, wie gesundes Essverhalten funktioniert und ihnen gleichzeitig ein gutes und wertschätzendes Körpergefühl vermittelt werden kann.
In diesem Sinne: Was für eine bessere Methode als den Konzeptwechsel gäbe es sonst dafür? 😉
LG Tizia
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
LöschenLiebes Blogger-Team,
AntwortenLöschenvielen Dank für diesen interessanten Blogbeitrag. Ich finde das Thema des Konzeptwechsels sehr spannend und habe das Gefühl, dass Lehrkräfte zumindest in meiner eigenen Schulzeit, bisher nur wenig Wert darauf legten, obwohl ich denke, dass diese Methode ein großes Potenzial für den Lernprozess mitbringen kann. Einen kognitiven Konflikt zu erzeugen, benötigt jedoch einige Vorüberlegungen seitens der Lehrkraft und ich habe mich gefragt, ob dies auch in der Oberstufe außerhalb des Biologieunterrichts (dafür hatten wir ja Beispiele von euch und in der VL) beispielsweise in Mathematik immer möglich ist? Bzw. ich stelle es mir schwer vor, für jede Unterrichtseinheit einen kognitiven Konflikt erzeugen zu wollen. Was denkt ihr darüber? Auch ich denke, dass Präkonzepte eine wesentliche Rolle in einem individuellen Lernprozess spielen. Das Zitat zu Beginn eures Beitrages von Auerl finde ich dabei sehr spannend, da es schon älter ist und trotzdem genau dieses Thema bezeichnet. Ihr habt gut erläutert, dass es zu Beginn notwendig ist, die Präkonzepte herauszufinden. Ihr nanntet, dass den SuS zu Beginn eine Frage gestellt werden könnte. Habt ihr noch weitere Ideen, wie die Präkonzepte der SuS vor allem auch in größeren Klassen bzw. von jedem einzelnen SuS effektiv „ermittelt“ werden könnten?
Die Idee an das Thema des Konzeptwechsels direkt einen entsprechenden Unterrichtsentwurf beizufügen finde ich sehr gut, da man direkt eine Vorstellung und auch Inspiration für den späteren eigenen Unterricht bekommen kann. Auch euer gewähltes Thema der Ernährung finde ich sehr wichtig, auch an SBBZ Lernen/Esent. Zu diesem Thema gab mir eine Lehrkraft während meinem Praktikum viel zu denken. Diese Lehrkraft unterrichtet Biologie an einem SBBZ Lernen in den oberen Klassen und wirkte sehr resigniert, was das Thema der Ernährung angeht. Dieses würde diese Lehrperson nur noch wenig unterrichten, da insbesondere diese SuS von dem Kauf- und Essverhalten der Eltern abhängig seien und somit kaum eine Chance bestünde, diese SuS langfristig und effektiv zu einem anderen Essverhalten, auch im privaten Bereich, zu überzeugen. Der Fokus werde deshalb eher auf Themen gelegt, die die SuS ggf. unabhängiger „anwenden“ können. Ich persönlich finde diese Sichtweise etwas kritisch, da ich finde, dass ein positiver Impuls auch bei „L-SuS“ sinnvoll sein kann und wenn es nur bei einer Schülerin/Schüler hängen bleibt.
Bei eurem Unterrichtsentwurf bezüglich dem vielen Kalorienzählen war ich zunächst etwas unsicher, da bei Essstörungen häufig genau dieses Kalorienzählen eine wesentliche Rolle einnimmt. Nachdem ich darüber nachdachte, denke ich aber doch, dass dies durchaus ein Zugang sein kann, den Unterschied, insbesondere auf die Essmenge, darzustellen. Alternativ könnte man auch verschiedene Nahrungsmittel mitbringen und die SuS Zuckerwürfel zuordnen lassen. Sehr gelungen finde ich die Idee eines selbst formulierten Merksatzes am Ende der Unterrichtsstunde.
Viele Grüße
Sarah
Liebes Blogger-Team,
AntwortenLöschenvielen Dank für diesen interessanten Blogbeitrag. Ich finde das Thema des Konzeptwechsels sehr spannend und habe das Gefühl, dass Lehrkräfte zumindest in meiner eigenen Schulzeit, bisher nur wenig Wert darauf legten, obwohl ich denke, dass diese Methode ein großes Potenzial für den Lernprozess mitbringen kann. Einen kognitiven Konflikt zu erzeugen, benötigt jedoch einige Vorüberlegungen seitens der Lehrkraft und ich habe mich gefragt, ob dies auch in der Oberstufe außerhalb des Biologieunterrichts (dafür hatten wir ja Beispiele von euch und in der VL) beispielsweise in Mathematik immer möglich ist? Bzw. ich stelle es mir schwer vor, für jede Unterrichtseinheit einen kognitiven Konflikt erzeugen zu wollen. Was denkt ihr darüber? Auch ich denke, dass Präkonzepte eine wesentliche Rolle in einem individuellen Lernprozess spielen. Das Zitat zu Beginn eures Beitrages von Auerl finde ich dabei sehr spannend, da es schon älter ist und trotzdem genau dieses Thema bezeichnet. Ihr habt gut erläutert, dass es zu Beginn notwendig ist, die Präkonzepte herauszufinden. Ihr nanntet, dass den SuS zu Beginn eine Frage gestellt werden könnte. Habt ihr noch weitere Ideen, wie die Präkonzepte der SuS vor allem auch in größeren Klassen bzw. von jedem einzelnen SuS effektiv „ermittelt“ werden könnten?
Die Idee an das Thema des Konzeptwechsels direkt einen entsprechenden Unterrichtsentwurf beizufügen finde ich sehr gut, da man direkt eine Vorstellung und auch Inspiration für den späteren eigenen Unterricht bekommen kann. Auch euer gewähltes Thema der Ernährung finde ich sehr wichtig, auch an SBBZ Lernen/Esent. Zu diesem Thema gab mir eine Lehrkraft während meinem Praktikum viel zu denken. Diese Lehrkraft unterrichtet Biologie an einem SBBZ Lernen in den oberen Klassen und wirkte sehr resigniert, was das Thema der Ernährung angeht. Dieses würde diese Lehrperson nur noch wenig unterrichten, da insbesondere diese SuS von dem Kauf- und Essverhalten der Eltern abhängig seien und somit kaum eine Chance bestünde, diese SuS langfristig und effektiv zu einem anderen Essverhalten, auch im privaten Bereich, zu überzeugen. Der Fokus werde deshalb eher auf Themen gelegt, die die SuS ggf. unabhängiger „anwenden“ können. Ich persönlich finde diese Sichtweise etwas kritisch, da ich finde, dass ein positiver Impuls auch bei „L-SuS“ sinnvoll sein kann und wenn es nur bei einer Schülerin/Schüler hängen bleibt.
Bei eurem Unterrichtsentwurf bezüglich dem vielen Kalorienzählen war ich zunächst etwas unsicher, da bei Essstörungen häufig genau dieses Kalorienzählen eine wesentliche Rolle einnimmt. Nachdem ich darüber nachdachte, denke ich aber doch, dass dies durchaus ein Zugang sein kann, den Unterschied, insbesondere auf die Essmenge, darzustellen. Alternativ könnte man auch verschiedene Nahrungsmittel mitbringen und die SuS Zuckerwürfel zuordnen lassen. Sehr gelungen finde ich die Idee eines selbst formulierten Merksatzes am Ende der Unterrichtsstunde.
Viele Grüße
Sarah Roser
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LöschenLiebe Sarah,
LöschenDanke für deine Anregungen!
Grundsätzlich würde ich sagen, dass man in jedem Thema einen kognitiven Konflikt erzeugen kann, da jede*r andere Vorstellungen hat. Dass dies jedoch nötig ist, würde ich so nicht pauschalisieren. Viel eher würde ich den Ansatz vertreten, dass durch das wiederholte Erzeugen eines kognitiven Konflikts die Schüler*innen irgendwann selbst zu dem Punkt gelangen, an welchem sie ihre Ansichten und Vorstellungen hinterfragen und ausbessern. Was meint ihr?
Zur Abfrage zu Präkonzepten könnte ich mir vorgefertigte Fragebögen vorstellen, die die gängigsten Antworten umfassen, sodass die Schüler*innen diese ankreuzen und ggf. weiterführen können. So kann Unterrichtszeit gespart werden, wenn die Schüler*innen evtl. nicht besonders fit im Schreiben sind. Oder wie seht ihr das?
Danke an dieser Stelle, Sarah, dass du das problematische Kalorienzählen angesprochen hast! Ich würde trotz der Befürchtung, dass dies evtl. Essstörungen anfeuern könnte, diese Methode wählen, da sie konkret den Konzeptwechsel darstellt. Der Konzeptwechsel besteht hier, wie Kim schon meinte, dass die Schüler*innen lernen, dass Kalorienzählen der falsche Ansatz ist. Und mit diesem Wissen ermöglicht man den Schüler*innen, durch geführte Anleitung, eine Beziehung zu gesunder Ernährung aufzubauen. Dies sollte jedoch im Rahmen eines Unterrichtsblocks zum Thema Ernährung stattfinden, um den Schüler*innen einen ganzheitlichen Überblick zu präsentieren.
LG
Tizia
Hallo liebe Sarah,
Löschenvielen Dank für dein positives Feedback.
Deine Frage, ob kognitive Konflikte immer möglich sind, finde ich sehr spannend! Ich würde hierbei den Lernstoff differenzieren. Wenn es um Lerninhalte geht, die eher Fakten beinhalten, können aus meiner Sicht keine kognitiven Konflikte erzeugt werden. Beispiele hierfür wären Vokabeln in einer Fremdsprache, Jahreszahlen im Geschichtsunterricht oder auch Grammatikregeln im Deutschunterricht. Wenn es aber um Zusammenhänge, Prozesse, Vergleiche oder Verknüpfungen von Lerninhalten geht, können aus meiner Sicht in jeden Fall und in jedem Fach kognitive Konflikte hergestellt werden. Hierbei werden Lernende immer versuchen, solche Prozesse oder Zusammenhänge erst einmal auf der Basis ihres bisherigen Wissens zu erklären. Wir haben also ein Präkonzept und ein kognitiver Konflikt kann hergestellt werden. Hat das deine Frage beantwortet? Wie sehen das andere?
Deine Befürchtungen, bezüglich dem Kalorienzählen, kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch wir haben bei der Erstellung dieser Verlaufsskizze intensiv darüber diskutiert. Wir haben uns dann aber bewusst dazu entschieden, diesen Aspekt trotzdem mit aufzugreifen, da so SuS eben auch erkennen können, dass dieses pure Kalorienzählen eigentlich gar nichts bringt und gesund auch nichts mit weniger Essen zu tun hat. Essentiell hierbei ist aber, und da hast du Recht, dass die Lehrkraft genau dies auch vermittelt. Der Fokus bei der gesunden Ernährung darf nie auf dem alleinigen Kalorienzählen sein und die Lehrkraft muss dies entsprechend anleiten.
Liebe Grüße,
Kim
Liebes Blogger- Team,
AntwortenLöschenmir hat euer Blogbeitrag sehr gut gefallen. Sowohl eure inhaltliche Ausarbeitung, als auch eure Gestaltung (mit selbst gemalten Bildern) finde ich toll.
Der Konzeptwechsel stellt meiner Meinung nach einen sehr wichtigen Aspekt beim schulischen Lernen dar.
Das Fehlvorstellungen schwierig zu "überschreiben" sind kenne ich aus Eigenerfahrung. Für mich war es immer wichtig, dass das "neue Wissen" nicht nur vermittelt wird, sondern dass es auch erklärt wird, dass ich meine Fehlvorstellungen auch langfristig "überschreiben" kann.
Euer Thema "Ernährung" habt ihr meiner Meinung nach sehr gut gewählt. Das Thema ist sehr nah an der Lebenswelt der Jugendlichen und gerade hier kursieren viele Fehlvorstellungen, die unbedingt geklärt werden müssen.
Eure vorgestellte Unterrichtsstunde stelle ich mir gut umsetzbar vor und sie enthält sehr tolle Ideen! Fehlvorstellungen bezüglich der Kalorienaufnahme können beseitigt werden und gesundes Essen thematisiert werden. Gefragt habe ich mich, wie ihr in solchen Unterrichtsstunden, die sich um das Essen drehen, mit Schüler*innen mit Magersucht umgehen würdet. Ich kann mir vorstellen, dass sowohl die/ der betroffene Schüler*in, extrem sensibel auf das Thema reagieren würde, als auch von Seiten der Mitschüler*innen extreme Aufmerksamkeit auf die Reaktionen bzw. das Verhalten der betroffenen Person gelegt werden würde. Dabei könnten herausfordernde Situationen für die Klasse, die Betroffenen/ den Betroffenen und die Mitschüler entstehen. Wisst ihr, wie man damit am besten umgehen könnte bzw. sollte?
Vielen Dank an euch und liebe Grüße,
Liv Falke